Die Attraktivität des Alten

Hat ausgerechnet Altes im sich rasant ändernden Internet eine lange Haltbarkeit? Das legt das Interesse der Besucher an klassischen Themen der Internetpräsenz des Theologen und Schriftstellers Georg Magirius nahe. Im dritten Quartal des Jahres 2019 besuchten Blog und Website insgesamt mehr als 59.000 Besucher, die mehr als 205.000 Seiten anklickten. Zu den Favoriten der täglich 655 Besucher zählte Magirius’ vor 18 Jahre erstelltes Erklärstück, das im unterdessen abgewickelten Kinderfunk des Hessischen Rundfunks unter der Redaktion von Nora Enns gesendet wurde: “Sonne, Mond und nicht nur ein Kalender. Wie der Kalender entstand“.

Gefragte Klassiker

Unter den beliebtesten Beiträgen befindet sich auch eine von Dr. Claudia Christophersen redaktionell betreute, im BR gesendete Reportage über das Erlernen der weit mehr als 3000 Jahre alten hebräischen Sprache. Die Sendung stellt etwa den Hebräischunterricht des Pfarrers Dr. Achim Müller in Worms vor. Außerdem gefragt war der Beitrag “Die Blüte des Einfachen” über das Pilgern auf dem Pfad, der der einige hundert Jahre alten Elisabeth von Thüringen gewidmet ist. Unter den fünf meist aufgerufenen Dokumenten befindet sich allerdings schon auch Neues: “Die Musikalität des Glaubens”, eine unter der Redaktion von Dr. Lothar Bauerochse entstandene Sendung über das sogenannte Neue Geistliche Lied und den Poeten und Pfarrer Friedrich Karl Barth. Er freilich gilt schon wieder als ein Klassiker dieses Neuen. Auch das beliebteste Dokument vereint Alt und Neu. Es ist dem Werk der 2015 verstorbenen Gabriele Wohmann gewidmet. Es handelt sich um das Verzeichnis sämtlicher Erzählungen von Wohmann, die als Meisterin der Kurzgeschichte gilt. 1932 geboren ist Gabriele Wohmann allerdings eine vergleichsweise junge Hüpferin der Zeitgeschichte.

Hund von Pilgern entführt

Wer der Erneuerung nachgeht, hat eine über menschliche Grenzen hinausreichende Anziehungskraft. Das erleben im Oktober 2019 die Pilgerinnen und Wanderer der spirituellen Tagestour „Der Weg der Veränderung“ im Fränkischen Odenwald. Die Tour der Reihe GangART leitet der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius zusammen mit Dr. Kilian Distler von der Pfarreiengemeinschaft Würzburg Ost. Der Weg führt von Miltenberg nach Amorbach durch Reuenthal, wo ein Hund die Heimat verlässt. Er schließt sich den Pilgern an. Offenbar strahlt die Gruppe eine attraktive Frische aus, die sie sich im Laufe des Wegs erwandert hat.

In die Ruhe geschlüpft

Idyllisch, eben und belebt zeigt sich der Weg durch die Fachwerkgassen Miltenbergs. Augenblicklich wechselt die Stimmung, als es durchs Schnatterloch geht. In tiefe Ruhe ist man hineingeschlüpft, befindet sich in kühlem, feuchtem Wald. Eine Stunde steigt der Waldweg an, steigert sich dann ins Steile. Kaum mehr erkennbar schlängelt sich der Pfad durch uriges Felsgestein. Kann bei so viel Hindernissen überhaupt noch Neues kommen?

Charakterwechsel

Wie durch ein Tor geht es ins Helle, hinaus auf die himmelweite Ebene von Monbrunn. Blumen wachsen auf einer Bank vor dem Gasthaus Jägerruh.  Auf einer Bank im Gasthaus wachsen Zuversicht und Gelassenheit, indem die von Anneliese Sieg komponierten Zuwendungen schrumpfen: Kürbiscremsuppe, Rührei, Rotweinkuchen und Apfelstreuselkuchen.

