Zauberhafte Leseförderung

Biblische Liebesgeschichten mit Harfenklang im Haus am Dom - Foto von Monika ReuscherBüchereien werden immer mehr zu Pastoralen Räumen. Das hat Carola Güth, Leiterin der Fachstelle für Büchereiarbeit im Bistum Limburg, am 5. Mai 2018 im Frankfurter Haus am Dom gesagt. Anlass war die Dankeschönveranstaltung für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu der mehr als 70 Engagierte aus Taunus und Westerwald, vom Rhein, Main und von der Lahn nach Frankfurt gereist waren (Fotos  von Monika Reuscher. Zum Vergrößern Bilder anklicken).

Kapuzenfrei

Gespräch im Haus am Dom - Foto von Monika Reuscher Laut Güth ist eine Bücherei kein Ort, an dem sich Sozialphobiker in Kapuzen mit Medienstoff eindeckten, um dadurch einmal mehr ihren persönlichen Rekord in Sachen Weltabgewandtheit brechen zu wollen. Selbst als Klischee habe die Vorstellung der Bücherei als einem Ort, an dem allenfalls geflüstert werden dürfe, abgedankt. Katholische öffentliche Büchereien böten die Möglichkeit, mit Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Konfessionen und Religionen in Kontakt zu kommen. Dazu seien sie ein Raum für außergewöhnliche Veranstaltungen, nicht selten die einzige Verbindung zur Kirche. Und es gebe eine Vielzahl an Projekten und Seminaren, die die Leselust förderten.

Große und kleine Helden

Letizia D'Amico Haus am Dom Foto von Monika ReuscherSo weckten Engagierte der Büchereiarbeit im Bistum Limburg die Lesefreude etwa innerhalb der Initiative „Wir sind LeseHelden“. Das Projekt ist gedacht für Kinder von vier bis zehn Jahren, die aus bildungsbenachteiligten Familien kommen. Die meist männlichen, mitunter jugendlichen Vorleser (die großen Helden) tauchen mit den Kindern (den kleinen Helden) in eine fantastische Geschichte ein. Nach dem Wiederauftauchen ist der Zauber nicht zu Ende. Die Geschichte wird gespielt, Gehörtes wird gemalt oder Gegenstände, die in der Erzälung vorkommen, werden durch Basteln begreifbar.

Bezaubernd und verzaubernd

Letizia D'Amico Georg Magirius Haus am Dom Foto von Monika ReuscherBei der Dankeschön-Veranstaltung im Haus am Dom wurden 17 Ehrenamtliche für insgesamt 340 Jahre Mitarbeit ausgzeichnet. Bei dem alljährlichen Dank kommt es stets zu einer Autorenlesung. So stellte 2017 Maja Nielson ihr Buch „Glaube versetzt Berge“ über Martin Luther vor. 2018 las Georg Magirius aus seinem Buch “Traumhaft schlägt das Herz der Liebe – ein göttliches Geschenk”. Er wurde, urteilt die Website der Fachstelle für Büchereiarbeit im Bistum Limburg, “auf be- und verzaubernde Art und Weise von Letizia D’Amico an der Harfe begleitet.”

Georg Magirius, Traumhaft schlägt das Herz der Liebe – ein göttliches Geschenk, mit vielen farbigen Abbildungen von Marc Chagall, Lektorat: Heribert Handwerk, Echter Verlag Würzburg, 14,90 Euro. 978-3429035853.

About Buero Magirius

Über spirituelle Spaziergänge und andere Tritte des Schriftstellers Georg Magirius.
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