Die Folgen der Fantasie

In der Welt der Fakten und Fake-News hat es die Fantasie schwer: Träume und Wünsche seien vielleicht schön, aber wirkungslos, heißt es. Und dennoch verschwindet der Glaube an die Kraft der guten Wünsche nicht. An Fest- und Feiertagen hört man sie und noch immer jeden Tag morgens und abends. Und sie bleiben nicht ohne Folgen, sind Philosophen und Theologen überzeugt. Die halbstündige Sendung von Georg Magirius über die fantastischen Folgen des Wünschens vom 1.1.2019 lässt sich als Podcast kostenfrei hören > hier. Das Manuskript lesen > hier. Sprecherin: Birgitta Assheuer, Ton: Anette Eickholt,  Harfe: Bettina Linck, Musikaufnahme: Robert Foede. Redaktion: Dr. Lothar Bauerochse.

Drei Tipps für eine bessere Kommunikation

Die Fähigkeit, manchmal überhaupt gar nichts zu sagen, kann zu einer besseren Kommunikation führen. Das behauptet der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius im Logo Deutschlandfunk Deutschlandfunk in der Sendung “Am Sonntagmorgen” am 8. Juli 2018. (jetzt >> hören.) Damit stellt er die oft als Allheilmittel gehandelte Empfehlung für eine bessere Verständigung in Frage, die lautet: “Reden, reden, reden. Wir müssen endlich reden!”

Kommunikationsmuster aufbrechen

In der Sendung “Hemmungslos still” argumentiert Magirius stattdessen mit einer Geschichte, in der die Lautlosigkeit zu einer außergewöhnlichen Verständigung führt. Erzählt wird von einer Frau, die als schweigsam gilt. Als zurückhaltend lässt sie sich jedoch nicht gerade charakterisieren. Im Kino schaut sie oft mehrere Filme hintereinander.Bettina Linck Deutsche Philharmonie Merck Konzertharfe Foto von Rüdiger Döls Bei einem Sommer-Open-Air-Festival begegnet sie einem Mann, der viele Worte von sich gibt, mit dem sie aber kein einziges Wort wechselt. Laut Magirius kann gerade solch eine vermeintliche Einbahnstraßen-Kommunikation festgefahrene Verständigungsmuster aufbrechen.

Bis zu 40 Tage Schweigen

Bei dem Festival bieten Bands und Künstler eine effektgeladene Show, dieser Mann tritt auf die Bühne, setzt sich, erzählt. Sonst nichts. Mehreren Berichterstattern zufolge begrenzt sich der Mann zwischen seinen Auftritten enorm, legt Schweigephasen von bis zu 40 Tagen ein. Womöglich deshalb trifft sein Erzählen die Kinoliebhaberin tief. Kurz darauf kommt es zu einer Entgrenzung: Zwischen beiden entsteht ein von ihr ausgehender Kommunikationsfluss, der sich fast schon als Verständigungsekstase bezeichnen lässt. Die Stille und ein über alle Maßen teures Parfüm spielen dabei eine wichtige Rolle.

Die drei Tipps auf einen Blick

Grenzenloses Erzählen, Stille und ein von einem kostbaren Geruch erfüllter Kommunikationsraum – das sind die Empfehlungen für eine bessere Verständigung aus Magirius’ Radioessay. Die Sendung ist angeregt von dem Buch “Traumhaft schlägt das Herz der Liebe – ein göttliches Geschenk.” Musikalisch interpretiert wird die Sendung von der Harfenistin Bettina Linck (Foto: Rüdiger Döls). Sie kommentiert die Argumentationen mit dem Lento aus der Sonate pour harpe von Germaine Tailleferre,  mit Auf Matin aus der Etude de harp von Liebesgeschichten der BibelMarcel Tournier und dem Moderato aus der Sonate in c-moll von Giovanni Battista Pescetti (Tonmeister: Robert Foede) Sendungsaufnahme: Anke Maria Adam (Funkhaus am Dornbusch). Die Redaktion der Sendung hat Frank-Michael Theuer. (jetzt >> hören.)

