Evas Vergnügungsfrust

Traumhaft schlägt das Herz der Liebe War es Sünde, Neugier, Freiheitslust, Vergnügungsfrust? Warum die Dauerurlauber Adam und Eva es in der FKK-Ferienclubanlage Garten Eden nicht ewig aushalten, wird geklärt im Gottesdienst “Kirche um elf” am 4. März 2018 in der Evangelischen Stephanuskirche in Frankfurt-Unterliederbach. Die Geschichte einer Rebellion im Ferienparadies von Georg Magirius liest Pfarrer Uwe Kunz. Die Predigt in dem alternativen Gottesdienst, der unter dem Motto “Beiß nicht gleich in jeden Apfel” steht, hält Joachim Pietsch. Den Kirche-um-elf-Chor dirigiert Frank-Michael Thomas. Die Leitung des Gottesdienstes hat Pfarrerin Regina Westphal.

Die Erzählung stammt aus:  Traumhaft schlägt das Herz der Liebe – ein göttliches Geschenk, Illustrationen: Marc Chagall, Grafische Gestaltung, Stefan Weigand, Lektorat: Heribert Handwerk, Echter Verlag Würzburg, 14, 80 Euro, ISBN 978-3-429-03585.

Posted in Liebesgeschichten | Tagged , , , , , , | Leave a comment

Beschwippst vom Klang des Wassers

Buchenbach bei Mariabuchen - Foto von Georg MagiriusKann etwas banal wirkendes wie Wasser einen Rausch hervorrufen? Die spirituelle Tageswanderung unter Leitung des Theologen und Schriftstellers Georg Magirius macht am 15. Mai 2018 im Spessart den Test. Die Tour der Reihe GangART führt von Lohr am Buchenbach entlang zur Wallfahrtskirche Mariabuchen und steht unter dem Motto “Erfrischung an der Quelle”. Die Länge beträgt 11 Kilometer, die reine Gehzeit etwa 3,5 Stunden.

Frankens Wassermusik

Von Lohr aus geht es auf in den Brunnenrainpfad, durch die Bäume ist immer wieder das Glitzern des Main zu sehen, ehe man in ein traumhaftes Wiesental wandert . Der Weg am dahinspringenden Buchenbach wird bewusst schweigend gelaufen. Denn so lässt Klosterkirchen Mariabuchen - Foto von Georg Magiriussich das Wasser in allen möglichen erfrischenden,  ermutigenden und womöglich eben auch berauschenden Klangspielen hören. Schließlich sieht man den Höhepunkt der Wanderung aufragen: die Wallfahrtskirche Mariabuchen, ein spürbar lebendiger Wallfahrtsort. Doch nicht nur die Kirche lädt zur Einkehr ein. Direkt neben dem Gotteshaus befinden sich mehrere Gasthäuser, die den Pilgerinnen und Wanderern die Möglichkeit geben, den Ort nicht streng asketisch wahrzunehmen. Durch den Spessartwald führt die Wanderung zurück nach Lohr.

Wasser und Wein

Die Tour “Erfrischung an der Quelle” ist Teil der Pilgerreise “Spirituell Wandern in der Genusslandschaft Mainfranken”, die GangART in Zusammenarbeit mit Herder Reisen vom 15. – 18. Mai 2018 veranstaltet, Organisation: Caroline Huber, Reiseleitung: Meike Röder. Festes Quartier ist Lohr, ein Ort mit charmanter Altstadt und Fachwerkhäusern. Er ist umgeben von märchenhaft wirkenden Spessartwaldhügeln, die sofort glauben lassen, was die Lohrer behaupten: Schneewittchen stammt aus Lohr! Der dem Wasser gewidmeten Etappe folgt einen Tag später die Wanderung “In vino veritas”. So schreitet die Pilgerreise in Sachen spiritueller Erkenntnis vom Wasser zum Wein fort. Weitere Informationen und Anmeldung >>> hier. -

Von Georg Magirius zuletzt zum Thema erschienen: Frankenglück. 33 Orte zum Staunen und Verweilen.

