Franken

Das unscheinbare Franken

Georg Magirius bringt in seinem Buch „Frankenliebe“ das Unscheinbare zum Sprechen. Das schreibt der Germanist, Theologe und freie Redakteur Joachim Fildhaut in der Main Post vom 27. Juni 2020. Und zwar in seinem Beitrag „‘Mainfranken ist unerschöpflich‘“. Wie aber gelingt es Magirius, dass das unscheinbare Franken spricht? Indem er den Lautstärkepegel des Touristenjargons senke.

Rosen und Fachwerk - Laut Main Post gelingt es Georg Magirius, das unscheinbare Franken zum Sprechen zu bringen
In der Stadt: Rosen und Fachwerk.

Das unscheinbare Franken: Prichsenstadt

Ein Beispiel dafür sei seine Vorstellung des Ortes Prichsenstadt: „Hier wie an vielen anderen Orten widersteht der Autor der Versuchung seine Orte ‚zum Staunen und Verweilen‘ allzu explizit zu bejubeln.“ Es genüge ein Hinweis auf die Vergleichsgröße Rothenburg. Das wiederum werde „flankiert von dem eher technischen Superlativ, vor der Stadt liege ‚das größte Spargelanbaugebiet Nordbayerns‘“.

Das unscheinbare Franken spricht: Mohn und Spargel vor Prichsenstadt - Foto von Georg Magirius
Vor der Stadt: Mohn und Spargel.

Das unscheinbare Franken: Irmelshausen

Magirius wechsle übrigens oftmals „elegant vom Bildhaften zur Nutzanwendung“. So widme er sich in Irmelshausen dem flüssigen Element an der ehemaligen Zonengrenze, indem er einen Themenspaziergang anzettelt: Bibrasche Wasserburg, Badesee und Poppenholzweiher seien schließlich nur wenige Schritte von einander entfernt. Doch gleich darauf widmet er sich mit Hingabe den ein wenig kompliziert wirkenden Öffnungszeiten des Gasthauses Linde. Freilich lasse er sich noch lange nicht von dem Anspruch unterjochen, jedem seiner Orte einen Einkehrtipp zuzugesellen. „Dass Georg Magirius nicht irgendwelche Prinzipien abarbeitet, macht sein Buch sehr lebendig.“

Zeitungsseite der Main Post verkleinert - Interview von Joachim Fildhat mit Georg Magirius, der mit seinem Buch Frankenliebe das unscheinbare Franken zum Sprechen bringe.

„Mainfranken ist unerschöpflich“ – Georg Magirius im Gespräch mit Joachim Fildhaut

Was sagt der Mann aus der Metropole Frankfurt zu Franken im Vergleich zum Breisgau und dem Vogtland? Sieht er sich als Mystiker? Warum unterhält er sich mit einem Hörnchenbäcker in Stetten statt in einem Hörsaal zu lehren? Und wandert der Autor nach inzwischen vier Büchern über Mainfranken demnächst weiter, zum Beispiel nach Ober- und Mittelfranken? Georg Magirius’ Antworten auf die Fragen von Joachim Fildhaut sind hier.

Informationen zum Buch “Frankenliebe”

Buchcover Frankenliebe von Georg Magirius -

Georg Magirius hat das Buch “Frankenliebe – 33 Orte zum Staunen und Verweilen” im Echter Verlag veröffentlicht. Es hat 144 Seiten und viele Fotos. Thomas Häußner hat das Taschenbuch lektoriert. Es kostet 12 Euro und seine ISBN-Nummer lautet: 978-3-429-03912-7. Weitere Informationen und Pressestimmen sind hier.