Achtung vor zu viel Achtsamkeit

Den Weg zu einer spirituellen Erfahrungen lässt sich nicht garantieren. Gar nicht falsch liegt man aber, wenn man etwas erfährt, das nutzlos wirkt. Das behauptet der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius in der Märzausgabe 2020 der Zeitschrift Zeitzeichen. So sei das beim Regionalbahnfahren: “Es bringt mich auf beruhigende Weise stotternd in Landschaften, wo es noch keine Forderungen gibt. Dort gehe ich spazieren. In seiner eventuntauglichen Einfalt wehrt sich das Spazierengehen gegen jegliche Vereinnahmung durch zertifizierte Achtsamkeitstrainerinnen oder kirchlich geprüfte Pilgerlotsen. Ich brauche keine Trekkingschuhe, keine Multi­funktions­jacke, keinen Pilgerpass, mit dem ich mich von Stempelstelle zu Stempelstelle steigere. Ich gehe einfach.” Den Beitrag “Kein Yogakurs lockt mich” >> lesen. Redaktion: Philipp Gessler.

Warnung vor dem Stille-Kult

Stille kann gefährlich werden, wenn sie als Kommunikationslosigkeit verstanden wird. Sie ist dann nicht förderlich, sondern isolierend, deprimierend, kalt. Stille belebt, wenn sie mit der Sehnsucht nach Geselligkeit verbunden ist, mag diese auch auf eine unüblichen Weise auftreten. Das sagt der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius in seiner Sendung “Aufgehoben in der Stille”, die am 15. Dezember 2019 im Bayerischen Rundfunk gesendet wurde. Sie ist jetzt als Podcast hörbar, das Manuskript lässt sich downloaden. Ton: Erik Buhne. Sprecherin: Birgitta Assheuer, Sprecher: Moritz Stoepel. Redaktion: Wolfgang Küpper. Foto (c): Manfred Antranias Zimmer, Pixabay

Des Protestanten Gespür für Katholische Welten

Stille im Radio? Das klingt unmöglich. Doch Georg Magirius habe gezeigt, dass sich das Thema radiophon umsetzen lasse. So urteilt Wolfgang Küpper im Bayerischen Rundfunk in der Sendung Ökumenische Perspektiven auf Bayern2 über das von Magirius bei Herder herausgegebene Buch “Stille erfahren”. Wieso jetzt Buch? Antwort: Ohne die Arbeit des in Hessen lebenden Protestanten Magirius für die Sendereihe Katholische Welt des Bayerischen Rundfunks wäre das Buch nicht entstanden. Die Besprechung > lesen und > hören.

Die Sendung

Die halbstündige Sendung “Aufgehoben in der Stille” jetzt kostenfrei in der BR-Mediathek hören >> hier.

Das Buch

Stille erfahren - Georg Magirius

Georg Magirius (Hg.), Stille erfahren, mit Beirägen von Amet Bick, Manuela Fuelle, Uwe Kolbe, Georg Magirius, Ann-Kristin Rink, Bernardin Schellenberger, Arnold Stadler, 128 Seiten, gebunden, Lektorat: Dr. Esther Schulz und Jochen Fähndrich, ISBN: 978-3-451-34996-6, Herder Verlag 2019

Gesundheitsrisiko Glaube

Manuela Fuelle (c) manuelafuelle.com

Er wollte seine Ruhe haben, zu ihnen gehören, zu allen. Das schreibt die Theologin und Schriftstellerin Manuela Fuelle in ihrem Essay “Jona oder Übungen eines Lebenskünstlers”. Jona sollte warnen, mahnen. Doch war er ein friedvoller Mensch, ein nützliches Glied der Gemeinschaft, das niemanden angreift. Keinen Lärm machen! Darum geht es doch: Du sollst stillhalten. Gesundheit geht vor, liest man überall. Er war tolerant, gesellig, gern gesehen. Mit gutem Gespür für seine Zeit und die ist knapp bemessen. Mit Gespür für die Gegenwart: Kein Mahner seiner Generation. Von denen hatte man genug, diesen selbsterwählten Moralaposteln, die mit ihrem Stimmvolumen ihr eigenes Gewissen übertönen müssen.

