Religion und Poesie

Sind im Internet gedruckte Bücher gefragt?

Über Jahre war für viele eine der größten Sorgen, ob schnell genug das schnelle Internet kommt. Und wann das ganze Land oder auch die Welt durchdigitalisiert sei. Inzwischen nimmt in den Schulen, die Vorreiterinnen für digitales Lernen waren, die Lernzeit mit gedruckten Büchern oft schon wieder deutlich zu. Womöglich sind gedruckte Texte sogar im Kommen? Selbst im papierfreien Netz rufen sie Interesse hervor. Darauf deutet das Besucheraufkommen der Internetpräsenz des freiberuflich tätigen Schriftstellers und Theologen Georg Magirius hin. Im Monat Oktober 2026 waren auf seiner Website laut Internetdienstleister so viele wie zuvor noch nicht, nämlich 135.000. Mehr als 4200 Besucher klickten seine Seiten täglich an. Besonders gefragt im Blog sind dabei Hinweise auf gedruckte Bücher.

Sie war fast tot und schreibt

Unter diesen Hinweisen am Beliebtesten: „Sie war fast tot und schreibt“, eine Besprechung des von Amet Bick verfassten Buches „Mein starkes Herz“ von 2013. Was nebenbei zeigt, dass das Interesse an einem gedruckten Buch auch Jahre nach Erscheinen nicht zwangsläufig versiegt. Ebenfalls zu den Favoriten unter den Blogbeiträgen im Rekordmonat zählt „Dem Baum beim Wachsen zusehen“, eine Vorstellung des Buches “Die Falltorgasse oder alle Wege führen nach Rast” von Arnold Stadler und Edwin Ernst Weber. Ähnlich gefragt im Oktober: „Der beste Anschreipartner“. Das ist zwar kein Hinweis auf ein gedrucktes Buch, aber auf die Zeitschrift „Andere Zeiten“, die gedruckt eine Auflage von 190.000 hat.

4.2 Millionen

Die Internetseiten georgmagirius.de, heilspraxis.de und magirius-aktuell.de zählen mehr als 4,2 Millionen Besucher. Auf ihnen berichtet Georg Magirius seit 2002 über sich und andere. Oft auch über Bücher. Das Besucheraufkommen ist seit 2011 erfasst. Waren es damals 55.000 Interessierte im Jahr, sind es 2026 in den ersten zehn Monaten eine Million und 17 Tausend. Das Foto stammt von (c) Nino Carè (Pixabay).