Frankfurt

Von der Zugtoilette zum Weltfrieden

Auf beispielhafte Weise führe ein Gedankenweg von der Zugtoilette zum Weltfrieden, sagt Martin Bauschke, Autor der Buches "Die Goldene Regel".

Die ICE-Zugtoilette ist ein Beispiel für ein alle Kulturen verbindendes Ethos. Das hat der Berliner Religionswissenschaftler und Theologe Martin Bauschke in der Sendung “Religionen” im Deutschlandradio Kultur vom 9. Februar 2013 gesagt. Denn in dem stillen Ort des ICEs finde sich der Hinweis: “Bitte verlassen Sie den Raum so, wie Sie ihn vorfinden möchten.” Dabei handle es sich um die Goldene Regel. Sie sei ein Eckpfeiler nicht nur in allen Religionen, sondern auch in der philosophischen Ethik. Sie sei ein Grundsatz für ein friedliches Zusammenleben, sagte der Leiter des Berliner Büros der Stiftung Weltethos. Somit führe tatsächlich auf beispielhafte Weise ein Gedankenweg von der Zugtoilette zum Weltfrieden.

Dem Stillen Ort Würde gegeben

Martin Bauschke ist übrigens Verfasser des Buches “Die Goldene Regel”. Mit seinem Hinweis auf ihre ethische Bedeutung des stillen Ortes hat er dieser Lokalität eine besondere Würde zuteil werden lassen. Und zwar noch vor Peter Handkes aktueller Veröffentlichung “Versuch über den Stillen Ort”. Georg Magirius hat Martin Bauschke in der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt interviewt. Und zwar anlässlich einer Tagung der Evangelischen Akademie Villigst zum Thema “Religionen – Global Player in der Internationalen Politik?” Das Manuskript des Beitrags vo Georg Magirius ist hier. Die Redaktion hat Philipp Gessler. Für den Ton verantwortlich ist Philipp Balzereit.