Grenzenlose Erfrischung

Tretstein - Foto von Georg MagiriusEine neue Spirituelle Wanderung der Reihe GangART hat eine grenzenlose Erfrischung zum Ziel – und das mitten im Sommer. Die Pilgertour am 18. August 2018 geht der Frage nach, was ermutigen kann, wenn man an Grenzen stößt. Geleitet wird sie vom Theologen und Schriftsteller Georg Magirius. Unter dem Motto „Sprühende Unendlichkeit“ führt der Weg zu einem mystischen Ort in der Rhön, der seine Kraft aus der Abgeschiedenheit erhält. Der Tretsteinwasserfall befindet in einem Taleinschnitt in der Nähe der Fränkischen Saale.

Die Fakten

Die Gruppe für die Pilgertour bildet sich neu. Die Wanderung ist 8 Kilometer lang, die reine Gehzeit beträgt etwa 2,5 Stunden. Es wird auch bei Regen gewandert. Ein Abschnitt wird schweigend zurückgelegt. Gräfendorf, Anfangs- und Endpunkt der Wanderung ist mit dem Zug erreichbar. Gemeinsame Anreise nach Absprache von Frankfurt, Hanau, Dettingen, Aschaffenburg aus möglich. Gebucht ist der Platz nach Überweisung der Teilnahmegebühr von 10 Euro (Teilnehmerzahl begrenzt). Informationen und Anmeldung direkt bei Georg Magirius, 0176-29402322, mail@georgmagirius.de

Die Tour ist angeregt von dem Buch “Frankenglück – 33 Orte zum Staunen und Verweilen” von Georg Magirius, das im Würzburger Echter Verlag erschienen ist. In der Reihe GangART bietet Magirius regelmäßig Spirituelle Wanderungen an. Bei bislang 39 Touren nahmen etwa 900 Pilgerinnen und Wanderer teil. Eine weitere Tour unter dem Motto “Die Kraft der Erneuerung” gibt es am 8. September 2018 im Odenwald – Informationen dazu >> hier.

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Das kurze Testament

Es ist die Bibel der Juden und der erste Teil der Heiligen Schrift der Christen, ein Buch mit großem Umfang. Lässt sich das Alte Testament auf den Punkt bringen? Georg Magirius hat es getan – mit einer knapp halbstündigen Sendung für den Bayerischen Rundfunk, die im August 2018 auch im Hessischen Rundfunk und im Norddeutschen Rundfunk ausgestrahlt wird. Die Sendung ist bis Mai 2019 kostenfrei hörbar >> hier. Das Manuskript lesen lässt sich >> hier. Die Texte der hebräischen Bibel werden seit Anfang an niemals nur stumm gelesen, sondern immer auch gesprochen, gerufen und musiziert. Sie ist eine klingende Schrift. Daher hat die Harfenistin Bettina Linck die Sendung musikalisch interpretiert.

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Zauberhafte Leseförderung

Biblische Liebesgeschichten mit Harfenklang im Haus am Dom - Foto von Monika ReuscherBüchereien werden immer mehr zu Pastoralen Räumen. Das hat Carola Güth, Leiterin der Fachstelle für Büchereiarbeit im Bistum Limburg, am 5. Mai 2018 im Frankfurter Haus am Dom gesagt. Anlass war die Dankeschönveranstaltung für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu der mehr als 70 Engagierte aus Taunus und Westerwald, vom Rhein, Main und von der Lahn nach Frankfurt gereist waren (Fotos  von Monika Reuscher. Zum Vergrößern Bilder anklicken).

Kapuzenfrei

Gespräch im Haus am Dom - Foto von Monika Reuscher Laut Güth ist eine Bücherei kein Ort, an dem sich Sozialphobiker in Kapuzen mit Medienstoff eindeckten, um dadurch einmal mehr ihren persönlichen Rekord in Sachen Weltabgewandtheit brechen zu wollen. Selbst als Klischee habe die Vorstellung der Bücherei als einem Ort, an dem allenfalls geflüstert werden dürfe, abgedankt. Katholische öffentliche Büchereien böten die Möglichkeit, mit Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Konfessionen und Religionen in Kontakt zu kommen. Dazu seien sie ein Raum für außergewöhnliche Veranstaltungen, nicht selten die einzige Verbindung zur Kirche. Und es gebe eine Vielzahl an Projekten und Seminaren, die die Leselust förderten.

