Wein genießen ohne Onlinecoach

Im Internet sind Themen gefragt, die in elektronikfreie Landschaften aufbrechen lassen. Das legen die Vorlieben der knapp 230.000 Besucher der Internetpräsenz des Theologen und Schriftstellers Georg Magirius im Jahr 2019 nahe. So gehört zu den beliebtesten Beiträgen ein Interview mit dem Spaziermeditierer Lorenz Marti, der von dem Glück erzählt, sich immer wieder einmal davonzulaufen. Favorit war außerdem ein Bericht über den Luxus des ballastfreien Lebens auf dem Elisabethpfad.

Ungetrübtes Aroma

Ähnlich gefragt: eine Reportage über spirituell abgesicherten Weingenuss in der Citykirche Kaiserslautern – ohne Onlinecoach, dafür unter Leitung des Pfarrers Stefan Bergmann: Erschütternd direkt, von keinem Display gefiltert erreichten die Besucher Musik, Wein und biblisches Aroma. Knapp 1000 Mal wurde eine Reportage angeklickt, wie einander real begegnende Menschen biblisches und modernes Hebräisch lernen, unterrichtet von den ebenfalls körperlich anwesenden Pfarrer Dr. Achim Müller und der Pädagogin Ricki Zaltzmann.

Nicht nur metaphorisch berührt

Populär außerdem: die Vorstellung des von Stefan Weigand gestalteten Buchs „Traumhaft schlägt das Herz der Liebe“, das von Berührungen erzählt, die spürbar, also nicht nur metaphorisch gemeint sind. Spitzenreiter jedoch war das täglich mehr als 20 Mal aufgerufene Verzeichnis sämtlicher Kurzgeschichten von Gabriele Wohmann. Sie, die als Königin der kurzen Prosa und scharfer Beobachterin modernen Lebens gilt, ist in den 83 Jahren ihres Lebens kein Mal ins Netz gegangen. Besonders beliebt unter den Hörbeitrgen war der unter Redaktion vom Frank-Michael Theuer im Deutschlandfunk entstandene Ausflug in das Land der Stille: “Endliche Ruhe!”, der sich > hier hören lässt.

Mehr als 1,2 Millionen Besucher

Die 230.000 Besucher der Internetplattform des freiberuflich tätigen Erzählers Magirius klickten fast 712.000 Seiten und Dokumente an. Damit tummelten sich auf Blog und Website von Magirius täglich 627 Neugierige. Nach 55.000 Besuchern (2011), 83.000 (2012), 105.00 (2013), 108.000 (2014), 129.000 (2015), 143.000 (2016), 168.000 (2017) und 183.000 (2018) wuchs die Zahl der Besucher damit abermals – und zwar um 45.000. Seit Beginn der Statistik 2011 befanden sich mehr als 1,2 Millionen Besucher auf der Website GeorgMagirius.de und dem Blog Magirius-aktuell.de. Fotos: Bruno / Germany, Pixabay (1), Georg Magirius (1).

Warnung vor dem Stille-Kult

Stille kann gefährlich werden, wenn sie als Kommunikationslosigkeit verstanden wird. Sie ist dann nicht förderlich, sondern isolierend, deprimierend, kalt. Stille belebt, wenn sie mit der Sehnsucht nach Geselligkeit verbunden ist, mag diese auch auf eine unüblichen Weise auftreten. Das sagt der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius in seiner Sendung “Aufgehoben in der Stille”, die am 15. Dezember 2019 im Bayerischen Rundfunk gesendet wurde. Sie ist jetzt als Podcast hörbar, das Manuskript lässt sich downloaden. Ton: Erik Buhne. Sprecherin: Birgitta Assheuer, Sprecher: Moritz Stoepel. Redaktion: Wolfgang Küpper. Foto (c): Manfred Antranias Zimmer, Pixabay

Ein wundervolles Leben in Grau

Grau hat einen schlechten Ruf. Wer Katrin Schmidts Buch „Gehalten, wenn nichts mehr hält“ liest, empfindet die Farbe als wohltuend. Mit ihr widersetzt sich die Autorin allen möglichen Schwarz-Weiß-Schemata, weicht diese auf. Man gewinnt einen Blick für Facetten und Details. So räumt das Buch damit auf, dass Trauer, Liebe, Glaube oder am Ende auch noch Gott bestimmten Ordnungsmustern folgen müssen. Katrin Schmidt erzählt von ihrer Schwangerschaft, ihrer Tochter Dalia, die sie austrägt, obwohl sicher ist, dass diese eine schwere Krankheit hat.