Posted in Frankenglück | Tagged , , , , , | Leave a comment

Mit Wein zur spirituellen Erkenntnis

Mainwanderweg bei Retzbach - Foto (c) Frankenglück von Georg MagiriusKann rauschafter Genuss zur religiösen Erkenntnis führen? Darum geht es bei der spirituellen Wanderung der Reihe GangART unter Leitung des Theologen und Schriftstellers Georg Magirius am 16. Mai 2018. Die Tour unter dem Motto “In vino veritas” führt im Fränkischen Weinland von Retzbach nach Karlstadt. bietet fantastisch schöne Wege oberhalb der Weinberge und durch sie hindurch. Sie ist 11 Kilometer lang, die reine Gehzeit beträgt 3,5 Stunden.

Frankens fromme Weinbauern

Steil abwährts auf den Main und in die besänftigend schöne Wellenlandschaft Frankens lässt sich blicken. Ein Abschnitt wird bewusst schweigend gegangen. Zu sehen ist die Frömmigkeit fränkischer Weinbauern: Skulpturen, Kruzifixe, Kreuzwege, Marienfiguren – mitten in der Natur gelegene spirituelle Stätten. Gerastet wird in der Steinweinhütte. Die Pilger bedienen sich dank ihres Rucksackinhalts selbst – und das mit Blick in eine große Weite. Ziel ist Karlstadt, das über einen nahezu vollständig erhaltenen Altstadtkern verfügt. Die Figur eines Jakobuspilgers im Kirchenportal zeigt: Seit Das wird mal einer - ein guter Frankenwein - Foto von Georg MagiriusJahrhunderten finden Pilger in Karlstadt Einkehr. Immerhin schon mehrere Jahrzehnte ist das Café Schrödl für seine Schrödlhörnchen und deren Geschmack von luxuriöser Einfachheit bekannt.

Trink mit gutem Mut!

Das Gebäck allerdings ist noch nicht das Ende des Genusses. Denn die Tour mündet in eine Biblische Weinprobe in St. Michael in Lohr. Trunken-fröhliche Geschichten von Georg Magirius und perlende Harfenmusik von Bettina Linck regen dazu an, den Wein mit gutem Mut zu trinken, wie die Bibel empfiehlt, enn er erfreue das Herz. Das Weingut Willibald Klüpfel aus Thüngersheim schenkt die zu Erzählung und Musik passenden Bibelweine aus: Noahs Traumwein, Jesu Wunderwein, einen feurigen Pfingstwein und Solomos edlen Weisheitswein.

Auch Wasser kann beglücken

Die Tour “In vino veritas” ist eine Etappe der Pilgerreise “Spirituell Wandern in der Genusslandschaft Mainfranken” vom 14.-17. Mai 2018, veranstaltet von GangART in Zusammenarbeit mit Herder Reisen, Organisation: Caroline Huber, Reiseleitung: Meike Röder. Die dem Wein gewidmete Tour geht am Tag zuvor die Wanderung “Beschwippst vom Klang des Wassers” voraus. Weitere Informationen und Anmeldung >>> hier.

Von Georg Magirius zuletzt zum Thema erschienen: Frankenglück. 33 Orte zum Staunen und Verweilen.

