Zauberhafte Leseförderung

Biblische Liebesgeschichten mit Harfenklang im Haus am Dom - Foto von Monika ReuscherBüchereien werden immer mehr zu Pastoralen Räumen. Das hat Carola Güth, Leiterin der Fachstelle für Büchereiarbeit im Bistum Limburg, am 5. Mai 2018 im Frankfurter Haus am Dom gesagt. Anlass war die Dankeschönveranstaltung für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu der mehr als 70 Engagierte aus Taunus und Westerwald, vom Rhein, Main und von der Lahn nach Frankfurt gereist waren (Fotos  von Monika Reuscher. Zum Vergrößern Bilder anklicken).

Kapuzenfrei

Gespräch im Haus am Dom - Foto von Monika Reuscher Laut Güth ist eine Bücherei kein Ort, an dem sich Sozialphobiker in Kapuzen mit Medienstoff eindeckten, um dadurch einmal mehr ihren persönlichen Rekord in Sachen Weltabgewandtheit brechen zu wollen. Selbst als Klischee habe die Vorstellung der Bücherei als einem Ort, an dem allenfalls geflüstert werden dürfe, abgedankt. Katholische öffentliche Büchereien böten die Möglichkeit, mit Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Konfessionen und Religionen in Kontakt zu kommen. Dazu seien sie ein Raum für außergewöhnliche Veranstaltungen, nicht selten die einzige Verbindung zur Kirche. Und es gebe eine Vielzahl an Projekten und Seminaren, die die Leselust förderten.

Große und kleine Helden

Letizia D'Amico Haus am Dom Foto von Monika ReuscherSo weckten Engagierte der Büchereiarbeit im Bistum Limburg die Lesefreude etwa innerhalb der Initiative „Wir sind LeseHelden“. Das Projekt ist gedacht für Kinder von vier bis zehn Jahren, die aus bildungsbenachteiligten Familien kommen. Die meist männlichen, mitunter jugendlichen Vorleser (die großen Helden) tauchen mit den Kindern (den kleinen Helden) in eine fantastische Geschichte ein. Nach dem Wiederauftauchen ist der Zauber nicht zu Ende. Die Geschichte wird gespielt, Gehörtes wird gemalt oder Gegenstände, die in der Erzälung vorkommen, werden durch Basteln begreifbar.

Bezaubernd und verzaubernd

Letizia D'Amico Georg Magirius Haus am Dom Foto von Monika ReuscherBei der Dankeschön-Veranstaltung im Haus am Dom wurden 17 Ehrenamtliche für insgesamt 340 Jahre Mitarbeit ausgzeichnet. Bei dem alljährlichen Dank kommt es stets zu einer Autorenlesung. So stellte 2017 Maja Nielson ihr Buch „Glaube versetzt Berge“ über Martin Luther vor. 2018 las Georg Magirius aus seinem Buch “Traumhaft schlägt das Herz der Liebe – ein göttliches Geschenk”. Er wurde, urteilt die Website der Fachstelle für Büchereiarbeit im Bistum Limburg, “auf be- und verzaubernde Art und Weise von Letizia D’Amico an der Harfe begleitet.”

Georg Magirius, Traumhaft schlägt das Herz der Liebe – ein göttliches Geschenk, mit vielen farbigen Abbildungen von Marc Chagall, Lektorat: Heribert Handwerk, Echter Verlag Würzburg, 14,90 Euro. 978-3429035853.

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Der Königsweg zum Genuss

Biblische Weinprobe in Lohr - Foto von Buero MagiriusAls „spirituelle Köstlichkeit“ hat das Main Echo vom 30. April 2018 die Biblische Weinprobe im Lohrer Pfarrheim St. Michael charakterisiert. Etwa 50 Teilnehmer erlebten, wie ungewöhnliche Lagen aufgetischt wurden: „Noahs spritziger Traumwein, Jesu edler Wunderwein, der feurige Pfingstwein und Solomos Weisheitswein“, berichtet Main-Franken-Katholisch vom 19. Mai 2018. Die von Sigrid und Norbert Klüpfel vom Weingut Klüpfel ausgesuchten Weine waren eine Farbe der Weinprobe, schreibt das Main Echo weiter: Denn jeder Wein bildete “mit einer biblischen Erzählung und einem auf Wein und Erzählung abgestimmten Harfenstück einen ‘Dreiklang des Genusses’”.