Frisch wie Seppl

Und wieder wandelt sich der Weg. An einem konzertierenden Bach entlang geht es durch Reuenthal. Und genau da gesellt sich der Hund zur Pilgergruppe. „Das hat er noch nie gemacht“, staunt sein Frauchen, nachdem sie ihn mit Rufen und Pfeifen mehrere Minuten lang zur Rückkehr bewegen wollte. Doch Seppl, der ganz alt sei, strebt noch immer in junger Neugier mit den Pilgern talaufwärts. Erst auf dem Arm von Frauchen lässt er die Gruppe weiterziehen. Wohin? Dorthin, wo noch etwas wartet: das Gute, das sich nicht zu schade ist, sich schon auf dem Weg immer wieder einmal mitzuteilen.

Die Reihe GangART

Bei GangART handelt es sich um eine von Georg Magirius begründete fortlaufende Reihe Spiritueller Tagestouren durch Spessart, Odenwald, Rhön, Haßberge, Steigerwald, Fränkisches Weinland, Taunus und Schwarzwald. Bei bislang 45 Touren nahmen knapp 1000 Wanderer teil. Resonanz erfährt die Reihe in der FAZ, in Publik-Forum-Extra, Ev. Sonntags-Zeitung, BR, dem Genussmagazin Tiepolo und im Würzburger Sonntagsblatt. Zusammenarbeit u.a. mit Herder Reisen, Ev. Propstei Rhein-Main (Pröpstin Gabriele Scherle),  Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck (Dr. Jochen Gerlach), Goethe-Universität Frankfurt, Christen in der Wirtschaft, Erwachsenenbildung in Stadt Offenbach, Verein Andere Zeiten Hamburg. Die nächsten Touren: 25. April 2020: Die Feier der Gemächlichkeit. Und am 09. Mai 2020: “Das Geheimnis des Hexenbaums”. Angeregt sind die Touren von Georg Magirius’ Buch “Frankenliebe”, das im Frühjahr 2020 unter dem Lektorat von Thomas Häußner im Würzburger Echter Verlag erscheint.

Die Feier der Gemächlichkeit

Das ideale Lebenstempo zum Ziel hat die Spirituelle Tageswanderung der Reihe GangART am 25. April 2020 im Spessart. Der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius leitet die Tour, die von Lohr zum Kloster Neustadt am Main führt. Die Gruppe bildet sich für die Wanderung neu, die sich einer aktuell bewegenden gesellschaftlichen Frage widmet.

Eine neue Kostbarkeit

Gegenwärtig herrscht der Drang zu immer neuen Spitzengeschwindigkeiten und Rekorden. Anderen jedoch erscheint der Wettbewerb ums Maximale zweifelhaft, sie stellen dessen angeblich beglückenden Charakter in Zweifel. Die meditative Wanderung im Spessart geht einer wieder zu entdeckenden Kostbarkeit nach: der Gemächlichkeit. Sie gibt Raum, das richtige Lebenstempo für sich zu finden: das eigene.

Witzige Wendungen

Der Start in Lohr mit seiner Altstadt ist attraktiv, genauso das eindrucksvolle Kloster in Neustadt. Doch auf dem Weg erlebt man über mehrere Kilometer kaum etwas, was als Nachricht taugt. Gerade das ist es aber, was ermuntern kann: Es macht aufmerksam für die vom Frühjahr erwachten Bäume, die von Vögeln kommentierte Stille. Außerdem sind da Waldpfade, deren Windungen beleben und das Ideal des linientreuen Vorwärtsschnellens verlachen.

Länge der Tour und Anmeldung

Die Tour ist 10 km lang, die reine Gehzeit 3,5 Stunden. Start: Bahnhof Lohr, Haltestelle der RE-Strecke Frankfurt- Würzburg. Nach Absprache ist eine gemeinsame Anreise möglich z.B. von Frankfurt Hbf, Hanau, Dettingen, Aschaffenburg, Würzburg. Es wird bei Sonne gegangen, es wird bei Regen gegangen, ein längerer Abschnitt wird schweigend zurückgelegt. Anmeldung oder Informationen direkt bei Georg Magirius 0176-29402322 bzw. mail@georgmagirius.de Anmeldung erfolgt durch Überweisung der Teilnahmegebühr von 10 Euro, Teilnehmerzahl ist begrenzt. Bankverbindung und genaue Startzeit werden bei Anmeldung mitgeteilt. Am Ende der Wanderung besteht die Möglichkeit zur Einkehr. Rückreise zum Ausgangspunkt Lohr erfolgt mit dem Bus.

