Liebesgefahr an der Romantischen Straße

Solenn Grand - HarfenistinDer Valentinstag ist herrlich schokoladenrosensüß, sind sich viele einig. Aber was, wenn er in Dinkelsbühl gefeiert wird, das an der Romantischen Straße liegt, aber laut Nachrichtenmagazin auch noch die schönste Altstadt in Deutschland hat? Dann droht vor romantischen Superlativen die Liebe ins Irreale davonschweben. Um das zu verhindern, erzählen die französische Konzertharfenistin Sollen Grand und der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius am Valentinstag 2019 in Dinkelsbühl Liebesgeschichten, die verzaubern können, aber auch den Bodenkontakt wahren: „Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner“ ist der Abend in der St. Paulskirche in Dinkelsbühl überschrieben, zu dem das Evangelische Dekanat und der vhs Dinkelsbühl einladen.

Die Umwege der Liebe

Die Liebeshelden, die direkt aus der Bibel in die Gegenwart springen, gucken nicht dauerverträumt, sondern haben Umwege, Gefahren und Prüfungen zu bestehen. Adam und Eva etwa überfällt in ihrem FKK-Feriencluburlaub die Langeweile, sodass sie großen Hunger spüren – nach der wilden Freiheit des alltäglichen Lebens. Tobias Dinkelsbühl mit Georgskircheüberlegt am Tag der Hochzeit, ob die Ehe mit Sara nicht ein Fehler sei. Sieben Mal war sie bereits verheiratet, und alle ihre Ehemänner verendeten in der Hochzeitsnacht. Rahel und Jakob hingegen haben es noch nicht einmal zu einem ersten Date gebracht. Beide verbindet die Begeisterung fürs Wasser! Nur verfehlen sie sich angesichts der Überfülle an idyllischen Badestellen rund um Dinkelsbühl. Wo also wird es zum ersten Rendezvous kommen? Im Wörtnitzbad, einem der letzten Flussbäder Bayerns? An einem der vielen Badeweiher? Oder im Freibad von Mönchsroth oder dem in Feuchtwangen?

Unerwartete Effekte

Inspiriert ist der Abend von Magirius‘ Buch „Traumhaft schlägt das Herz der Liebe“, über das Gabriele Wohmann, die Königin der Kurzgeschichte, urteilt: „Das Buch ist eine sehr geniale Idee, aus der sich ganz unerwartete Effekte ergeben, spannend-amüsant-originell und dabei zugleich sehr lehrreich.“ Solenn Grand, die den Abend musikalisch interpretiert, hat in Nizza, London und Frankfurt studiert. Liebesgeschichten und Bilder von Marc ChagallSie spielte im Brasilian Symphonic Orchestra in Rio de Janeiro, an der Oper in Paris und zuletzt am Musiktheater im fränkischen Hof. Für ihr Solospiel wurde sie mehrfach mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Die Leitung der Konzertlesung hat Pfarrer Dr. Gerhard Gronauer.

Georg Magirius, Traumhaft schlägt das Herz der Liebe – ein göttliches Geschenk, mit vielen farbigen Abbildungen von Marc Chagall, Lektorat: Heribert Handwerk, Echter Verlag Würzburg, 14,90 Euro. 978-3429035853.

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Luxuskuchen gegen die Resignation

Wünsche der Künstler für NeuwiedKann ein frisches Hemd neue Hoffnung bringen? Wie gelingt es Engeln, Menschen auf Händen zu tragen? Und kann ein Kuchen ein Leben voller Luxus bescheren? Um die Erfüllung märchenhafter Wünsche geht es bei der ersten Lesung im neuen Jahr im Café Auszeit der Evangelischen Marktgemeinde in Neuwied, 28. Januar 2019, 20 Uhr. Die Konzertharfenistin Miroslava Stareychinska und der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius entführen die Zuhörer ins Land der Märchen und der orientalischen Weisheit. Auf verzaubernde Weise zeigen sie: Die Kraft des Wünschens hilft auch heute noch.