Genuss ohne Verdruss

Bettina Linck erklärt die Harfe - Foto von Sven Johannsen Die Erzählungen präsentierte der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius laut Main-Franken-Katholisch.de „unterhaltsam und auf lustig-lehrreiche Weise“. Erhellend etwa die Ausführungen über die Bedeutung von König Salomo für die in der Bibel zu entdeckende Anstiftung zur Daseinsfreude, gleichsam der Königsweg zum Genuss: “Solomo, umgeben von 700 Haupt- und 300 Nebenfrauen, war nicht nur ein großer Liebhaber des weiblichen Geschlechtes, sondern auch ein großer Lehrer der Weisheit und Lebensfreude. Im Predigerbuch gibt er aus seiner Weisheit des Feierns heraus Tipps für einen Genuss ohne Verdruss.“ Die dritte Farbe der Biblischen Weinprobe bildete die Musik: „Furios, getragen und virtuos begleitete Bettina Linck auf der Harfe die Geschichten und Erzählungen”, heißt es im Rückblick auf der Homepage der Pfarreiengemeinschaft 12  Apostel am Tor zum Spessart vom 18. Mai 2018. “Im zweiten Teil des Abends stellte sie ihr wunderbares Instrument vor und antwortete auf viele Fragen der Zuhörer.“

Die Biblische Weinprobe in St. Michael in Lohr wurde organisiert von Katja Seith und Daniela Sultan von der Pfarreiengemeinschaft 12 Apostel am Tor zum Spessart und Caroline Huber und Meike Röder von Herder Reisen. Die Leitung hatte Pfarrer Sven Johannsen. Fotos: Büro Magirius und Sven Johannsen.

Als „spirituelle Köstlichkeit“ hat das Main Echo vom 30. April 2018 die Biblische Weinprobe im Lohrer Pfarrheim St. Michael beschrieben. Etwa 50 Teilnehmer erlebten, wie ungewöhnliche Lagen aufgetischt wurden: „Noahs spritziger Traumwein, Jesu edler Wunderwein, der feurige Pfingstwein und Solomos Weisheitswein“, berichtet Main-Franken-Katholisch.de vom 19. Mai 2018. Die von Sigrid und Norbert Klüpfel ausgesuchten Weine selbst aber waren nur eine Farbe der Weinprobe, so das Main Echo weiter: Denn jeder „Wein bildet mit einer biblischen Erzählung und einem auf Wein und Erzählung abgestimmten Harfenstück einen ‚Dreiklang des Genusses‘.

Die Erzählungen präsentierte der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius, so Main-Franken-Katholisch.de,unterhaltsam und auf lustig-lehrreiche Weise“. Erhellend etwa die Bedeutung Salomos: Er, „umgeben von 700 Haupt- und 300 Nebenfrauen, war nicht nur ein großer Liebhaber des weiblichen Geschlechtes, sondern auch ein großer Lehrer der Weisheit und Lebensfreude. Im Predigerbuch gibt er aus seiner Weisheit des Feierns heraus Tipps für einen Genuss ohne Verdruss.“

Die dritte Farbe der Weinprobe bildete die Musik: „Furios, getragen und virtuos begleitete Bettina Linck auf der Harfe die Geschichten und Erzählungen. Im zweiten Teil des Abends stellte sie ihr wunderbares Instrument vor und antwortete auf viele Fragen der Zuhörer.“

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Ja es ist möglich

Heute wäre Gabriele Wohmann 86 Jahre alt geworden. Michael Gratz würdigt in seiner Lyrikzeitung die 2015 verstorbene Autorin mit der Veröffentlichtung ihres Gedichts “Ja es ist möglich”.

