Mit dem Taxi zum Weihnachtsfrieden

GMiroslava Stareychinska - Foto von Simon Zimbardoesucht wird nicht weniger als der Friede der Heiligen Nacht, eine tiefe Ruhe, die  sich vielleicht in einem einzigen Moment ereignet. Nach dieser Stille forschen der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius und die Konzertharfenistin Miroslava Stareychinska am 22. Dezember 2018 in der Rathauspassage in Hamburg, 19.30 Uhr. Sie setzen sich dazu in der diakonischen Einrichtung auf die Spur der Hirten, bei denen es sich um Randfiguren der Weihnachtsgeschichte handelt. Sie sind zum Verwechseln ähnlich sind mit heutigen Nachtarbeitern und überhaupt all jenen, die im Hintergrund agieren: Taxifahrerinnen, Co-Trainer, Krankenpfleger.

Saitenrausch

AHamburger Rathauspassage (c) www.rathauspassage.deusgerechnet sie werden ins Licht gesetzt. Sie hören ein fantastisches Konzert. Der rauschhafte Gesang der Engel allerdings ist noch nicht der Friede, sondern kündigt ihn erst an. So machen sich die Hirten auf, den Frieden selbst zu suchen. Der Abend ist inspiriert von Magirius‘ im Herder Verlag veröffentlichtem und von Ulrike Vetter illustriertem Buch „Dies soll euch ein Zeichen sein“. Die Konzertlesung ist Teil der Reihe “Mit Musik in den Advent”. Immer am Samstagabend, bevor der Advent beginnt, ist in der Rathauspassage Musik zu hören: das Saitenwindtrio, die Organistin Kerstin Petersen und die Klarinettistin Pamela Coats, der Jazzpianist Johannes Bahlmann und der Saxophonist Tadeusz Jakubowski. Den Abschluss bildet die Forschungsreise zum Weihnachtsfrieden. Die Leitung hat Pastor Dr. Nils Petersen.

Rhythmus und Ruhe

Buchcover "Dies soll euch ein Zeichen sein" von Georg MagiriusDie international tätige Konzertharfenistin Miroslava Stareychinska hat bei den Berliner Philharmonikern, dem WDR Rundfunk Orchester und mehreren bulgarischen Orchestern gespielt, etwa im Sofia Philharmonic Orchestra. Außerdem tritt sie immer wieder mit Jazz-Formationen auf wie der hr-Bigband. Mit ihren Improvisationen entwirft sie Klangmalereien, in denen Rhythmus und Ruhe auf faszinierende Weise miteinander verschmelzen.

Georg Magirius, Dies soll euch ein Zeichen sein, Einstimmung auf Weihnachten, 144 Seiten, fest gebunden, Illustrationen: Ulrike Vetter, Lektorat: Dr. Esther Schulz, Herder Verlag, Freiburg im Breisgau.

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Engelsgesang im Wasserkocher

Wie kommt der Gesang der Engel in den Wasserkocher? Warum fällt mit dem Ausleeren des Mülleimers alle Weihnachtshektik ab? Und wieso kündigt ausgerechnet eine Fahrradglocke die Lucretia Bärtsch - Foto Reformierte Kirchgeminde MalansWeihnachtsfreude an? Am 9. Dezember 2018 in Malans in Graubünden und am 10. Dezember 2018 in Sulgen im Thurgau erzählt der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius von luxuriösen Augenblicken der Vorfreude im Advent. Dieser Luxus aber ist nicht kostspielig, krachend laut oder weltraumweit entfernt. Er blitzt stattdessen in der Nähe auf, zeigt sich im vermeintlichen Alltag, der mit einem Mal überhaupt nicht grau wirkt, sondern voller Farbe, schräg und auf erfrischende Weise witzig und weihnachtlich.Engelsgesang im Wasserkessel und andere Augenblicke der Vorfreude im Advent Angeregt sind die beiden Konzertlesungen von Magirius‘ aktuellem und im Würzburger Echter Verlag veröffentlichten Buch „Einfach freuen. 24 Momente gegen die Rastlosigkeit“.

