Erlösung in der Windel

Ausgerechnet an einem so alltäglichen Zeichen wie der Windel sei Jesus zu erkennen, sagt die Redakteurin Ramona Eibach in ihrer Andacht vom 19. Dezember 2016 im ERF-Radio. “Ein Weihnachtslied behauptet ‘in reinlichen Windeln das liebliche Kind’. Spätestens nach einem Tag sollte das zumindest zeitweise nicht mehr stimmen.” Das sei aber kein Nachteil, sondern Alltag. “Wahrscheinlich hat er nicht nach Zimt und Tannenbaum gerochen, sondern nach Stall und Windeln.” So freilich könne Jesus bis heute in das ganz gewöhnliche Leben kommen, das nicht zum Nasenrümpfen  sei. – Den Hinweis auf die Windel als Zeichen habe Eibach aus dem Buch “Dies soll euch ein Zeichen sein” von Georg Magirius. Die Andacht von Ramona Eibach >> lesen.

Georg Magirius, Dies soll euch ein Zeichen sein, Lektorat: Dr. Esther Schulz, Herder Verlag, Freiburg im Breisgau, 14,99 Euro. ISBN 978-3-451-31261-8. Weitere Informationen zum Buch >> hier.

Fliegende Plätzchenteller

Weihnachten gilt als Fest der Harmonie, mündet aber häufig in Familienstreit. Was tun? Am besten nicht so tun, als ob es Konflikte nicht gäbe, rät Isabell Wohlfahrt im Kölner Stadtanzeiger vom 19. Dezember 2016. Und gibt im Gespräch mit Siegfried Preiser, dem Rektor der Psyhologischen Hochschule Berlin, Tipps, wie man sich auf dem emotionalen Minengebiet Weihnachten einigermaßen sicher verhalten kann: Nicht nur aufeinander hocken! Neutrale Zonen wie Restaurants oder Konzerte aufEntspannung einüben: Ulrike Vetter - Engel mit Sektglas suchen! Trauer nicht krampfhaft aussparen, sondern ansprechen! Und wenn es doch Geschrei gibt und der Plätzchenteller durch die Gegend fliegt? Kein Strafgericht über andere durchzuführen! Stattdessen besser etwas über sich sagen! Zum Beispiel? “Ich bin überfordert.” Hilfreich sei außerdem, Gelassenheit durch Lektüre einzuüben. Der Professor für Psychologie empfiehlt dazu das von der Grafik-Designerin Ulrike Vetter illustrierte Weihnachtsbuch des Theologen und Schriftstellers Georg Magirius: “Dies soll euch ein Zeichen sein”. Die Tipps zum Konfliktfall Weihnachten lesen >>> hier.

Georg Magirius, Dies soll euch ein Zeichen sein, Lektorat: Dr. Esther Schulz, Herder Verlag, Freiburg im Breisgau, 14,99 Euro. ISBN 978-3-451-31261-8. Weitere Informationen zum Buch >> hier.


Leitfaden für die letzten Schritte vor Weihnachten

Brigitte Böttner, Portrait der Redakteurin des Konradblattes Um Weinachtsfreude zu finden, sollte man zwei unterschiedlichen Antriebskräften vertrauen: dem Verstehen-Wollen und dem Staunen. Das sagt die Redakteurin Brigitte Böttner im Konradsblatt, der Wochenzeitung für das Erzbistum Freiburg vom 21. Dezember 2014. Der Sinn des alten Festes scheine gegenwärtig nicht mehr ganz verständlich. Da lohne es , die alten Texte „aufs Neue auf ihren Gehalt für Heute abzuklopfen.“ Ganz ohne Mühe werde das freilich nicht gehen: „Ein wenig Spuren­suche braucht es schon, will man die alten Texte der jüdisch-christlichen Tradition mit dem Lebensgefühl (gar der Weihnachtsstimmung!) moderner Menschen zu­sam­menbrin­gen.“ Da sei „Dies soll euch ein Zeichen sein“ ein guter Leitfaden.

