Wilde Ostern!

Ostern kann als ideales Fest für Skeptiker, Zweifler, Halb- und Wildgläubige verstanden werden. Das schreibt Georg Magirius unter dem Titel “Wildwüchsige Ostern!” in der 39. Folge seiner Kolumne im Evangelischen Frankfurt vom 19. März 2016, Redaktion: Dr. Antje Schrupp. Der Glaube an Jesu Auferstehung sei der Urimpuls des Christentums gewesen, gelte heute aber vielen als kaum greifbar, als etwas, zu dem vielleicht noch Rechtgläubige und Überchristen Zugang haben. Laut Magirius könne Ostern aber umgekehrt all jene ermuntern, die ihr Hoffen keiner sogenannten ordnungsgemäßen und theologisch korrekten Auferstehungsbotschaft anpassen wollen. Ostern lasse sich als Fest der  Hoffnungswilden begreifen, wenn man sich klar mache: Der christliche Auferstehungsglaube habe seinen Grund im wildwüchsigen Wurzelwerk des Alten Testaments, einem Hoffnungsreichtum, der sich in einer Vielzahl an Symbolen und Bildern gegen den Tod ausdrücke. Den Beitrag >>>> lesen.

Ohne Altes Testament fiele Ostern aus

Die Hoffnung auf Auferstehung ist nichts originell Christliches, sondern hat seinen Ursprung im Alten Testament. Das zeigt die Sendung im Hessischen Rundfunk über Auferstehungsvorstellungen im Alten Testament von Georg Magirius, Ostermontag, 28. März  2016, hr2, Camino, Redaktion: Dr. Lothar Bauerochse. (Sendung JETZT in der ARD-Mediathek >> hören – Manuskript >>> lesen) Das Alte Testament berge eine staunenswerte Vielfalt an Symbolen und Bildern, die den Glauben an ein Leben nach dem Tod ausdrückten. Laut Magirius handelt es sich um “einen Blick ins Licht und einen wildwüchsigen HoffnungsreichtumKloster Engelberg Großheubach Foto: Georg Magirius, der anregen kann, die eigenen Lebensträume nicht verarmen zu lassen.”

Kein Weinen mehr

So wird beim Propheten Hesekiel erzählt, wie Knochen zusammengesetzt und mit Fleisch umhüllt werden. Die Samuelbücher wissen von einem Totengeist, der aus der Erde gerufen wird. Versprochen wird bei Jesaja: Kinder sterben nicht mehr, sondern werden 100 Jahre alt, die Stimme des Weinens wird man nie mehr hören. Auch Slapstickartiges ist zu entdecken: Ein Mensch fällt ins Grab eines angesehenen Propheten und fängt zu leben an. Ein anderer Prophet wiederum geht über den Jordan und wird von einem Wettersturm gen Himmel gerissen. Verbreitet ist im Alten Testament freilich nicht allein der Glaube an ein Leben nach dem Tod. Stattdessen gibt auch die Vorstellung, dass Gott aus einem todesähnlichen Zustand befreit und zurück ins hiesige Leben ruft.

Ohne die Propheten wäre der Auferstandene sprachlos

Ohne die bereits lange vor dem Christentum bestehende Hoffnung wäre Jesus gegenüber seiner Auferstehung sprachlos geblieben, behauptet die Sendung:  Denn er selbst habe laut Lukasevangelium als Auferstandener sein Leiden und Auferstehen nurMoritz Stoepel und Birgitta Assheuer Foto von Georg Magirius mit Rückgriff auf die jüdische Tora und die alttestamentliche Propheten erklären können.

“Die Stimme des Weinens wird man nicht mehr hören. Aufstehen und Auferstehung im Alten Testament”, Ostermontag, 28. März 2016 (Sendung jetzt in der ARD-Mediathek >> hören – Manuskript >> lesen), Eine Sendung von Georg Magirius, inspiriert von “Sein wie die Träumenden” mit Musik von Johannes Brahms und Arvo Pärt. Redaktion: Dr. Lothar Bauerochse. Ton: Armin Herzog. Sprecher: Birgitta  Assheuer und Moritz Stoepel. Fotos: Georg Magirius.