Grundlegend

„Da war so viel Schockierendes, aber auch so viel Liebe“, konstatiert sie, als ihr Mann und sie das Ultraschallbild sehen. Sie entscheiden, mit ihrer Tochter leben zu wollen, die kurz vor, während oder kurz nach der Geburt sterben wird. „Schnell weg mit dem Problem“ – dieser Option folgen sie also nicht. Das Buch ist freilich kein auftrumpfendes Statement zu der gesellschaftsrelevanten Frage „Abtreibung“. Es geht stattdessen um die gesellschaftlich vielleicht noch viel grundlegendere Frage, wie Menschen miteinander umgehen, insbesondere wenn sie sich in Extremsituationen befinden.

Menschlich

Schmidt, Tochter eines Pastors, hat einen lebendigen Glauben. Aber sie ist sich nicht immer sicher. „Ich bin ein Mensch und der Glaube macht mich nicht zu einer abgebrühten Maschine, die mit ein paar Daten gespeichert ihren Weg geht und die Aufgabe erledigt.“ Andere dagegen scheinen sehr wohl sicher zu sein:  „Toll“ sei das doch, dass sie das Kind austrage, hört sie. Das aber findet sie gar nicht toll, dass manche genau wissen, wie toll das sei. „Kann man ein Kind ‚toll‘ verlieren?“ Wissen andere, dass ihre Tochter im Mutterleib womöglich leide? „Jeder, der dieses Kind nicht im Bauch hatte, konnte leicht sagen, was gut ist.“

Ehrlich

Schmidt schildert mit staunenswerter Genauigkeit Zwischentöne, Stimmungen, Beziehungen – unaufgeregt, warmherzig und oft auch witzig. So wird das Buch zum Hort des Trostes für all jene, die nicht akzeptieren können, dass Menschen mit kostbaren Erfahrungen zurechtgerückt und in vorgegebene Bilder gezwängt werden. „Wenn ich nicht alles ehrlich schildern würde, müsste ich dieses Buch nicht schreiben.“ Also schreibt die Mutter von der Angst, ihren Glauben zu verlieren. Von tiefdunklen Tagen im Advent, der doch eigentlich von der Annäherung des Lichts durchzogen ist. Von Zusammenbrüchen. Wie sie an Heiligabend den Gottesdienst verlässt und draußen weint, weil immerzu von “Baby Jesus” die Rede ist, dem neugeborenen Kind in der Krippe. Ebenso ehrlich schildert sie, wie unterschiedlich und auf schmerzliche Weise zeitversetzt Vater und Mutter trauern können. Als sie spürt, dass Dalia in ihrem Bauch gestorben ist, erfährt sie Frieden. Spannung fällt ab. Und ihr Mann? Bei ihm erklimmt die Trauer den Gipfel, letzte Kräfte fallen in sich zusammen.

Heilsam

Genauso freimütig erzählt sie von der Bewegungsfreude ihrer Tochter im Bauch, von heilsamen Momenten und zu Schätzen gewordenen Worten. Von Trost, Begeisterung und Leidenschaft. Das findet sich mitunter in Situationen, wo es überhaupt nicht zu passen scheint, wie viele denken. So geht sie, obwohl sie lange Zeit Gesellschaften gemieden hat, mit dem nun gestorbenen Kind im Bauch auf die Geburtstagsfeier ihrer Schwester. Es lenkt ab, was in diesem Moment hilfreich ist. Den Gottesdienst wiederum, den sie gewöhnlich mit Hingabe besucht, meidet sie nach der Geburt wochenlang, genauso Supermärkte in ihrer Nähe. Aufatmen kann sie in der Natur.