Georg Magirius, Traumhaft schlägt das Herz der Liebe – ein göttliches Geschenk, mit vielen farbigen Abbildungen von Marc Chagall, Lektorat: Heribert Handwerk, Echter Verlag Würzburg, 14,90 Euro. 978-3429035853.

Das Ende des Unabänderlichen

Wer sich in der Welt behaupten will, geht zum Kampfsport oder in den Selbstverteidigungskurs. Noch wirkungsvoller können Träume, gute Wünsche und Märchen sein. Das hat der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius in seinem Essay „Die Kraft der guten Wünsche“ im Deutschlandfunk am 8. Mai 2016 gesagtBettina Linck Foto von Ernst Huber (Sendung lesen oder jetzt kostenfrei >> hören), Redaktion: Frank-Michael Theuer. Dem Traumhaften werde vielfach unterstellt, in der Welt der Kämpfe und Debatten nichts auszurichten.

Nachweisbare Wirkung

Dabei können gute Wünsche die Welt verändern, zumindest einen Menschen, heißt es in der Sendung, die von der Frankfurter Harfenistin Bettina Linck musikalisch gestaltet wird. „Denn wer einem anderen Gutes sagt, malt damit ein Bild, in das dieser hineinspazieren kann, in dem er Atem findet, sich erproben und ausstrecken kann.“ Die Macht des Wünschens und Fabulierens habe nachweisbare Wirkungen in der oft so genannten harten Realität. „Wenn dir jemand Gutes will, wächst du in das Gute hinein. Das vermeintlich Unabänderliche wird aufgebrochen.“

Das Dunkle wird nicht ausgesperrt

Sich an der Kraft guter Wünsche zu orientieren, bedeute nicht, alles nett zu finden: „Wer Wünsche hat, verschließt die Augen nicht vor Kurven, Brüchen und Schieflagen. Sie sind gerade der Grund dafür, dass man auf Gutes hofft. In der Bibel jedenfalls wird das Dunkle nicht ausgesperrt.“ Deswegen sei die Bibel ein realitätsnahes Buch und eine bemerkenswerte Quelle des Wünschens. Um sie frei fließen zu lassen, komme es darauf an, „sie nicht allein mit Vernunft und distanziert zu betrachten.“ So gebe es unter Theologen „einen akademischen Übereifer, der alles Zauberhafte, Märchenhafte und erschütternd Schöne der Bibel erstickt.“

Friede für die Unzufriedenen

Biblische Worte entfalteten ihre Potenzialität jedoch, wenn man sie eher als Poesie denn als Diskussionsgegenstand verstehe. „Sie stimmen friedlich, gerade wenn man mit der Welt nicht immer zufrieden ist.“ – Bettina Linck spielt aus Première Arabesque von ClaudeGeorg Magirius Gute Wünsche aus der Bibel - Das biblische Land bei Tübingen Debussy, der Pssacaglia g-moll von Georg Friedrich Händel, der Etude de concert von Felix Godefroid, Feuilles d’attemps von Alphonse Hasselmans. Im Zentrum steht die Air aus der Orchestersuite No.3 von Johann Sebastian Bach.

„Die Kraft der guten Wünsche“, Deutschlandfunk, 8. Mai 2016, Sendung >> lesenjetzt >> hören, Ton: Natalie Truchseß, Musikaufnahme: Tonmeister Robert Foede. Die Sendung ist inspiriert vom Buch: Gute Wünsche aus der Bibel, Herder Verlag 2016, mit zahlreichen Fotos, Lektorat: Dr. Dietrich Voorgang.

Die wahren Global Player

Die Armen sind die wahren Player im Weltgeschehen. Das hat Georg Magirius in der Sendung „Der lange Weg zur Freude“ am 6. September 2015 im Hessischen Rundfunk gesagt, hr2-Kultur, Camino (Manuskript >> lesen.) Die Sendung handelt von dem mehr als 2000 Jahre alten Buch der Psalmen, das aus den heute vielfach zitierten Sachzwängen herausweisen kann. Nicht Gott, irgendwelche Institutionen, Experten oder geistiche Führer geben in diesem biblischen Buch Anweisungen, denen andere untertänigst zu folgen haben, sondern umgekehrt: Verzweifelte, Verletzte, Traurige und Gefangene gelten als die wahrhaft moralische Institution. Sie opponieren gegen die Selbstsüchtigen und fordern Gott dazu auf, sich zu bessern.