Entführung ins visionäre Traumland

Mit ideenreichen Gedankenspielen und fein gesponnenen melodischen Fäden in bestechender Präzision haben die Harfenistin Bettina Linck und der Schriftsteller Georg Magirius in der Stiftskirche in Kaiserslautern das Grenzland zwischen Tod ausgeleuchtet. Das schreibt Reiner Henn in deAkkorde im Traumland - Bettina Linck und Georg Magirius in der Stiftskirche Kaiserslautern 2015r Rheinpfalz vom 9. November 2015 über den literarisch-musikalischen Abend unter dem Motto “Sein wie die Träumenden“. “Dabei versteht sich der Theologe nicht als ein Prediger, der mit erhobenen Zeigefinger rhetorisch eindringlich von der Kanzel deklamiert”, schreibt Henn. “Vielmehr räsonierte, philosophierte und spekulierte er im gemütlichen Plauderton in ideenreichen Gedankenspielen und entführte ins visionäre Traumland.” Den Weg dorthin habe sich auch gehen lassen, weil die Erzählungen von der Harfenistin Bettina Linck atmosphärisch spürbar ausgedeutet worden seien. Ihr Spiel habe dem nicht Fassbaren einen bezaubernden Ausdruck verliehen – dank arpeggierender Akkordkaskaden, glitzernder Figurationen und einer gleichsam perlenden Geläufigkeit. “Kristallene Klarheit bei organisch fließenden Tepi bestätigten die hohe Meisterschaft ihres bis ins kleinste motivische Detail überzeugenden Vortrags.” – Initiiert wurde der Abend von Stefan Bergmann, dem Pfarrer für Stadtkirchenarbeit in Kaiserslautern.

Traumhafter November

Stefan Bergmann Stiftskirche KaiserslauternGegen Trübheit, Missmut und die moderne Tugend der Abgeklärtheit wirbt Stefan Bergmann in Kaiserslautern seit 2006 für die frohe Botschaft. Als Pfarrer für Citykirchenarbeit erreicht er mit Witz, Leidenschaft, Fantasie und vielen Ehrenamtlichen in der gotischen Stiftskirche aus dem 13. Jahrhundert Menschen, die sich sonst vielleicht nie in die Kirche wagen würden. Täglich ist das Gotteshaus für die Passantinnen und Passanten in der Fußgängerzone geöffnet und bietet einen Ort der Ruhe und Besinnung. Bei Konzerten, Lesungen, besonderen Gottesdiensten und Führungen begegnen sich Kirche und Kultur. Lichtergottesdienste und Feste mit Zweiflern werden gefeiert. Zu erleben sind Musicals, Kabarett, Theater, lange Tafeln, klassische Konzerte, Winter-Jazz oder biblische Weinproben.

Lichtergottesdienst in der Citykiche Kaiserslautern - Foto von Julia Heinrich (c) City-Kirchen-Arbeit

Heller Widerstand

Am Freitag, 6. November 2015 um 20 Uhr, im wohl trübsten Monat des Jahres, widmen sich die Frankfurter Konzertharfenistin Bettina Linck und der Schriftsteller Georg Magirius einem traumhaften Widerstandskraft. Unter dem Titel “Sein wie die Träumenden” erkunden siMusik bei Nacht in der Citykirche Kaiserslautern e das Grenzland von Tod und Leben. Indem sie Bilder aus dem Weisheitsschatz der Bibel in die Gegenwart verlegen, kommt eine Hoffnung zur Sprache, die sich womöglich am ehesten umspielen lässt. Zwei Freunde gehen über den Jordan und geraten in ein Himmelsgewitter. Einer kehrt zurück – allein. Sind sie jetzt für immer getrennt? Eine trauerstarre Frau gerät in Bewegung: Direkt am Grab tanzt sie für Augenblicke die Lähmung weg. Magirius’ Geschichten vom Aufstehen, Auferstehen und neuen Leben stammen aus „Sein wie die Träumenden“. Gabriele Wohmann, die als Königin der Kurzgeschichte gilt, urteilt: „Diese Erzählungen sind Himmelsspiele, eine wunderbare Traumeinladung und -erlaubnis mit vielen Glücksmomenten.“

Sein wie Träumenden, Konzertlesung in der Citykirche Kaiserslautern, 20.00 Uhr, Tickets an der Abendkasse (ab 19.00 Uhr) zu 12,- € | ermäßigt 8,-  € Empfohlen wird Kartenreservierung unter city-kirche@web.de Tel.: 0631-3625060 – Einlass ab 19.00 Uhr bei freier Platzwahl. Fotos: (c) Citykirchenarbeit Kaierslautern.

Wie man das alte Muster überwindet

Wer neu beginnt, spürt neben Aufbruchslust oftmals auch Bedenken, Zweifel und Skepsis. Was tun, wenn sich das sogenannte “alte Muster” bemerkbar macht? Muss man sich völlig neu erfinden? Oder kann man Altes mit ins neue Leben nehmen? Der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius antwortet in der Osterausgabe der Evangelischen Zeitung in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, 20. April 2014. Beitrag lesen. Redaktion Sven Krizio.