Ausgestiegen

Auch wird nicht verschwiegen, dass die Eltern sich kurz vor der Geburt im Krankenhaus mit Freunden verabreden, um „Siedler“ zu spielen. Oder dass die Mutter durch die Geburt verändert aus bestimmten Beziehungssystemen aussteigt. „In Gesprächssituationen reagierte ich teilweise anders, unterstützte manches Gerede nicht mehr“. Einige reagieren irritiert, es „wurde nicht einfach so akzeptiert. Ich spürte dass manche sich wünschten, dass ich wieder so funktioniere wie vorher. Das konnte und wollte ich aber nicht.“

Stark

Katrin Schmidt hat ein starkes Buch geschrieben, das von der Schwachheit erzählt. Und vom Glauben, das hiesige Leben nicht zum Weiß verklären zu müssen: „Die Erde ist kein Paradies.“ Das ermöglicht, Grausames nicht schön zu reden. Jedoch: „Im Leid, was sich niemand wünscht oder selbst wählen würde, liegen meiner Erfahrung nach tiefe Chancen verborgen. Ich habe es so erlebt.“ Sie wird Dalia geheilt im Paradies wiedersehen, glaubt sie, im Himmel. Nur wie passt das zusammen? Solch ein himmelweiter Glaube und dieses Können, das hiesige Grau in kaum zählbaren Schattierungen präzise darzustellen? Ihre Antwort: „Bei Gott erde ich mein Leben“.

Katrin Schmidt, Gehalten, wenn nichts mehr hält. Meine Geschichte mit unserer still geborenen Tochter, mit einem Vorwort von Dr. med. Ute Horn, Neufeld Verlag, 158 Seiten, 14,90, ISBN 978-3-86256-072-1 (auch als E-Book) – Foto (c) Neufeld Verlag.

Die Feier der Gemächlichkeit

Das ideale Lebenstempo zum Ziel hat die Spirituelle Tageswanderung der Reihe GangART am 25. April 2020 im Spessart. Der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius leitet die Tour, die von Lohr zum Kloster Neustadt am Main führt. Die Gruppe bildet sich für die Wanderung neu. Die Tour widmet sich einem der wohl bewegendsten gesellschaftlichen Fragen.

Eine neue Kostbarkeit

Aktuell herrscht der Drang zu immer neuen Spitzengeschwindigkeiten und Erfolgen. Anderen jedoch erscheint der Wettbewerb ums Maximale zweifelhaft, sie stellen seinen beglückenden Charakter in Frage. Sie wollen oderkönnen ihm nicht mehr folgen. Die meditative Wanderung im Spessart geht einer alten, wieder zu entdeckenden Kostbarkeit nach: der Gemächlichkeit. Sie gibt Raum, das richtige Lebenstempo für sich zu finden: das eigene.

Witzige Wendungen

Der Start in Lohr mit seiner Altstadt ist attraktiv, genauso das eindrucksvolle Kloster in Neustadt. Doch auf dem Weg erlebt man über mehrere Kilometer kaum etwas, was als Nachricht taugt. Doch gerade ist es, das ermuntern kann: Es macht aufmerksam für die vom Frühjahr erwachten Bäume, für die von Vögeln kommentierte Stille. Außerdem sind da Waldpfade, deren Windungen das Ideal des linientreuen Vorwärtsschnellens verlachen.

Länge der Tour und Anmeldung

Die Tour ist 10 km lang, die reine Gehzeit 3,5 Stunden. Start: Bahnhof Lohr, Haltestelle der RE-Strecke Frankfurt- Würzburg. Nach Absprache ist eine gemeinsame Anreise möglich z.B. von Frankfurt Hbf, Hanau, Dettingen, Aschaffenburg, Würzburg. Es wird bei Sonne gegangen, es wird bei Regen gegangen, ein längerer Abschnitt wird schweigend zurückgelegt. Anmeldung oder Informationen direkt bei Georg Magirius 0176-29402322 bzw. mail@georgmagirius.de Anmeldung erfolgt durch Überweisung der Teilnahmegebühr von 10 Euro, Teilnehmerzahl ist begrenzt. Bankverbindung und genaue Startzeit werden bei Anmeldung mitgeteilt. Am Ende der Wanderung besteht die Möglichkeit zur Einkehr. Rückreise zum Ausgangspunkt Lohr erfolgt mit dem Bus.

Die Reihe GangART

Die Tour ist inspiriert von Georg Magirius‘ Buch „Frankenliebe. 33 Orte zum Staunen und Verweilen“, das im Frühjahr 2020 unter dem Lektorat von Thomas Häußner im Echter Verlag erscheint. Am 9. Mai 2020 gibt es eine weitere Wanderung der Reihe GangART: “Das Geheimnis des Hexenbaums” – Informationen dazu > hier <.