Befreiende Gegenbewegung

Die Texte des Autors Georg Magirius „fädeln sich an der lukanischen Erzählung entlang, suchen nach Stich­­worten, die ins Jetzt und Hier passen. Die finden sich: Sehnsucht, Fremde Heimat, Aufbruch, Rand und Mitte, Glück und Neubeginn.“ Und doch: Mag man auch aufbrechen, losziehen, forschen und finden: Vollständig könne der Sinn des Festes nicht greifbar werden, er bleibe geheimnisvoll. Das liege an einer Gegenbewegung, die alle kognitiven Annäherungsversuche an die alte Weihnachtsgeschichte relativiere.

Nicht allein

Die Heilige Nacht erzähle nämlich von Gottes Kommen. Das menschliche Verstehen-Wollen verschränke sich somit mit dem Versprechen, aufgefunden werden zu können, einer Erfahrung, an der ein letztgültiges Erklären vermutlich immer scheitern werde. „Denn der Himmel kommt. Das Alltägliche wird ins Recht ge­setzt. Und die Sehnsüchtigen bleiben nicht allein.“ Könnte man solch verwunderungswürdigen Dingen das Staunenswerte austreiben? Wer an Weihnachten das Gefühl haben sollte, nicht recht weiterzukommen, brauche sich also aus der Festgesellschaft nicht ausgebürgert zu fühlen, das liege nicht allein an dem garstigen Graben der Geschichte zwischen Jesu Geburt und dem heutigen Lebensgefühl. Den Zeitgenossen der Heiligen Nacht sei es laut Lukasevangelium schließlich kaum anders ergangen. Als die ViehirtenBuchcover "Dies soll euch ein Zeichen sein" ihnen erzählten, was für Heilige Dinge gerade in der Nacht geschehen seien, freuten sich diese nicht, weil sie etwa den Sinn von Weihnachten kapiert hätten. Sondern? „Und alle vor die es kam, wunderten sich über das, was die Hirten gesagt hatten.“

Georg Magirius, „Dies soll euch ein Zeichen sein. Einstimmung auf Weihnachten“, mit zahlreichen Abbildungen von Ulrike Vetter, 144 Seiten, Herder Verlag 2014. Lektorat: Dr. Esther Schulz. Foto oben: (c) Konradsblatt.

Die Urkraft von Weihnachten

Weihnachten gilt vielen als eine Zeit drohender Erschöpfung, nicht als Versprechen. Da könne es helfen, auf den Klang des Advents zu achten, wie ihn die Konzertlesung aus Georg Magirius‘ neuen Buch „Dies soll euch ein Zeichen sein“ mit der Harfenistin Bettina Linck biete: „Traditionell und überraschend  modern, musikalisch furios und anrührend komisch”, so Patricia Andreae in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 12. Dezember 2014. Besonders an dem „eingespielten Duo“, meint Ute Heuser Ludwig im ERF-Radio vom 14.Dezember 2014: „Erzählt wird, als ob die Weihnachtsgeschichte Leerstellen hätte, in der heutige Menschen Platz finden können.“

Plötzliches Innehalten

Magirius‘ Buch sei ein Wegweiser, sich auf die Urkraft von Weihnachten zu besinnen, schreibt Dr. Ilka Scheidgen in der Tagespost vom 13. Dezember 2014. Es bringe „erfrischende Inter­pretationen der vielen vielleicht allzu ge­läufigen und darum oft gar nicht mehr mit eigenem Sinn erfüllten Ursprungsge­schich­­te des Christentums.“ Indem Magirius die Weihnachtserzählung nach Lukas mit Gegenwärtigem verbinde, gelinge es ihm, „dass man plötzlich innehält. Man kennt das ja alles schon seit Kindheits­tagen, und es ist eine schöne Geschichte, obwohl sie doch nicht nur schön ist, denn dieses winzige Kind wird in die Heimatlo­sigkeit hineingeboren.“