Rebellisch und alt

Das wohl rebellischste Buch der Bibel rechnet mit selbst ernannten Traditionalisten ab, die den Status quo als angeblich von Gott sanktionierten Idealzustand verteidigen und dabei ganz nebenbei von der von ihnen ausgerufenen Unabänderlichkeit profitieren. Dennoch sind die Psalmen traditionell, aber anders als die Traditionalisten. Inspiriert sind sie von der Urerfahrung der Bibel, dem Exodus, der laut Forschern ältesten Überlieferung der Heiligen Schrift. Diese Tradition erzählt von einer Änderung, der Befreiung eines ganzen Volkes aus der Sklaverei, einer Erfahrung aus der Vergangenheit, die sich laut Psalmen freilich jederzeit vergegenwärtigen kann.

Die Stimme der Schwachen

So verwundert es nicht, dass die Psalmen von Anfang an kein Buch des Adels waren – und auch nicht der Theologen. Viele der Gesänge sind Wallfahrtspsalmen, wurden auf dem Weg gesungen, es sind Lieder der Straße. Königlich ist anGesänge der Leidenschaft - Cover des Buches von Georg Magirius über die Psalmen ihnen: Die Verletzten werden geadelt. Es wird Partei für die Schwachen ergriffen – noch mehr! Die Psalmen sind die Stimmen der Schwachen, wie eine Stelle aus Psalm 10 belegt: “Steh auf, HERR! Gott, erhebe deine Hand! Vergiss die Elenden nicht! Du siehst es doch, denn du schaust das Elend und den Jammer; es steht in deinen Händen. Die Armen befehlen es dir.”

Der lange Weg zur Freude. HR 2, Camino, 6. September 2015 (Manuskript lesen.) Ton: Stefan Tasler, Regie: Georg Magirius, Sprecherin: Birgitta Assheuer, Sprecher: Moritz Stoepel. Harfe: Bettina Linck, Aufnahme Konzertharfe: Dipl.-Tonmeister Robert Foede, Redaktion: Dr. Lothar Baucherochse. Zum Thema der Sendung ist von Georg Magirius erschienen: Gesänge der Leidenschaft. Die befreiende Kraft der Psalmen, Lektorat: Heide Warkentin, Claudius Verlag 2015.

Kühle Kicks für heiße Zeiten

Bettina Linck - Foto von Petra WinkelhardtWie kühles Seewasser, heftiger Wellengang und ein philosophisch gestimmter Bademeister in Kombination mit heißem Kaffee in Euphorie versetzt, beantwortet die Reihe Lesezeichen vom 17. bis 19. August 2015 im ERF-Radio, jeweils 15.00-15.30 Uhr (Wdh. 19.30 / 22.30 // 1.30 / 3.30). Georg Magirius liest aus “Erleuchtung in der Kaffeetasse”, die Harfenistin Bettina Linck (Foto: Petra Winkelhardt) spielt Première Arabesque von Claude Debussy, Passacaglia in g-moll von Georg Friedrich Händel, Chansons de mai von Alphonse Haselmans, Piece Symphonique von Henriette Renié und “Pack die Badehose ein”. Außerdem zu hören sein wird eine Etude de concert von Felix Godefroid, in der sich Linck laut Stefanie Steinert vom Darmstädter Echo vom 15. Juni 2015 “mit brillantem, feinfühligem Spiel als Meisterin ihres Faches” erweist. – Ton: Robert Foede, Redaktion und Moderation: Angelika Fries. Den Ausschnitt “Flirten in der Bibel” kostenfrei vorab hören >>> hier.

