Das Doppelleben der Diakonin

Manuele FuelleFast einzigartig dürfte das Doppelleben von Manuela Fuelle sein. Sie ist anerkannte Schriftstellerin, erhielt vor wenigen Monaten den mit 10.000 Euro dotierten Thaddäus-Troll-Preis. Gleichzeitig arbeitet sie in einer Freiburger Gemeinde als Diakonin. Sie organisiert Kinderbibel­tage, macht Besuche in Altenheimen oder unterrichtet Kinder in der Grundschule in Religion. „Ich frage: Ist euch schon mal Gott begegnet? Die geben wirklich Antwort, erzählen Geschichten.“ Georg Magirius hat die Autorin in “Die Kirche” vom 30. April 2018 porträtiert, der evangelischen Wochenzeitung für Berlin und Brandenburg. Den Beitrag > lesen. Redaktion: Friederike Höhn.

Posted in Allgemein | Tagged , , , , | Leave a comment

14 Orte mit unvergänglichen Kräften

Die Schilderungen des reich bebilderten Bandes “Mystische Orte” von Regina Westphal und Georg Mgirius Schilderungen laden ein, sich auf den Weg zu machen an Orte abseits von Lärm und heftigen Treiben der Städte. So urteilt die Beuroner Forum Edition 2016 / 17 über die Beschreibungen zu Plätzen, wo Kräfte spürbar würden, die die Autoren deshalb mystisch nennen würden, weil dort eine Kraft spürbar sei, die sich als “unvergänglich und unendlich” bezeichnen ließen und “die Mystische Orte in Frankenhinter das Offensichtliche schaut”. Hilfreich für die praktische Umsetzung seien die Angaben zu Beginn jedes Kapitels: Route – Länge in km – Gehdauer – Ausgangspunkt – Anreise – Einkehrmöglichkeiten.

Georg Magirius / Regina Westphal, Mystische Orte. Wanderungen durch Unterfranken, 128 Seiten, Echter Verlag Würzburg, Lektorat: Thomas Häußner, ISBN 978-3429034658, EUR 12.00.

Posted in Allgemein | Tagged , , | Leave a comment

Geborgenheit im Hochspessart

Mariengrotte Heigenbrücken - Foto von Georg MagiriusKann man Geborgenheit nur in festen Häusern finden? Eine Spirituelle Wanderung am Sonntag, 6. Mai 2018 spürt einer Sicherheit nach, die unter freiem Himmel zu finden ist. Die Tour führt von Wiesthal nach Heigenbrücken im Hochspessart und verläuft zu einem großen Teil auf dem Sieben-Grottenweg. Pfarrerin Regina Westphal leitet die Wanderung der Reihe GangART in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde Frankfurt-Unterliederbach. Westphal hat mehrere Bücher zum Thema Pilgern geschrieben. 9 Kilometer ist die Tour lang und führt großteils über den Sieben-Grottenweg. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr am Bahnhof in Wiesthal. Eine gemeinsame Anreise per Zug ist möglich Buchcover Mystische Orteab Dettingen (Treffpunkt 9.50 Uhr), Frankfurt Hauptbahnhof (Treffpunkt 9.20 Uhr), (Frankfurt-Höchst Bahnhof 8.45 Uhr). Ein Teilnahmebeitrag wird nicht erhoben, Fahrtkosten und die Kosten für eine eventuelle Einkehr trägt jeder selbst. Informationen direkt bei Regina Westphal 069/302973, Email: Regina.Westphal.kgm.ffm-unterliederbach@ekhn-net.de. Inspiriert ist die Tour vom Buch “Mystische Orte”, das Westphal mit Georg Magirius unter dem Lektorat von Thomas Häußner im Echter Verlag veröffentlicht hat.

Posted in Allgemein | Tagged , , , , , | Leave a comment

Auferstanden in Ruinen

Ruine Collenburg im Spessart - Foto von Georg MagiriusDie Pilgertour endete ruinös – und das ausgerechnet an einem herrlichen Frühlingstag. 16 Wanderer und Pilgerinnen aus Butzbach, Frankfurt, Mainhausen, Dietzenbach, Seligenstadt, Niddatal, Großostheim und Hainburg hatten sich auf den Weg gemacht, um dem wahrhaft Stimmigen im Leben nachzuspüren. Die Tour der Reihe GangART unter Leitung des Theologen und Schriftstellers Georg Magirius war aber bewusst nicht dem Geraden, Ganzen, Glatten und Glänzenden gewidmet. Stattdessen führte die Tour in die große Freiheit, unfertig sein zu dürfen.