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Zwei Wege zum Genuss

Auf dem Weg nach Karlstadt - Foto von Georg MagiriusWie finde ich Genuss? Indem ich mich auf Minimales konzentriere, wodurch ein Gefühl der Weite entsteht. Das ist das Ergebnis der Reise „Spirituell Wandern durch die Genusslandschaft Mainfranken“, die die Reihe GangART mit Herder Reisen im Mai 2018 veranstaltet hat. 20 Pilgerinnen  und Wanderer hatten sich in den Spessarort Lohr aufgemacht. Sie kamen von der Insel Föhr, der Schwäbischen Alb, der Mosel, aus St. Gallen, dem Emsland, Oberbayern, Hannover, Hessen, Baden, der Grafschaft Bentheim und Westfalen. In Lohr gerieten sie weder in urlaubstypischen Aktionismus noch legten sie sich in Liegestühle. Stattdessen brachen sie erneut auf, um sich unter Leitung des Theologen und Schriftstellers Georg Magirius eine Ruhe der besonderen Art zu erwandern.

Stetig und wandelnd

Durch den Buchenbach - Foto von Georg MagiriusSie gingen langsam und mit Pausen. Ihr Ziel? Keine Rekorde, sondern die Erkundung des Einfachen. Da war etwa der Weg zur Quelle, was freilich nicht als topographisches Unternehmen missverstanden werden sollte. Denn die Quelle des sich durchs Buchental schlängelnden Baches selbst erreichten und sahen sie nicht. Dafür spürten sie umso deutlicher, was die Quelle auf die Reise geschickt hatte: Sie gingen durch das Wasser hindurch. Und hörten sein Glitzern und schauten seinen Klang – so widersinng muss man das wohl formulieren, um das extravagante Konzert des Fließens, Plätscherns und Rauschens wenigstens ansatzweise mit Worten nahe zu kommen. Dennoch, es war schlicht Wasser. Ein stetes, sich durchs Gehen aber unaufhörlich wandelndes Klingen, das hellhörig machen kann für jenes Geheimnis, das mitunter als Quelle des Lebens bezeichnet wird.

Glitzernd und kichernd

Buchental bei Lohr - Foto von Georg MagiriusQuelle des Lebens – das ist natürlich auch nur ein Name unter unendlich vielen anderen, mit denen man sich dem Geheimnis nähern will, ohne dass es sich deshalb begreifen ließe. In der Hoffnung, das Geheimnis ergreifen zu können, werden deshalb zuweilen prächtige Kirchen und Paläste gebaut, mit Getöse und Gedröhn wird der Lebensgrund gefeiert, um ihn dann wieder mit einem bis zum Exzess getriebenen Ordnungssinn kanalisieren zu wollen. Doch der Quellgrund selbst lacht all die Kanalisationsarbeiten aus. Denn lässt sich die Kraft des Wasser wirklich fassen? So beunruhigt nicht wenige das Geheimnis des Lebens, das von alters her und für immer unerreichbar nah erscheint und erschütternd frei und fern. In der direkt am Buchenbach gelegenen Klosterkirche Mariabuchen saßen die Quellensucher still, in Ruhe und ohne Gedröhn vor einer geschnitzten, 23 Zentimeter kleinen Figur der Maria, auf deren Schoß ihr Sohn liegt, tot. Und der Buchenbach hört nicht auf glitzern und zu fließen und zu kühlen und zu kichern und zu trösten.

Der zweite Weg zum Genuss

Der Geschmack des Lebens Stilleweg bei Retzbach Foto von Georg Magiriuswird umso intensiver, je weniger man erreichen will. Und in Franken? Da erreicht man nichts. Das ist die Erkenntnis der zweiten Genusswanderung, die durch die Weinberglandschaft zwischen Retzbach und Karlstadt führte. Der fränkische Wellengang hat die Gnade, zu keinen Höchstleistungen anzustacheln. Die Landschaft kann ohnehin nicht besiegt, bestiegen und erobert werden. Sanft ist sie, niemals dramatisch und wirkt womöglich deshalb unbezwingbar. Man geht durch sie hindurch, ohne auf den Gedanken zu kommen, über sie hinwegtrampeln zu wollen.