Große und kleine Helden

Letizia D'Amico Haus am Dom Foto von Monika ReuscherSo weckten Engagierte der Büchereiarbeit im Bistum Limburg die Lesefreude etwa innerhalb der Initiative „Wir sind LeseHelden“. Das Projekt ist gedacht für Kinder von vier bis zehn Jahren, die aus bildungsbenachteiligten Familien kommen. Die meist männlichen, mitunter jugendlichen Vorleser (die großen Helden) tauchen mit den Kindern (den kleinen Helden) in eine fantastische Geschichte ein. Nach dem Wiederauftauchen ist der Zauber nicht zu Ende. Die Geschichte wird gespielt, Gehörtes wird gemalt oder Gegenstände, die in der Erzälung vorkommen, werden durch Basteln begreifbar.

Bezaubernd und verzaubernd

Letizia D'Amico Georg Magirius Haus am Dom Foto von Monika ReuscherBei der Dankeschön-Veranstaltung im Haus am Dom wurden 17 Ehrenamtliche für insgesamt 340 Jahre Mitarbeit ausgzeichnet. Bei dem alljährlichen Dank kommt es stets zu einer Autorenlesung. So stellte 2017 Maja Nielson ihr Buch „Glaube versetzt Berge“ über Martin Luther vor. 2018 las Georg Magirius aus seinem Buch “Traumhaft schlägt das Herz der Liebe – ein göttliches Geschenk”. Er wurde, urteilt die Website der Fachstelle für Büchereiarbeit im Bistum Limburg, “auf be- und verzaubernde Art und Weise von Letizia D’Amico an der Harfe begleitet.”

Georg Magirius, Traumhaft schlägt das Herz der Liebe – ein göttliches Geschenk, mit vielen farbigen Abbildungen von Marc Chagall, Lektorat: Heribert Handwerk, Echter Verlag Würzburg, 14,90 Euro. 978-3429035853.

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Der Königsweg zum Genuss

Bettina Linck erklärt die Harfe - Foto von Sven Johannsen Als spirituelle Köstlichkeit hat das Main Echo vom 18. Mai 2018 die Biblische Weinprobe im Lohrer Pfarrheim St. Michael charakterisiert. Etwa 50 Teilnehmer erlebten, wie ungewöhnliche Lagen aufgetischt wurden: „Noahs spritziger Traumwein, Jesu edler Wunderwein, der feurige Pfingstwein und Solomos blumenreicher Weisheitswein“, heißt es in dem Bericht von Sven Luitpold. Die von Sigrid und Norbert Klüpfel vom Weingut Klüpfel ausgewählten Weine seien ein Element der Weinprobe gewesen, das nicht für sich alleine stand. Denn jeder Wein bildete “mit einer biblischen Erzählung und einem auf Wein und Erzählung abgestimmten Harfenstück einen ‘Dreiklang des Genusses’”.

Genuss ohne Verdruss

DieBiblische Weinprobe in Lohr - Foto von Buero Magirius Erzählungen präsentierte der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius „unterhaltsam und auf lustig-lehrreiche Weise“. Erhellend etwa die Ausführungen über König Salomo und die biblische Anstiftung zur Daseinsfreude, gleichermaßen ein Königsweg zum Genuss: “Solomo, umgeben von 700 Haupt- und 300 Nebenfrauen, war nicht nur ein großer Liebhaber des weiblichen Geschlechtes, sondern auch ein großer Lehrer der Weisheit und Lebensfreude. Im Predigerbuch gibt er aus seiner Weisheit des Feierns heraus Tipps für einen Genuss ohne Verdruss.“ Neben Wein und Erzählungen bildete die Musik das dritte Element des Abends: „Furios, getragen und virtuos begleitete Bettina Linck auf der Harfe die Geschichten und Erzählungen”, urteilt das Main Echo. “Im zweiten Teil des Abends stellte sie ihr wunderbares Instrument vor und antwortete auf viele Fragen der Zuhörer.“

Die Biblische Weinprobe in St. Michael in Lohr wurde organisiert von Katja Seith und Daniela Sultan von der Pfarreiengemeinschaft 12 Apostel am Tor zum Spessart und Caroline Huber und Meike Röder von Herder Reisen. Die Leitung hatte Pfarrer Sven Johannsen. Fotos: Büro Magirius und Sven Luitpold.

