Unsichtbares Band

“Egal, wie lange die Erlebnisse her sind, abgeschlossen haben die Eltern damit ihr Leben lang nicht. Wie ein unsichtbares Band sind sie mit ihrem Kind verbunden. Mal intensiver, mal leichter.” Das schreibt Stefanie Bock in der Evangelischen Sonntags-Zeitung in ihrem Beitrag “Vater bleibt man ein Leben lang” vom 24. Mai 2020 über das sieben Jahre zuvor von Georg Magirius veröffentlichte Buch “Schmetterlingstango. Leben mit einem totgeborenen Kind.”

Georg Magirius, Schmetterlingstango. Leben mit einem totgeborenen Kind, Lektorat: Dr. Dietrich Voorgang, 144 Seiten, Claudius Verlag, München 2013, ISBN 978-3-532-624494

Mit wenig Geld zum großen Ziel

Schloss Eisenberg - Foto von Georg MagiriusWenn alles weniger wird, wird alles besser. Zumindest muss es nicht zwangsläufig schlechter werden. Dieses Erkenntnis bestimmte den Dankabend für die Kirchenältesten der Gemeinden des Evangelischen Kirchenkreises Eisenberg am 20. Februar 2019 im Kaisersaal von Schloss Eisenberg in Thüringen. Der Kirche gehören weniger Menschen an. Das zur Verfügung stehende Geld für die Arbeit schwindet.  Deshalb hat sich der Kirchenkreis seit Beginn des Jahres 2019 eine neue Struktur gegeben.

Gewinn der anderen Art

Arnd Kuschmierz im Schloss Eisenberg - Foto von Rainer HoffmannEinsparungen waren nötig, Stellen sind weggefallen. „Danke. Danke. Danke!”, sagte Superintendent Arnd Kuschmierz. Denn den Gemeinden sei es in den zurückliegenden Monaten nicht darum gegangen, für sich das Meiste herauszuholen. Das müsse ohnehin nicht immer das Beste sein. Wie bislang noch niemand nachweisen konnte, dass die Lebendigkeit des Glaubens in einem direkten Zusammenhang mit der Höhe der zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln stehe. Worauf aber kommt es dann an? Auf Zusammenhalt. Und außerdem?

Sinn fürs Untergründige

Pfarrerin Ulrike Magirius-Kuchenbuch - Foto von Rainer HoffmannWichtig sei es, das Hoffen und Wünschen zu pflegen, sagte Pfarrerin Ulrike Magirius-Kuchenbuch. Dabei können Märchen helfen. In ihnen sucht die Fee oft gerade jene auf, die nicht zu den Reichsten, Schönsten und Schnellsten zählen. Sie haben mit einem Mal Wünsche frei. Das Erstbeste und Offensichtliche bringe dann allerdings selten Erfüllung. In die richtige Richtung wiesen eher jene Wünsche, die erst noch oder wieder zu entdecken seien, weil sie sich vielleicht untergründig regten.

Schön sind seine Namen

Gemeindepädagogin Gabi Träger - Kantor Philipp PoppSolche Wünsche entstammten einem starken Sehnsuchtsstrom, der unterwegs sei zu einem großen Ziel. “Wir strecken uns nach dir, in dir wohnt die Lebendigkeit”, sangen die Kirchenältesten im Kaisersaal: Worte von Friedrich Karl Barth, begleitet von Kantor Philipp Popp und Gemeindepädagogin Gabi Träger. „Wir trauen uns zu dir. In dir wohnt die Barmherzigkeit. Du bist, was du bist. Schön sind deine Namen, Halleluja. Amen.“

Ungewöhnliches Saatgut

Georg Magirius im Schloss Eisenberg - Foto von Pfarrer Rainer HoffmannAuch Niederlagen versperrten nicht den Weg zum großen Sehnsuchtsziel, sagte der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius. Er entwarf, angeregt von seinem Buch “Gute Wünsche aus der Bibel”, Hoffnungsperspektiven, die die Harfenistin Miroslava Stareychinska musikalisch interpretierte. Für erlittene Enttäuschungen und Verluste müsse sich niemand schämen. „Sie sind oft der Grund, dass die Sehnsucht stark wird.” Niemandem wünsche die Bibel Tränen. Doch seien diese keine Nichtsnutze, sondern taugten manches Mal als wertvolles Saatgut, das eine Verwandlung in Miroslava Stareychinska - Kaisersaal Schloss Eisenberg - Foto von Rainer HoffmannAussicht stellt: “Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten.” – Fotos: Pfarrer Rainer Hoffmann.

