Neues Leben
Therapie-Empfehlung Fußball

Was ist die größte Kraft des Fußballs? Nein, nicht der Kommerz, auch nicht die Fähigkeit zur Medienkanal-Verstopfung oder die Anstiftung zu niemals endenden sportlichen Ehrgeiz. Es ist seine phänomenal gesundheitsfördernde Wirkung. Davon weiß Theologe und Schriftsteller Georg Magirius. Am 13. Juni 2026 hat er deshalb im Bayerischen Rundfunk Fußball-Aptohekendienst. Und zwar in der Reihe “Gedanken zum Tag” zur Fußball-WM. Die Redaktion hat Sabine Winter, das Produktionsmanagement liegt bei Ingrid Schillinger. Die Gedanken jetzt hören oder lesen.
Die Fußball-Apotheke
Die These von der heilfördernden Wirkung eines Balls krakeelt Magirius nicht bierselig, sinnfrei und ohne jede Referenz in Richtung Rasen. Zwar ist er der weltweit wohl einzige Fußball-Apotheker. Dennoch findet der von ihm geschaffene Beruf nicht nur in emotional aufgeheizten Fanforen Beachtung. 2010 eröffnete er sein Ladengeschäft. In der Apotheke gibt es Schalensitze wie im Stadion und für fast jede Beschwernis eine Pille. Seinen pharmazeutischen Neuansatz stellt er im Buch “Die Fußball-Apotheke” vor, unter Mithilfe von Kicker-Fotograf Herbert Liedel, gecoacht von Thomas Häußner und Heribert Handwerk vom Würzburger Echter Verlag.

“Gehen Sie ins Stadion!”
Die vom Fußball-Apotheker verabreichten Pillen führen allein schon deshalb zu kaum für möglich gehaltenen 100 Prozent Heilungserfolg, weil der im Trikot anzutreffen Pharmazeut über die Beschwerden seiner Klienten nie den Kopf schüttelt, sie weder verlacht noch verurteilt. Er hört stattdessen zu. Freilich sind den Pillen auch spirituelle Ingredenzien beigemengt. Am Ende einer jeden Anamnese kommt es dann aber doch zu einem Urteil: zu der refrainartigen Therapieempfehlung, die genauso refrainartig jedes Mal zu einer signifikanten Besserung führt: “Gehen Sie ins Stadion.”
Sehnsucht nach Unterstützung
In den Gedanken zum Tag zur Fußball-WM 2026 im Bayerischen Rundfunk greift Magirius zum Beispiel das aktuelle Gefühl vieler auf, auf sich allein gestellt zu sein: mit nur wenig Unterstützung, wenn überhaupt. Dahinter steckt der nicht zu belächelnde, auch nicht nur unter Kindern verbreitete Wunsch nach Anlehnung. Nur wie kann ein Stadionbesuch für dieses tiefliegende denn Bedürfnis hilfreich sein? Die Antwort ist hier.
Pillen im Podcast

Aber nicht nur bei dem Gefühl, auf sich allein gestellt zu sein, hilft die Fußball-Pharmazie. Sondern auch bei anderen Beschwerden wirkt der Stadtionbesuch. Dort wirkt nämlich die wahre Pille: der Ball. Dank der Dynamik des Unerwarteten entfaltet sich die spielerische Lust und eine oft augenblicklich einsetzende Therapieeinsicht. Nur bei Humorlosigkeit kann es gelegentlich Kopfschütteln oder Magendrücken auftreten. Ist das alles nur ein Scherz, ein verrückter, viel zu vollmundig angepriesener Ansatz innerhalb der Pharmazie? Aber nicht doch. So hat Danny Neidel, ein klassischer Apotheker, Geschäftsführer der Landesapothekenkammer Thüringen und Fußball-Fan in seinem Fußball-Podcast “Brennpunkt Orange” den pharmazeutischen Neuansatz von Georg Magirius 2024 ausführlich vorgestellt. Im selben Jahr hielt Magirius zur Fußball-EM schon einige Male Sprechstunde im Bayerischen Rundfunk.
Verifizierung des Ansatzes
In Polen ist man Jahre lange zuvor auf die Pillen aufmerksam geworden, hat die “Pigulki” in Zweigstellen vertrieben. Die Wirkung des therapeutischen Neu-Ansatzes wurde überdies dank einer wissenschaftlichen Spezial-Exkursion im Marienmonat Mai ins Frankenstadtion verifiziert. Außerdem berichten über den spielerischen Heilungsweg seriöse Medien und Institutionen wie Frankfurter Rundschau, Veronika Schütz für die Katholische Nachrichtenagentur, Deutsche Fußball-Akademie, Berliner Wochenzeitung “Die Kirche”, Evangelische Sonntagszeitung, Privatradios in Nordrhein-Westfalen, Dr. Helmut Kremers im theologischen Fachmagazin “Zeitzeichen”, die Tageszeitung Main Echo, Publik Forum oder Weltanschauungsexperte Lutz Lemhöfer. Alle diese Stimmen, dazu weitere Informationen zur Fußball-Apotheke sind hier. Das Foto stammt von (c) TruongDinhAnh (Pixabay).