Lückenhafte Eleganz

Auf dem Bichelberg - Foto von Georg MagiriusZiel der Spirituellen Wanderung war im Südspessart die Ruine Collenburg unweit von Miltenberg, eine einstmals wehrhafte Burg oberhalb des Mains, die dem Landesherrn als Statussymbol galt. Jetzt finden sich von ihr nur noch Reste, verwundet ist der vormalige Dickhäuter und beeindruckt mit einer lückenhaften Eleganz. Dazu bietet die Ruine eine so rauschhafte Offenheit zum Himmel, mit der selbst teurste Cabriots und luxuriöse Lofts kaum konkurrieren können.

Abseits des Kleinkarierten

Rast im Turm - Foto von Georg MagiriusUnd auch das Grün des Spessarts kommt an diesem Ruheort auf so erhebende Weise nahe, wie es selbst die Terrasse eines an den Berg gebauten Superkomforthotels nicht ermöglichen könnte. Denn in der Ruine, die nun nicht gerade mit Sportsgeist und bester Gesundheit prahlt, kann sich eine Durchschnittkreatur aufgehoben fühlen. Anders als an jenen Stätten, wo man in kampfartigem Krampf immer neu das erschütternd kleinkarierte Stück von der angeblichen Unverwundbarkeit des Lebens aufführt.

Die Liebe zum Stückwerk

Rastplatz Ruine Collenburg - Foto von Georg MagiriusAuch Paulus hätte sich in der Ruine Collenberg am rechten Fleck gefühlt, behauptete Magirius. Denn der Apostel, der vielen als Alphatier und Wortgigant gilt, hielt die Risse für das mit Abstand Stärkste im Leben: Im Schwachen könne Gottes Kraft mächtig werden. Das Große, Gewaltige und umwerfend Heldenhafte vergehe, Gottes Liebe zum Stückwerk aber bleibe.

Die Reihe GangART

Gruppenbild mit Gottesmutter - Foto von Gabriele HoffmannDie Reihe GangART hat Georg Magirius mit Regina Westphal 2009 gegründet. Es handelt sich dabei um eine fortlaufende Reihe von Spirituellen Tagenswanderungen durch Spessart, Odenwald, Schwarzwald, Taunus, Rhön, Steigerwald und Haßberge. Bei 37 Touren nahmen bislang 850 Wanderer teil. Die Tour von Stadtprozelten zur Collenburg ist inspiriert von Gedanken und Texten aus Magirius’ Buch “Schritt für Schritt zum Horizont”, das eine Fülle von Anregungen für Einzelwanderer und Pilgergruppen bietet. Es ist unter dem Lektorat von Dr. Esther Schulz im Herder Verlag erschienen.

Die nächsten Touren:

Buchcover: Pilgerbuch von Georg MagiriusDie nächste Tour der Reihe GangART verläuft am Sonntag, 6. Mai 2018 unter Leitung von Pfarrerin Regina Westphal auf dem Grottenweg von Wiesthal nach Heigenbrücken im Hochspessart, Informationen dazu >> hier. Mitte Mai 2018 bietet Georg Magirius unter dem Motto “Spirituell Wandern in der Genusslandschaft Mainfranken” zusammen mit Herder Reisen mehrere Touren hineinander an. Es geht zum Kloster Mariabuchen in Buchental im Mainspessart, ins Fränkische Weinland auf dem Mainweg von Retzbach nach Karlstadt und zur Biblischen Weinprobe nach St. Michael in Lohr, bei der weinglasklar bewiesen wird: Jesus trank Frankenwein. – Fotos: Gabriele Hoffmann, Seligenstadt, und Georg Magirius.

Posted in Spirituelle Wanderungen | Tagged , , , , | Leave a comment

Der Beweis: Jesus trank Frankenwein

Weingut Klüpfel Thüngersheim (c) www.kluepfelweine.deDer Dichter Lessing sprach einst vom garstigen Graben der Geschichte, der zwischen der Enstehungszeit der Bibel und der Gegenwart vergangen sei. Seit Lessing sind nun schon wieder einige Jahrhunderte vorbei. Doch am 16. Mai 2018 ab 19 Uhr in St. Michael in Lohr am Main verliert der Graben seine Garstigkeit, er wird auf köstliche Weise übersprungen. Dann lässt sich bei der Biblischen Weinprobe genau jener Geschmack erleben, den Jesus, Noah oder Salomo im Gaumen spürten. Die Weine aus Altem und Neuem Testament also sind Frankenweine, wird diese Bibelexegese weinglasklar beweisen.