Es gibt ein Leben ohne Audioguide

Rast an der Steinweinhütte bei Stetten - Foto von Georg MagiriusDie Gegend verführt dazu, sich im Weglassen zu üben. So ließen die Pilger immer wieder das Reden, gingen eine Stunde still, hörten das hochfliegende Lied der Lerche. Und auf dem Wiesenpfad grüßte das vom Regen der Nacht noch feuchte Gras, sodass sich seine Berührung noch viele Schritte später spüren und an den Schuhen sehen ließ. In der Steinweinhütte bei Stetten war Rast. Es war bei Kilometer sieben, als der Luxus ein Zuhause fand – und das mitten auf dem Weg. Brot wurde mit Blick in eine ungeheuer schöne Weite gegessen. Wieder war es still, keine Erklärung war nötig. Und klar schmeckte die Erkenntnis: Es gibt ein Leben ohne Audioguide. Denn die Landschaft sprach für sich.

Exzentrisch einfach

Und am Ende? Keiner der Gehenden saß allein. Und die Teller vor ihnen waren nicht leer, quollen aber auch nicht über. Denn im Café Schrödl in Karlstadt lag vor jedem der Weinbergspilger ein überschaubar flaches Gebäck, das sogenannte Schrödlhörnchen, immer eins auf einem Teller. Dennoch handelte es sich dabei um das Gegenteil von Uniformität. Sich auf dieses eine Gebäck zu beschränken, war ein der Exzentrik gewidmetes Mahl. Denn es war ein aus der Lust an der Gang durch die Reben bei Karlstadt - Foto von Georg MagiriusOriginalität geborener Verstoß gegen die verbreitete Sitte, im Café und auch sonst im Leben möglichst niemals etwas auszulassen.

Feierlich und langsam

Am Ende war nur noch dieses Hörnchen wichtig. Nach 13 Kilometern ruhigen Gehens wurde es gegessen – in feierlicher Langsamkeit. Rasant allerdings reagierten die Geschmacksnerven. Sie verkündeten es Gehirn, Körper, Seele, Geist und – wer weiß? – in diesem Augenblick der ganzen Welt: Du bist um dieses Hörnchens Willen heil.

Zugabe: Der Königsweg des Genusses

Die Reise „Spirituell Wandern durch die Genusslandschaft Mainfranken“ wurde einschließlich des Königsweges zum Genuss, der Biblischen Weinprobe, organisiert von Caroline Huber und Meike Röder von Herder Reisen und Georg Magirius von GangART. Die Reiseleitung hatte Meike Röder.- Die nächsten Tagestouren innerhalb der Reihe GangART: Am 18. August 2018 zum Tretstein-Wasserfall in der südlichen Rhön und am 8. September 2018 von Miltenberg nach Amorbach im Odenwald. Informationen dazu >> hier.

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Drei Tipps für eine bessere Kommunikation

Die Fähigkeit, manchmal überhaupt gar nichts zu sagen, kann zu einer besseren Kommunikation führen. Das behauptet der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius im Logo Deutschlandfunk Deutschlandfunk in der Sendung “Am Sonntagmorgen” am 8. Juli 2018, 8.35-8.50 Uhr. Damit stellt er die oft als Allheilmittel gehandelte Empfehlung für eine bessere Verständigung in Frage, die lautet: “Reden, reden, reden. Wir müssen endlich reden!”

Kommunikationsmuster aufbrechen

In seinem Radioessay “Hemmungslos still” argumentiert Magirius stattdessen mit einer Geschichte, in der die Lautlosigkeit zu einer tiefen Verständigung führt. Erzählt wird von einer Frau, die als schweigsam gilt. Als maßvoll oder zurückhaltend lässt sie sich jedoch nicht gerade charakterisieren. Denn im Kino schaut sie oft gleich mehrere Filme hintereinander.Bettina Linck Deutsche Philharmonie Merck Konzertharfe Foto von Rüdiger Döls Bei einem Sommer-Open-Air-Festival begegnet sie nun einem Mann, der viele Worte von sich gibt, mit dem sie aber nicht ein einziges Wort tauscht. Laut Magirius kann gerade solch eine vermeintliche Einbahnstraßen-Kommunikation festgefahrene Verständigungsmuster aufbrechen.