Der lange Weg zur Freude

Wie wird aus Verzweiflung Freude? Darum geht es in der Sendung von Georg Magirius über die Psalmen im Bayerischen Rundfunk, BR2, 10. Mai 2015, (Manuskript >> lesen). Die Psalmen gehören zu den großen spirituellen Schätzen der Menschheit. Obwohl mehr als 2000 Jahre alt, faszinierten die biblischen Lieder noch immer. “Allein schon das Finale! Von einem Happy End zu sprechen, wäre untertrieben. Denn das Psalmenbuch mündet in einen rauschhaften Jubel”, heißt es in der Ankündigung des Bayerischen Rundfunks. Überraschend sei das, weil der überwiegende Teil des Buches aus Enttäuschung, Schmerz und Klage bestehe. Dass dieser Umschwung möglich werde, habe damit zu tun,  dass diese GesängFunkhaus am Dornbusch: Moritz Stoepel und Birgitta Assheuer in der BR-Produktion "Die Stimme des Weinens wird man nicht mehr hören" - Foto (c) Büro Magiriuse nicht dem Anspruch folgen, möglichst ausgeglichen, souverän und sachlich sein zu müssen.

Wut und Glück

“Sie suchen nicht das kleine, sondern das große Glück. Es handelt sich um einen Sturmwind der Gefühle, um Lieder der Straße, womöglich gar das radikalste, rebellischste und menschlichste Buch der Bibel”, heißt es in der Sendung. “Es weist den Weg zur Freude, indem es die Wut auf Gegner, Ungerechtigkeit und Gott nicht übergeht.” Gesprochen wird das Essay von Birgitta Assheuer und Moritz Stoepel, mehrere Produktionen mit ihnen wurden mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet. Die Musik stammt aus “Alleluja! Lobet den Herren” von Heinrich Schütz, (SWV 38, Psalm 150, gesungen von The Choir of Trinity College Cambridge unter Leitung von Richard Marlow. Dazu ist Harfenmusik von Gabriel FauréGesänge der Leidenschaft - Cover des Buches von Georg Magirius über die Psalmen, Henriette Renié und Giovanni Battista Pescetti zu hören, interpretiert von der Konzertharfenistin Bettina Linck.

Der lange Weg zur Freude. Warum die Psalmen Wut und Klage nicht übergehen, Katholische Welt, BR2, 10. Mai 2015 >>> jetzt HÖREN, Manuskript >>> lesen. Ton: Stefan Tasler, Regie: Georg Magirius, Aufnahme Konzertharfe: Dipl.-Tonmeister Robert Foede, Redaktion: Wolfgang Küpper. Zum Thema der Sendung ist von Georg Magirius das Buch erschienen: Gesänge der Leidenschaft. Die befreiende Kraft der Psalmen, Claudius Verlag 2015.

Die Jubiläumtour “10 Jahre 7 tote Ehemänner”

“Angeregt von Musikalität, Witz und Poesie der Bibel verstören, trösten und beleben die Harfenistin Bettina Linck und der Schriftsteller Georg Magirius seit 2005 ihr Publikum.” Offenbach Post “Traditionell und überraschend modern, musikalisch furios und anrührend komisch.” Frankfurter Allgemeine Zeitung

2016

Aktuelle Termine der Formation >> hier.

02. September, Wiesbaden, Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Ringkirche, Nacht der Kirche, Leitung: Dr. Sunny Panitz – Rückblick

19. Mai, Ludwigshafen-Friesenheim, DBZ-Keller, Die biblische Weinprobe im ausverkauftem Keller, Leitung: Olaf Peters – Rückblick

08. Mai, Deutschlandfunk, Die Kraft der guten Wünsche – Redaktion: Pfarrer Frank-Michael Theuer – Sendung hören und lesen

14. Februar (Valentinstag), Groß-Gerau, Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Lesung aus “Traumhaft schlägt das Herz der Liebe”, Ev. Stadtkirche, Leitung: Pfarrer Helmut Bernhard – Rückblick auf die Konzertlesung vor knapp 200 Besuchern >>> HIER <<<

Aktuelle Termine der Formation >>>> hier.

