Liebesgeschichten

Drei Tipps für eine bessere Kommunikation

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Die Fähigkeit, manchmal überhaupt gar nichts zu sagen, kann zu einer besseren Kommunikation führen. Das ist einer von drei Tipps für eine bessere Kommunikation. Der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius hat sie im Deutschlandfunk gegeben. Und zwar in der Sendung “Am Sonntagmorgen” vom 8. Juli 2018. Die Sendung lässt sich hier hören. Manchmal gar nichts sagen: Damit stellt er eine Empfehlung für eine bessere Verständigung in Frage, die lautet: “Reden, reden, reden. Wir müssen endlich reden!”

Kommunikationsmuster aufbrechen

Bettina Linck Deutsche Philharmonie Merck Konzertharfe Foto von Rüdiger Döls

In der Sendung “Hemmungslos still” argumentiert Magirius stattdessen mit einer Geschichte, in der die Lautlosigkeit zu einer außergewöhnlichen Verständigung führt. Er erzählt von einer Frau, die als schweigsam gilt. Sie sie aber nun aer auch nicht gerade zurückhaltend. Denn im Kino schaue sie oft mehrere Filme hintereinander. Bei einem Sommer-Open-Air-Festival begegnet sie nun einem Mann, der anders als sie viele Worte von sich gibt. Sie wechselt mit ihm aber kein einziges. Laut Magirius kann solch eine vermeintliche Einbahnstraßen-Kommunikation festgefahrene Verständigungsmuster aufbrechen. Bei dem Festival bieten Bands und Künstler übrigens eine effektgeladene Show.

Bis zu 40 Tage Schweigen

Dieser Mann jedoch tritt auf die Bühne, setzt sich, erzählt. Sonst nichts. Mehreren Berichterstattern zufolge begrenzt sich der Mann zwischen seinen Auftritten freilich enorm. Er legt nämlich Schweigephasen von bis zu 40 Tagen ein. Womöglich deshalb trifft sein Erzählen die Kinoliebhaberin tief. Kurz darauf kommt es zu einer Entgrenzung. Zwischen beiden entsteht ein von ihr ausgehender Kommunikationsfluss, der sich als Verständigungsekstase bezeichnen lässt. Die Stille und ein über alle Maßen teures Parfüm spielen dabei eine wichtige Rolle.

Die drei Tipps auf einen Blick

Georg Magirius gibt in seinem Radioessay also drei Tipps für eine bessere Kommunikation. Der erste ist das grenzenlose Erzählen. Der zweite ist die Stille. Und schließlich der Tipp drei: ein von einem kostbaren Geruch erfüllter Kommunikationsraum.. Die Sendung ist angeregt von dem Buch “Traumhaft schlägt das Herz der Liebe – ein göttliches Geschenk.” Musikalisch interpretiert wird die Sendung von der Harfenistin Bettina Linck (Foto: Rüdiger Döls). Linck kommentiert die Argumentationen mit dem Lento aus der Sonate pour harpe von Germaine Tailleferre. Außerdem spielt sie Auf Matin aus der Etude de harp von Marcel Tournier und schließlich das Moderato aus der Sonate in c-moll von Giovanni Battista Pescetti. Der Tonmeister der Harfenaufnahme ist Robert Foede. Anke Maria Adam hat die Sendung im Funkhaus am Dornbusch aufgenommen. Georg Magirius spricht das Essay. Die Redaktion der Sendung hat Frank-Michael Theuer. Der Beitrag lässt sich kostenfrei hier hören.

Liebesgeschichten der Bibel

Informationen zum Buch

Das Buch von Georg Magirius heißt Traumhaft schlägt das Herz der Liebe – ein göttliches Geschenk” Es hat viele farbige Abbildungen von Marc Chagall. Heribert Handwerk hat das Buch lektoriert. Es ist im Echter Verlag Würzburg Würzburg veröffentlicht und kostet 14,90 Euro. Die ISBN-Nummer lautet 978-3429035853.