Als „spirituelle Köstlichkeit“ hat das Main Echo vom 30. April 2018 die Biblische Weinprobe im Lohrer Pfarrheim St. Michael beschrieben. Etwa 50 Teilnehmer erlebten, wie ungewöhnliche Lagen aufgetischt wurden: „Noahs spritziger Traumwein, Jesu edler Wunderwein, der feurige Pfingstwein und Solomos Weisheitswein“, berichtet Main-Franken-Katholisch.de vom 19. Mai 2018. Die von Sigrid und Norbert Klüpfel ausgesuchten Weine selbst aber waren nur eine Farbe der Weinprobe, so das Main Echo weiter: Denn jeder „Wein bildet mit einer biblischen Erzählung und einem auf Wein und Erzählung abgestimmten Harfenstück einen ‚Dreiklang des Genusses‘.

Die Erzählungen präsentierte der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius, so Main-Franken-Katholisch.de,unterhaltsam und auf lustig-lehrreiche Weise“. Erhellend etwa die Bedeutung Salomos: Er, „umgeben von 700 Haupt- und 300 Nebenfrauen, war nicht nur ein großer Liebhaber des weiblichen Geschlechtes, sondern auch ein großer Lehrer der Weisheit und Lebensfreude. Im Predigerbuch gibt er aus seiner Weisheit des Feierns heraus Tipps für einen Genuss ohne Verdruss.“

Die dritte Farbe der Weinprobe bildete die Musik: „Furios, getragen und virtuos begleitete Bettina Linck auf der Harfe die Geschichten und Erzählungen. Im zweiten Teil des Abends stellte sie ihr wunderbares Instrument vor und antwortete auf viele Fragen der Zuhörer.“

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Ja es ist möglich

Heute wäre Gabriele Wohmann 86 Jahre alt geworden. Michael Gratz würdigt in seiner Lyrikzeitung die 2015 verstorbene Autorin mit der Veröffentlichtung ihres Gedichts “Ja es ist möglich”.

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Zwei Wege zum Genuss

Auf dem Weg nach Karlstadt - Foto von Georg MagiriusWie finde ich Genuss? Indem ich mich auf Minimales konzentriere, wodurch ein Gefühl der Weite entsteht. Das ist das Ergebnis der Reise „Spirituell Wandern durch die Genusslandschaft Mainfranken“, die die Reihe GangART mit Herder Reisen im Mai 2018 veranstaltet hat. 20 Pilgerinnen  und Wanderer hatten sich in den Spessartort Lohr aufgemacht. Sie kamen von der Insel Föhr, der Schwäbischen Alb, der Mosel, aus St. Gallen, dem Emsland, Oberbayern, Hannover, Hessen, Baden, der Grafschaft Bentheim und Westfalen. In Lohr gerieten sie weder in urlaubstypischen Aktionismus noch legten sie sich in Liegestühle. Stattdessen brachen sie erneut auf, um sich unter Leitung des Theologen und Schriftstellers Georg Magirius eine Ruhe der besonderen Art zu erwandern.

Stetig und wandelnd

Durch den Buchenbach - Foto von Georg MagiriusSie gingen langsam und mit Pausen. Ihr Ziel? Keine Rekorde, sondern die Erkundung des Einfachen. Da war der Weg zur Quelle, der freilich nicht als topographisches Unternehmen missverstanden werden sollte. Denn die Quelle des sich durchs Buchental schlängelnden Baches selbst sahen sie nicht. Dafür spürten sie, was die Quelle auf die Reise geschickt hatte: Sie gingen durch das Wasser hindurch. Und hörten sein Glitzern und schauten seinen Klang – so widersinng muss man das wohl formulieren, um das extravagante Fließen, Plätschern und Rauschen ansatzweise mit Worten nahe zu kommen. Dennoch, es war schlicht Wasser. Ein stetes, sich durchs Gehen unaufhörlich wandelndes Klingen, das hellhörig machen kann für jenes Geheimnis, das mitunter als Quelle des Lebens bezeichnet wird.