2015

o8. November, Ober-Ramstadt: Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Lesung aus “Traumhaft schläg das Herz der Liebe”, Leitung: Claudia Schlaak, Pfarrerin Nicola Bültermann-Bieber > MEHR <

06. November, Kaiserslautern: Sein wie die Träumenden, Lesung “Sein wie die Träumenden“, Citykirche Kaiserslautern, Leitung: Pfarrer Stefan Bergmann > Rückblick mit Pressestimmen > HIER <

27. September, Malans / Graubünden: Festgottesdienst zum Weinfest, Leitung: Pfarrerin Dr. Helke Döls >> Rückblick mit Fotos auf die Weinprobe vor 400 Besuchern <<

26. September, Malans / Graubünden: Die biblische Weinprobe, Lesung u.a. aus “Traumhaft schläg das Herz der Liebe”, Leitung. Pfarrerin Dr. Helke Döls > Rückblick mit Fotos auf die Weinprobe vor 400 Besuchern <<

25. September, Bad Bellingen (Markgräfler Land): Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Ev Kirche, Leitung: Pfarrerin Gabriele Seibert-Graf

19. September, Mühlheim-Dietesheim: Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Ev. Friedensgemeinde (Kultur-Eventkirche), Lesung aus “Traumhaft schläg das Herz der Liebe”, Gustav-Adolf-Kirche Dietesheim, Leitung: Pfarrer Ralf Grombacher > Informationen <

06. September, Hessischer Rundfunk: Der lange Weg zur Freude. Warum die Psalmen Wut und Klage nicht übergehen, inspiriert von “Gesänge der Leidenschaft“, hr2-kultur, Camino, Redaktion: Dr. Lothar Bauerochse > Informationen <

17./18./19. August 2015, ERF-Radio, Lesung aus “Erleuchtung in der Kaffeetasse” Lesezeichen, Ton: Robert Foede, Redaktion: Angelika Fries > MEHR <

10. August 2015, Offenbach-Post, “Tödliche Hochzeitsnacht mit Sara” – Porträt zu 10 Jahre “Harfe trifft auf Literatur” von Michael Hofmann >> lesen

19. Juni, Hasselroth-Niedermittlau, Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Lesung aus “Traumhaft schläg das Herz der Liebe”, Ev. Laurentiuskirche, Leitung: Pfarrerin Anne Rudolph, Sascha Gourdet >>> Informationen > >> “Die traumwandlerische Sicherheit der Harfenistin, die ruhige und fast weiche Stimme des Erzählers ergänzen sich so kongeniao, dass es sich für die Besucher schon nach wenigen Passagen fast so darstellt, als gebe es keine andere und schon immer gehörte Verrbindung zwischen Harfe und Lesung.” Herbert Huth, Gelnhäuser Neue Zeitung

10. Mai, Bayerischer Rundfunk: Der lange Weg zur Freude. Warum die Psalmen Wut und Klage nicht übergehen, inspiriert von “Gesänge der Leidenschaft“, Redaktion: Wolfgang Küpper > Informationen <

29. April, Bielefeld: Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Ev.-ref. Süsterkirche, “Traumhaft schläg das Herz der Liebe”, Veranstalter. Ev. Stadtkantorat, Leitung: Kirchenmusikdirektorin Ruth M. Seiler >> Informationen >>“Inspiriert von der orientalischen Erzähllust der Bibel, die auf erstaunliche Art und Weise mit heutigen Alltagssituationen verknüpft wird.” Neue Westfälische Nachrichten

19. März, Nürnberg: Sein wie die Träumenden, Ev-luth. Kirche St. Jobst, Lesung aus “Traumhaft schläg das Herz der Liebe” und “Sein wie die Träumenden“, Leitung: Studienleiterin Susanne-Katrin Heyer und Pfarrerin Silvia Jühne – Rückblick

13. März, Egelsbach: Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Ev. Kirche, Lesung aus “Traumhaft schläg das Herz der Liebe”, Leitung: Frank Hoffmann (1. Vorsitzender des Freundeskreises der Ev. Kirche) >> “Kulturgenuss vom Feinsten geboten.” Nicole Jost, Frankfurter Neue Presse