Posted in Frankenglück | Tagged , , , , , | Leave a comment

Saft, Kraft, Brunst und Feuer

Georg Magirius - Foto von Thomas Markert„Erfüllt sich die Liebe am Nächsten im Duft eines ungeheuerlich teuren Parfüms?“ Dieser Frage seien der Schriftsteller Georg Magirius und die Harfenistin Bettina Linck in der Konzertlesung zum Reformationsjahr 2017 in der Gnadenkirche in Dachau nachgegangen, schreibt die Süddeutsche Zeitung vom  21. Juni 2017. Weil die Bibel für Luther kein stummer Text gewesen sei, wären Linck und Magirius dem vom Reformator empfundenen Bibelrhythmus voller „Saft, Kraft, Brunst und Feuer“ gefolgt. Immer im Blick, „was die reformatorische Entdeckung heute bedeuten kann“. So habe sich Magirius darüber Gedanken gemacht, ob sich „‘Gerechtigkeit im Liegestuhl’ wohl verwirklichen lässt“ – untermalt „vom furiosen Harfenspiel Bettina Lincks“, schreibt Pfarrerin Ulrike Markert, die Sprecherin des Evangelischen Podiums im Landkreis Dachau in der Winterausgabe 2017/ 2018 des evangelischen podiums.

Scheitern, Mut und Furiosität

Die Zusammenschau von Damals und Heute sei besonders gewesen, urteilt Pfarrerin Christiane Döring auf Reformationsjubiläum in Bayern. “Magirius führte in den historischen Kontext von Luthers Rechtfertigungslehre ein, dabei schlug er immer konsequent einen Bogen in unsere Zeit und unsere Lebenswelt mit den Fragen nach gelingendem Leben, Scheitern und Mut.“ Die biblischen Texte wurden „überraschend modern und aktuell für gegenwärtiges Fragen und Denken.“ Bettina Linck habe mit ihrem Harfenspiel die theologischen Inhalte interpretiert.  “Sie vertiefte auf musikalische Weise die  theologischen Inhalte und setzte eigene Akzente und Ruhepole. Die Harfenmusik in der Kirche zu hören, war ein Erlebnis“. Fotos: Thomas Markert.

Posted in Bettina Linck | Tagged , , , , , | Leave a comment

Wer schwach ist, der ist stark: Zum 80. Geburtstag von Friedrich Karl Barth

Er ist ein Poet, dessen Sprache den frappierenden Unterschied zwischen Banalität und Einfachheit erfahren lässt. Von Friedrich Karl Barth, der am 7. Februar 2018 seinen 80. Geburtstag feiert, Friedrich Karl Barth in Bad Wildungen Foto von Georg Magiriusstammen Verse, die ganz anders klingen als der – so sagte er das selbst einmal – theologische “Phrasendrusch”, den er als angehender Pfarrer hörte. Wohl deshalb wird er zuweilen als “Meister der Kirchenmusik” in eine Reihe mit Johann Sebastian Bach, Martin Luther und Paul Gerhardt gestellt. Die von ihm gemachten Verse feierten ihre Premiere oft auf Kirchentagen, wo sie von vielen Tausenden gesungen wurden. Heute sind sie in das Gedächtnis unzähliger Menschen eingegangen – und in Liederbücher wie das hochoffizielle Evangelische Gesangbuch oder das Gotteslob. Zu seinen bekanntesten Texten gehören „Komm, bau ein Haus“, „Selig seid ihr“ „Brich mit dem Hungrigen dein Brot“ oder das wohl meist ­ge­sungene deutschsprachige Tauflied „Kind, du bist uns anvertraut“.

Treudoof und glaubensselig?

Allerdings: Kirchentagsgesänge, ja das kirchliche Leben überhaupt, vor allem wenn es viele begeistert, stehen unter Generalverdacht: Sich besonders kritisch und aufgeklärt fühlende Geister meinen dann sofort zu wissen, wie lachhaft und dümmlich das doch alles sei. Es verneble die Sinne und wirke auf eine treudoofe Weise glaubensselig: völlig lebensfremd.