Die Ausgegrenzten weisen den Weg

Und dennoch sei die Geburt ein Versprechen, das ausgerechnet durch die Hirten an Kraft gewinne. Auf sie achte der Autor besonders: „Ih­nen gilt seine Sympathie. Und sie sind ja diejenigen, die uns eigentlich am ähnlichs­ten sind oder besser sein sollten. Denn so wie sie leben wir heute gerade nicht mehr. Natürlich und anspruchslos.“ Mit ihnen „zieht Magirius Parallelen zu den Menschen der Gegen­wart, den Ausgegrenzten, den Ob­dach­lo­sen oder den Bedeu­tungs­losen.“ Die am Konsumglitzer zu erschöpfen drohen, könnten sich von ihnen mitgenommen fühlen. Denn die Hirten hätten den Mut, der Ankündigung der Freude zu glauben. „Und so plädiert der Autor dafür, sich an den Hirten zu orientierBuchcover "Dies soll euch ein Zeichen sein"en, die einem Ruf folgen, der keine Sicherheit bietet. Aber wer diesen Weg im Dunkeln zu gehen bereit ist“, könne die Urkraft von Weihnachten erfahren: „es gibt kein Umsonst.“

Georg Magirius, Dies soll euch ein Zeichen sein. Einstimmung auf Weihnachten, mit zahlreichen Abbildungen von Ulrike Vetter, 144 Seiten, Herder, Freiburg im Breisgau 2014. Lektorat: Dr. Esther Schulz. Konzertlesungen mit der Harfenistin Bettina Linck in der Katharinenkirche Frankfurt am 19.12.2014 und am 25.12. im Bayerischem Rundfunk: Dazu MEHR.

Die Aktualität der alten Weihnachtsworte

Die alten Weihnachtsworte heute: Konzertlesung mit Bettina Linck und Georg Magirius in der Evangelischen Kirche in Reinheim-Ueberau  - Fotos © www.timbesserer.com

Advent und Weihnacht gelten als Zeit für Geschichten. Aber wie kann man heute erzählen, dass es zum Staunen bringt? Die treffendste Orientierungshilfe bietet gewiss eine der berühmtesten Erzählungen der Weltgeschichte, die mit dem Worten beginnt: „Es begab sich aber zu der Zeit …“ Die Weihnachtserzählung nach Lukas könne verzaubern, wenn kein Wort verändert werde, sagt die Theologin und Schriftstellerin Amet Bick in der Evangelische Wochenzeitung für Berlin und Brandenburg vom 3. Dezember 2014.

Berechtigte Kinderfragen

Bleibe man der biblischen Weinachtsgeschichte allerdings aus reiner Gewohnheit treu, erlahme das Erzählen, weil der Sprung ins heutige Leben fehle. Da rege es an, sich mit Georg Magirius den alten Worten anzunähern. Seine Fragen, „die manchmal an berechtigte Kinderfragen erinnern, lassen einen wieder staunen, über das, was Lukas erzählt.“ Sein Buch „Dies soll euch ein Zeichen“ weise in ein großes Träumen und öffne die ursprünglichen Weihnachtsworte für heutige Geschichten und Erfahrungen. „Die muss man nicht immer mitdenken, aber Die Harfenistin Bettina Linck in der Ev. Kirche in Ueberau Foto von Die Harfenistin Bettina Linck in der Ev. Kirche in Ueberau Foto: © Tim BessererTim Besserermanchmal werden dadurch die alten Worte wieder frisch.“

Nicht saisongebunden

Weihnachtlich erzählen: Dazu braucht es „nicht Kerzenschein und Behaglichkeit“ als Zutaten, sagt die Redakteurein Ramona Eibach. Idyllische Zustände könne man ohnehin nicht herstellen, wenn vor Weihnachten alles drunter und drüber gehe. Da entlaste es, wenn man sich klar mache: „Die Weihnachtsgeschichte ist nicht saisongebunden. Denn das Leben erzählt Weihnachten immer wieder neu.“ Eibachs einstündiges Gespräch mit Magirius, ERF-Plus vom 3. Dezember 2014, stellt den Weihnachtsengel als vorbildlichen Erzähler vor. Ihm gelinge es, mit großen Worten zu erschüttern, ohne dabei die Welt der Angesprochenen aus dem Blick zu verlieren.