Georg Magirius, Gute Wünsche aus der Bibel, 64 Seiten, Hardcover, Herder Verlag, mit zahlreichen Fotos, Lektorat: Dr. Dietrich Voorgang, ISBN – 978-3-445132-871-8, 10.00 Euro.

Das starke Empfinden für das Licht des Morgens

Das Märchenhafte verzaubert, weil es Verstörendes nicht ignoriert. Das sagt der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius im Bayerischen Rundfunk in der Sendung “Die Macht der guten Wünsche” am 19. August 2018 auf Bayern 2 Radio, die von der Harfenistin Bettina Linck musikalisch interpretiert wird. Die halbstündige Sendung handelt vom Realitätssinn einer märchenhaften Kraft, nämlich des Wünschens. Über den Zusammenhang von Hoffnung und Schmerz, wie er in der Bibel zu finden sei, heißt es in der Sendung außerdem:Georg Magirius Gute Wünsche aus der Bibel - Das biblische Land bei Tübingen “Niemandem wird Düsternis gewünscht. Aber wer Schatten kennt, wird aus der Hoffnung nicht ausgebürgert. Denn er hat nicht selten eine besonders starke Leidenschaft für das Licht des Morgens.” Die Sendung wird gesprochen von Birgitta Assheuer und vom Autor. Redaktion: Wolfgang Küpper.

Angeregt ist die Sendung vom Buch “Gute Wünsche aus der Bibel”, das unter dem Lektorat von Dr. Dietrich Voorgang im Herder Verlag erschienen ist.

Pariser Rhythmik

Konzertlesung in Dietzenbach Bericht von Sonja Druecke in Offenbach PostEin Kulturtransfer von Paris mitten ins Zentrum des Landkreises Offenbach hat die mehr als 70 Zuhörer in der Rutkirche in Dietzenbach begeistert. So urteilt die Journalistin Sonja Drücke in der Offenbach Post vom 3. August 2018. Die von der Christus-Gemeinde unter Leitung von Pfarrerin Andrea Schwarze und Pfarrer Manfred Senft als “märchenhafter Sommerabend” angekündigte Lesung von Georg Magirius aus “Gute Wünsche aus der Bibel” wurde von der Harfenistin Clara Simarro Röll begleitet. Und sie war just von einem einjährigen Engagement in Paris zurückgekehrt. “Mal mit sanften und mal mit schnellen rhythmischen Klängen setzte Röll nach jedem Wunschthema mit ihrer Harfe ein. Die Stücke dafür hat sich die 22-Jährige selbst ausgesucht und sich dabei von ihrer Zeit in Paris inspirieren lassen,”, schreibt Drücke.

Ein Abend voller Luxus und Verlangen

Clara Simarro Röll HarfeAn dem Abend waren laut Offenbach Post überraschende Wünsche zu hören: “Viele haben zum Beispiel auch ein großes Verlangen nach Reichtum. Und das müsse niemandem unangenehm sein, findet Magirius. ‘Der Luxus, sich endlich keine Sorgen mehr machen zu müssen’, ist ihm zufolge sogar ein sehr guter Wunsch. Er schätze es sehr, dass die Bibel mit derartigen Wünschen keine Berührungsängste hat.” Nicht alltäglich an der Lesung war außerdem die musikalische Färbung, schreibt Drücke, ohne sich bei diesem Urteil nur auf ihren eigenen Eindruck zu verlassen: “Ob leise oder laut, tief oder hoch, langsam oder schnell – Röll beeindruckte alle Zuhörer mit ihren Künsten an der Harfe. ‘Die Stücke waren immer passend – spritzig, klassisch. Wirklich ein breite Palette der Musikstile’, war Andrea Klein begeistert. Georg Magirius: Gute Wünsche aus der Bibel - BuchcoverEllen Stark-Jung schloss sich ihrer Meinung an. ‘Und die beiden haben sehr schön harmoniert’, bewundert sie die Mischung aus Lesung und Musik.”

Die nächste Lesung mit Musik aus “Gute Wünsche aus der Bibel” ist am 19. August 2018 im Bayerischen Rundfunk zu hören. Die Daten zum Buch: Georg Magirius, Gute Wünsche aus der Bibel, 64 Seiten, Hardcover, Herder Verlag, mit zahlreichen Fotos, Lektorat: Dr. Dietrich Voorgang, ISBN 978-3-445132-871-8, 10.00 Euro.