Der quälende Abstieg zum treffenden Wort

Tatsächlich sind Barths Verse einfach, klingen manchmal wie ein Litanei, wie Kinderverse oder Abzählreime. Doch immer ist da ein Widerhaken, der zum Denken reizt. Sie sind merkwürdig und prägen sich rasch ein. Seine Poesie ist eingängig, ohne jemals banal zu sein. Leicht klingt sie, der Weg zu ihr war schwer. „Es ist ein Absteigen in Schichten deiner selbst, über die du nicht verfügen kannst“, hat Barth einmal im Hessischen Rundfunk  gesagt. „Ein Wissen, das du nicht einfach abrufen kannst, sondern um Friedrich Karl Barth in seinem Garten - Foto von Georg Magiriusdas du dich quälen musst. Und wenn die Qual am schlimmsten ist, dann irgendwann ist das Wort da, ist der Satz da.“

Stammelnd und stark

Die Einfachheit, zu der Barth vorgedrungen ist, verharmlost die Unergründlichkeit des Lebens nicht. Diese war schließlich der Ausgangspunkt seiner Suche, für das eigentlich Unsagbare lösende Worte zu finden. Kurz nach dem Studium war sein bester Freund gestorben. Der Tod hinterließ in der Seele des angehenden Pfarrers eine tiefe Spur. Mit diesem Lebensriss sei er bis heute nicht fertig geworden. Doch habe er ihn auch eine eigentümliche Stärke erfahren lassen, die sich oftmals in nichts anderem als Stammeln zeige: „Wenn ich schwach bin, bin ich stark. Nicht wenn ich den starken Max markiere oder mit sprachlich antrainierter Eloquenz über die Dinge wegrede.“

Aus den Randgebieten des Lebens

Worin also besteht die Einfachheit der Verse Barths? Sie klingen niemals so, als ob sie die Fragezeichen des Lebens eleminieren wollten. Sie lassen Tränen zu, mit denen man sich an die Seite derer stellen kann, die vor Heulen selbst nicht wissen, was sie tun sollen. Doch dieser Mut, dem Leben in seiner ganzen Größe Klang zu geben, dürfte der Grund für die ausgelassene Heiterkeit sein, mit der seine Lieder bis heute gesungen werden. Sie stammen aus den Randgebieten des Lebens.

Ein kurzes Porträt mit von Peter Janssens vertonten Versen (Deutschlandradio Kultur) lässt sich hören > hier.

Ein halbstündiges Porträt (Hessischer Rundfunk – Regie: Annette Neupert) als Manuskript lesen > hier.

Posted in Allgemein | Tagged , , , , , | Leave a comment

Wunderbar allein in einer leeren Kirche

Gabriele Wohmann hat sich selbst als schlechte Kirchgängerin bezeichnet – was Gottesdienste betrifft. “Am liebsten bin ich allein in einer Kirche.” Wobei noch besser sei, “wenn gleichzeitig jemand Orgel Gabriele Wohmann in der Kirche in Seligenstadt bei Aschaffenburg - Foto von Georg Magiriusübt, am besten Bach: das ist dann der Idealzustand.” Mag die Tochter eines Pfarrers auch keine üppige Kirchgängerin gewesen sein, lag doch stets ein Kirchengesangbuch auf einem ihrer beiden Arbeitstische. Auch die Einladung in einer Kirche zu lesen, nahm die 2015 verstorbene “Meisterin der Kurzgeschichte” (Ilka Scheidgen) fast immer an – zuletzt im Mai 2014 in der Evangelischen Kirche in Seligenstadt am Main. Und mit ihrem Erzählen in einem Gottesdienst Gehör finden? Darüber hätte sie sich gefreut. Am 4. Februar 2018 wird in Pforzheim-Hohenwart zu einem Literaturgottesdienst um 11 Uhr eingeladen. Das Thema lautet “Gnade vor Recht” – nach einer Erzählung aus dem 2008 veröffentlichten Band “Schwarz und ohne alles”. Die Leitung hat Kirchenrätin Gabriele Hofmann. Foto: Gabriele Wohmann nach ihrer Lesung aus “Eine souveräne Frau” in der Evangelischen Kirche Seligenstadt. Foto (c): Georg Magirius