Die Reihe GangART

Die Tour ist inspiriert von Georg Magirius‘ Buch „Frankenliebe. 33 Orte zum Staunen und Verweilen“, das am 1. März 2020 unter dem Lektorat von Thomas Häußner im Echter Verlag erscheint. Am 9. Mai 2020 gibt es eine weitere Wanderung der Reihe GangART: “Das Geheimnis des Hexenbaums” – Informationen dazu > hier <.

Exotische Stille

Es ist ein Experiment von exotischer Eigenheit. Denn am 15. Dezember 2019 nähert sich der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius im Bayerischen Rundfunk der Stille an, ohne auch nur ein einziges Mal das Wort Yoga zu verwenden. Ausgangspunkt der Sendung “Aufgehoben in der Stille” ist die Erfahrung der Reizüberflutung, von Schnelllebigkeit, Tempozwang und dem damit verbundenen Wunsch nach Ruhe. (Manuskript > lesen. Sendung jetzt > hören.) Die naheliegendste Lösung jedoch hilft laut Magirius oft nicht weiter: Denn mit der abrupten Verringerung der Dezibelzahl spüren viele, wie die innere Unruhe zu rumoren beginnt. “Auch Wellnesswochenenden, Achtsamkeitstrainings und diverse Techniken aus dem Meditiationsbusiness-Segment scheinen keine tiefergehende Ruhe zu vermitteln, sonst würde es nicht zu immer neuen Angeboten kommen.”

Stille Anrede
Das Essay, gesprochen von Birgitta Assheuer und Moritz Stoepel, erkundet die Stille, ohne ihr das Geheimnisvolle rauben zu wollen. Zu hören ist Música Callada von Federico Mompou, interpretiert vom Pianisten Emili Brugalla. Davon angeregt und in Auseinandersetzung mit namhaften Schriftstellerinnen und Dichtern wie Arnold Stadler, Manuela Fuelle und Uwe Kolbe werden spirituelle Ruheräume vorgestellt, in denen man sich aufgehoben fühlen kann: im Wald, bei Schneefall, beim Schwimmen im See, im Nachhall der Musik. Es sind Möglichkeiten, um – wie es Bernardin Schellenberger sagt – „die Anrede an mich zu hören“.

Aufgehoben in der Stille, Von der Suche nach spirituellen Ruheräumen, Sonntag 15. Dezember 2019, Bayern2Kultur, Katholische Welt, 8.05-8.30, Wdh. BR-Heimat 9.05-9.30, Manuskript > lesen, Sendung jetzt kostenfrei > hören. Ton: Erik Buhne, Regie: Georg Magirius, Redaktion: Wolfgang Küpper. Die Sendereihe Katholische Welt, erstmals 1952 im Programm, thematisiert grundsätzliche Fragen in Kirche und Christentum, Religion und Gesellschaft. Ganz wichtig: Der Dialog in der katholischen Kirche, zwischen den Kirchen und mit den anderen Weltreligionen. Fotos: Veronika Sergl-Vahlenkamp, Thilo Körkel, Georg Magirius.

Das Geheimnis des Hexenbaums

Eine große Erfrischung zum Ziel hat die Spirituelle Wanderung im Hochspessart am Samstag, 9. Mai 2020. Sie führt von Heigenbrücken zum Hexenbaum, einer uralten Buche. Die Wanderung ist für Erwachsene geeignet und auch für Kinder. Geleitet wird die Tour von Pfarrerin Regina Westphal und dem Schriftsteller Georg Magirius. Sie haben mehrere Spirituelle Wanderbücher veröffentlicht. Die Gruppe bildet sich für die Tour neu.

Gefährliche Nase

Der Hexenbaum sorgt mit seiner weithin sichtbaren Nase für gefährliche Trockenheiten. So sind die Fässer im örtlichen Gasthaus immer dann leer, wenn es gerade fröhlich wird. Wir folgen den Spuren von Heigi. Das Mädchen macht sich mit ihrem Raben Rücki auf, um den Zauber zu bannen. Mit ihr gehen wir der Sehnsucht nach Erfrischung im Leben nach.