Sonntag, 09. Dezember 2018, 14 Uhr, Aula Eschergut, 7208 Malans (Graubünden / Schweiz): Piano: Lucretia Bärtsch, Leitung: Pfarrerin Dr. Helke Doels

Montag, 10. Dezember 2018, 19 Uhr, Ev. Kirche, 8583 Sulgen (Thurgau / Schweiz): Gesang: Kirchenchor der Evangelischen Kirchgemeinde Sulgen, Leitung: Pfarrer Uwe Buschmaas.

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Der tröstliche Funke Spiritualität

Überraschende Sichtweisen aufs Sterben bietet das von Georg Magirius herausgegebene Buch “Abschied”, urteilt der Autor und Redakteur Stefan Seidel in “Der  Sonntag”, der Wochenzeitung für Sachsen, vom 21.10. 2018. Das Buch ermutige mit Geschichten aus der Gegenwartsliteratur das Abschiednehmen zu üben. Das Loslassen indes sei oftmals nicht einfach. Abschied - edition chrismonSo fühlte sich die 2008 gestorbene, oft als letzte deutschsprachige Autorin Prags bezeichnete Lenka Reinerová völlig ungeübt im Warten auf Bahnhöfen. Denn eine Abreise von ihrer Schwester und Mutter im Prager Bahnhof 1939 wurde unerwarteter Weise ein Abschied für immer. “Und so wird der abfahrende Zug zum Bild für das schmerzhafte Loslassen im Angesicht des Todes”, schreibt Seidel. “Diese Tragik ohne einen Funken Spiritualität ertragen zu müssen, erscheint geradezu unmenschlich.” Im Buch finde sich vielleicht deshalb noch ein zweiter Text Reinerovás. “Darin behält der Tod nicht das letzte Wort. Reinerová ertappt sich bei dem Gedanken, sich zu fragen: ‘Und was werde ich tun, wenn ich gestorben bin?’ Das erlebte sie als tröstlich und ermutigend. ‘Denn auf diese Weise wartet man nicht auf ein endgültiges Ende, sondern auf die erträumte Möglichkeit eines unbekannten, zweifellos völlig andersartigen Anfangs.’” – Die Besprechung des Buches lesen > hier.

Georg Magirius (Hrsg.): Abschied. Geschichten vom Loslassen und Neuanfangen. Lektorat: Annegret Grimm, Edition Chrismon 2017, 160 S., 15 €.

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Ins Leben entkommen

Kurz vor dem 80. Jahrestag der Pogromnacht erzählt am 7. November 2018, 19.30 der Schriftsteller und Journalist Bernhard Bergmann in dBernhard Bergmann - Foto von Silke Rummeler historischen Güterhalle am Bahnhof in Höchst (Odenwald) die fiktive Geschichte der Geigerin Rebecca Weinberg. Als jüdisches Kind entkommt sie 1939 mit einem sogenannten Kindertransport nach England ins Leben und verliert ihre Familie für immer. Nach der Pogromnacht mit der massiven Gewalt gegen jüdische Menschen und Einrichtungen war es innerhalb kurzer Zeit gelungen, dass etwa zehntausend Kindern Deutschland unbegleitet verlassen konnten und insbesondere in Großbrittannien Zuflucht fanden. Mit seinem Roman “Der Geigenkasten” gibt Bergmann einem dieser Kinder ein Gesicht. “Der Geigenkasten” ist Bergmanns erster Roman, zuvor hat er Erzählungen und Lyrik veröffentlicht, etwa in der Edition Toni Pongratz und der Zeitschrift “Das Plateau” im Radius-Verlag. Foto: Silke Rummel, Ev. Dekanat Vorderer Odenwald.

Bernhard Bergmann, Der Geigenkasten, Roman, ca. 170 Seiten, gebunden, édition serpette epubli, Berlin 2018.

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Stille auf der Schnellstraße

Kreuzkapelle bei Frammersbach im Wald - Foto von Georg MagiriusTiefe Ruhe ausgerechnet auf einer Schnellstraße finden – das verspricht die Spirituelle Wanderung „Aufbruch in die Stille“ am 3. Oktober 2018 zur Kreuzkapelle bei Frammersbach im Hochspessart. Die Gruppe der Reihe GangART bildet sich ganz neu, geht zum ersten Mal. Die Leitung hat der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius. Beschritten wird die Wiesener Straße, die in der ersten deutschen Entfernungskarte von 1690 eingezeichnet ist, eine Nord-Süd-Verbindung durch das waldreiche Mittelgebirge und wichtig für die Route Nürnberg-Antwerpen. Oft mehrere Fahrspuren hat die Straße, sodass die zweiachsigen Pferdewagen der Fuhrmannsleute bei Gegenverkehr bequem ausweichen konnten.