Nuggets und Luxuskuchen

Café Auszeit NeuwiedGefeiert wird ein Abend gegen die Macht der Resignation. Angeregt ist er von Magirius’ Buch “Gute Wünsche aus der Bibel”. über das die Theologin, Schriftstellerin und Journalistin Amet Bick in “Die Kirche”, der Wochenzeitung für Berlin und Brandenburg, schreibt: “Georg Magirius liest die Bibel quer und stößt dabei wie ein flanierender Goldsucher scheinbar mühelos auf Nuggets.” Der Reichtum hat in Neuwied auch deshalb einen großen Auftritt, weil das Rezept für den Anti-Resignations-Kuchen verraten wird. Auf wundersame Weise verwandelt dieser jegliche Form von Enttäuschung, Wut und Weltabwehr in Lebensgenuss und Gestaltungslust. Eintritt: 9 Euro. Die Leitung des Abends hat Pfarrer Werner Zupp.

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Die Rebellion der leisen Töne

Ständig scheint das Lebenstempo zunehmen. Um nicht abgehängt zu werden, gilt es, möglichst immerzu erreichbar sein. Die Harfenisten Miroslava Stareychinska und der Schriftsteller Georg Magirius setzen in einer Klanglesung am 22. Februar um 19 Uhr im Gemeindezentrum Luckenau in Zeitz bezaubernd leise Töne gegen das Gebot gegenwärtiger Aufgeregtheit.    Klanglesung mit Georg Magirius und Miroslava Stareychinska in Zeitz

Im Land der Stille

Dank der spirituellen Worte und Klänge wird der innere und äußere Lärm allmählich abgestreift. Und wie von selbst öffnet sich die Tür ins Land der Stille. Dort wartet ein Frieden, der unkündbar ist – und sei es nur für eine Stunde. Die international tätige Konzertharfenistin Miroslava Stareychinska spielte bei den Berliner Philharmonikern, dem Radiosinfonieorchester Stuttgart und im Opern- und Sinfonieorchester der Stadt Plowdiw, der europäischen Kulturhauptstadt 2019. Immer wieder ist sie als Jazzmusikerin zu hören, etwa mit der hr-Bigband,  den Red Hot Hottentots, mit Pablo Peredas oder der Bassistin Lisa Wulff.

Im Haus der Krimikracher

Evangelisches Gemeindezentrum Luckenau Foto von Matthias KeilholzDas evangelische Gemeindezentrum Luckenau hat im Burgenlandkreis und der Region Zeitz als Veranstaltungsort einen exzellenten Ruf. In ihm werden Hochzeiten, indische Abende, Geburtstage, Worte der Bibel und und andere dramatische Texte gefeiert. Zu erleben sind etwa das Geheimnis der dunklen Truhe, Krimikracher wie “Arsen und Spitzenhäubchen”  und nun eben die rebellische Macht der leisen Töne. Die Leitung des Abends hat Pfarrer Matthias Keilholz. Fotos: Rüdiger Döls, Matthias Keilholz, Simon Zimbardo. Plakatgestaltung: Dr. Daniel Thieme.