Salomo kam bis nach Thüngersheim

Der Bettina Linck - Foto von Rüdiger DölsTheologe und Schriftsteller Georg Magirius und die Harfenistin Bettina Linck präsentieren Geschichten vom Wein, der laut Hei­liger Schrift „das Herz des Menschen erfreut“ und „mit gutem Mut“ getrunken werden soll. Vier Bi­bel­weine vom Weingut Willibald Klüpfel aus Thüngersheim werden vorge­stellt, die zu trunken-fröhlichen, exakt auf die Weine abgestimmten Geschichten und perlender Harfen­musik genossen werden: Noahs Traumwein, Jesu Wunderwein, Salomos Weis­heitswein und ein feuriger Pfingstwein. Bei so viel Sinneslust darf natürlich auch die eine oder andere biblische Fest- und Liebesgeschichte nicht fehlen.

Baccantische Genüsse

Religiöser Weingenuss Foto von Rüdiger DölsBislang wurde diese Art der Bibelannäherung mit französischen, pfälzischen, rheinhessischen und Weinen aus dem Bündner Land und Israel gefeiert. Die Rheinpfalz urteilt über diese Verbindung von Genuss und Spiritualität: “Informationen, Anekdoten und bacchantische wie musikalische Genüsse flossen auf eine wunderbare Weise zusammen.” Die Bibelweinprobe mit Frankenweinen ist eine Premiere, organisiert und geleitet wird die religiöse Bildungsveranstaltung der etwas anderen Art von Caroline Huber und Meike Röder von Herder Reisen und Katja Seith und Pfarrer Sven Johannsen von der Pfarrgemeinde St. Michael. Fotos: Rüdiger Döls und www.kluepfelweine.de

Posted in Bettina Linck | Tagged , , , , , , , , | Leave a comment

Eine fast fanatisch zu nennende Frechheit

Letizia D'Amico HarfeSie war keine Verächterin der Kunst, das nicht! Aber was sie erschreckte, war das wohltemperiert Durchgestaltete, all dieses immerzu kultuviert Wirkende und stets Angemessene. Wenn jemand klug parlierend Angelegenheiten zur Darstellung brachte, um dadurch gekonnt aufzutreten. Oder wenn man aufhippte und permanent Knalleffekte losließ, aber kurioserweise gerade dadurch bemüht war, sich nur ja in sicherer Entfernung zum tiefen Grund der Emotionen zu bewegen. Also niemals aufrührte oder berührte, sondern stets die Mitte des Angesagten traf. Nur: Mittig empfand Maria nie. Ihre Gefühle schwappten oftmals über, dann konnte sie in einen Rederausch geraten. Oder aber sie war stumm, tauchte in die Stille ab, war ganz für sich, wie in einer anderen Welt. Im Kino ließ sie sich gleich mehrere Filme hintereinander in Bilderfluten fallen. Und eines Nachts bei einem Sommer-Open-Air im Park auch in die Worte eines Künstlers, der die fast fanatisch zu nennende Frechheit besaß, anders als alle anderen keine tolle Show zu bieten. Denn dieser Mann mit Namen Jesus erzählte nur. Sonst nichts.

Das Thema aller Themen

Letizia D'Amico in FrankfurtGeorg Magirius liest diese und andere Liebesgeschichten aus seinem Buch “Traumhaft schlägt das Herz der Liebe – ein göttliches Geschenk” am 5. Mai 2018 im Haus am Dom in Frankfurt. Es ist das Dankeschön der Fachstelle für Büchereiarbeit im Bistum Limburg, die mehr als 700 Ehrenamtliche aus etwa 90 Katholischen öffentlichen Büchereien eingeladen hat. Magirius verknüpft die orientalische Erzähllust der Bibel dabei auf so überraschende Weise mit heutigen Situationen, dass es immer wieder lachen lässt. Musikalisch interpretiert werden die Erzählungen von Letizia D’Amico. Nach ihrem Studium mit Hauptfach Harfe in Italien an der Musikhochschule Turin und am Konservatorium Monopoli studierte sie von 2011-2015 in der renommierten Harfenklasse von Prof. Françoise Friedrich an der Musikhochschule Frankfurt am Main. Sie spielte im Orchester der Oper Frankfurt, dem Göttinger Symphonie Orchester, der Jungen Deutschen Philharmonie und im Orchestra Sao Carlo Lissabon. Während Ihres Studiums wurde sie durch die Stiftung „Yehudi Menuhin Live Music Now Frankfurt am Main e.V.“ gefördeLiebesgeschichten der Bibelrt. Auf Youtube lässt sich ihre Interpretation des Siciliana von Respighi hören und anschauen. Die Leitung der Veranstaltung im Haus am Dom hat Carola Güth, die Leiterin der Fachstelle für Büchereiarbeit im Bistum Limburg.