Fünf Tipps für Krisenzeiten

Optimismus in der Stadtkirche Groß-Gerau

Sich ein Taschentuch geben lassen, aber eins aus Stoff, nicht aus Papier. Ein neues Hemd anziehen, denn Kleinigkeiten sind entscheidend. Die schönste Himmelsrichtung wiederentdecken: den Blick nach oben. Sich vom Prinzip Hoffnung leiten lassen, dessen Arbeit ins Gelingen verliebt ist, nicht ins Scheitern. Und? Apfelkuchen backen und essen. Das sind Tipps der Hoffnungstour “Heute, da das Wünschen wieder hilft”, deren Erlöse zu hundert Prozent dem Optimismus zugute kommen. Nach dem Auftakt in Groß-Gerau gastieren der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius und die Harfenistin Bettina Linck am 23. März 2018, 21.30 Uhr, in der Evangelischen Kirche in Reinheim-Ueberau.

Wenn es Nacht wird, geht die Tür auf

Ev. Kirche Ueberau Foto (c) Tim Besserer

Dann liest Magirius aus “Gute Wünsche aus der Bibel”, Linck spielt die Sonate K. 198 von Domenico Scarlatti, Esquisse von Henriette Renié, Air von Johann Sebastian Bach, Scherzetto von Jaques Ibert, Chanson de mai und Petite valse von Alphonse Hasselmans. Die Konzertlesung ist Teil der Offenen Nacht der Kirche. Unter dem Motto „Die Kraft des Wünschens“ laden der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) Reinheim und die Evangelische Kirchengemeinde Ueberau ein. Der Posaunenchor der Evangelischen Kirche gibt ein Konzert. Zu hören sind außerdem von Gerrit Langenbruch frei erzählte Märchen, es gibt ein Mitternachtsmahl und eine Taizé-Andacht, gestaltet von Pfarrer Simon Körber. Die Leitung hat Pfarrerin Meike Obermann. Foto (c): Tim Besserer.

Georg Magirius, Gute Wünsche aus der Bibel, 64 Seiten, Hardcover, Herder Verlag, mit zahlreichen Fotos, Lektorat: Dr. Dietrich Voorgang, ISBN 978-3-445132-871-8, 10.00 Euro. Achtung: Am 30. Juli 2018 gastieren Georg Magirius und die Harfenistin Clara Simarro Röll mit dem Programm in der Rutkirche in Dietzenbach, 19.00 Uhr >> Informationen. Am 19. August 2018 ist das Programm im BR, am 1. Januar 2019 im HR und mit der Harfenistin Miroslava Stareychinska am 28. 1. 2019 in Neuwied und 20.2. 2019 in Eisenberg in Thüringen zu hören.

Märchenhafte Reise ins Anderswo

Im Kaleidoskop der Wuensche - Darmstaedter Echo

Wer an eine märchenhafte Weisheit glaubt, trägt deshalb keine rosarote Brille. Das hat die Kulturjournalistin Charlotte Martin in ihrem Beitrag “Kaleidoskop der Wünsche” im Darmstädter Echo vom 28. Februar 2018 geschrieben. Sie verweist dabei auf die Lesung von Georg Magirius aus „Gute Wünsche aus der Bibel“ in der Groß-Gerauer Stadtkirche. Er habe mit seiner Wunschlesung dem Denken nicht Lebewohl gesagt, aber auch keine abgehobene Lehrstunde abgehalten, mit der man sich eine uralte Weisheit bequem auf Abstand halten könne. Vielmehr habe es sich um eine klug komponierte Reise aus einem Gestern heraus gehandelt. „‘Es war einmal“ – mit diesen drei Worten beginnen Märchen. Georg Magirius entlarvte sie als eine ins imaginierte Anderswo abzielende Umschreibung, die keineswegs auf Vergangenes hinweise.“ Basis waren „Texte der Bibel sowie philosophische Anstöße – etwa aus Ernst Blochs Buch ‚Das Prinzip Hoffnung‘ – als auch eigene Erfahrungen.“ Begleitet wurde Magirius von der Konzertharfenistin Bettina Linck, „die mit spirituellen Klängen und Interpretationen Bachscher Musik viel zum entspannenden Flair der vom Sonnenlicht durchfluteten Kirche beitrug.“

Die nächse Konzertlesung “Heute, da das Wünschen wieder hilft”: 30. Juli 2018 in Dietzenbach, Ev. Rutkirche, 19.00, Das Buch zur Lesung: Georg Magirius, Gute Wünsche aus der Bibel, 64 Seiten, Hardcover, Herder Verlag, mit zahlreichen Fotos, Lektorat: Dr. Dietrich Voorgang, ISBN 978-3-445132-871-8, 10.00 Euro.