Wach sein, lärmen, Ruhe finden bei Gott

Stille erfahren - Georg Magirius

Doch Manuela Fuelle will keinen Nachruf für einen Propheten schreiben, der ein weites Herz hatte, einen gesunden Schlaf und immer viel Verständnis. Selbst wenn es nicht gesund sein sollte, will sie lieber Ruhe finden bei Gott, was etwas anderes ist als Stillhalten. Sie will wach sein, ins Risiko gehen, lärmen, träumen und die Augen öffnen, bereit sein für die große Prüfung. “Doch die große Prüfung bleibt aus, die kleinen Übungen aber sind unser.” Von ihnen erzählt sie am 10. November 2019, 15.00 in der Sendereihe Lesezeichen auf ERF-Plus, die Redaktion hat Ute Heuser-Ludwig. Veröffentlicht ist Manuela Fuelles Essay in Georg Magirius’ Buch “Stille erfahren“. Das Lesezeichen in der Mediathek und weitere Sendetermine des Beitrags finden sich hier. <

Lautes Kloster. Leise Stadt

Porträt von Amet Bick - Foto von Heide Scherm

Auf der Suche nach Stille beobachtet die Theologin Amet Bick Lautes und Leises in der Stadt, an einem See, im Kloster. Zu hören sind ihre Erkundungen am 3. November 2019, 15.00 in der Sendereihe Lesezeichen im Sender ERF-Plus. Inspiriert ist die Sendung von dem Beitrag “Ankommen in der Stille”, den sie in Georg Magirius’ Buch “Stille erfahren“ veröffentlicht hat. Redaktion: Ute Heuser-Ludwig. Das Lesezeichen in der Mediathek und weitere Sendetermine findet man hier. <

Stille erfahren - Georg Magirius

Georg Magirius (Hg.), Stille erfahren, mit Beirägen von Amet Bick, Manuela Fuelle, Uwe Kolbe, Georg Magirius, Ann-Kristin Rink, Bernardin Schellenberger, Arnold Stadler, 128 Seiten, gebunden, Lektorat: Dr. Esther Schulz und Jochen Fähndrich, Satz: Barbara Herrmann (Freiburg), ISBN: 978-3-451-34996-6, Herder Verlag 2019, 18 Euro

Exotische Stille

Es ist ein Experiment von exotischer Eigenheit. Denn am 15. Dezember 2019 nähert sich der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius im Bayerischen Rundfunk der Stille an, ohne auch nur ein einziges Mal das Wort Yoga zu verwenden. Ausgangspunkt der Sendung “Aufgehoben in der Stille” ist die Erfahrung der Reizüberflutung, von Schnelllebigkeit, Tempozwang und dem damit verbundenen Wunsch nach Ruhe. (Manuskript > lesen. Sendung jetzt > hören.) Die naheliegendste Lösung jedoch hilft laut Magirius oft nicht weiter: Denn mit der abrupten Verringerung der Dezibelzahl spüren viele, wie die innere Unruhe zu rumoren beginnt. “Auch Wellnesswochenenden, Achtsamkeitstrainings und diverse Techniken aus dem Meditiationsbusiness-Segment scheinen keine tiefergehende Ruhe zu vermitteln, sonst würde es nicht zu immer neuen Angeboten kommen.”

Stille Anrede
Das Essay, gesprochen von Birgitta Assheuer und Moritz Stoepel, erkundet die Stille, ohne ihr das Geheimnisvolle rauben zu wollen. Zu hören ist Música Callada von Federico Mompou, interpretiert vom Pianisten Emili Brugalla. Davon angeregt und in Auseinandersetzung mit namhaften Schriftstellerinnen und Dichtern wie Arnold Stadler, Manuela Fuelle und Uwe Kolbe werden spirituelle Ruheräume vorgestellt, in denen man sich aufgehoben fühlen kann: im Wald, bei Schneefall, beim Schwimmen im See, im Nachhall der Musik. Es sind Möglichkeiten, um – wie es Bernardin Schellenberger sagt – „die Anrede an mich zu hören“.

Aufgehoben in der Stille, Von der Suche nach spirituellen Ruheräumen, Sonntag 15. Dezember 2019, Bayern2Kultur, Katholische Welt, 8.05-8.30, Wdh. BR-Heimat 9.05-9.30, Manuskript > lesen, Sendung jetzt kostenfrei > hören. Ton: Erik Buhne, Regie: Georg Magirius, Redaktion: Wolfgang Küpper. Die Sendereihe Katholische Welt, erstmals 1952 im Programm, thematisiert grundsätzliche Fragen in Kirche und Christentum, Religion und Gesellschaft. Ganz wichtig: Der Dialog in der katholischen Kirche, zwischen den Kirchen und mit den anderen Weltreligionen. Fotos: Veronika Sergl-Vahlenkamp, Thilo Körkel, Georg Magirius.

Lärmkollaps bei Stilletour

Wer jetzt nicht laut ist, wird den Anschluss an die Mitte der Gesellschaft auf lange Zeit verlieren. Das scheint das Motto an diesem sonnenüberfluteten Spätsommer-Samstag des Jahres 2019 zu sein. Eine Welle Menschen schwappt aus der Saaletalbahn auf den Bahnsteig in Hammelburg. Sofort wird Musik aufgedreht. Männer mit Landbierflaschen in der Hand dirigieren Kinder zum Fluss. Sie haben dasselbe Ziel wie der Apfelweinkanister, der unter Jugendlichen von Hand zu Hand wandert und bald ins Kanu, das die Fränkische Saale flussabwärts schwanken wird.