Georg Magirius, Traumhaft schlägt das Herz der Liebe – ein göttliches Geschenk, mit vielen farbigen Abbildungen von Marc Chagall, Lektorat: Heribert Handwerk, Echter Verlag Würzburg, 14,90 Euro. 978-3429035853.

Posted in Liebesgeschichten | Tagged , , , , , , | Leave a comment

Drei Reisetipps von Gabriele Wohmann

Gabriele Wohmann gilt als Autorin, die so genau wie vielleicht kein anderer Autor der letzten Jahrzehnte in die Alltäglichkeit und die Behausungen in Deutschland geschaut hat. Um ihrer Beobachtungsgabe immer neue Nahrung zu geben, hat sie ihre eigene Behausung immer wieder verlassen.

Wohin mit dem Gepäck?

Aber auch wegen ihrer Lesungen war die 2015 verstorbene „Meisterin der Kurzgeschichte“ (Neue Zürcher Zeitung) eine stetig Reisende, flog mehrfach nach Amerika, reiste mit dem Zug durch Europa. „Mein Lieblingsplatz war im ICE-Großraumwagen die hinterste Bank, wo niemand mehr hinter einem sitzt“, erinnert sich Wohmann in ihrem 2011 veröffentlichten Buch „Sterben ist Mist, der Tod aber schön“. „Gleich habe ich mein Gepäck auf Nachbarsitz gestellt, damit es aussah, als wäre er besetzt. Das waren noch glücklichere Zeiten, ich konnte rauchen im Zug.“

Nicht immer nur die Autobahn

Auch das Reisen mit dem Auto empfand sie als angenehm – als Beifahrerin. Der schnellste Weg war für sie dabei nicht immer der ideale. „Die Bundesstraße hat den Reiz, dass man in den kleinen Orten so viele Leute sieht, wie sie durch den Alltag wuseln. Aber man selbst braucht die Einkaufstasche nicht zu tragen.“

Mitfahren ist das Schönste

Aber Wohmann ist im Auto nicht nur mitgefahrern, sondern hat das Steuer auch selbst in die Hand genommen – allerdings nicht allzu häufig: „Ich habe es einmal versucht, hatte Unterricht bei meinem Mann, in Holland auf der Ferieninsel Texel. Aber ich bin gleich an einen Laternenpfahl und noch an irgendein Auto gestoßen, da haben wir es aufgegeben. Nein, nein, Mitfahren ist das Schönste.“

Unterwegs mit Gabriele Wohmann in Österreich

Der Reiselust von Wohmann, die nicht zuletzt auch wegen ihrer selbst so benannten “Komik des Scheiterns” bekannt geworden ist, widmen sich am 9. Mai 2018 die Radiogeschichten im Österreichischen Rundfunk. Unter dem Titel „Unterwegs mit Gabriele Wohmann“ liest die Burgschauspielerin Christiane von Poelnitz in Oe1 „Die Spange“ und „Es ist nicht genug“ aus Wohmanns Erzählungsband „Fahr ruhig mal 2. Klasse“. Die Gestaltung hat Gudrun Hamböck.

Ein Auswahl von Gabriele Wohmanns schönsten Kurzgeschichten hat der Aufbau Verlag unter dem Titel “Eine souveräne Frau” veröffentlicht, lektoriert von Dr. Angela Drescher, herausgegeben von Georg Magirius. Aktuelle Termine zu Gabriele Wohmann finden sich im WWWW, dem  fortlaufend aktualisierten Terminkalender “Wohmanns Werk wirkt weiter”.