Das Geheimnis des Hexenbaums

Eine große Erfrischung zum Ziel hat die Spirituelle Wanderung im Hochspessart am Samstag, 9. Mai 2020. Sie führt von Heigenbrücken zum Hexenbaum, einer uralten Buche. Die Wanderung ist für Erwachsene geeignet und auch für Kinder. Geleitet wird die Tour von Pfarrerin Regina Westphal und dem Schriftsteller Georg Magirius. Sie haben mehrere Spirituelle Wanderbücher veröffentlicht. Die Gruppe bildet sich für die Tour neu.

Gefährliche Nase

Der Hexenbaum sorgt mit seiner weithin sichtbaren Nase für gefährliche Trockenheiten. So sind die Fässer im örtlichen Gasthaus immer dann leer, wenn es gerade fröhlich wird. Wir folgen den Spuren von Heigi. Das Mädchen macht sich mit ihrem Raben Rücki auf, um den Zauber zu bannen. Mit ihr gehen wir der Sehnsucht nach Erfrischung im Leben nach.

Länge der Tour und Anmeldung

Die Wanderung mündet im Gasthaus zur Frischen Quelle in Heigenbrücken. Die Wanderung ist 7 Kilometer lang, die Gehzeit beträgt inklusive Pausen 3,5 Stunden. Es wird bei Sonne gegangen, es wird bei Regen gegangen. Die Tour startet am Bahnhof in Heigenbrücken, Station der Regionalexpresstrecke Würzburg-Frankfurt Nach Absprache ist eine gemeinsame Anreise möglich u.a. von Frankfurt-Höchst, Frankfurt Hbf, Hanau, Dettingen, Aschaffenburg, Würzburg. Es wird bei Sonne gegangen, es wird bei Regen gegangen. Anmeldung erfolgt durch Überweisung einer Teilnahmegebühr von 10 Euro, Teilnehmerzahl ist begrenzt. Kinder zahlen nichts. Informationen und Anmeldung direkt bei Georg Magirius 0176-29402322 bzw. mail@georgmagirius.de

Die Reihe GangART

Die spirituelle Spessart-Wanderung ist inspiriert von Georg Magirius‘ Buch „Frankenliebe. 33 Orte zum Staunen und Verweilen“, das im Frühjahr 2020 unter dem Lektorat von Thomas Häußner im Echter Verlag erscheint. Eine weitere Wanderung im Frühjahr 2020 gibt es am 25. April: “Die Feier der Gemächlichkeit.” Informationen dazu > hier <.

Den Weg der Veränderung gehen

Was bleibt, wenn Ge­wohntes geht? Gilt das Alte dann überhaupt noch etwas? Und wie finden sich neue Wege? Diesen Fragen geht die Spiritu­elle Wan­derung der Reihe GangART im Fränki­schen Oden­wald am 12. Oktober 2019 nach. Leiten wird die Tour von Miltenberg nach Amor­bach der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius. Von ihm sind mehrere Pilgerbücher erschienen, außerdem einige Wanderbücher über Franken.

Die Weisheit der Hühner

Durchs Schnatterloch geht es hinauf nach Monbrunn. Dort gibt es Apfelbäume, Hühner, das Gasthaus Jägerruh und sonst nicht viel – will man die Ereignislosigkeit des Ortes nicht rühmen. Die Einkehr in die Stille ermutigt, nicht ängstlich zu verharren, son­dern sich innerlich und äußerlich weiterzubewegen. Der Weg der Erneuerung ist 13 Kilometer lang, die reine Gehzeit beträgt knapp 4 Stunden. Er wird nicht ganz ohne Mühen sein, doch schenkt er überraschende Per­­spe­k­tiven.