Die Überforderung ist der Gewinn

Georg Magirius Evangelische Kirche Ueberau Foto von Tim BessererDie Erzählästhetik des Engels auf ein Wort gebracht? Die Windel. Sie sei, ruft der Engel, das Zeichen, mit denen die Hirten die zur Welt gekommene Freude erkennen könnten: „Gemeint ist damit nicht allein der Hinweis auf ein süßes Baby”, sagt Magirius. “In dem Zeichen steckt stattdessen auch die Überforderung, diese niemals endende Hausarbeit, all das anstrengend Alltägliche: Das ist der Gewinn! Das rührt die Hirten, weil es auf ihrer Ebene liegt. Sie spüren: Das ist ja unser Kind!“ Ein wahrhaft weihnachtliches Erzählen fokusiert sich laut Magirius nicht auf die Kleinfamilie.

Eine neue Tradition

Vielmehr könne es gerade jene trösten und begeistern, die kein Kind haben, sich ein Kind vergeblich wünschen oder ihr Kind lange nicht gesehen haben. Packend erzählen: Das gelinge, indem man sich dem Star unter den Weihnachtserzählungen sorgfältig, detailliert und liebevoll annähere, meint Marissa Conrady, preisgekrönte Autorin, Literaturwissenschaftlerin und Bloggerin („Reading is sexy“). Magirius‘ Annäherung an Weihnachten sei ein „herzerwärmender, kleiner literarischer Schatz“, weil er das Alte mit dem Gegenwärtigen ineinanderspreche: „Und das macht die Weihnachtsgeschichte noch schöner, noch verständlicher und greifbar – und es macht sie auf eine ganz ungewohnte Art modern. Gerade in unserer Zeit ist das für die Weihnachtsgeschichte ein großes Glück. Immer mehr nämlich droht sie in Vergessenheit zu geraten, immer weniger wird sie an Weihnachten noch (vor-)gelesen. Mit Magirius’ Buch aber könnte eine neue Tradition eingeläutet werden: Lesen und Fragen – was hat das mit uns heute zu tun? Denn nur wer fragt und redet, der gerät nicht in Vergessenheit.“

Himmelsspiel und Hirtensprint - Konzertlesung in Ueberau Foto von Tim BessererGeorg Magirius, Dies soll euch ein Zeichen. Einstimmung auf Weihnachten, mit zahlreichen Abbildungen von Ulrike Vetter, 144 Seiten, Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2014. Lektorat: Dr. Esther Schulz.  Die Fotos zeigen Eindrücke der Konzertlesung mit der Harfenistin Bettina Linck vom 5.  Dezember 2014 in der Evanglischen Kirche Ueberau. Fotos: © Tim Besserer, Zentrum für Yoga und Therapie.  Weitere Konzertlesungen: 12.12.: Darmstadt, 19.12.: Frankfurt, 25.12.: Bayerischer Rundfunk. Weitere Informationen zu Buch und Konzertlesungen > HIER

