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Der Pilger ist ein Amateur

Die Zahl der Pilgerprofis wächst. Sie sind auf großen Routen unterwegs, kennen sich in fernen Ländern so gut wie in ihrem Rucksack aus. Abenteuer erleben sie mit sich, mit anderen, der Welt und Gott. Damit pilgern sie an die Öffentlichkeit, geben ihr Wissen bei Multivisionsevents oder in Vorträgen an angehende Pilger weiter, von denen bald auch schon wieder einige zu Pilgerexperten werden. In ihrem Heft für Pilgerstempel ist kaum ein Platz mehr frei, einige haben mehrere Hefte, die fast schon ein Regalbrett füllen. Im Grunde allerdings ist derjenige, der wenig bis gar nichts weiß, viel eher ein Pilger. Also der, der nicht nach vorne stürmt, sondern schon mal Angst und Sorgen hat. Der womöglich aufgeregt und unsicher dem ersten Schritt engegensieht – und doch auch mit Sehnsucht. Pilger übersetzt heißt nämlich: “Fremdling”. Ein Pilger ist damit kein Sich-in-der-Welt-ständig-Zuhause-Fühler, kein Alleswisser, Allesgeher oder Pilgerstempel-Millionär. Das hat Wandersmann und Nahweh-Experte Georg Magirius am 10. Juli 2026 in der Reihe “Gedanken zum Tag” im Bayerischen Rundfunk gesagt.

Schritt für Schritt zum Horizont

Die Gedanken zum Tag lassen sich vollständig hier lesen. Die Redaktion hat Sabine Winter, die Regie Sabine Kienhöfer. Den Weg zur Produktion hat Ingrid Schillinger freigelegt. Die Gedanken über den Pilger-Amateuer sind übrigens inspiriert von dem bei Herder veröffentlichten Buch “Schritt für Schritt zum Horizont”, das unter dem Lektorat von Dr. Esther Schulz entstanden ist.