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Gabriele Wohmann
Ein netter Kerl
(1978)
Ich habe ja so wahnsinnig gelacht, rief Nanni
in einer Atempause. Genau wie du ihn be-
schrieben hast, entsetzlich.
Furchtbar fett für sein Alter, sagte die Mutter.
Er sollte vielleicht
Diät essen. Übrigens, Rita,
weißt du, ob er ganz gesund ist?
Rita setzte sich gerade und hielt sich mit den
Händen am Sitz fest. Sie sagte: Ach, ich glaub
schon, daß er gesund ist. Genau wie du es er-
zählt hast, weich wie ein Molch, wie Schlamm,
rief Nanni. Und auch die Hand, so weich.
Aber er hat dann doch auch wieder was Liebes,
sagte Milene, doch, Rita. ich finde, er hat was
Liebes, wirklich.
Na ja, sagte die Mutter, beschämt fing auch sie
wieder an zu lachen:
recht lieb, aber doch
gräßlich komisch. Du hast nicht zuviel ver-
sprochen. Rita, wahrhaftig nicht. Jetzt lachte
sie laut heraus. Auch hinten im Nacken hat er
schon Wammen, wie ein alter Mann. rief Nan-
ni. Er ist ja so fett, so weich, so weich. Sie
schnaubte aus der kurzen Nase, ihr kleines
Gesicht sah verquollen aus vom Lachen.
Rita hielt sich am Sitz fest. Sie drückte die Fin-
gerkuppen fest
ans Holz.
Er hat so was Insichruhendes, sagte Milene.
Ich find ihn so ganz nett. Rita, wirklich, komi-
scherweise.
Nanni stieß einen winzigen Schrei aus und
warf die Hände auf den Tisch; die Messer und
Gabeln auf den Teller klirrten.
Ich auch, wirklich, ich find ihn auch nett,
rief sie. Könnt ihn immer ansehn und mich
ekeln.
Der Vater kam zurück, schloß die Eßzim-
mertür, brachte kühle nasse Luft mit herein.
Er war ja so ängstlich, daß er seine letzte
Bahn noch kriegt, sagte er. So was von ängst-
lich.
Er lebt mit seiner Mutter
zusammen
, sagte Rita.
Sie platzten alle heraus, jetzt auch Milene.
Das Holz unter Ritas Fingerkuppen wurde
klebrig. Sie sagte: Seine Mutter ist nicht ganz
gesund, soviel ich weiß.
Das Lachen schwoll an, türmte sich vor ihr
auf, wartete und stürzte sich dann herab, es
spülte über sie weg und verbarg sie lang genug
für einen kleinen schwachen Frieden. Als er-
ste brachte die Mutter es
fertig, sich wieder zu
fassen.
Nun aber Schluß, sagte sie, ihre Stimme zit-
terte, sie wischte mit einem Taschentuch-
klümpchen über die Augen und die Lippen.
Wir können ja endlich mal von was anderem
reden.
Ach, sagte Nanni. Sie seufzte und rieb sich den
kleinen Bauch, ach ich bin erledigt, du liebe
Zeit. Wann kommt die große fette Qualle denn
wieder, sag, Rita, wann
denn? Sie warteten al-
le ab.
Er kommt von jetzt an oft, sagte Rita. Sie hielt
den Kopf aufrecht.
Ich habe mich verlobt mit ihm.
Am Tisch bewegte sich keiner. Rita lachte
ver-
suchsweise und dann konnte sie es mit großer
Anstrengung lauter als die anderen, und sie
rief: Stellt euch das doch bloß mal vor; mit
ihm verlobt! Ist das nicht zum Lachen!
Sie saßen gesittet und ernst und bewegten vor-
sichtig Messer und Gabeln.
He, Nanni, bist du mir denn nicht dankbar,
mit der Qualle hab ich mich verlobt, stell dir
das doch mal vor!
Er ist ja ein netter Kerl, sagte der Vater. Also
höflich ist er, das muß man ihm lassen.
Ich könnte mir denken, sagte die Mutter ernst,
daß er menschlich angenehm ist, ich meine,
als Hausgenosse oder so, als Familienmit-
glied.
Er hat keinen üblen Eindruck auf mich ge-
macht, sagte der Vater.
Rita sah sie alle behutsam dasitzen, sie sah ge-
zähmte Lippen. Die roten Flecken in den Ge-
sichtern blieben noch eine Weile. Sie senkten
die Köpfe und aßen den Nachtisch.
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Worterklärungen
Z. 10: der Molch = eidechsenähnliches, hässliches Wassertier
Z. 15: beschämt = peinlich berührt
Z. 20: die Wamme = die Fettschwarte
Z. 41: herausplatzen = hier: laut loslachen
Z. 48: etwas fertig bringen = etwas schaffen
Z. 56: erledigt = hier: erschöpft

Z. 57: die Qualle = die Meduse / glockenförmiges, weiches Meeresti

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Fromme Lieder eines Atheisten

Er gilt als einer der renommiertesten Dichter deutscher Sprache: Uwe Kolbe.  In seinem aktuellen Buch „Psalmen“ finden sich Gebete, Lieder und Gedichte, die ganz eigen sind und doch auch von der Bibel angeregt. Dabei ist Uwe Kolbe in Ost-Berlin geboren, atheistisch aufgewachsen und gehört keiner Kirche an. In seinen Gedichten aber spricht er Gott direkt an. Georg Magirius hat mit dem Lyriker gesprochen und ihn gefragt, welche Bedeutung für ihn die Bibel hat. Im Deutschlandfunk ist die Sendung in der Reihe “Am Sonntagmorgen” zu hören, am 10. Februar 2019 von 8.05 bis 8.30 Uhr. Musikalisch interpretiert wird sie von der Konzertharfenistin Bettina Linck. Die Redaktion hat Pfarrer Frank-Michael Theuer, Ton: Juliane Stahnke.