Alltägliche Weihnachten

Porträt von Kurth Helmuth Eimuth - (c) www.eimuth.deInmitten all der weichen Weihnachtsberieselung tue es gut, sich auf den Kern von Weihnachten einzustimmen. Angesichts der zwangsartigen Beruhigungs- und Besänftigungsmechanismen könne es befreiend sein, keine Ruhe zu geben. So urteilt Kurt-Helmuth Eimuth, Leiter des Arbeitsbereichs Kindertagesstätten der Diakonie Frankfurt und Redaktionsleiter von “Evangelisches Frankfurt” in dessen Dezemberausgabe 2014 über Georg Magirius’ Buch “Dies soll euch ein Zeichen sein.” Eimuth, der dieses Jahr für sein ehrenamtliches Engagement in der Sekteninformation und Selbsthilfe Hessen (SINUS) den Ehrenbrief des Landes Hessen erhalten hat, empfindet Magirius’ Weihnachtszugang als “sen­sibel und kraftvoll in der Sprache”. Mercedes Rehm, Leiterin der Wortschmiede, schreibt in ihrer Rezension vom 22. November 2014: “Und statt des erhobenen Zeigefingers und unverbindlicher Binsenweisheiten stößt der angeregte Leser, die verwunderte Leserin auf erzählerische Leichtigkeit, feinsinnigen Humor und vor allem: große Alltagstauglichkeit.” (Foto: (c) www.eimuth.de)

Georg Magirius, “Dies soll euch ein Zeichen sein. Einstimmung auf Weihnachten”, Lektorat: Dr. Esther Schulz, mit zahlreichen Abbildungen von Ulrike Vetter, 144 Seiten, Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2014.

Militärmusik zu Weihnachten

Katharinenkirche bei Nacht an der Hauptwache in Frankfurt am Main In einer – so verspricht es zumindest der Veranstalter – gewaltfreien Konzertlesung stellen die Harfenistin Bettina Linck und der Schriftsteller Georg Magirius die Soldaten des Himmels vor, Freitag, 19.12. 2014, in der St. Katharinen-Kirche in Frankfurt am Main (Fassung im Bayerischen Rundfunk >> lesen).

Marschmusik in Kirche, in die Goethes gingen?

In der Weihnachtserzählung nach Lukas haben Engel nicht viel mit den leicht pummeligen, Flöte spielenden Figuren aus dem Erzgebirge gemein. Eher erinnern sie an Weltraumkämpfer mit Laserschwertern. Sie sind Soldaten und jagen den Hirten einen großen Schrecken ein. Dann aber rufen sie den Frieden aus. Wie passt das zusammen? Ist ein Friede gemeint, wie ihn Militärminister verkünden, wenn sie den Einsatz von Waffen damit begründen, dass er helfe, den Einsatz von Waffen zu mindern? Nein, die Weihnachtsgeschichte erzählt von einem Heer, dessen Umgangsform das Musische ist. Beim Gesang, den die Hirten auf den Feldern nahe Bethlehem hören, wird der Evangelist noch nicht einmal an Marschmusik gedacht haben, die den Gleichschritt fördert, an einen ewig-gleichen Rhythmus, den das Metronom befiehlt.

Komik in der Weihnachtsgeschichte

Stattdessen habe der Gesang der himmlischen Soldaten keinen Zweck außer zu klingen, behauptet Magirius, der mit “Dies soll euch ein Zeichen sein” gerade eine militärhistorische Untersuchung zur Kampffähigkeit von Engeln vorgelegt hat. Der Auftritt der himmlischen Heerscharen lasse sich gar als Persiflage auf irdische Heere deuten, so Magirius weiter, der seine Forschungsergebnisse im Dialog mit Bettina Linck am klassischen Engelinstrument vorstellt. Naivität sollte man der musikalischen Friedenssehnsucht des Evangelisten jedoch nicht unterstellen. Denn die Schilderung des weihnachtlichen Heeres dürfte nicht zuletzt in der Erfahrung von militärischer Gewalt und Unterdrückung gründen. – Bettina Linck und Georg Magirius gestalten seit 2005 Konzertlesungen u.a. im Deutschlandfunk, Hessischen Rundfunk, im ERF-Radio und im Bayerischen Rundfunk.  Die Frankfurter Soloharfenistin spielt Chanson de mai und Feuilles d’automne von Alphons Hasselmans (1845-1912), Passacaglia g-moll von Georg Friedrich Händel (1685-1759), dazu Ausschnitte aus Pièce Symphonique von Henriette Renie (1875-1956) und aus Etude de concert von Félix Godefroid (1818-1876).