Die Samstags-Philharmonie

Auf dem Marktplatz rollt bei der 17. Hammelburger Bocksbeutel-Rallye Oldtimer um Oldtimer vor die Augen des Publikums. Ein alles andere als altersmüdes Feuerlöschauto überprüft gleich mehrfach, ob sein Horn noch heute in Alarmstimmung versetzen kann. Es fällt kaum ins Gewicht, ist es doch nur eine weitere Stimme der weit über Hammelburg aktiven Samstags-Philharmonie. Ihre Instrumentengruppen Kreissäge, Kärcher und Rasenmäher kennen kein Piano. Inmitten des Geräuschgewühls geht der Protest los, ein Aufstand! Besser gesagt handelt es sich um einen Aufgang, den Ausstieg aus dem Druck, den Sonnentag am Ende als effektvoll und doch auch effektiv genutzten Freizeittag verbuchen zu können.

Provozierend leise

Der Aufgang ist so unmerklich leise, dass gerade das das erregend Provozierende ist: 20 Wanderer und Tagespilgerinnen aus Bad Kissingen, Aschaffenburg, Arnstein, Frankfurt, Hainburg, Hammelburg, Karlsruhe, Fuchsstadt, Burdkardsroth und Seligenstadt haben sich für die Spirituelle Wanderung „Ruhe in der Weinstadt“ angemeldet, eine Tour der Reihe GangART unter Leitung des Theologen und Schriftstellers Georg Magirius. Schweigend spazieren die Stillegänger durch die Weinberge und Kiefernwälder oberhalb von Hammelburg, begleitet von prägnanten Worten aus Magirius‘ gerade herausgegebenem Buch „Stille erfahren“.

Nach dem Verklingen

Herstellen oder erzwingen lasse sich die Stille nicht, findet Uwe Kolbe. „Stille ist die Überraschung.“ Sie finde sich im Wald, wo Geräusche nichts von einem wollen und einen zu nichts auffordern, meint Bernardin Schellenberger. Und für Arnold Stadler gibt es keine hörbarere Stille als die, die dem Verklingen einer Stimme folgt oder einer Bach-Orgel an einem Sommerabend. Sie finde sich auch beim Lesen, dieser ungreifbar großen Abkehr und Einkehr, die einsam und beziehungsstark in einem sei. Von der man nichts habe, und doch sei sie so viel: „Es ist wie bei der Liebe. Ein Buch und zwei Augen. Mehr nicht.“

Stille Sicherheit

Wer liest, kann aufrecht und sicher stehen. Und weit reicht der Blick. Das würde Amalberga vielleicht sagen, jene Skulptur, die mit aufgeschlagenem Buch auf einer Klippe des Ofentaler Berges steht. Aber sie schweigt. Mit ihrem Schweigen spricht sie die Stillegänger natürlich an. So rasten sie bei ihr und schauen in die Ferne. Und nach dem Kosten weit gereifter Weintrauben wartet schon wieder der Abstieg ins Tal. Verbunden mit der Anregung, dass man das Forte an Geräuschen vielleicht gar nicht immer bekämpfen muss. Es lässt sich auch übergehen.

Liebenswerter Lärm

Und manchmal kann man sich den Lärm sogar vertraut machen. Das legt jedenfalls die von Amet Bick erzählte Geschichte nahe, in der Mönche in ihrem Waldkloster wegen eines vom Wind herbeigewehten Dauerlärms nicht mehr zum Meditieren kommen. Schließlich suchen sie die Quelle der Unruhe und finden im Tal ein Fest mit Menschen, die sich alles in allem als liebenswert entpuppen. Und die Absteiger der Stille feiern mit, durchstreifen Gassen, Cafés, Wehrgänge, Kirchen und Parks. Und als es Abend geworden ist, fließt das Wasser der Saale noch immer gemächlich still das Tal hinab.

GangART ist eine von Georg Magirius begründete Reihe spiritueller Tagestouren durch Rhön, Odenwald, Steigerwald, Spessart, Haßberge, Taunus, Schwarzwald und das Fränkische Weinland. Bei 45 Touren nahmen fast 1.000 Wanderer und Pilgerinnen teil. Resonanz erfährt GangART z.B. in Publik-Forum, im Reiseblatt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, im Rucksackradio des BR, im Deutschlandfunk, im Mainfrankenmagazin Tiepolo und im HR, Die nächsten Touren: Am 25. April 2020 geht es unter dem Motto “Die Feier der Gemächlichkeit” zum Kloster Neustadt am Main, am 9. Mai 2020 unter dem Motto “Das Geheimnis des Hexenbaums” in den Hochspessart.