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Die Spiritualität freilaufender Schweine

Die Spiritualität freilaufender Schweine - Foto von Georg Magirius“Tasse auf der Terrasse” – der Bericht über eine Spirituelle Wanderung der Reihe GangART im Odenwald gehört zu den meistbesuchten Beiträgen der Internetplattform von Georg Magirius im Jahr 2018. Darin geht es um die Begegnung meditativ gestimmter Wanderer mit freilaufenden Schweinen, außerdem um die schleichende Abdankung eines urdeutschen Charakteristikums. Insgesamt besuchten die Internetplattform des freiberuflich tätigen Erzählers und Theologen Georg Magirius im Jahr 2018 mehr als 183.000 Menschen, die 690.000 Seiten anklickten.

Fast eine Million Besucher

Damit tummelten sich auf Blog und Website von Magirius täglich mehr als 500 Neugierige. Nach 55.000 Besuchern (2011), 83.000 (2012), 105.00 (2013), 108.000 (2014), 129.000 (2015) und 143.000 (2016), 168.000 (2017) wuchs die Zahl der Besucher damit abermals – und zwar um 15.000. Seit Beginn der Statistik 2011 befanden sich mehr als 970.000 Besucher auf der Website GeorgMagirius.de und dem Blog Magirius-aktuell.de.

Philosophieren mit Gummibärchen

Spitzenreiter unter den pdf-Dateien war die Reportage “Bereschit bara Elohim” über das Erlernen des biblischen Hebräisch mit Pfarrer Dr. Achim Müller in Worms und des modernen Hebräisch mit Ricky Zaltzmann in Frankfurt, außerdem der Beitrag “Die Musikalität des Glaubens” über den Pfarrer und Poeten Friedrich Karl Barth. Unter den Blogbeiträgen wurden neben “Tasse auf der Terrasse” und dem Dauerbrenner “Absturz bei Vertrauenstour” am häufigsten aufgerufen: “Philosophieren mit Gummibärchen” über Marissa Conrady, “Querdenker willkommen” über Manuela Fuelle und das “WWWW“, die unter dem Stichwort “Wohmanns Werk wirkt weiter” gesammelten aktuellen Termine über die Meisterin der Kurzgeschichte. Die beliebteste Hördatei war die offenbar fast unvergänglich wirkende Buchbesprechung “Den Tod von seiner Schwere befreit” von Eva Maria Schleiffenbaum.

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Die Folgen der Fantasie

In der Welt der Fakten und Fake-News hat es die Fantasie schwer: Träume und Wünsche seien vielleicht schön, aber wirkungslos, heißt es. Und dennoch verschwindet der Glaube an die Kraft der guten Wünsche nicht. An Fest- und Feiertagen hört man sie und noch immer jeden Tag morgens und abends. Und sie bleiben nicht ohne Folgen, sind Philosophen und Theologen überzeugt. Die halbstündige Sendung von Georg Magirius über die fantastischen Folgen des Wünschens vom 1.1.2019 lässt sich als Podcast kostenfrei hören > hier. Das Manuskript lesen > hier. Sprecherin: Birgitta Assheuer, Ton: Anette Eickholt,  Harfe: Bettina Linck, Musikaufnahme: Robert Foede. Redaktion: Dr. Lothar Bauerochse.

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Die Freiheit der Unfertigen

Ruine Collenburg - Foto von Georg Magirius

Da sind Lücken, Risse, vieles ist nicht abgerundet, etwas fehlt. So lässt sich sich das manchmal kurz vor Weihnachten erleben, an den Feiertagen, am Ende eines Jahres.

Vielleicht weil diese Tage als erfüllte Zeit bezeichnet werden? Weil man sich wünscht, das Leben als voll und festlich zu erleben?