Das Himmelheer – nicht nur in Frankfurt

Buchcover "Dies soll euch ein Zeichen sein" von Georg MagiriusEin großes Heer, das Frieden singt, 19. 12. 2014, Konzertlesung, St. Katharinen – An der Hauptwache 1 – 60313 Frankfurt am Main. Inspiriert ist die Lesung von Magirius’ aktuellem Buch “Dies soll euch ein Zeichen sein. Einstimmung auf Weihnachten”, Veranstalter: Pfarrer Werner Schneider-Quindeau, Evangelische Stadtkirchenarbeit.

Radiofassung im Bayerischen Rundfunk vom 25.12. als >>> Manuskript, Ton: Reiner Heils, Regie: Birgitta Assheuer (Funkhaus am Dornbusch) Redaktion: Wolfgang Küpper, Foto oben: (c) Thomas Wolf.

Forschungsreise zum Weihnachtsfrieden

Bettina Linck und Georg Magirius während der Nacht der Kirchen in der Auferstehungskirche in Bad VilbelIn einer Zeit, die für viele mit Unruhe und Hektik verbunden ist, zeigt die Konzertlesung in der Evangelischen Friedensgemeinde in Darmstadt einen Weg zum Weihnachtsfrieden, Freitag, 12.12.2014, 19.30 (als Radiofassung in ERF-Plus, 14./15.12., Lesezeichen). Die Konzertharfenistin Bettina Linck und der Schriftsteller Georg Magirius lassen sich von den Nebenfiguren der biblischen Weihnachtsgeschichte leiten, den Hirten. Erzählt wird von einem Taxifahrer, der fast das ganze Jahr im Dunkeln arbeitet. Wie heutige Hirten können auch jene wirken, die Lampenfieber haben, das grelle Licht der Prüfung scheuen, die also keine Menschen für die Bühne sind. Andere haben sich in eine Krankheit wie in ein Labyrinth hinein verirrt, sie suchen den Weg nach draußen.

Der Sprint der vermeintlich Erstarrten

Außerdem ist da eine Frau, die mit einer kaum vorstellbaren Eleganz und Leichtigkeit glänzt. Im Training auf der Laufbahn. Vor Wettkämpfen freilich fällt die Laufästhetin aus. Und dann? Die Menschen des Hintergrunds, mit Licht Sprint auf Weide im Vogelsberg (c) Georg Magiriusüberflutet. Sie hören ein fantastisches Konzert, ein vieltausendstimmiges Singen, ein himmlisches Klangstück, das den Nomaden der Nacht eine Gefühlsexplosion beschert, sie in nicht voneinander zu trennende Zustände von Euphorie und Erschrecken versetzt. Das aber ist nicht der Friede, es kündigt ihn nur an. Die Hirten machen sich auf den Weg, geraten in einen Bewegungsrausch, obwohl ihnen eben noch kaum jemand einen Funken Leidenschaft zugetraut hatte. Das Ziel: Die Freude, jener Ort, wo sie sich ihrer Eigenarten nicht schämen müssen. – Bettina Linck spielt Ausschnitte aus der Legende von Henriette Renié, Air aus der 3. Suite für Orchester BWV 1068 von Johann Sebastian Bach, das Lento der Sonate pour harpe von Germaine Tailleferre und das Impromptu op. 86 von Gabriel Fauré.

Forschungsreise zum Weihnachtsfrieden, Konzertlesung, Freitag, 12.12.2014, 19.30, Ev. Friedensgemeinde, Landgraf-Philipps-Anlage 63, 64283 Darmstadt, Eintritt: 10 Euro. Georg Magirius liest aus seinem neuen Buch „Dies soll euch ein Zeichen sein. Einstimmung auf Weihnachten“ (Illustrationen: Ulrike Vetter, Lektorat: Dr. Esther Schulz), Harfe: Bettina Linck. Die Konzertlesung lässt sich auch in der Reihe Lesezeichen des ERF-Radios am 14. und 15. Dezember 2014 hören, jeweils 15.00/19.30/22.30/1.30/3.30, Tonmeister: Robert Foede, Redaktion: Ute Heuser-Ludwig.