Träumen dürfen

Zwei Freunde gehen über den Jordan und geraten in ein Himmelsgewitter hinein. Einer kehrt zurück – allein. Sind sie jetzt für immer getrennt? Unter dem Titel “Sein wie die Träumenden” erkunden die Harfenistin Bettina Linck (Foto: Anja Jahn) und Georg Magirius kurz vor Ostern das Grenzland zwischen Tod und Leben, Mittwoch, 27. März 2013, 20 Uhr in der Burgkirche in Dreieich-Dreieichenhain. Die Konzertlesung ist nichts anderes als ein Verzicht. Worauf? Aufs Debattieren und Diskutieren. Indem die Musikerin und der Schriftsteller Worte und Symbole aus der Bibel in die Gegenwart verlegen, kommt eine Hoffnung zur Sprache, die sich womöglich am ehesten umspielen lässt. Erzählt werden Geschichten vom Aufstehen und Auferstehen, in denen behauptet wird: Es gibt ein Leben nach der Lähmung.

Himmelsklang und Fisch vom Grill

Der dem Gewitter Entronnene trägt einen Mantel, den der Freund geheimnisvoll zurückgelassen hat. Eine trauerstarre Frau gerät in Bewegung: Direkt am Grab tanzt sie für Augenblicke die Lähmung weg. Ein Skeptiker lässt sich von seinen Zweifeln leiten und trifft ausgerechnet dadurch auf eine überraschende Lebendigkeit. Laut Bibel ist also offenbar nicht nur für Träumer, sondern auch für Zweifler Platz bei jenem Picknick, bei dem der Auferstandene gegrillten Fisch serviert. Magirius’ Erzählungen stammen aus „Sein wie die Träumenden“ und seinem dieser Tage einscheinenden Buch „Traumhaft schlägt das Herz der Liebe“. Gabriele Wohmann, die als Königin der Kurzgeschichte gilt, urteilt: “Diese Erzählungen sind Himmelsspiele, eine wunderbare Traumeinladung und -erlaubnis mit vielen Glücksmomenten.” Bettina Linck spielt gewitterlaut und wolkenleicht Stücke u.a. von André Caplet, John Thomas, Michail Glinka, Alphonse Hasselmans und Felix Godefroid (>>> Hörprobe)

Gesegnet träumen dürfen

Die Konzertlesung beschließt die Reihe “Vier Abende im März” der Evangelischen Burgkirchengemeinde Dreieichenhain zum Thema “Gesegnet älter werden und gesegnet sterben können”. Die ersten Abende u.a. zum Älterwerden, zu Patienten- und Betreuungverfügungen und der Vielfalt der Bestattungsarten gestalten Helga Trösken, ehemalige Pröpstin für Rhein-Main, der Rechtsanwalt und Notar Wolfgang Knipp, der Bestattermeister Helmut Müller und Pfarrer Johannes Merkel, der auch Gastgeber der Konzertlesung ist.

Auferstehungs-Picknick in Mainz

Am 3.11.2012, 20 Uhr, wird in Mainz jene Realität gefeiert, die die evangelische Auferstehungsgemeinde im Namen trägt. Die Gemeinde wird 50 Jahre alt. Eingeladen wird zu einem musikalisch-poetischen Fest, an dem die Harfenistin Bettina Linck und der Schriftsteller Georg Magirius von der Überwindung der Lähmung erzählen. Zauberhaft und zart, gewitterlaut und wolkenleicht präsentieren sie biblisch inspirierte Geschichten vom Aufstehen und Auferstehen. Ausgerechnet in Trauer, Trott und Vergeblichkeit kann neues Leben wachsen. Da können zart gebaute Männer schon mal riesenhafte Steine stemmen. Und Frauen tanzen die Todesstarre hinweg. Zwei Freunde gehen über den Jordan. Nur einer kehrt zurück, nichts bleibt dem Zurückgelassenen von seinem Freund – außer einem Mantel, der später allerdings auf wundersame Weise dafür sorgt, dass der erkaltete Körper eines Kindes Wärme findet. Ein Grund zum Feiern! Nur was ist mit denen, die nicht jubeln können, die zweifeln und manchmal zu verzweifeln drohen? Gerade für sie ist laut biblischem Zeugnis ein Platz bei jenem himmlischen Picknick reserviert, bei dem der Auferstandene gegrillten Fisch serviert.

Bettina Linck spielt unter anderem Stücke von Michail Glinka, André Caplet, Felix Godefroid und Alphonse Hasselmans. Georg Magirius liest aus “Sein wie die Träumenden” und “…. denn die Liebe ist von Gott”.

An Gott glauben – auch ohne Jesus?

Viele glauben an Gott, ohne sich dabei streng auf den hochoffiziellen Glaubens-Bahnen der jeweiligen Religionsgemeinschaft zu bewegen. So gibt es etwa viele Mitglieder christlicher Kirchen, für die Jungfrauengeburt, die Auferstehung und auch Jesus Christus selbst keine große oder überhaupt keine Bedeutung hat. Können das dann noch Christen sein? Eine Antwort von Georg Magirius findet sich hier, veröffentlicht in der Evangelischen Zeitung, Gute Nachrichten für den Norden, 5. April 2012. Redaktion: Sven Kriszio.