Stille erfahren

Das von Georg Magirius herausgegebene Buch “Stille erfahren” ist unter dem Lektorat von Dr. Esther Schulz und Jochen Fähndrich bei Herder erschienen – mit Beiträgen von Amet Bick, Manuela Fuelle, Uwe Kolbe, Georg Magirius, Ann-Kristin Rink, Bernardin Schellenberger, Arnold Stadler. Fotos: Petra Mathein und Georg Magirius. 

Balsam für die Seele

Lesen kann Balsam für die Seele sein. Das schreibt die Redakteurin Stephanie von Selchow im EFO-Magazin vom 8. August 2019. Sie weist dabei auf die sieben Erfahrungsberichte aus dem vom Theologen und Schriftsteller Georg Magirius herausgebenen Buch „Stille erfahren“ hin. Diese böten die verschiedenartigsten Anregungen, den eigenen Weg in die Stille zu finden. Sei es beim Schwimmen, beim einfachen Sitzen auf dem Kissen, wie es Amet Bick erzähle, oder beim Lesen, Sprechen und Hören von Gedichtzeilen, wie es Arnold Stadler widerfahre. Dass die Stille an den erstaunlichsten Orten laut werden könne, zeige der Reisebericht von Ann-Kristin Rink. Sie erfahre, wie “Fragen laut werden, die in ihrer Alltagshektik nicht an die Ober­fläche kommen.“ Den Beitrag von Stephanie von Selchow >>> lesen.

Georg Magirius: Stille erfahren – Impulse für Meditation und Gottesdienst. Herder Verlag, 128 Seiten, 18 Euro

Stiller als jeder Acker

Stille ist unverfügbar, aber man kann sie trotzdem finden.“ Das hat die Redakteurin Ute Heuser-Ludwig in der Sendung Lesezeichen vom 18. August 2018 im Radio ERF-Plus gesagt. Und verweist auf das von Georg Magirius herausgegebene Buch „Stille erfahren“. In ihm erzählen Arnold Stadler, Bernardin Schellenberger, Ann-Kristin Rink, Uwe Kolbe, Georg Magirius, Manuela Fuelle und Amet Bick, wo sich Oasen in einer lauten Welt zeigen. Das Buch biete keinen 10-Punkte-Plan, sondern helfe mit überraschenden Beobachtungen. So finde Magirius Stille im Freibad. Der Fund überzeuge, weil Magirius auf Details und Kleinigkeiten achte, die andere übersähen – etwa dass ein Freibad eine längere Ruhezeit habe als ein Acker. Die Erzählung „Freibadstille“ von Georg Magirius liest Heiko Brattig, zu hören am 18. August und 23. August 2019 auf ERF-Plus um 15.00, 19.30, 22.30, außerdem kostenfrei online >> hier.

Georg Magirius (Hg.), Stille erfahren, Lektorat: Jochen Fähndrich und Dr. Esther Schulz, Herder 2019

Eine Antwort auf die “Brüller” dieser Zeit

“In Zeiten von Reizüberflutung, Massenmails und dem zigten Streaming-Sender und Social-Media-Kanals geht es in dem neuen Buch von Georg Magirius um dessen Antwort auf all das Getöse in der Welt: Stille erfahren. Abschalten.” Das schreibt der Theologe, PR-Berater und Lektor Otto Ziegelmeier auf der mehr als 8,5 Millionen Besucher zählende Internetplattform Theology.de im August 2019. Wer meine, dass es wegen des leisen Thema langweilige werde, werde enttäuscht, urteilt Ziegelmeier. “Es wird spannend, wenn Autorinnen und Autoren von ihren Stille-Erfahrungen erzählen: beim Rückenschwimmen im Regen, bei der (Nicht-)Besteigung des Kilimandscharo … mal zart, mal sachlich, mal verspielt. Ja, Stille erfahren kann sehr mit-nehmend sein.”

Ideal für die pädagogische Praxis

Das Buch könne man gut still für sich lesen, lasse sich aber auch gezielt in der pädagogischen und pastoralen Praxis einsetzen: “Die ganz unterschiedlichen Texte lassen dabei schon jene tiefe Ruhe ahnen, von der sie erzählen, in die sie einen hineinnehmen. Somit ist der Band ideal für Lesekreise, Meditationen, Gottesdienste, Schulunterricht und für jeden, der nicht allen ‘Brüllern’ dieser Zeit hinterherlaufen möchte. Die große Vielfalt der Stille beschreiben die Texte von Amet Bick, Manuela Fuelle, Uwe Kolbe, Georg Magirius, Ann-Kristin Rink, Bernardin Schellenberger und Arnold Stadler.

Georg Magirius (Hg.), Stille erfahren, 128 Seiten, gebunden, Lektorat: Dr. Esther Schulz und Jochen Fähndrich, ISBN: 978-3-451-34996-6, Herder Verlag 2019.