Bis zu 40 Tage Schweigen

Bei dem Festival bieten Bands und Künstler eine effektgeladene Show, dieser Mann aber tritt auf die Bühne, setzt sich, erzählt nur, sonst nichts. Mehreren Berichten zufolge begrenzt sich dieser Mann zwischen seinen Auftritten enorm, legt Schweigephasen von bis zu 40 Tagen ein. Womöglich deshalb trifft sein Erzählen die Kinoliebhaberin tief. Kurz darauf kommt es nämlich zu einer fantastischen Entgrenzung: Zwischen den beiden entsteht ein von ihr ausgehender Kommunikationsfluss, der sich fast schon als Verständigungsekstase bezeichnen lässt. Die Stille und ein über alle Maßen teures Parfüm spielen dabei eine wichtige Rolle.

Die drei Tipps auf einen Blick

Grenzenloses Erzählen, Stille und ein von einem kostbaren Geruch erfüllter Kommunikationsraum – das sind die drei Tipps für eine bessere Verständigung aus Magirius’ Radioessay. Seine Sendung ist angeregt von dem Buch “Traumhaft schlägt das Herz der Liebe – ein göttliches Geschenk.” Musikalisch interpretiert werden die Reflexionen zum Thema Kommunikation von der Harfenistin Bettina Liebesgeschichten der BibelLinck, Soloharfenistin der Deutschen Philharmonie Merck in Darmstadt (Foto: Rüdiger Döls). Sie kommentiert die Argumentation insbesondere mit dem Impromptu Nr. 86 von Gabriele Fauré. Die Redaktion der Sendung hat Frank-Michael Theuer.

Georg Magirius, Traumhaft schlägt das Herz der Liebe – ein göttliches Geschenk, mit vielen farbigen Abbildungen von Marc Chagall, Lektorat: Heribert Handwerk, Echter Verlag Würzburg, 14,90 Euro. 978-3429035853.

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Wie gelingt es Engeln, Menschen auf Händen zu tragen?

Clara Simarro Röll HarfenistinKann ein frisches Hemd neue Hoffnung bringen? Wie gelingt es Engeln, Menschen auf Händen zu tragen? Und kann ein Apfelkuchen ein Leben voller Glück und Luxus bescheren? Um die Erfüllung märchenhafter Wünsche geht es am 30. Juli 2018 in der Rutkirche in Dietzenbach um 19 Uhr. Dann entführen die Harfenistin Clara Simarro Röll und der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius ins Land der Märchen und der orientalischen Weisheit. “Musikalisch furios und anrührend komisch”, urteilt die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Traumartig elegant

Pfarrer Manfred SenftAuf verzaubernde Weise zeigen sie: Die Kraft des Wünschens hilft auch heute noch. Georg Magirius liest aus seinem Buch „Gute Wünsche aus der Bibel“. Clara Simarro Röll spielt mit traumartiger Eleganz und mitreißender Rhythmik märchenhafte Lieder und Tänze aus Europa und Lateinamerika. Die junge Konzertharfenistin, geboren 1995, studiert in der renommierten Klasse von Prof. Françoise Friedrich in Frankfurt. Konzerte führen sie unter anderem in den Pfarrerin Andrea SchwarzeHerkulessaal München, die Alte Oper Frankfurt, den die Hamburger Laeiszhalle, das Berliner Konzerthaus und die Staatsphilharmonie von Baku. Sie spielt in Orchestern wie etwa der Neuen Philharmonie München, der Jungen Deutschen Philharmonie und dem Orchester des Staatstheater Gießen. Für ihr Solospiel wurde sie mehrfach mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Die Leitung des märchenhaften Sommerabends in Dietzenbach haben Pfarrerin Andrea Schwarze und Pfarrer Manfred Senft.

Georg Magirius, Gute Wünsche aus der Bibel, Herder Verlag, mit zahlreichen Fotos, Lektorat: Dr. Dietrich Voorgang, ISBN 978-3-445132-871-8, 10.00 Euro.