Posted in Gabriele Wohmann | Tagged , , , , | Leave a comment

Wie Religionen Krieg und Frieden stiften

Für Martin Luther King, der heute vor 50 Jahren ermordet wurde, war Gerechtigkeit kein abgehobenes Ideal. Die Vision einer besseren Welt hatte bei ihm eine ganz konkrete Gestalt. Das zeigt sich, als seine Worte 1963 während des Marsches nach Washington einen großen Auftritt haben. Eine Viertel Million Menschen vor Martin Luther King, Millionen am Fernsehen. „Ich habe einen Traum“, sagt er. Und entwirft Bilder von Freiheit, Zukunft und Versöhnung: Kinder von Sklaven­haltern und Sklaven sitzen an einem Tisch. Schwarze und Weiße, Juden, Nichtgläubige, Christen, Protestanten und Katholiken reichen sich die Hände.

Religionen stiften Frieden

Dann sagt Martin Luther King zum siebten Mal: Ich habe einen Traum –  und spricht mit Worten des biblischen Propheten Jesaja: “Ich habe den Traum, dass eines Tages jedes Tal erhöht, jeder Berg und Hügel erniedrigt werden. Die rauen Orte werden geglättet und unebene Orte begradigt werden. Und die Herrlichkeit des Herrn wird offenbar werden, und alles Fleisch wird es sehen.“ Kings umjubelte Rede ist ein Beispiel dafür, wie religiöse Worte Versöhnung gestiftet haben. Die oft als Buch der Bücher bezeichnete Schrift hat indessen auch auf gar nicht heilige Weise gewirkt – bis heute. „Es muss sich nur einmal ein Kanzelredner auf ein Bibelwort versteifen, um es Hörern um die Ohren zu hauen. Die Gemeinde kann nicht widersprechen“, beschreibt Georg Magirius die Problematik im Umgang mit dem weltbewegenden Buch in seiner Sendung im Hessischen Rundfunk.

Religionen säen Krieg

„Mit Bibelzitaten wurden sogar Kriege gerechtfertigt. Zur Zeit der Kreuzzüge galt die Christenheit beispielsweise als riesiges Heer, das in der Gefolgschaft Christi die Heiligen Stätten Jerusalems befreien sollte.“ Nicht unschuldig an der Vorstellung vom Heiligen Krieg sei ein Vers aus dem Lukasevangelium, so Magirius: „‘Die Jünger aber sprachen zu Jesus: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug.‘ Bei den zwei Schwertern, so im 12. Jahrhundert der einflussreiche Theologe und Politiker Bernhard von Clairvaux, handle es sich um weltliches und geistliches Schwert. Und beide seien Kirche und Papst übergeben.“

Alte Worte Foto von Eva GiovanniniDie Sendung „Das Buch der Bücher“ mit den Stimmen von Martin Luther King, den Puhdys, Thomas Hieke, Christian Führer, Friedrich Karl Barth, Erich Zenger, Arnold Stadler kostenfrei auf dem Bildungsserver des Landes Hessen >> hören. Das Manuskript >> lesen. Sprecher: Volker Kraeft, Jörg Krumpholz, Regie: Burkhard Schmid, Redaktion: Dr. Arne Kapitza.

Foto: Eva Giovannini.

Posted in Arnold Stadler | Tagged , , , , , , | Leave a comment

Fünf Tipps für Krisenzeiten

Sich ein Taschentuch geben lassen, aber eins aus Stoff, nicht aus Papier. Ein neues Hemd anziehen, denn Kleinigkeiten sind entscheidend. Die Optimismus in der Stadtkirche Groß-Gerauschönste Himmelsrichtung wiederentdecken, nämlich den Blick nach oben. Von dort kommen alle Träumer, Kinder und die Schneeflocken. Sich vom Prinzip Hoffnung leiten lassen, dessen Arbeit ins Gelingen verliebt ist, nicht ins Scheitern. Und? Apfelkuchen backen und ihn auch essen. Das sind Tipps der Hoffnungstour “Heute, da das Wünschen wieder hilft”, deren Erlöse zu hundert Prozent dem Optimismus zugute kommen. Nach dem Auftakt in Groß-Gerau gastieren der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius und die Harfenistin Bettina Linck am 23. März 2018, 21.30 Uhr, in der Evangelischen Kirche in Reinheim-Ueberau.

