Kein Weinen mehr

Die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod ist kein christliches Privileg, sondern in vielen Religionen verbreitet, hat der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius am Ostersonntag 2014 im Bayerischen Rundfunk gesagt. Sein Essay “Die Stimme des Weinens wird man nicht mehr hören” handelt von Aufstehen und Auferstehung im Alten Testament. (Zum >>> Manuskript – Jetzt in der ARD-Mediathek hören.) Im Alten Testament finden sich viele Symbole und Geschichten wider den Tod, in der Bibel wird somit nicht allein von Christi Auferstehung berichtet. Stattdessen gebe es laut Magirius “einen wildwüchsigen Hoffnungsreichtum, der anregen kann, die eigenen Lebensträume nicht verarmen zu lassen.”

Slapstick im Grab?

Erzählt wird, wie Knochen zusammengesetzt und mit Fleisch umhüllt werden. Ein Totengeist wird aus der Erde gerufen.Versprochen wird, dass Kinder 100 Jahre alt werden und man die Stimme des Weinens nie mehr hören werde. Einer fällt slapstickartig ins Grab und fängt zu leben an. Ein anderer geht über den Jordan und wird von einem Wettersturm gen Himmel gerissen. Verbreitet sei im Alten Testament freilich auch die Vorstellung, dass Gott aus einem todesähnlichen Zustand befreit und zurück ins hiesige Leben ruft. Manche würden, so der Autor der Sendung, in alledem das Einzigartige der Auferstehung Jesu vermissen. Doch Christus selbst habe laut Neuem Testament sein Leiden und Auferstehen nicht ohne Rückgriff auf die Tora und die jüdischen Propheten erklärt.

Die Stimme des Alten Testaments

“Die Stimme des Weinens wird man nicht mehr hören. Aufstehen und Auferstehung im Alten Testament”, ein Feature von Georg Magirius mit Musik von Johannes Brahms und Arvo Pärt, Ostern 2014, zum >>> Manuskript – Wiederholung im Hessischen Rundfunk 2016 über ARD-Mediathek jetzt >> hören). Redaktion: Wolfgang Küpper. Ton: Armin Herzog (Funkhaus am Dornbusch). Birgitta  Assheuer, Erzählerin der Sendung, arbeitet als Sprecherin für Hörfunk und Fernsehen. Produktionen mit ihr wurden mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet. Moritz Stoepel, die Stimme des Alten Testaments, ist Schauspieler und Sprecher für Hörfunk und Fernsehen. Als Solokünstler agiert er in eigenen literarisch-musikalischen Theaterprojekten, mit denen er im In- und Ausland gastiert. Für herausragende künstlerische Arbeit wurde ihm der Harlekin-Preis der Stadt Frankfurt verliehen. Foto: (c) Büro Georg Magirius.

About Buero Magirius

Über spirituelle Spaziergänge und andere Tritte des Schriftstellers Georg Magirius.
This entry was posted in Birgitta Assheuer, Moritz Stoepel and tagged , , , , , , . Bookmark the permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>