Posted in Gabriele Wohmann | Tagged , , , , , | Leave a comment

Mut zur Hilflosigkeit

Viele wollen das Abschiednehmen in den Griff bekommen, aber schmerzliche Gefühle lassen sich nicht mal so eben beseitigen. Das hat der Theologe, Schriftsteller und Journalist Georg Magirius am 18. Dezember 2017 auf Trauernetz.de gesagt. Bei Abschieden helfe es, so widersprüchlich das auch klinge, “die Hilflosigkeit zuzugeben.” Diesen Mut könne man bei Erzählerinnen und Poeten finden, die den Schmerz nicht krampfhaft übergingen: “So tritt eine außergewöhnliche, lustvolle und oft auch lustige Lebendigkeit zu Tage.”

Provozierend klar

Dabei handle es sich um kein “munteres Schulterklopfen, sich nun bitteschön wieder dem Leben zuzuwenden”. Die Sprache der Poesie gebe nämlich keine Tipps, wie im Stil eines Abschied - edition chrismonReparaturunternehmens wieder alles in Ordnung zu bringen sei. Es gehe stattdessen, auf befreiende Weise von der Vergänglichkeit zu erzählen: mal laut, mal leise, mal wütend, mal komisch und immer wieder in einer provozierenden Klarheit.

Von Georg Magirius zum Thema erschienen: Abschied. Geschichten von Loslassen und Neuanfangen. Die Anthologie vereint 15 Erzählungen von Autorinnen und Autoren wie Siegfried Lenz, Elke Heidenreich, Robert Gernhardt, Ulla Hahn und Bertolt Brecht, edition chrismon, Leipzig 2017. ISBN: 978-3-96038-083-2, 15 Euro, Lektorat: Annegret Grimm.

Posted in Allgemein | Tagged , , | Leave a comment

Das Salz in der Suppe

Bettina Linck & Georg Magirius in Gnadenkirche Dachau - Foto (c) Thomas MarkertDamals, als das Wünschen noch geholfen hat, heißt es im Märchen. Die Harfenistin Bettina Linck und der Schriftsteller Georg Magirius zeigen am 25. Februar 2018 in der Stadtkirche Groß-Gerau und am 23. März 2018 in der Kirche Reinheim-Ueberau: Die Nacht der Kirchen Reinheim Ueberau 2018Kraft des Wünschens wirkt heute noch. Inspirieren lassen sie sich von guten Wünschen aus dem orientalischen Weisheitsschatz der Bibel, die sie mit Wortwitz und musikalischer Raffinesse in der Gegenwart aussäen: Der Mensch ist nicht fad, sondern voll Würze, das Salz in der Suppe. Schatten soll er werfen, nicht in Schatten Plakat Heute, da das Wünschen wieder hilft Konzertlesung Stadtkirche Groß-Gerauflüchten müssen. Aufrecht darf er durchs Leben gehen und sich ruhig auch mal auf Händen oder Engelsflügeln tragen lassen. – Bettina Linck und Georg Magirius gestalten seit 2005 Konzertlesungen in Kirchen, Wirtshäusern, auf Weingütern, in HR, BR und Deutschlandfunk. „Musikalisch furios und anrührend komisch“, urteilt die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Heute, da das Wünschen wieder hilft: Konzert und Lesung aus “Gute Wünsche aus der Bibel, 25. Februar 2018, 17.00, Evangelische Stadtkirche Groß-Gerau, Leitung: Pfarrer Helmut Bernhard – 23. März 2018, 21.30, Nacht der offenen Kirche in der Evangelischen Kirche in Reinheim-Ueberau, Leitung: Pfarrerin Meike Obermann. In die Konzertlesung (Deutschlandfunk) hineinhören >>> hier. Fotos (c): Thomas Markert und Rüdiger Döls.