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Das Doppelleben der Diakonin

Manuele FuelleFast einzigartig dürfte das Doppelleben von Manuela Fuelle sein. Sie ist anerkannte Schriftstellerin, erhielt vor wenigen Monaten den mit 10.000 Euro dotierten Thaddäus-Troll-Preis. Gleichzeitig arbeitet sie in einer Freiburger Gemeinde als Diakonin. Sie organisiert Kinderbibel­tage, macht Besuche in Altenheimen oder unterrichtet Kinder in der Grundschule in Religion. „Ich frage: Ist euch schon mal Gott begegnet? Die geben wirklich Antwort, erzählen Geschichten.“ Georg Magirius hat die Autorin in “Die Kirche” vom 30. April 2018 porträtiert, der evangelischen Wochenzeitung für Berlin und Brandenburg. Den Beitrag > lesen. Redaktion: Friederike Höhn.

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14 Orte mit unvergänglichen Kräften

Die Schilderungen des reich bebilderten Bandes “Mystische Orte” von Regina Westphal und Georg Mgirius Schilderungen laden ein, sich auf den Weg zu machen an Orte abseits von Lärm und heftigen Treiben der Städte. So urteilt die Beuroner Forum Edition 2016 / 17 über die Beschreibungen zu Plätzen, wo Kräfte spürbar würden, die die Autoren deshalb mystisch nennen würden, weil dort eine Kraft spürbar sei, die sich als “unvergänglich und unendlich” bezeichnen ließen und “die Mystische Orte in Frankenhinter das Offensichtliche schaut”. Hilfreich für die praktische Umsetzung seien die Angaben zu Beginn jedes Kapitels: Route – Länge in km – Gehdauer – Ausgangspunkt – Anreise – Einkehrmöglichkeiten.

Georg Magirius / Regina Westphal, Mystische Orte. Wanderungen durch Unterfranken, 128 Seiten, Echter Verlag Würzburg, Lektorat: Thomas Häußner, ISBN 978-3429034658, EUR 12.00.

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Geborgenheit im Hochspessart

Mariengrotte Heigenbrücken - Foto von Georg MagiriusKann man Geborgenheit nur in festen Häusern finden? Eine Spirituelle Wanderung am Sonntag, 6. Mai 2018 spürt einer Sicherheit nach, die unter freiem Himmel zu finden ist. Die Tour führt von Wiesthal nach Heigenbrücken im Hochspessart und verläuft zu einem großen Teil auf dem Sieben-Grottenweg. Pfarrerin Regina Westphal leitet die Wanderung der Reihe GangART in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde Frankfurt-Unterliederbach. Westphal hat mehrere Bücher zum Thema Pilgern geschrieben. 9 Kilometer ist die Tour lang und führt großteils über den Sieben-Grottenweg. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr am Bahnhof in Wiesthal. Eine gemeinsame Anreise per Zug ist möglich Buchcover Mystische Orteab Dettingen (Treffpunkt 9.50 Uhr), Frankfurt Hauptbahnhof (Treffpunkt 9.20 Uhr), (Frankfurt-Höchst Bahnhof 8.45 Uhr). Ein Teilnahmebeitrag wird nicht erhoben, Fahrtkosten und die Kosten für eine eventuelle Einkehr trägt jeder selbst. Informationen direkt bei Regina Westphal 069/302973, Email: Regina.Westphal.kgm.ffm-unterliederbach@ekhn-net.de. Inspiriert ist die Tour vom Buch “Mystische Orte”, das Westphal mit Georg Magirius unter dem Lektorat von Thomas Häußner im Echter Verlag veröffentlicht hat.