Länge der Tour und Anmeldung

Die Wanderung mündet im Gasthaus zur Frischen Quelle in Heigenbrücken. Die Wanderung ist 7 Kilometer lang, die Gehzeit beträgt inklusive Pausen 3,5 Stunden. Es wird bei Sonne gegangen, es wird bei Regen gegangen. Die Tour startet am Bahnhof in Heigenbrücken, Station der Regionalexpresstrecke Würzburg-Frankfurt Nach Absprache ist eine gemeinsame Anreise möglich u.a. von Frankfurt-Höchst, Frankfurt Hbf, Hanau, Dettingen, Aschaffenburg, Würzburg. Es wird bei Sonne gegangen, es wird bei Regen gegangen. Anmeldung erfolgt durch Überweisung einer Teilnahmegebühr von 10 Euro, Teilnehmerzahl ist begrenzt. Kinder zahlen nichts. Informationen und Anmeldung direkt bei Georg Magirius 0176-29402322 bzw. mail@georgmagirius.de

Die Reihe GangART

Die spirituelle Spessart-Wanderung ist inspiriert von Georg Magirius‘ Buch „Frankenliebe. 33 Orte zum Staunen und Verweilen“, das im Frühjahr 2020 unter dem Lektorat von Thomas Häußner im Echter Verlag erscheint. Eine weitere Wanderung im Frühjahr 2020 gibt es am 25. April: “Die Feier der Gemächlichkeit.” Informationen dazu > hier <.

Lärmkollaps bei Stilletour

Wer jetzt nicht laut ist, wird den Anschluss an die Mitte der Gesellschaft auf lange Zeit verlieren. Das scheint das Motto an diesem sonnenüberfluteten Spätsommer-Samstag des Jahres 2019 zu sein. Eine Welle Menschen schwappt aus der Saaletalbahn auf den Bahnsteig in Hammelburg. Sofort wird Musik aufgedreht. Männer mit Landbierflaschen in der Hand dirigieren Kinder zum Fluss. Sie haben dasselbe Ziel wie der Apfelweinkanister, der unter Jugendlichen von Hand zu Hand wandert und bald ins Kanu, das die Fränkische Saale flussabwärts schwanken wird.

Die Samstags-Philharmonie

Auf dem Marktplatz rollt bei der 17. Hammelburger Bocksbeutel-Rallye Oldtimer um Oldtimer vor die Augen des Publikums. Ein alles andere als altersmüdes Feuerlöschauto überprüft gleich mehrfach, ob sein Horn noch heute in Alarmstimmung versetzen kann. Es fällt kaum ins Gewicht, ist es doch nur eine weitere Stimme der weit über Hammelburg aktiven Samstags-Philharmonie. Ihre Instrumentengruppen Kreissäge, Kärcher und Rasenmäher kennen kein Piano. Inmitten des Geräuschgewühls geht der Protest los, ein Aufstand! Besser gesagt handelt es sich um einen Aufgang, den Ausstieg aus dem Druck, den Sonnentag am Ende als effektvoll und doch auch effektiv genutzten Freizeittag verbuchen zu können.

Provozierend leise

Der Aufgang ist so unmerklich leise, dass gerade das das erregend Provozierende ist: 20 Wanderer und Tagespilgerinnen aus Bad Kissingen, Aschaffenburg, Arnstein, Frankfurt, Hainburg, Hammelburg, Karlsruhe, Fuchsstadt, Burdkardsroth und Seligenstadt haben sich für die Spirituelle Wanderung „Ruhe in der Weinstadt“ angemeldet, eine Tour der Reihe GangART unter Leitung des Theologen und Schriftstellers Georg Magirius. Schweigend spazieren die Stillegänger durch die Weinberge und Kiefernwälder oberhalb von Hammelburg, begleitet von prägnanten Worten aus Magirius‘ gerade herausgegebenem Buch „Stille erfahren“.

Nach dem Verklingen

Herstellen oder erzwingen lasse sich die Stille nicht, findet Uwe Kolbe. „Stille ist die Überraschung.“ Sie finde sich im Wald, wo Geräusche nichts von einem wollen und einen zu nichts auffordern, meint Bernardin Schellenberger. Und für Arnold Stadler gibt es keine hörbarere Stille als die, die dem Verklingen einer Stimme folgt oder einer Bach-Orgel an einem Sommerabend. Sie finde sich auch beim Lesen, dieser ungreifbar großen Abkehr und Einkehr, die einsam und beziehungsstark in einem sei. Von der man nichts habe, und doch sei sie so viel: „Es ist wie bei der Liebe. Ein Buch und zwei Augen. Mehr nicht.“