Unvernebelt auf dem Weg der Trauer

Der Glaube an den Himmel sei kein Opium für Trauernde, sondern könne für Klarheit sorgen. Dem nicht immer netten irdischen Leben werde damit nämlich kein Alleinherrschaftsanspruch zugestanden. Das schreibt Georg Magirius in seinem Beitrag “Zweite Naivität” in der Dezemberausgabe 2017 der Zeitschrift der Initiative Regenbogen. Wenn man auf kindliche Weise auf den Himmel hoffe, sei das keine selbst gewählte Entmündigung. “Es leitet schlicht der Wunsch, in einen anderen Wirklichkeitsbereich vorzudringen.”

Staunend

Birgit Reiersloh Kerzen Cover der Zeitschrift der Initiative Regenbogen

Dabei halte man traditionelle Hoffnungsbilder lebendig, male sie weiter, ohne deshalb die Vernunft vernichten zu müssen. “So hat der Philosoph Paul Ricœur von einer zweiten Naivität gesprochen: Sie ist nicht wie die erste Naivität, die alles für unmittelbar wahr hält, sondern kennt das Fragen, Zweifeln und Verzweifeln. Und sie ist durch das Feuer des Unglaubens hindurchgegangen.” Nur verfehle man die Kraft alter Symbole, Geschichten und Hoffnungsbilder, wenn man nicht lerne, sich wieder mit Staunen in sie hineinzuvertiefen.

Tanzend

Beitrag in der Zeitschrift der Initiative Regenbogen

Magirius Gedanken über ein Leben nach dem Tod sind erstmals abgedruckt in dem Buch Magirius Gedanken über ein Leben nach dem Tod sind erstmals abgedruckt in dem Buch “Schmetterlingstango. Leben mit einem totgeborenen Kind”. Über das Buch urteilt Anika Müller, Redakteurin der Zeitschrift der Initiative Regenbogen: “Der Autor macht sich seine Gedanken über Beobachtungen und Ereignisse und hinterfragt diese. (So vieles kommt mir bekannt vor.) Darüber schreibt er zugleich todernst und augenzwinkernd, einfach, aber hintergründig und dadurch ungeheuer sympathisch”. Den Beitrag “Zweite Naivität” in der Zeitschrift > lesen. – Die Intiative Regenborgen auf > Facebook. – Titelcover der Zeitschrift Info: Birgit Reiersloh.

Schmetterlingstango, Leben mit einem totgeborenen Kind, 142 Seiten, Claudius Verlag, Transparentumschlag, Claudius München 2013, EUR 14,90, ISBN 978-3-532-624494, Lektorat: Dr. Dietrich Voorgang.

Das letzte Tabu brechend

Gabriele Wohmann - Foto von Jule Kühn Copyright Georg MagiriusGeorg Magirius ist ein religiös-hedonistischer Zauberer, der das letzte Tabu bricht. Das hat Gabriele Wohmann über den Theologen und Schriftsteller in dem Buch “Erleuchtung in der Kaffeetasse” gesagt. Das Buch widme sich Winzigkeiten, die jedoch das Große und Ganze ahnen lassen. “Es ist ein Vorgeschmackbuch, ein Brevier der überlebensrettenden winzigen Erfahrungen und Entdeckungen.” Mit seiner geduldigen Aufmerksamkeit für das vermeintlich Unbedeutende opponiere Magirius gegen massenhafte Aufgeregtheiten und mediale Aktualisierungsbeben. Mit “unserer oberflächlichen, vom Erfolgsstreben gesteuerten Gegenwart geht Magirius streng zeitkritisch um”.

Provozierend sparsam

Magirius widme sich stattdessen dem Allernächsten, wobei gerade das den Keim in sich tragen könne, letzte Grenzen überschreiten zu wollen: “Was Ernst Jünger bei seinen naturwissenschaftlichen Studien nicht wagte, hebt Magirius freimütig aus seiner (scheinbaren) Unscheinbarkeit hervor. Freimütig, ja, und auch mutig, nämlich das letzte Tabu, das Gottesbekenntnis, brechend.” Gott müsse man nicht in der Kirche suchen, in der Öde des Erwartbaren und der Leere des Schablonenhaften. Er könne eher dort zu finden sein, wo mit dem Wort “Gott” äußerst sparsam umgegangen werde, in Geschichten und Büchern, die die Erkenntnissehnsucht nach Gott nicht lauthals ausbreiten. Aber auch in der Betrachtung eines Grashalms auf dem Sportplatz oder im Heidelbeerkuchen mit Schlagsahne könne das Erhebende erfahrbar werden.