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Auferstanden in Ruinen

Ruine Collenburg im Spessart - Foto von Georg MagiriusDie Pilgertour endete ruinös – und das ausgerechnet an einem herrlichen Frühlingstag. 16 Wanderer und Pilgerinnen aus Butzbach, Frankfurt, Mainhausen, Dietzenbach, Seligenstadt, Niddatal, Großostheim und Hainburg hatten sich auf den Weg gemacht, um dem wahrhaft Stimmigen im Leben nachzuspüren. Die Tour der Reihe GangART unter Leitung des Theologen und Schriftstellers Georg Magirius war aber bewusst nicht dem Geraden, Ganzen, Glatten und Glänzenden gewidmet. Stattdessen führte die Tour in die große Freiheit, unfertig sein zu dürfen.

Lückenhafte Eleganz

Auf dem Bichelberg - Foto von Georg MagiriusZiel der Spirituellen Wanderung war im Südspessart die Ruine Collenburg unweit von Miltenberg, eine einstmals wehrhafte Burg oberhalb des Mains, die dem Landesherrn als Statussymbol galt. Jetzt finden sich von ihr nur noch Reste, verwundet ist der vormalige Dickhäuter und beeindruckt mit einer lückenhaften Eleganz. Dazu bietet die Ruine eine so rauschhafte Offenheit zum Himmel, mit der selbst teurste Cabriots und luxuriöse Lofts kaum konkurrieren können.

Abseits des Kleinkarierten

Rast im Turm - Foto von Georg MagiriusUnd auch das Grün des Spessarts kommt an diesem Ruheort auf so erhebende Weise nahe, wie es selbst die Terrasse eines an den Berg gebauten Superkomforthotels nicht ermöglichen könnte. Denn in der Ruine, die nun nicht gerade mit Sportsgeist und bester Gesundheit prahlt, kann sich eine Durchschnittkreatur aufgehoben fühlen. Anders als an jenen Stätten, wo man in kampfartigem Krampf immer neu das erschütternd kleinkarierte Stück von der angeblichen Unverwundbarkeit des Lebens aufführt.

Die Liebe zum Stückwerk

Rastplatz Ruine Collenburg - Foto von Georg MagiriusAuch Paulus hätte sich in der Ruine Collenberg am rechten Fleck gefühlt, behauptete Magirius. Denn der Apostel, der vielen als Alphatier und Wortgigant gilt, hielt die Risse für das mit Abstand Stärkste im Leben: Im Schwachen könne Gottes Kraft mächtig werden. Das Große, Gewaltige und umwerfend Heldenhafte vergehe, Gottes Liebe zum Stückwerk aber bleibe.

Die Reihe GangART

Gruppenbild mit Gottesmutter - Foto von Gabriele HoffmannDie Reihe GangART hat Georg Magirius mit Regina Westphal 2009 gegründet. Es handelt sich dabei um eine fortlaufende Reihe von Spirituellen Tagenswanderungen durch Spessart, Odenwald, Schwarzwald, Taunus, Rhön, Steigerwald und Haßberge. Bei 37 Touren nahmen bislang 850 Wanderer teil. Die Tour von Stadtprozelten zur Collenburg ist inspiriert von Gedanken und Texten aus Magirius’ Buch “Schritt für Schritt zum Horizont”, das eine Fülle von Anregungen für Einzelwanderer und Pilgergruppen bietet. Es ist unter dem Lektorat von Dr. Esther Schulz im Herder Verlag erschienen.

Die nächsten Touren:

Buchcover: Pilgerbuch von Georg MagiriusDie nächste Tour der Reihe GangART verläuft am Sonntag, 6. Mai 2018 unter Leitung von Pfarrerin Regina Westphal auf dem Grottenweg von Wiesthal nach Heigenbrücken im Hochspessart, Informationen dazu >> hier. Mitte Mai 2018 bietet Georg Magirius unter dem Motto “Spirituell Wandern in der Genusslandschaft Mainfranken” zusammen mit Herder Reisen mehrere Touren hineinander an. Es geht zum Kloster Mariabuchen in Buchental im Mainspessart, ins Fränkische Weinland auf dem Mainweg von Retzbach nach Karlstadt und zur Biblischen Weinprobe nach St. Michael in Lohr, bei der weinglasklar bewiesen wird: Jesus trank Frankenwein. – Fotos: Gabriele Hoffmann, Seligenstadt, und Georg Magirius.

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