Der Weg führt in den Luxus

Wildschütz Hasenstab aus Frammersbach - Foto von Georg MagiriusSpeziell die Frammersbacher Fuhrleute galten als schnell. Sie hätten, heißt es einmal, 100 statt der üblichen 30 Kilometer pro Tag zurückgelegt. Unterdessen freilich verkehren keine Hochgeschwindigkeitgefährte mehr. So lässt sich der Luxus genießen, keinen Laster oder Geländewagen zu hören. Dafür lässt die Schrittgeschwindigkeit ungewöhnliche Höhepunkte erfahren: Passiert wird ein Platz, an dem 1923 der Partensteiner Wilderer Hasenstab vom Förster Lutz erschossen wurde. Auch findet sich ein Sportgelände mit der vielleicht schönsten Aussicht aller Faustball-Felder nördlich der Alpen. Und? Da ist die Kreuzkapelle im Wald, auf die bewusst schweigend zugepilgert wird. An einem einstigen Verkehrsknotenpunkt gelegen, war sie vielleicht einmal das, was heute eine Autobahnkirche ist. Der “Aufbruch in die Stille” mündet in den Wiesthaler Hof, einem urtümlichen Gasthaus, in dem es womöglich schon nicht mehr ganz so still zugehen dürfte.

Die Daten: Fuhrmannsweg im Spessart - Foto von Georg MagiriusDie Gehlänge beträgt ca. 13 km, die reine Gehzeit 3,5 Stunden. Ausgangspunkt Frammersbach und Endpunkt Wiesthal liegen direkt an der Bahnstrecke Würzburg-Frankfurt. Gemeinsame Anreise per Bahn nach Absprache möglich von Würzburg, Frankfurt, Hanau, Dettingen und Aschaffenburg. Wegen des meditativen Charakters ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Der Teilnahmebeitrag in Höhe von 12 Euro wird am Tag der Veranstaltung in bar übergeben. Informationen und Anmeldung direkt bei Georg Magirius 0176-29402322 – mail@georgmagirius.de. Die Tour der Reihe  GangART erfolgt in Zusammenarbeit mit der Würzburger Pfarreiengemeinschaft St. Barbara und Unsere Liebe Frau, Organisation: Dr. Kilian Distler. In der Reihe GangART bietet Georg Magirius seit 2009 regelmäßig spirituelle Tages-Wanderungen in Spessart, Rhön, Fränkischem Weinland, Odenwald und Steigerwald an. Bei 40 Touren nahmen mehr als 900 Wanderer teil. Von ihm unter dem Lektorat von Dr. Esther Schulz im Herder Verlag.zum Thema erschienen: “Schritt für Schritt zum Horizont. Pilger-Werkbuch”.

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Der Ort für eine moderne Spiritualität

Manuela Fuelle - Bayerischer Rundfunk 2018Ausgerechnet die protestantische Theologin Manuela Fuelle schwärmt für die Welt der Kirchenväter und der mittelalterlichen Mystik, die als klassisch katholisch gelten. Und das ist nur ein Beispiel für ihre Lust, zwischen unterschiedlichen Welten zu pendeln, wie das halbstündige Porträt von Georg Magirius im Bayrischen Rundfunk am 1. November 2018 herausstellt. Beruflich führt Fuelle sogar ein Doppelleben, das nahezu einzigartig sein dürfte. Sie ist anerkannte Schriftstellerin, die 2017 den mit 10.000 Euro dotierten Thaddäus-Troll-Preis erhalten hat. Überdies arbeitet sie als Diakonin in einer Kirchengemeinde, unterrichtet zum Beispiel Kinder im Fach Religion. Sie selbst war das erste Mal mit 18 im Gottesdienst, wuchs in Ost-Berlin atheistisch auf. Georg Magirius hat Manuela Fuelle besucht und mit ihr im Gespräch erkundet, ob die Grenze der womöglich inspirierendste Ort für eine moderne Spiritualität ist.