Dabei gleicht es oftmals eher einem Puzzle, dem einige Teile abhanden gekommen zu sein scheinen. Es ist so ähnlich, wie wenn man durch eine Ruine geht. Sie ist unvollständig.

Andererseits kann eine Ruine das Gefühl der Weite geben. Und sie lässt Großes ahnen.
Was aber ist das Große? Es ist die herrliche Freiheit, unfertig sein zu dürfen.

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Der Wunsch für alle Zehen: Freie Bahn im Neuen Jahr!

Wünsche können Flügel wachsen lassen, wenn sie den Erdboden im Blick behalten. Das sagt der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius am 1. Januar 2019 im Hessischen Rundfunk in seiner Sendung „Die Macht der guten Wünsche“. Er verweist auf grundlegende Texte aus Judentum und Christentum, etwa auf einen Psalm, in dem Gott den Engeln befohlen habe, „dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.“ So himmelweit der Wunsch auch klinge, vergesse er nicht niedere menschliche Erfahrungen. Diese seien sogar der Ausgangspunkt für solch ein Wünschen. „Fast witzig klein erscheint der Gewinn, den die Himmelswesen bescheren”, heißt es in der Sendung. “Doch wer schon einmal mit dem Zeh an einen Stoß gestoßen ist, wird darüber nicht lachen, sondern sich freuen.“ Die Harfenistin Bettina Linck interpretiert die Sendung musikalisch. Die Redaktion der von 10.30-11.00 in der Reihe Camino auf hr2-Kultur ausgestrahlten Sendung hat Dr. Lothar Bauerochse.

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Das alte, immerneue Aufbegehren

Ein Bogen im Himmel Die uralte Haltung des menschlichen Aufbegehrens gegenüber Gott sei nicht veraltet. Das behauptet der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius in seinem Beitrag “Das erste Buch der Christen”, veröffentlicht in der Evangelischen Sonntagszeitung vom 16. Dezember 2018 und in “Die Kirche”, der Wochenzeitung für Berlin und Brandenburg, vom 2. Dezember 2018. Er verweist dabei auf Hiob, Mose und die Psalmen im Ohne die alte Wurzel Jesse trocknet alles ausAlten Testament. Vordergründig speise sich deren Aufmüpfigkeit gegenüber dem Ewigen aus Erfahrungen mit einem Gott, der undurchdringlich, geheimnisvoll und – wie viele sagen – finster sei. Aber ihr Aufgebehren lasse sich indirekt als ein Geständnis der Liebe verstehen oder – wie es der Schriftsteller Uwe Kolbe sagt – als eine Haltung “aufbegehrender Demut”. Laut Magirius Magirius ist diese Haltung ehrlicher und der Gegenwart angemessener als die oft als viel moderner eingestufte Behauptung, dass Gott sich durchgängig als wohlwollend, schön und gut erweise. Den Beitrag lesen >> hier. Redaktion: Martin Vorländer, Constance Bürger.

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Klima retten dank SUV?

Volkswagen werde dank des SUV-Booms bis ins Jahr 2025 bedeutende Mehreinnahmen haben, hieß es kürzlich in Wolfsburg. Die Aussichten seien auch deshalb so erwärmend, weil jemand, der einmal SUV gefahren sei, nicht mehr auf ein niedrigeres Fahrniveau zurückfallen wolle. Dank der extremen Nachfrage nach diesen, nun ja, nicht ganz abgasarmen Fahrzeugen könne man viel gegen den Klimawandel tun, nämlich in Elektroautos investieren, bei denen es sich selbstverständlich ebenfalls möglichst um dicke Geländewagen handeln werde. Aber ist das der einzige fahrbare Weg in die Zukunft? Die Sendung “Calando” im Radiosender ERF vom 12. November 2018 wagt eine zumindest vorsichtige Infrage-Stellung des SUV-Booms. Rolf-Dieter Wiedenmann spricht unter dem Titel “Die Gabe des Weglassens” mit dem Theologen und Schriftsteller Georg Magirius, der von einem hohen Fahrniveau  schwärmt, das ihm sein Nicht-Elektrorrad beschert. Die Sendung hören >> hier. Redaktion der Sendung: Lucia Ewald.

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