Glitzernd und kichernd

Buchental bei Lohr - Foto von Georg MagiriusQuelle des Lebens – das ist natürlich auch nur ein Name unter vielen anderen, mit denen man sich dem Geheimnis nähern will, ohne dass es sich deshalb begreifen ließe. In der Hoffnung, das Geheimnis ergreifen zu können, werden zuweilen prächtige Kirchen und Paläste gebaut, mit Getöse und Gedröhn wird der Lebensgrund gefeiert, um ihn dann wieder mit heftigem Ordnungssinn kanalisieren zu wollen. Doch der Quellgrund selbst lacht diese Kanalisationsarbeiten aus. Denn lässt sich die Kraft des Wasser wirklich fassen? So beunruhigt nicht wenige das Geheimnis des Lebens, das unerreichbar nah erscheint und dennoch frei und fern. In der direkt am Buchenbach gelegenen Klosterkirche Mariabuchen saßen die Quellensucher still, in Ruhe und ohne Gedröhn vor einer geschnitzten, 23 Zentimeter kleinen Figur der Maria, auf deren Schoß ihr Sohn liegt, tot. Und der Buchenbach hört nicht auf glitzern und zu kühlen und zu kichern und zu trösten.

Der zweite Weg zum Genuss

Der Geschmack des Lebens Stilleweg bei Retzbach Foto von Georg Magiriuswird umso intensiver, je weniger man erreichen will. Und in Franken? Da erreicht man nichts. Das ist die Erkenntnis der zweiten Genusswanderung, die durch die Weinberglandschaft zwischen Retzbach und Karlstadt führte. Der fränkische Wellengang hat die Gnade, zu keinen Höchstleistungen anzustacheln. Die Landschaft kann nicht besiegt, bestiegen und erobert werden. Sanft ist sie, nicht dramatisch und wirkt womöglich deshalb unbezwingbar. Man geht durch sie hindurch, ohne auf den Gedanken zu kommen, über sie hinwegtrampeln zu wollen.

Es gibt ein Leben ohne Audioguide

Rast an der Steinweinhütte bei Stetten - Foto von Georg MagiriusDie Gegend ermuntert dazu, sich im Weglassen zu üben. So ließen die Pilger das Reden, gingen eine Stunde still, hörten das hochfliegende Lied der Lerche. Und auf dem Wiesenpfad grüßte das vom Regen der Nacht feuchte Gras, sodass die Berührung mit ihm noch viele Schritte später spüren und an den Schuhen sehen ließ. In der Steinweinhütte bei Stetten war Rast. Es war bei Kilometer sieben, als der Luxus ein Zuhause fand – und das mitten auf dem Weg. Brot wurde mit Blick in die Weite gegessen. Wieder war es still, keine Erklärung war nötig. Und klar schmeckte die Erkenntnis: Es gibt ein Leben ohne Audioguide. Denn die Landschaft sprach für sich.

Exzentrisch einfach

Und am Ende? Keiner der Gehenden saß allein. Und die Teller vor ihnen waren nicht leer, quollen aber auch nicht über. Denn im Café Schrödl in Karlstadt lag vor den Weinbergpilgern ein überschaubar flaches Gebäck, das sogenannte Schrödlhörnchen, immer eins auf einem Teller. Dennoch handelte es sich dabei nicht um eine Uniformität. Sich auf dieses eine Gebäck zu beschränken, war ein exzentrisches Mahl. Ein aus der Lust an der Gang durch die Reben bei Karlstadt - Foto von Georg MagiriusOriginalität geborener Verstoß gegen die verbreitete Sitte, im Café und auch sonst im Leben möglichst niemals etwas auszulassen.

Feierlich und langsam

Am Ende also war nur noch dieses Hörnchen wichtig. Nach 13 Kilometern ruhigen Gehens wurde es gegessen – langsam. Rasant allerdings reagierten die Geschmacksnerven. Sie erzählten es Gehirn, Körper, Seele, Geist und – wer weiß? – in diesem Augenblick der ganzen Welt: Du bist um dieses Genusses Willen heil.