Georg Magirius, Das Doppelleben der Diakonin. Manuela Fuelle pendelt zwischen Literatur und Religion, Bayerischer Rundfunk, BR2, 1. November 2018, Allerheiligen, 8.05-8.30 Uhr, Katholische Welt, Sprecherin: Birgitta Assheuer, Ton: Ute Steffen (Funkhaus am Dornbusch), Redaktion: Wolfgang Küpper.

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Tasse auf der Terrasse

Tasse auf der Terrasse - Foto von Georg MagiriusWie soll man es nur nennen? Es ist ein Schock, ein Kulturabbruch, die Erosion eines urdeutschen Wertes, der doch für immer zu gelten schien. Und dieser Abbruch einer nationalen Gewissheit zeigt sich bei der Wanderung der Reihe GangART unter Leitung des Theologen und Schriftstellers Georg Magirius gleich mehrfach. Wir schreiben den 8.  September des Jahres 2018: Die Tagespilgerinnen und Spirituellen Wanderer sind an dem spätsommerlichen Tag aufgebrochen, um auf dem Weg von Miltenberg nach Amorbach im Odenwald neue Kräfte zu suchen. Aber dass sie den Geist der Veränderung gleich so dramatisch erfahren, dass ein grundlegendes Gesetz des Landes keinen Wert mehr hat?

Die neue Freiheit schmeckt

All der Dramatik zum Trotz lassen die Bewegungsfreudigen sich auf das Neue ein. Sie klagen nicht und schlagen auch nichts und niemanden zu Bruch. Noch mehr! Einige probieren sogar die Neuheit aus. Und? Die Welt geht nicht unter. Die ungewohnten Verhältnisse im Land sind sogar genießbar, die neue Sitte nämlich, die lautet: Tasse auf der Terrasse. Denn im Café Schloßmühle in Amorbach, aber auch auf der Terrasse des Gasthauses „Zur Jägerruh“ in Monbrunn bei Miltenberg ist “Draußen nur Kännchen!”,  das womöglich Heiligste Gebot deutscher Nation, aufgehoben.

Das erfrischend Gestrige

Gasthaus Jägerruh Monbrunn MiltenbergVielleicht ist die Gelassenheit der Wanderer dem Neuen gegenüber inspiriert von einem Segen, der sie auf ihrem Weg in die Erneuerung begleitet: „Gott segne deinen nächsten Schritt, den Mut, dass sich etwas ändert. Und er ruhe in der Angst, dass sich alles ändern könnte.“ Die Kraft des Neuen ist aber nicht nur auf Café-Terrassen spürbar. Sie zeigt sich, wie ungewöhnlich, auch in vielem, das als gestrig gilt. In Monbrunn etwa, wo es keine Durchgangsstraße gibt, ist es auf so unmoderne Weise still, dass die Pilger die Zeit vergessen. Statt der angedachten einen Stunde sitzen sie gleich zwei im Gasthaus. Dort wird Fichtennadel-Limonade ausgeschenkt.

Gerechtigkeit auf dem Teller

Und Wirtin Nicola Ripperger kennt sich bis ins Detail in ihrer Speisekarte aus. „Wie groß ist denn ein Grünkernbratling?“, wird gefragt. Antwort: „110 Gramm.“ „Wirklich 110 Gramm?“ „Es können auch 111 sein.“ Jedenfalls koche sie nicht im Namen der Ungerechtigkeit. So habe sie die Teigballen abgewogen, damit es zu Gleichheit und Gerechtigkeit auf den Tellern komme. So folgt sie Werten, denen man schon immer den Untergang vorausgesagt hat. Doch hat sie noch niemand, keine Grenze oder Mauer dauerhaft ausrotten können. Frisch und menschenfreundlich schmeckt die Rippergersche Interpretation von Gleichheit und Gerechtigkeit, zumal die grünen Kerne auf einem uralten Herd gebraten werden, der noch von Brennholz gespeist wird. Damit aber nicht genug des Neuartigen in Monbrunn, das im Alten gründet. Denn Schweine können ihren Stall verlassen und hüpfen im Freien herum.

