Frankfurt
Die Kraft des stillen Augenblicks

Selbst bei Unruhe, Lärm und Nervosität kann man die Kraft des stillen Augenblicks erleben. Dem geht der dritten Etappe der “Gangreihe 13/13: Stilles Frankfurt” am 14. September 2024 in Frankfurt-Schwanheim nach. – Der Rückblick auf die Tour ist hier. – Die Gruppe für die Etappe der auf 13 Jahre angelegten Frankfurtserie bildet sich neu. Die Leitung hat Schriftsteller und Kontemplationskünstler Georg Magirius. Die Weglänge beträgt 8 km, die reine Gehzeit 2,5 Stunden.













Idyllen
Innerhalb kurzer Zeit geht es zu idyllischen Plätzen, die kaum jemand mit Frankfurt in Verbindung bringen würde. Na gut, da ist die Autobahn, die dank einer Fußgängerbrücke den Wandernden die einzige Steigung der Tour beschert. Trotzdem werden enthobene Gegenden durchstreift. Etwa die Frankfurter Altstadt, bei der es sich nicht um die Touristenattraktion “Neue Altstadt” handelt. Stattdessen ist es die alte Altstadt im Westen der Stadt, die Frankfurt die Ehre einbrachte, Station der Deutschen Fachwerkstraße zu sein. Viel Kopfsteinpflaster, das Höchster Schloss, ein frappierend tiefer Burggraben und dann auch noch die Justinuskirche. Das älteste Frankfurter Gotteshaus zeigt seine eindrucksvollste Seite, indem die Mainfähre Walter Kolb zur fahrenden Aussichtsplattform wird.

Freiheit
Die Schwanheimer Düne, eine der seltenen Dünen im Binnenland, versetzt in eine exotische, maritime Atmosphäre. Gleich darauf signalisieren Streuobstwiesen: Der Spaziergänger ist noch immer in Hessen. Der Rohsee, ein uralter, wunderlich verwunschener Ex-Mainarm, lässt fragen: Hat es sein Gutes, wenn nicht sofort und immerzu aufgeräumt wird? Es folgen die Wanzenschneise, Eichen mit überragend eigenwilligem Astwerk und der Gang in eine außeralltägliche Freiheit. Denn die schier grenzenlose Schwanheimer Wiese wirkt wie ein Versprechen: Atme auf! Und nichts und niemand wird dich dabei stören.

Treffpunkt
Die Impulse sind literarisch philosophisch inspiriert, auch spirituell, aber nicht konfessionell beschränkt. Das Gehtempo ist ruhig. Ein Großteil der Tour wird bewusst schweigend zurückgelegt. Treffpunkt ist am Bahnhof in Frankfurt-Höchst. Während der Tour wird eine kurze Rast eingelegt. Der Gang endet am Schwanheimer Waldspielplatz. Es besteht die Möglichkeit zu einer gemeinsamen Einkehr in einem Apfelweinlokal. Von der Haltestelle “Rheinstraße” fährt der Bus zurück zum Ausgangspunkt nach Höchst oder die Straßenbahn zum Frankfurter Hauptbahnhof.
Gangreihe 13/13: Stilles Frankfurt

– Der Rückblick auf die Tour ist hier. – Die Tour zur Schwanheimer Wiese und zur Schwanheimer Düne ist die dritte Etappe der “Gangreihe 13/13: Stilles Frankfurt”. Die Serie führt mit bewusst kurz gehaltenen Touren in einem Zeitraum von 13 Jahren an 13 Orte, die Ruhe vermitteln. Im Jahr 2033 soll sie in ein Picknick im Höchster Schlossgraben münden. Der Würzburger Echter Verlag begleitet die Frankfurter Reihe mit dem Buch „Stilles Frankfurt – 13 Orte zum Staunen und Verweilen“. Mit dem Gangreihenbuch lassen sich die 13 Orte der Touren auch selbständig erreichen, nachgehen, wiederholen, vorausgehen. Weitere Informationen zur Gangreihe 13/13 und den bisher zurückgelegten Etappen finden sich hier.
GangART
13/13 ist außerdem Teil von GangART, in der Georg Magirius spirituelle Tagestouren auch durch Steigerwald, Haßberge, Schwarzwald, Odenwald und Taunus leitet. Die Reihe findet Resonanz zum Beispiel in den “Gedanken zum Tag” auf BR1 und BR2 im Bayerischen Rundfunk, im Reiseblatt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, im Deutschlandfunk, Publik Forum, Main Post, hr2-Kultur, Domadio Köln, Main Echo, der Frankfurter Neuen Presse oder der Leipziger Zeitung. Rückblicke auf die Gänge finden sich hier. Aktuelle Termine von GangART und der “Gangreihe 13/13: Stilles Frankfurt” sind immer hier.