Posted in Bettina Linck | Tagged , , , , , , | Leave a comment

Ein großes Lebensthema in der Tasche

Dank der Stimmen von Poetinnen und Erzählern kann man den Bedienungsanleitungen in Sachen Vergänglichkeit getrost den Abschied geben. Das schreibt Volker Schwartz im Evangelischen Mesnerblatt, Ausgabe 1 / 2018. Und er verweist dabei auf das von Georg Magirius herausgegebene Buch “Abschied”, dessen liebevoll ausgewählten Erzählungen “uns mitnehmen, um auf befreiende Weise von der Vergänglichkeit zu erzählen”. Abschiede könnten sAbschied - edition chrismonpannenende Geheimnisse sein, leise und starke Stimmen gegen das Verdrängen. Großer Pluspunkt bei diesem Buch, das sich einem nun ein nicht gerade winzigem Lebensthema widme – es ist nicht zu dick. “Das Bändchen kann gut in der Tasche für eine spontane Lesung dabei sein, vielleicht ist es auch eine liebevolle Hilfe bei schwierigen oder traurigen Anlässen, um zu sehen, dass das Leben trotz aller schwerer Gedanken weitergehen wird.”

Georg Magirius, Abschied. Geschichten von Loslassen und Neuanfangen, edition chrismon, Leipzig 2017. Lektorat: Annegret Grimm.

Posted in Abschied | Tagged , , , | Leave a comment

Querdenker willkommen!

Manuela Fuelle (c) manuelafuelle.comDie Kirche soll ein Lebensraum für Individualisten und Originale sein. Das sagt die Freiburger Schriftstellerin Manuela Fuelle im Deutschlandfunk in der Sendung „Das Kraut schießen lassen“ von Georg Magirius, die am 21. Januar 2018 gesendet wird. (Sendung jetzt kostenfrei >> hören. Manuskript >> lesen.) Fuelle erlebt die Kirche allerdings immer weniger als einen Raum, in der außergewöhnliche Gewächse einen Platz finden.

Gegen die Gleichmacherei

„Das kirchliche Leben fordert viel Anpassung, sodass wir da eine Gleichmacherei haben. Am Ende sagen und denken alle Gleiches, was zu extremer Langeweile führt. Und auch zu einer Leere und zu einer Predigt, die aus lauter Worthülsen besteht.“ Fuelle ist nicht nur Schriftstellerin, die vor wenigen Wochen den mit 10.000 Euro dotierten Thaddäus-Troll-Preis erhalten hat. Überdies ist sie Theologin, arbeitet als Diakonin in einer Freiburger Gemeinde – mit Überzeugung: „Die Kirche hat immer etwas bei mir gut, weil meine ersten Erfahrungen mit ihr so herausragend waren.” Während der 1980er Jahre habe sie, selbst ohne Glauben aufgewachsen, die Junge Gemeinde kennengelernt, sich dadurch fast in eine Hippiebewegung begeben. „Wir haben ein Haus auf dem Land gekauft, wollten eine Kommune gründen, den Staat im Staate.“ Sie war bei den ersten Demonstrationen dabei, gehörte der Friedensbewegung an. Sie hätten eine Geheimbibliothek aufgebuat, immer viel gelesen, sich ausgetauscht. Heute sei sie froh, dass die DDR verschwunden sei. Doch was sie damals in der Kirche erlebt habe, fehle ihr heute: “Querdenker waren willkommen.”

Georg Magirius, Das Kraut schießen lassen! Eine Liebeserklärung an Originale. Deutschlandfunk, 21. Januar 2018, Am Sonntagmorgen, >>> jetzt kostenfrei >> hören. Manuskript >> lesen, Musik: Johann Sebastian Bach, Prélude der Suite für Laute BWV 1006a interpretiert von John Williams und Francesco Canova Da Milano, Ricercar für Laute Nr. 73 – interpretiert von Chrisopher Wilson, Ton: Anke Maria Adam (Funkhaus am Dornbusch), Redaktion: Frank-Michael Theuer.

Posted in Allgemein | Tagged , , , , , , | Leave a comment