Irren und Staunen

Hüpfende Schweine in Monbrunn - Foto von Georg MagiriusAllerdings ist die Suche nach Erneuerung nicht nur ein hüpfendes Vergnügen. Sie ist auch kein reiner Kaffeetassen-Terrassenspaß. Sie kennt Tücken. Denn soll man nach dem Durchschreiten des Schnatterlochs in Miltenberg einer Orientalin trauen, der Jüdin und Koptuchträgerin Maria, also der Markierung des Fränkischen Marienwegs? Oder doch besser dem Steig der Nibelungen, der an den vom Urgermanen Richard Wagner aufgegriffenen Mythos denken lässt? Oder beiden? In einem wirren Kulturmischmasch geht es mal da, dann wieder dort, auf einmal ein Stück zurück und dann auch noch einmal ganz woanders, nämlich durch einen keltischen Ringwall. Doch der alles andere als reinrassige Weg steht unter einem Schutz, verspricht der Segen, der die Tour begleitet: „Gott segne und verwirre dich, gehe mit dir in die Irre, er lasse dir den Irrtum, nicht für immer wirst du irren. Gott schenke dir den Weg des Staunens.“

Migration

Nur wie genau kann man denn nun dieses Staunen und die Kraft zur Erneuerung erfahren? Schließlich gibt es genug Gründe, immer wieder ins Zweifeln zu kommen, dass das Leben einen Fortgang kennt. Der Bach, der gewöhnlich auf dem Weg nach Reuenthal bergab springt, ist stumm. Und auf dem Greinberg liegt das Waldgras erschöpft, wie tot am Boden nach einem Sommer, der kaum andere Ausdrucksformen als Trockenheit und Hitze kannte. Doch irrwitzig mutig, frech und unverfroren jung ist das Grün, das sich aus dem zu Boden geworfenen Gras vorwagt. Und wer ist es, der die Kraft dieses Grüns schauen und erfahren kann? Antwort: Der Mensch, der womöglich gar nicht sehr viel macht und schaffen kann, aber einfach weiterzugeht – und das gesamte Leben als Migration versteht.

Auf dem Gotthard bei Amorbach - Foto von Georg MagiriusDie Reihe GangART

Die Reihe GangART ist eine fortlaufende Reihe von Spirituellen Tageswanderungen durch Rhön, Odenwald, Taunus, Schwarzwald, Spessart, Steigerwald, Haßberge und Fränkischem Weinland. Bei bislang 40 Touren nahmen mehr als 900 Wanderer teil. Der Segen der Tour von Miltenberg nach Amorbach entstammt dem unter dem Lektorat von Dr. Esther Schulz bei Herder veröffentlichten Pilgerbuch „Schritt für Schritt zum Horizont“ von Georg Magirius. Die nächste Tour von GangART geht am 3. Oktober 2018 unter dem Motto: „Aufbruch in die Stille“ in den Hochspessart – in Zusammenarbeit mit dr Würzburger Pfarreiengemeinschaft “St. Barbara und Unsere Liebe Frau”, Organisation: Dr. Kilian Distler.

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Der Tod als Lehrer für das Leben

Plakat des Semesterprogrammes im Haus der Religionen in Bern mit dem Titel "Endlich - Religion und Tod"Heute gilt es Krankheit und Tod zu überspielen oder harmonisch ins Leben zu integrieren. Die Psalmen, als spiritueller Schatz der Menschheit, erlauben etwas anderes: Sie konstatieren befreiend ehrlich Schmerz, Ungerechtigkeit und Einsamkeit. Und sie schreien ihre Wut darüber in Richtung Himmel. Betörend furios und verstörend zart erwecken die Harfenistin Miroslava Stacheyrinska und Georg Magirius die alten Gesänge zum Leben. Die Konzertlesung “Der Tod als Lehrer für das Leben” ist zu hören am 28. November 2018, 18.00 Uhr im Haus der Religionen in Bern. Inspiriert ist die Soiree von Magirius‘ Gesänge der Leidenschaft - Buchcover von Marc ChagallBuch “Gesänge der Leidenschaft. Die befreiende Kraft der Psalmen”. Die Veranstaltung gehört zum Semesterprogramm “Endlich – Religion und Tod” und wird geleitet von der Religionswissenschaftlerin Brigitta Rotach. Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Universität Bern, Seminar “Psalmen und Seelsorge” von Prof. Isabelle Noth und Prof. Andreas Wagner.