Anreise und Möglichkeit zur Anmeldung

Für die 45. Tour der Reihe kooperiert GangART mit der Pfarreingemeinschaft Würzburg-Ost. Die Gruppe bildet sich neu, geht zum ersten Mal. Gemeinsame Anreise nach Absprache mit Fahrgemeinschaften von Würzburg bzw. mit dem Zug u.a. von Frankfurt, Offenbach, Hanau, Dettingen, Aschaffenburg. Informationen bzw. Anmeldung bei Georg Magirius mail@georgmagirius.de / 0176-29402322 oder bei Dr. Kilian Distler von der Pfarrgemeinschaft Würzburg-Ost: kilian.distler@gmx.de Teilnahmegebühr: 10 Euro. Die Teilnehmerzahl ist aufgrund des spirituellen Charakters der Tour begrenzt.

Die Reihe GangART

GangART ist eine fortlaufende Reihe Spiritueller Tagestouren durch Schwarzwald, Steigerwald, Odenwald, Haßberge, Fränkisches Weinland, Rhön, Spessart und Taunus. Bei bislang 44 Touren nahmen fast 1000 Pilgerinnen und Wanderer teil. Resonanz erfährt GangART z.B. im Reiseblatt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, im Rucksackradio des BR, im Deutschlandfunk, im Mainfrankenmagazin Tiepolo und im HR, Kooperationen u.a. mit Herder Reisen, Propstei Rhein-Main, Andere Zeiten e.V., Christen in der Wirtschaft und Goetheuniversität Frankfurt. Die Touren sind geeignet für Betriebe, Jugendgruppen, Pfarrgemeinderäte, Kollegien, Führungskräfte, als Teamstärkung, Burnoutprophylaxe und als erfrischend direktes Bekenntnis zur Lebenslust ohne Seminarslang und Modulcharakter. Die Impulse sind spirituell, aber nicht konfessionell beschränkt.

Die Spiritualität des Schwimmens

Das Schwimmen könne eine spirituelle Kraft entwickeln, weil es mit der Abgründigkeit und tragenden Kraft des Wassers erfahren lasse. Das schreibt der Schriftsteller und Theologe Georg Magirius  in seinem Beitrag “Das Freibad als spiritueller Ort” im Paulinus, der Wochenzeitung für das Bistum Trier vom 25. August 2019. Den Beitrag > lesen. Redaktion: Bruno Sonnen.

Was Pessimisten irritiert

“Der Zauber dieses Augenblicks kann selbst Pessimisten irritieren. Hymnen, Stadionbeschallung, alles das verstummt. Der Schieds-richter hebt die Hand, es ertönt ein Pfiff – und alles ist neu.” Das hat der Schriftsteller Georg Magirius, Autor des Buches “Die Fußballapotheke” zum Start der Fußballbundesliga in seinem Beitrag “Anpfiff” geschrieben, veröffentlicht in der Zeitschrift Publik-Forum. Den vollständigen Beitrag >> lesen. Redaktion: Doris Weber.

Das grundlegende Wesen des Alten Testaments

Jüdische Ritualanweisungen, die heute als völlig primitiv gelten, verweisen auf das Wesen des Alten Testaments, die Liebe. Das hat Thomas Hieke, Professor für Altes Testament im Bayerischen Rundfunk gesagt, in der Sendung “Das erste Buch der Christen” von Georg Magirius, die am 11. August 2019 ausgestrahlt wurde. So könnten Anweisungen etwa aus dem Buch Leviticus zum Nachdenken bringen, wie man seine Beziehungen gestaltet. Die Sendung lässt sich jetzt kostenfrei nachhören, das Manuskript lesen. Ton: Dorothee Fink, Musik: Bettina Linck, Redaktion: Wolfgang Küpper.

Tanzen und Reinhauen

Den Eros vermisst Gisela von Naso in vielen Gottesdiensten. Priester und Pfarrerinnen würden kluge Worte machen, doch lustlos-mittelmäßig schleiche alles dahin, körperlos. Doch nein! Das sagt von Naso nicht, wenigstens nicht so, es ist ja nur indirekte Rede! Die in Berlin Aufgewachsene sagt stattdessen: “Sie hauen nicht rein, verstehste?” Die Schülerin der großen Ausdruckstänzerin Mary Wigman hat über Jahrzehnte das Tanzen in die Kirchen zurückgeholt. Kürzlich wäre sie 100 Jahre alt geworden. Ein kurzes Porträt von Georg Magirius für den Hessischen Rundfunk lesen. Ein halbstündige Sendung mit ihr hören, gesendet im Bayerischen Rundfunk. Foto: Tita Bayer.