Wenn es Nacht wird, geht die Tür auf

Dann liest Magirius aus “Gute Wünsche aus der Bibel”, Linck spielt die Sonate K. 198 von Domenico Scarlatti, Esquisse von Henriette Renié, Air von Johann Sebastian Bach, Ev. Kirche Ueberau Foto (c) Tim BessererScherzetto von Jaques Ibert, Chanson de mai und Petite valse von Alphonse Hasselmans. Die Konzertlesung ist Teil der Offenen Nacht der Kirche. Unter dem Motto „Die Kraft des Wünschens“ laden der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) Reinheim und die Evangelische Kirchengemeinde Ueberau ein. Der Posaunenchor der Evangelischen Kirche gibt ein Konzert. Zu hören sind außerdem von Gerrit Langenbruch frei erzählte Märchen, es gibt ein Mitternachtsmahl und eine Taizé-Andacht, gestaltet von Pfarrer Simon Körber. Die Leitung hat Pfarrerin Meike Obermann. Foto (c): Tim Besserer.

Georg Magirius, Gute Wünsche aus der Bibel, 64 Seiten, Hardcover, Herder Verlag 2016, mit zahlreichen Fotos, Lektorat: Dr. Dietrich Voorgang, ISBN 978-3-445132-871-8, 10.00 Euro. Achtung: Am 30. Juli 2018 gastieren Georg Magirius und die Harfenistin Clara Simarro Röll mit dem Programm in der Rutkirche in Dietzenbach, 19.00 Uhr >> Informationen.

Posted in Bettina Linck | Tagged , , , , , , , , | Leave a comment

Frühlingswind im alten Gemäuer

Collenburg im SüdspessartUnter dem Motto „Frühlingswind im alten Gemäuer” bietet der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius am Samstag, 28. April 2018 eine Spirituelle Wanderung von Stadtprozelten zur Collenburg im Südspessart an. (Rückblick auf die Tour im Fotos >> hier.) Die Gruppe bildet sich für die Pilger-Tagestour der Reihe GangART neu, geht zum ersten Mal. Ideal ist die Wanderung für all jene, die Lust am Aufbruch spüren und die Zwänge des Alltags zurücklassen wollen. Die Tour bietet einen Kontrapunkt zum gegenwärtigen Lebensgefühl, ein möglichst optimales oder gar perfektes Leben führen zu müssen. Deswegen ist das Tempo auch nicht auf eine leistungsfetischistsche Weise hoch, sondern gemächlich. Immer wieder werden Pausen eingelegt.

Kurvenreichtum

Steinbrüche im Maintal bei DorfprozeltenDurchs Maintal geht es an waldreichen Spessarthügeln entlang, die infolge ihrer Steinbrüche nicht ganz unversehrt, aber sehr romantisch sind. Wegen der Hügel verläuft die Tour auch nicht auf einem Höhenniveau, sondern in einem abwechslungsreichen Auf und Ab. Dazu nimmt sich der Weg die Freiheit, den glatten Asphalt sein zu lassen. Damit aber nicht genug der ungebügelten Elemente! Denn es geht nocht nicht einmal effektiv geradeaus, sondern in Windungen. Was an den Lauf des Mains erinnert, dessen Kurvenreichtum sich von oben bestaunen lässt. Das kann sprachlos machen, was allerdings niemandem peinlich sein muss. Denn eine Etappe wird ohnehin schweigend gegangen. Das Ziel ist die in ihrer lückenhaften Existenz erhaben wirkende Collenburg.

Die Daten zur Tour

Collenburg im Licht„Frühlingswind im alten Gemäuer”, Spirituelle Wanderung der Reihe GangART, 28. April 2018. Länge: 12 Kilometer, reine Gehzeit: ca. 4 Stunden, der Weg beeinhaltet drei nennenswerte, aber gut zu bewältigende Anstiege. (Rückblick auf die Tour im Fotos >> hier.) Ausgangspunkt und Endpunkt der Tour liegen an der Strecke des zwischen Crailsheim und Aschaffenburg verkehrenden Regionalexpresses. Gemeinsame Anreise per Bahn von Frankfurt oder Seligenstadt aus möglich.

Die Reihe GangART

Georg Magirius leitet seit 2009 Spirituelle Tagestouren in Schwarzwald, Odenwald, Haßberge, Steigerwald, Spessart, Rhön und Taunus. Bei bislang 36 Touren nahmen mehr als 800 Pilger teil. Zuletzt von ihm erschienen: Frankenglück. 33 Orte zum Staunen und Verweilen.

Posted in Allgemein | Tagged , , | Leave a comment