Georg Magirius, Gesänge der Leidenschaft. Die befreiende Kraft der Psalmen, Lektorat: Heide Warkentin, Dr. Dietrich Voorgang, 160 Seiten, 12.90 Euro, ISBN 978-3-532-62467-8, Claudius Verlag München.

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Der Klang der Stille

Der Klang der Stille Konzertlesung in Frankfurt am MainAusgerechnet etwas, das nachweislich hörbar ist, kann den Weg in die Stille weisen. Das behaupten der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius und die Harfenistin Bettina Linck mit ihrer Konzertlesung “Der Klang der Stille”, Samstag, 15. September 2018, um 20 Uhr im Panoramasaal der Evangelische Akademie am Römerberg. Dank der spirituellen Klänge und Worte wird der innere und äußere Lärm allmählich abgestreift. Und wie von selbst öffnet sich die Tür zum Land der Stille. Dort wartet ein Frieden, der unkündbar ist – und sei es nur für eine Stunde.

Ruhe-Oasen im Trubel

Die Konzertlesung ist Teil der “Woche der Stille 2018″, die in Frankfurt vom 10.- 17. September zu erleben ist. Und das in einer Stadt,  die vielen als eine der aufgeregtesten und lautesten in Deutschland gilt. Aber es ist auch eine, die beruhigt werden kann und Menschen beruhigt. Davon sind die Initiatoren der Woche überzeut, Barbara Hedtmann vom Evangelischen Regionalverband, Matthias Roos vom Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt und Daniela Scholl von der Woche der Stille Frankfurt 2018 Deckblatt ProgrammheftAuszeitagentur. In in Kinos, Kirchen, Parks, im Zoo, auf dem Fluss und mitten im Einkaufstrubel finden sich Ruhe-Oasen, Meditations-Inseln und Orte, an denen die Langsamkeit gefeiert wird.

Im Wind- und Wellengemurmel

Andrea Maschke reist zur Eröffnung zu Fuß, Pierre Stutz mit Texten und Christof Frankhauser und Helge Burggrabe mit Musik in die Stille. Dann regt Andreas Hett zum Meditativen Malen an. Mit der Barkasse Gaby geht es auf den Main, um dem Wellengang, Windmurmeln und fernen Autobrummen vor der beleuchteten Skyline zu lauschen. Märchen der Stille erzählt Michaele Scherenberg. Alexander Ulrich und Kristina Wolf weisen Wege ins meditative Bogenschießen und Magdalene Lucas ins Kerzernlabyrinth. Und Julian Pörksen rät am Ende dieser Woche: Verschwende Deine Zeit!

Zur Website der Woche der Stille >>> hier. Georg Magirius liest aus “Erleuchtung in der Kaffeetasse”, “Traumhaft schlägt das Herz der Liebe” und “Schritt für Schritt zum Horizont“.

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Das starke Empfinden für das Licht des Morgens

Wer auf Gutes hofft, braucht nicht schmerzresistent werden. Das Märchenhafte, Geheimnisvolle und Hoffnungsvolle kann verzaubern, indem es das Verstörende nicht ignoriert. Das sagt der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius im Bayerischen Rundfunk in der Sendung “Die Macht der guten Wünsche” am 19. August 2018 auf Bayern 2 Radio. Die halbstündige Sendung handelt vom Realitätssinn einer märchenhaften Kraft, nämlich des Wünschens. Über den Zusammenhang von Hoffnung und Schmerz, wie er in der Bibel zu finden sei, heißt es in der Sendung außerdem:Georg Magirius Gute Wünsche aus der Bibel - Das biblische Land bei Tübingen “Niemandem wird Düsternis gewünscht. Aber wer Schatten kennt, wird aus der Hoffnung nicht ausgebürgert. Denn er hat nicht selten eine besonders starke Leidenschaft für das Licht des Morgens.” Die Sendung wird gesprochen von Birgitta Assheuer und vom Autor. Musikalisch begleitet wird sie von der Harfenistin Bettina Linck. Redaktion: Wolfgang Küpper.

Angeregt ist die Sendung vom Buch “Gute Wünsche aus der Bibel”, das unter dem Lektorat von Dr. Dietrich Voorgang im Herder Verlag erschienen ist.

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