Stille Sicherheit

Wer liest, kann aufrecht und sicher stehen. Und weit reicht der Blick. Das würde Amalberga vielleicht sagen, jene Skulptur, die mit aufgeschlagenem Buch auf einer Klippe des Ofentaler Berges steht. Aber sie schweigt. Mit ihrem Schweigen spricht sie die Stillegänger natürlich an. So rasten sie bei ihr und schauen in die Ferne. Und nach dem Kosten weit gereifter Weintrauben wartet schon wieder der Abstieg ins Tal. Verbunden mit der Anregung, dass man das Forte an Geräuschen vielleicht gar nicht immer bekämpfen muss. Es lässt sich auch übergehen.

Liebenswerter Lärm

Und manchmal kann man sich den Lärm sogar vertraut machen. Das legt jedenfalls die von Amet Bick erzählte Geschichte nahe, in der Mönche in ihrem Waldkloster wegen eines vom Wind herbeigewehten Dauerlärms nicht mehr zum Meditieren kommen. Schließlich suchen sie die Quelle der Unruhe und finden im Tal ein Fest mit Menschen, die sich alles in allem als liebenswert entpuppen. Und die Absteiger der Stille feiern mit, durchstreifen Gassen, Cafés, Wehrgänge, Kirchen und Parks. Und als es Abend geworden ist, fließt das Wasser der Saale noch immer gemächlich still das Tal hinab.

GangART ist eine von Georg Magirius begründete Reihe spiritueller Tagestouren durch Rhön, Odenwald, Steigerwald, Spessart, Haßberge, Taunus, Schwarzwald und das Fränkische Weinland. Bei 45 Touren nahmen fast 1.000 Wanderer und Pilgerinnen teil. Resonanz erfährt GangART z.B. in Publik-Forum, im Reiseblatt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, im Rucksackradio des BR, im Deutschlandfunk, im Mainfrankenmagazin Tiepolo und im HR, Die nächsten Touren: Am 25. April 2020 geht es unter dem Motto “Die Feier der Gemächlichkeit” zum Kloster Neustadt am Main, am 9. Mai 2020 unter dem Motto “Das Geheimnis des Hexenbaums” in den Hochspessart.

Stille erfahren

Das von Georg Magirius herausgegebene Buch “Stille erfahren” ist unter dem Lektorat von Dr. Esther Schulz und Jochen Fähndrich bei Herder erschienen – mit Beiträgen von Amet Bick, Manuela Fuelle, Uwe Kolbe, Georg Magirius, Ann-Kristin Rink, Bernardin Schellenberger, Arnold Stadler. Fotos: Petra Mathein und Georg Magirius. 

Den Weg der Veränderung gehen

Was bleibt, wenn Ge­wohntes geht? Gilt das Alte dann überhaupt noch etwas? Und wie finden sich neue Wege? Diesen Fragen geht die Spiritu­elle Wan­derung der Reihe GangART im Fränki­schen Oden­wald am 12. Oktober 2019 nach. Leiten wird die Tour von Miltenberg nach Amor­bach der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius. Von ihm sind mehrere Pilgerbücher erschienen, außerdem einige Wanderbücher über Franken.

Die Weisheit der Hühner

Durchs Schnatterloch geht es hinauf nach Monbrunn. Dort gibt es Apfelbäume, Hühner, das Gasthaus Jägerruh und sonst nicht viel – will man die Ereignislosigkeit des Ortes nicht rühmen. Die Einkehr in die Stille ermutigt, nicht ängstlich zu verharren, son­dern sich innerlich und äußerlich weiterzubewegen. Der Weg der Erneuerung ist 13 Kilometer lang, die reine Gehzeit beträgt knapp 4 Stunden. Er wird nicht ganz ohne Mühen sein, doch schenkt er überraschende Per­­spe­k­tiven.

Anreise und Möglichkeit zur Anmeldung

Für die 45. Tour der Reihe kooperiert GangART mit der Pfarreingemeinschaft Würzburg-Ost. Die Gruppe bildet sich neu, geht zum ersten Mal. Gemeinsame Anreise nach Absprache mit Fahrgemeinschaften von Würzburg bzw. mit dem Zug u.a. von Frankfurt, Offenbach, Hanau, Dettingen, Aschaffenburg. Informationen bzw. Anmeldung bei Georg Magirius mail@georgmagirius.de / 0176-29402322 oder bei Dr. Kilian Distler von der Pfarrgemeinschaft Würzburg-Ost: kilian.distler@gmx.de Teilnahmegebühr: 10 Euro. Die Teilnehmerzahl ist aufgrund des spirituellen Charakters der Tour begrenzt.