Genial gewappnet im Advent

Achtung! Der Advent beginnt im November. Ehe man es sich versieht, befindet man sich mittendrin. Und ist konfrontiert mit vollen Straßen, Geschenkekaufen, Weihnachtsfeiern und der sogenannten Arbeitsverdichtung. „Dabei wollte ich diesmal bewusst durch den Advent gehen statt von ihm getrieben zu werden“, wird mancher denken.

“Wohltuend!” Otto Ziegelmeier

Der spirituelle Advents-Begleiter von Georg Magirius nimmt diese Sehnsucht auf. „Dies soll euch ein Zeichen sein“ geht an der Weihnachtsgeschichte entlang und zeigt, wie die Wünsche nach Heimat, Geborgenheit, Neubeginn, Wärme und Licht heute Erfüllung finden können. „Eine wohltuende Einstimmung auf Weihnachten!“, urteilt Otto Ziegelmeier, der Webmaster von Theology.de. Gabriele Wohmann, laut Wikipedia die Gabriele Wohmann, die Königin der KurzgeschichteKönigin der Kurzgeschichte, meint:

“Genial gemacht!” Gabriele Wohmann

„Besonders gut gefallen mir die Einblendungen der Kindheits-Jugendpassagen inmitten der Weihnachtsgeschichte: Genial gemacht!“ Anregen kann das Buch offenbar Großstädter und Landbewohner gleichermaßen. Der Vogelsberg entpuppe sich als „literarische Fundgrube“, stellt Axel Pries in Oberhessen-live fest. Die Evangelische Kirche in Frankfurt am Main wiederum meint: „Das Buch stimmt auf das Weihnachtsfest ein – nicht zuletzt wegen der witzigen und wolkenleichten Illustrationen der Grafikerin Ulrike Vetter aus Leipzig.“ Kann der spirituelle Begleiter am Ende gar den unüberwindlich Buchcover "Dies soll euch ein Zeichen sein" von Georg Magiriusscheinenden Graben zwischen verfeindeten Volkstämmen wie etwa zwischen Frankfurtern und Offenbachern überbrücken? Nicht nur die Frankfurter Kirche zeigt sich nämlich angetan, sondern die Offenbach-Post empfiehlt ebenfalls das Buch, weil es all jene im Blick hat, „die gelassen durch den Advent gehen wollen.“

Georg Magirius, Dies soll euch ein Zeichen sein. Einstimmung auf Weihnachten, mit zahlreichen Abbildungen von Ulrike Vetter, 144 Seiten, Herder, Freiburg im Breisgau 2014. Lektorat: Dr. Esther Schulz. Konzertlesungen mit der Harfenistin Bettina Linck in Frankfurt, BR, ERF-Radio, Darmstadt, Reinheim-Ueberau > Termine. – Foto von Gabriele Wohmann: Annika Schulz (Rechte: Büro Magirius), Foto Otto Ziegelmeier: Rolf Oeser (Rechte: Theology.de)


Was Frieden bringt

Ulrike Vetter - Engel mit Sektglas auf WolkeNein, gemeint war nicht das Lebkuchenpaket aus Nürnberg, auch wenn das viele plausibel fanden. Beim Buchpreisrätsel zur Veröffentlichung des Buches “Dies soll euch ein Zeichen sein. Einstimmung auf Weihnachten” von Georg Magirius lautet die Lösung: Die Windel weist zum Frieden. Die vom Herder Verlag gestifteten und von Ulrike Vetter illustrierten Bücher gehen an: J. Januschek, 72221 Haiterbach – A. Rodekirchen, 63533 Mainhausen – E. Gröschel, 55278 Dolgesheim. Prost! Informationen zum Buch.