08. Februar, Deutschlandfunk: Lieder voller Leidenschaft. Die Poesie der Psalmen, inspiriert von “Gesänge der Leidenschaft“, Redaktion: Frank-Micheal Theuer – Sendung jetzt direkt  >>> HÖREN – Manuskript >> LESEN

01. Februar, Loßburg-Schömberg: Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Lesung aus “Traumhaft schläg das Herz der Liebe”, Hofbauernhof, Leitung: Roland Lübbertsmeier, Initiatorin: Linde Sewig >> „Angeregt von der Bibel und der Liebe, die befreienend lachen lassen.“ Schwarzwälder Bote Rückblick

04. Januar, Hessischer Rundfunk: Mitten ins Herz, Sendung mit Harfenmusik von Bettina Linck, Redaktion: Dr. Lothar Bauerochse

Aktuelle Termine der Formation >> >> hier.

Die befreiende Kraft der Emotionen

Die weit verbreitete Forderung nach innerer Ausgeglichenheit mache viele Menschen krank. Das hat der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius im Deutschlandfunk gesagt (“Lieder voller Leidenschaft”, 8. Februar 2015 – jetzt direkt  >>> HÖREN – Manuskript >> LESEN). Der Sendung über die Poesie der biblischen Psalmen zufolge seien heute ein kontrollierter Optimismus und eine Freundlichkeit akzeptiert, die das Ausgelassene abgelegt hat. Kennzeichen dafür sei ein kalkulierter Tonfall unter Verwendung formalhafter Textbausteine, verbunden mit der steten Beigabe von Informationen, Die Frankfurter Harfenistin Bettina LinckDaten, Fakten. Die Unterdrückung großer Gefühle jedoch könne Menschen deprimieren. Gerade das Eliminieren-Wollen angeblich negativer Emotionen wie Enttäuschung und Wut behindere innere Antriebskräfte.

Gegenkraft

Das religiös-ästhetische Essay stellt in Dialog mit der Harfenistin Bettina Linck die Psalmen als befreiende Gegenkraft vor. Das biblische Buch der Lieder führe in die Welt der Musik und einer außergewöhnlichen Bildersprache. Die Psalmen seien ein Sturmwind der Gefühle, ein fulkminantes Konzert der Stimmen. Auch im biblischen Buch der Lieder finde sich der Wunsch nach innerem Frieden. Aber dieser habe eine Chance, weil Emotionen nicht gefesselt würden. Stattdessen gebe es Verzweiflung, Klage und Enttäuschung, dazu Wut auf Lügner, Gegner und intrigante Menschen. 

Radikal ehrlich

Auch Wut auf Gott sei anzutreffen: “Es wird der offene Konflikt gesucht, die Aggression in Musik gelegt und im Gebet ausgelebt. Deswegen handelt es sich bei den Psalmen um keinen spirituellen Kauderwelsch, sondern um Weltliteratur. In ihnen haben sich radikal ehrliche, menschliche und rebellische Klänge vereinigt.  Die Psalmen wollen dazu ermutigen, die Sehnsucht nach dem großen Glück nicht aufzugeben.“ – Die Frankfurter Konzertharfenistin Bettina Linck spielt aus Gesänge der Leidenschaft - Cover des Buches von Georg Magirius über die PsalmenChanson de mai von Alphonse Hasselman,  der Sonate c-moll von Giovanni Battista Pescetti und dem Impromptu op.86 von Gabriel Fauré. Von Georg Magirius erscheint im März 2015 im Claudius Verlag das Buch „Gesänge der Leidenschaft. Die befreiende Kraft der Psalmen“.

Lieder voller Leidenschaft. Die Poesie der Psalmen, Deutschlandfunk, Am Sonntagmorgen, 8. Februar 2015, Musikaufnahme: Robert Foede. Gesamtaufnahme: Wolfgang Kinsel (Funkhaus am Dornbusch), Redaktion: Pfr. Frank-Michal Theuer. Jetzt direkt >>> HÖREN >>> Manuskript

Wie sehen Engel aus?