Eigenwillige Medizin

“Der so anspruchslos durch die Mikrokosmen unseres Alltags Illuminierte, den die Auf­­merksamkeit zum Beispiel für die Sommerstille in einem Schwimmbad geradezu er­leuchtet, kommt mir wie ein religiös-hedonistischer Zauberer vor, der sich mit sei­nen Erlösungstricks gut auskennt und durch sie wieder träumen und Geborgenheit em­pfinden kann.” Dies sei ein ernsthaftes Spiel, das anstecke. Es erheitert “ein verhaltener Humor beim Entdecken von Ab­surditäten und unfreiwilliger Komik der Bagatellen aus dem zeitgenössischen Alltag.” Allerdings: Dabei handle es sich nicht um Komik, die andere auslache und verletze, sondern die die Kraft habe, Verletzte zu trösten und mit Verletzungen leben zu können: “Mit diesem Buch kann man auch wie mit der Bibel umgehen, einzelne Kapitel auf­schlagen und dann lesen und sich ermutigen lassen von Magirius‘ höchst eigen­williger Medizin.”

Gabriele Wohmann (1932-2015) gilt als “Meisterin der Kurzge­schichte” (Neue Zü­rcher Zeitung), als deren  “abso­lute Herr­sche­rin” (Frank­furter Allgemeine Zei­tung), “unbestrit­tene” (Die Welt) und “un­ange­fochte­ne Königin” (Mi­tteldeut­scher Rundfunk). Foto: Jule Kühn.

Georg Magirius, Erleuchtung in der Kaffeetasse. Große Fragen und das tägliche Allerlei. Mit einem Nachwort von Gabriele Wohmann, Lektorat: Dr. Dietrich Voorgang, Claudius Verlag München 2012. Das Nachwort lesen >> hier i<<.

Sich selbst beschenken

“Frische Fotos, Wünsche aus der Bibel. Georg Magirius kostet Worte der Bibel quasi wie Früchte. Und fertig ist ein Geschenkbuch zum Behalten und Verschenken”, urteilt die Redakteurin Ute Hesuer-Ludwig im Evangeliumsrundfunk über das aktuelle Buch “Gute Wünsche aus der Bibel” von Magirius. In der halbstündigen “Lesezeichen” stellt sie es am 2. Oktober und 7. Oktober 2016 um jeweils 15 Uhr auf ERF Plus vor. >>> Mehr.

Gute Wünsche aus der Bibel, 64 Seiten, Hardcover, Herder Verlag 2016, mit zahlreichen Fotos, Lektorat: Dr. Dietrich Voorgang, ISBN 978-3-445132-871-8, 10.00 Euro.

Die Grundlage positiver Emotionen

Positive Emotion bricht auf - Foto von Georg Magirius

Ausgerechnet Traurigkeit und Tränen können die Grundlage positiver Emotionen sein. Das schreibt Georg Magirius in Folge 49 seiner Kolumne für das Evangelische Frankfurt vom 28. September 2016. Gewöhnlich gelte es als Leistung, Tränen zu unterdrücken. “Dabei leiden viele unter ihrer Traurigkeit, weil sie permanent damit beschäftigt sind, nur ja nicht traurig zu wirken.” Laut Magirius wird nicht zu viel, sondern zu wenig geweint. Davon sei eins der spirituellsten Bücher der Menschheit überzeugt, nämlich das Buch der Psalmen.

Entscheidende: die Entkrampfung

Es verherrliche nicht die Tränen, aber im Gegensatz zu heutigen Gepflogenheiten akzeptiere es, dass es Grund zur Traurigkeit gebe. “Beim Buch des Psalmen handelt es sich überwiegend um Tränenlieder. Doch münden sie in eine kaum vorstellbaren, einen enthusiastischen Jubel”, schreibt Magirius. Entscheidend für diesen Prozess sei die Entkrampfung, die bereits ein einfaches, heute aber verpönte Eingeständnis “Es tut weh” hervorrufen könne. Pointiert lasse sich dieser emotionale Prozess mit der bildhaften Szenerie aus den Psalmen beschreiben: “Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin und streuen ihren Samen, und kommen und bringen ihre Garben.” Redaktion: Dr. Antje Schrupp. Den Beitrag nachlesen >>> hier.

Von Georg Magirius zum Thema erschienen: Gute Wünsche aus der Bibel, 64 Seiten, Hardcover, Herder Verlag, mit zahlreichen Fotos, Lektorat: Dr. Dietrich Voorgang, ISBN 978-3-445132-871-8, 10.00 Euro.