Zugabe: Der Königsweg des Genusses

Die Reise „Spirituell Wandern durch die Genusslandschaft Mainfranken“ wurde einschließlich des Königsweges zum Genuss, der Biblischen Weinprobe, organisiert von Caroline Huber und Meike Röder von Herder Reisen und Georg Magirius von GangART. Die Reiseleitung hatte Meike Röder.- Die nächsten Tagestouren innerhalb der Reihe GangART: Am 18. August 2018 zum Tretstein-Wasserfall in der südlichen Rhön und am 8. September 2018 von Miltenberg nach Amorbach im Odenwald. Informationen dazu >> hier.

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Drei Tipps für eine bessere Kommunikation

Die Fähigkeit, manchmal überhaupt gar nichts zu sagen, kann zu einer besseren Kommunikation führen. Das behauptet der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius im Logo Deutschlandfunk Deutschlandfunk in der Sendung “Am Sonntagmorgen” am 8. Juli 2018. (jetzt >> hören.) Damit stellt er die oft als Allheilmittel gehandelte Empfehlung für eine bessere Verständigung in Frage, die lautet: “Reden, reden, reden. Wir müssen endlich reden!”

Kommunikationsmuster aufbrechen

In der Sendung “Hemmungslos still” argumentiert Magirius stattdessen mit einer Geschichte, in der die Lautlosigkeit zu einer außergewöhnlichen Verständigung führt. Erzählt wird von einer Frau, die als schweigsam gilt. Als zurückhaltend lässt sie sich jedoch nicht gerade charakterisieren. Im Kino schaut sie oft mehrere Filme hintereinander.Bettina Linck Deutsche Philharmonie Merck Konzertharfe Foto von Rüdiger Döls Bei einem Sommer-Open-Air-Festival begegnet sie einem Mann, der viele Worte von sich gibt, mit dem sie aber kein einziges Wort wechselt. Laut Magirius kann gerade solch eine vermeintliche Einbahnstraßen-Kommunikation festgefahrene Verständigungsmuster aufbrechen.

Bis zu 40 Tage Schweigen

Bei dem Festival bieten Bands und Künstler eine effektgeladene Show, dieser Mann tritt auf die Bühne, setzt sich, erzählt. Sonst nichts. Mehreren Berichterstattern zufolge begrenzt sich der Mann zwischen seinen Auftritten enorm, legt Schweigephasen von bis zu 40 Tagen ein. Womöglich deshalb trifft sein Erzählen die Kinoliebhaberin tief. Kurz darauf kommt es zu einer Entgrenzung: Zwischen beiden entsteht ein von ihr ausgehender Kommunikationsfluss, der sich fast schon als Verständigungsekstase bezeichnen lässt. Die Stille und ein über alle Maßen teures Parfüm spielen dabei eine wichtige Rolle.

Die drei Tipps auf einen Blick

Grenzenloses Erzählen, Stille und ein von einem kostbaren Geruch erfüllter Kommunikationsraum – das sind die Empfehlungen für eine bessere Verständigung aus Magirius’ Radioessay. Die Sendung ist angeregt von dem Buch “Traumhaft schlägt das Herz der Liebe – ein göttliches Geschenk.” Musikalisch interpretiert wird die Sendung von der Harfenistin Bettina Linck (Foto: Rüdiger Döls). Sie kommentiert die Argumentationen mit dem Lento aus der Sonate pour harpe von Germaine Tailleferre,  mit Auf Matin aus der Etude de harp von Liebesgeschichten der BibelMarcel Tournier und dem Moderato aus der Sonate in c-moll von Giovanni Battista Pescetti (Tonmeister: Robert Foede) Sendungsaufnahme: Anke Maria Adam (Funkhaus am Dornbusch). Die Redaktion der Sendung hat Frank-Michael Theuer. (jetzt >> hören.)

Georg Magirius, Traumhaft schlägt das Herz der Liebe – ein göttliches Geschenk, mit vielen farbigen Abbildungen von Marc Chagall, Lektorat: Heribert Handwerk, Echter Verlag Würzburg, 14,90 Euro. 978-3429035853.

