Stille

Eine Stimme führt in viele Welten

Birgitta Assheuer - Eine Stimme führt in viele Welten

Eine Stimme, mehr nicht. Birgitta Assheuer aber eröffnet denen, die nicht nur ihren Augen trauen, einen ganz eigenen Kosmos. Der Autor und Künstler Stefan Weiller beschreibt das so: „Die Magie ihrer Stimme versetzt einen in eine andere Welt.“ Dieser Satz war es, mit dem eine inspirierende Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen den beiden Künstlern begann, schildert die Seite listen-to-b.de. Zu den jüngsten Früchten dieses Dialogs gehört das 2021 veröffentlichte Hörbuch „Letzte Lieder“ von Stefan Weiller. Neben Birgitta Assheuer sprechen unter anderem Eva Mattes, Hansi Jochmann und Bjarne Mädel. Außerdem hat Birgitta Assheuer gerade Weillers Zeichnungen der Passion Christi interpretiert. Und zwar in Zusammenklang mit Orgelimprovisationen des Bezirkskantors Ralf Sach. Wer das Staunen aus seinem Leben noch nicht entlassen hat, ist bei Birgitta Assheuers Möglichkeiten sogar versucht, dem Singular in den Plural zu transferieren. Was bedeutet: Eine Stimme führt in viele Welten.

Birgitta Assheuer - Stimme der Stille

Stimme der Stille

Es ist schließlich nicht ein Kosmos allein, in den ihre Stimme versetzt. Die Sprecherin dringt in Geschichten und Genres ein, leuchtet Gestalten aus und führt Gesichter vor Augen, die unterschiedlich sind. So sehr, dass imer wieder neu eine Welt zu entstehen scheint. So verschieden diese Welten sind, sind sie doch auch verbunden. Eben durch den Klang. „Birgitta Assheuer ist begabt mit einem Fledermausgehör für Zwischentöne“, urteilt die Literaturkritikerin Insa Wilke. Die Sprecherin gibt Gedichten von fantastischen, hierzulande meist unbekannten Lyrikerinnen aus Ost-Europa ihre Stimme. Außerdem Erzählungen der fantastischen, hierzulande unbekannt gewordenen Gabriele Wohmann. Dazu gibt sie Hexen ihre Stimme, die freilich nur vermeintlich welche sind. Überdies der Outlander-Saga, die nicht sofort aufs Ende zusteuert, dank der Erzählerin dennoch kurzweilig ist. Außerdem letzten, aber auch ersten, hohen und niederen Gesängen, dem jüdischen Buch der Lieder. Und, was bei einer Sprecherin auf ein nicht geringes Können hindeutet, sogar der Stille.