Die Reihe GangART

GangART ist eine fortlaufende Reihe Spiritueller Tagestouren durch Schwarzwald, Steigerwald, Odenwald, Haßberge, Fränkisches Weinland, Rhön, Spessart und Taunus. Bei bislang 44 Touren nahmen fast 1000 Pilgerinnen und Wanderer teil. Resonanz erfährt GangART z.B. im Reiseblatt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, im Rucksackradio des BR, im Deutschlandfunk, im Mainfrankenmagazin Tiepolo und im HR, Kooperationen u.a. mit Herder Reisen, Propstei Rhein-Main, Andere Zeiten e.V., Christen in der Wirtschaft und Goetheuniversität Frankfurt. Die Touren sind geeignet für Betriebe, Jugendgruppen, Pfarrgemeinderäte, Kollegien, Führungskräfte, als Teamstärkung, Burnoutprophylaxe und als erfrischend direktes Bekenntnis zur Lebenslust ohne Seminarslang und Modulcharakter. Die Impulse sind spirituell, aber nicht konfessionell beschränkt.

Die Spiritualität des Schwimmens

Das Schwimmen könne eine spirituelle Kraft entwickeln, weil es mit der Abgründigkeit und tragenden Kraft des Wassers erfahren lasse. Das schreibt der Schriftsteller und Theologe Georg Magirius  in seinem Beitrag “Das Freibad als spiritueller Ort” im Paulinus, der Wochenzeitung für das Bistum Trier vom 25. August 2019. Den Beitrag > lesen. Redaktion: Bruno Sonnen.

Balsam für die Seele

Lesen kann Balsam für die Seele sein. Das schreibt die Redakteurin Stephanie von Selchow im EFO-Magazin vom 8. August 2019. Sie weist dabei auf die sieben Erfahrungsberichte aus dem vom Theologen und Schriftsteller Georg Magirius herausgebenen Buch „Stille erfahren“ hin. Diese böten die verschiedenartigsten Anregungen, den eigenen Weg in die Stille zu finden. Sei es beim Schwimmen, beim einfachen Sitzen auf dem Kissen, wie es Amet Bick erzähle, oder beim Lesen, Sprechen und Hören von Gedichtzeilen, wie es Arnold Stadler widerfahre. Dass die Stille an den erstaunlichsten Orten laut werden könne, zeige der Reisebericht von Ann-Kristin Rink. Sie erfahre, wie “Fragen laut werden, die in ihrer Alltagshektik nicht an die Ober­fläche kommen.“ Den Beitrag von Stephanie von Selchow >>> lesen.

Georg Magirius: Stille erfahren – Impulse für Meditation und Gottesdienst. Herder Verlag, 128 Seiten, 18 Euro

Stiller als jeder Acker

Stille ist unverfügbar, aber man kann sie trotzdem finden.“ Das hat die Redakteurin Ute Heuser-Ludwig in der Sendung Lesezeichen vom 18. August 2018 im Radio ERF-Plus gesagt. Und verweist auf das von Georg Magirius herausgegebene Buch „Stille erfahren“. In ihm erzählen Arnold Stadler, Bernardin Schellenberger, Ann-Kristin Rink, Uwe Kolbe, Georg Magirius, Manuela Fuelle und Amet Bick, wo sich Oasen in einer lauten Welt zeigen. Das Buch biete keinen 10-Punkte-Plan, sondern helfe mit überraschenden Beobachtungen. So finde Magirius Stille im Freibad. Der Fund überzeuge, weil Magirius auf Details und Kleinigkeiten achte, die andere übersähen – etwa dass ein Freibad eine längere Ruhezeit habe als ein Acker. Die Erzählung „Freibadstille“ von Georg Magirius liest Heiko Brattig, zu hören am 18. August und 23. August 2019 auf ERF-Plus um 15.00, 19.30, 22.30, außerdem kostenfrei online >> hier.

Georg Magirius (Hg.), Stille erfahren, Lektorat: Jochen Fähndrich und Dr. Esther Schulz, Herder 2019