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Ein Leben voller Luxus

Clara Simarro Röll HarfenistinKann ein frisches Hemd neue Hoffnung bringen? Wie gelingt es Engeln, Menschen auf Händen zu tragen? Und kann ein Apfelkuchen ein Leben voller Glück und Luxus bescheren? Um die Erfüllung märchenhafter Wünsche geht es am 30. Juli 2018 in der Rutkirche in Dietzenbach um 19 Uhr. Dann entführen die Harfenistin Clara Simarro Röll und der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius ins Land der Märchen und der orientalischen Weisheit. “Musikalisch furios und anrührend komisch”, urteilt die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Traumartig elegant

Pfarrer Manfred SenftAuf verzaubernde Weise zeigen sie: Die Kraft des Wünschens hilft auch heute noch. Georg Magirius liest aus seinem Buch „Gute Wünsche aus der Bibel“. Clara Simarro Röll spielt mit traumartiger Eleganz und mitreißender Rhythmik märchenhafte Lieder und Tänze aus Europa und Lateinamerika. Die junge Konzertharfenistin, geboren 1995, studiert in der renommierten Klasse von Prof. Françoise Friedrich in Frankfurt. Konzerte führen sie unter anderem in den Pfarrerin Andrea SchwarzeHerkulessaal München, die Alte Oper Frankfurt, die Hamburger Laeiszhalle, das Berliner Konzerthaus und die Staatsphilharmonie von Baku. Sie spielt in Orchestern wie etwa der Neuen Philharmonie München, der Jungen Deutschen Philharmonie und dem Orchester des Staatstheater Gießen. Für ihr Solospiel wurde sie mehrfach mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Die Leitung des märchenhaften Sommerabends in Dietzenbach haben Pfarrerin Andrea Schwarze und Pfarrer Manfred Senft.

Ein Rückblick auf die Konzertlesung findet sich > hier.

Georg Magirius, Gute Wünsche aus der Bibel, Herder Verlag, mit zahlreichen Fotos, Lektorat: Dr. Dietrich Voorgang, ISBN 978-3-445132-871-8, 10.00 Euro.

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Das Doppelleben der Diakonin

Manuele FuelleFast einzigartig dürfte das Doppelleben von Manuela Fuelle sein. Sie ist anerkannte Schriftstellerin, erhielt vor wenigen Monaten den mit 10.000 Euro dotierten Thaddäus-Troll-Preis. Gleichzeitig arbeitet sie in einer Freiburger Gemeinde als Diakonin. Sie organisiert Kinderbibel­tage, macht Besuche in Altenheimen oder unterrichtet Kinder in der Grundschule in Religion. „Ich frage: Ist euch schon mal Gott begegnet? Die geben wirklich Antwort, erzählen Geschichten.“ Georg Magirius hat die Autorin in “Die Kirche” vom 30. April 2018 porträtiert, der evangelischen Wochenzeitung für Berlin und Brandenburg. Den Beitrag > lesen. Redaktion: Friederike Höhn.

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14 Orte mit unvergänglichen Kräften

Die Schilderungen des reich bebilderten Bandes “Mystische Orte” von Regina Westphal und Georg Mgirius Schilderungen laden ein, sich auf den Weg zu machen an Orte abseits von Lärm und heftigen Treiben der Städte. So urteilt die Beuroner Forum Edition 2016 / 17 über die Beschreibungen zu Plätzen, wo Kräfte spürbar würden, die die Autoren deshalb mystisch nennen würden, weil dort eine Kraft spürbar sei, die sich als “unvergänglich und unendlich” bezeichnen ließen und “die Mystische Orte in Frankenhinter das Offensichtliche schaut”. Hilfreich für die praktische Umsetzung seien die Angaben zu Beginn jedes Kapitels: Route – Länge in km – Gehdauer – Ausgangspunkt – Anreise – Einkehrmöglichkeiten.

Georg Magirius / Regina Westphal, Mystische Orte. Wanderungen durch Unterfranken, 128 Seiten, Echter Verlag Würzburg, Lektorat: Thomas Häußner, ISBN 978-3429034658, EUR 12.00.

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