Wie sprechen Engel, wie sehen sie aus? Kommen sie einzeln oder in Scharen? Wie sind sie organisiert? Kann man sich von ihnen beschützen lassen? Begegnet man Engeln in Menschen? Und kann man anderen ein Engel sein? Auf diese Fragen antwortet der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius am 1. Weihnachtsfeiertag im Bayerischen Rundfunk, 25. Dezember 2014, Katholische Welt auf >>>> Bayern2Radio (Sendung jetzt über die ARD-Mediathek direkt >>> hören >>>> Manuskript). Zu hören ist außerdem Harfenmusik von Bettina Linck, Aufnahme: Robert Foede, Ganzton.de. Die Redaktion der Sendung hat Wolfgang Küpper, Ton der Gesamtaufnahme: Reiner Heils, Regie: Birgitta Assheuer.

Forschungsreise zum Weihnachtsfrieden

Bettina Linck und Georg Magirius während der Nacht der Kirchen in der Auferstehungskirche in Bad VilbelIn einer Zeit, die für viele mit Unruhe und Hektik verbunden ist, zeigt die Konzertlesung in der Evangelischen Friedensgemeinde in Darmstadt einen Weg zum Weihnachtsfrieden, Freitag, 12.12.2014, 19.30 (als Radiofassung in ERF-Plus, 14./15.12., Lesezeichen). Die Konzertharfenistin Bettina Linck und der Schriftsteller Georg Magirius lassen sich von den Nebenfiguren der biblischen Weihnachtsgeschichte leiten, den Hirten. Erzählt wird von einem Taxifahrer, der fast das ganze Jahr im Dunkeln arbeitet. Wie heutige Hirten können auch jene wirken, die Lampenfieber haben, das grelle Licht der Prüfung scheuen, die also keine Menschen für die Bühne sind. Andere haben sich in eine Krankheit wie in ein Labyrinth hinein verirrt, sie suchen den Weg nach draußen.

Der Sprint der vermeintlich Erstarrten

Außerdem ist da eine Frau, die mit einer kaum vorstellbaren Eleganz und Leichtigkeit glänzt. Im Training auf der Laufbahn. Vor Wettkämpfen freilich fällt die Laufästhetin aus. Und dann? Die Menschen des Hintergrunds, mit Licht Sprint auf Weide im Vogelsberg (c) Georg Magiriusüberflutet. Sie hören ein fantastisches Konzert, ein vieltausendstimmiges Singen, ein himmlisches Klangstück, das den Nomaden der Nacht eine Gefühlsexplosion beschert, sie in nicht voneinander zu trennende Zustände von Euphorie und Erschrecken versetzt. Das aber ist nicht der Friede, es kündigt ihn nur an. Die Hirten machen sich auf den Weg, geraten in einen Bewegungsrausch, obwohl ihnen eben noch kaum jemand einen Funken Leidenschaft zugetraut hatte. Das Ziel: Die Freude, jener Ort, wo sie sich ihrer Eigenarten nicht schämen müssen. – Bettina Linck spielt Ausschnitte aus der Legende von Henriette Renié, Air aus der 3. Suite für Orchester BWV 1068 von Johann Sebastian Bach, das Lento der Sonate pour harpe von Germaine Tailleferre und das Impromptu op. 86 von Gabriel Fauré.

Forschungsreise zum Weihnachtsfrieden, Konzertlesung, Freitag, 12.12.2014, 19.30, Ev. Friedensgemeinde, Landgraf-Philipps-Anlage 63, 64283 Darmstadt, Eintritt: 10 Euro. Georg Magirius liest aus seinem neuen Buch „Dies soll euch ein Zeichen sein. Einstimmung auf Weihnachten“ (Illustrationen: Ulrike Vetter, Lektorat: Dr. Esther Schulz), Harfe: Bettina Linck. Die Konzertlesung lässt sich auch in der Reihe Lesezeichen des ERF-Radios am 14. und 15. Dezember 2014 hören, jeweils 15.00/19.30/22.30/1.30/3.30, Tonmeister: Robert Foede, Redaktion: Ute Heuser-Ludwig.