Reformation – und keiner geht hin?

Was ist los? Es ist Reformationsjubiläum und kaum einer geht hin, stellt der Kulturredakteur Reiner Henn in der Rheinpfalz vom 13. Februar 2017 fest. Und er fragt: Ist das ein regionales Phänomen? Zum Auftakt des Reformationsjahrs in Kaiserslautern sei die Konzertlesung „Gerechtigkeit im Liegestuhl“ in der Stiftskirche schwach besucht gewesen. Theologen aus dem Dekanat, das Gros der Gemeindemitglieder, Choristen und Gläubige der Region hätten die Veranstaltung ignoriert. Dabei fänden Angebote mit der Harfenistin Bettina Linck und dem Theologen und Publizisten Georg Magirius an anderen Orten bis zu 600 Besucher, so sei gerade erst die Konzertlesung in der Kulturkirche St. Egidien in Nürnberg ausverkauft gewesen.

Reformationsauftakt in Kaiserslautern 2017

Der Duft der Gegenwart

Der Rheinpfalz zufolge hat sich der Abend zum Reformationsauftakt in Kaiserslautern Luther nicht brav, sondern mit provokativen Fragen angenähert: „Findet sich die Gerechtigkeit aus Glauben heraus im Liegestuhl? Zeigt sich die gewonnene Freiheit des Christen nur im Sägen an Autoritäten? Und: Zeigt sich die Erfüllung etwa im Duft eines teuren Parfüms?“ Magirius gehe es also „nicht um eine historisch-authentische Retrospektive von biblischen Inhalten. Er aktualisiert biblische Themen, setzt sie in Bezug zur realen Wirklichkeit“. Das zeige sich an seinen bislang mehr als 20 veröffentlichten Büchern. So widme er sich im ‚Schmetterlingstango‘ dem Problem von Totgeburten oder gehe mit seiner ‚Fußball-Apotheke‘ mitten hinein ins turbulente Geschehen in Bundesliga Stadion.

Stadionjubel und französische Romantik

Valentinstag in Nürnberg Magirius‘ Interesse am Stadionjubel schließe indessen nicht die Neugier auf Komponisten wie Felix Godefroid, Gabriel Pernié und Alphonse Hasselmans aus, deren Stücke den Reformationsabend in der Citykirche auf ungewöhnliche Weise intensiviert hätten. „Die Harfenistin machte mit ihren ausgefeilten Interpretationen bewusst, dass die hoch entwickelte französische Harfenschule ihre eigenen Meisterwerke hervorbrachte, die sie passend zu den Lesungen in vollendeter Spielkultur einbrachte.“ Außergewöhnlich an dem Abend außerdem: Der Mut, auf Widersprüche im Werk Luthers hinzuweisen und „den Reformator einer kritischen Analyse seiner so zerrrissen wirkenden Persönlichkeit zu unterziehen.“

Rhythmen des Glücks

Auch zum Auftakt ins Reformationsjahr in der Evangelischen Stadtkirche in Groß-Gerau sei die menschliche Seite Luther „jenseits seiner bekannten Arbeit am Glauben“ deutlich geworden, schreibt Boris Halva von der Frankfurter Rundschau vom 4. Februar 2017. Von entscheidender Bedeutung sei der biblische Glücksrhythmus, also Textstellen, „die dem Reformator ganz persönlich Trost und Zufriedenheit spendeten.“ Das haben vor 100 Besuchern Magirius und Linck hörbar gemacht, die seit vielen Jahren zusammenarbeiten.

Die nächste Konzertlesung von Bettina Linck und Georg Magirius ist am 2. April 2017 in dem zwischen Bamberg und Würzburg gelegenen Kirchschönbach. >> Informationen <<

Gerechtigkeit im Liegestuhl

Luthers Glücksrhythmus - Foto von Rüdiger Döls 2005 gründete sich das Duo “Sieben tote Ehemänner, das – ohne Ironie – auf konstruktive Weise den großen Fragen des Lebens nachgeht. Am 5. Februar feiert um 17 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche in Groß-Gerau ihr achtes Programm Premiere. Es ist einer historischen Person gewidmet. Freilich wird Martin Luther so zur Sprache gebracht, dass es rasch überhaupt nicht mehr um eine historische Person geht. Sondern zum Beispiel darum, wie heute ein Mensch, der nicht zufrieden ist, aber Mut zur Sehnsucht hat, eine große Erleichterung finden kann.

Saft, Kraft, Brunst, Feuer

Luther selbst sah sich schlicht als Mensch, der „mit glühendem Durst“ nach innerem Frieden suchte, den ihm kein spiritueller Meister geben konnte. Er fand ihn schließlich in einer tiefen Ruhe, die ihm ausgerechnet der hemmungslos wirkende Austausch mit der Bibel bescherte. Sie besteht für ihn nicht aus stummen Worten, sondern aus einem Klang, der voller „Saft, Kraft, Brunst und Feuer“ steckt: Rhythmus, Leidenschaft, Musik.

Luthers Glücksrhythmus

Die Konzertharfenistin Bettina Linck und der Schriftsteller Georg Magirius erwecken Luthers Glücksrhythmus der Bibel auf ganz neue Weise zum Leben. Und sie fragen, was die reformatorische Entdeckung heute bedeuten kann: Findet sich die Gerechtigkeit aus Glauben im Liegestuhl? Zeigt die Freiheit eines Christenmenschen sich beim Sägen an Autoritäten? Und erfüllt sich die Liebe am Nächsten im Duft eines ungeheuerlich teuren Parfüms? Bettina Linck und Georg Magirius gestalten Konzertlesungen in Kirchen, Wirtshäusern, auf Weingütern und in BR, HR und Deutschlandfunk. „Harfe trifft auf Literatur. Sie ergänzen sich perfekt“, urteilt die Mainer Allgemeine Zeitung. Foto (c): Rüdiger Döls.

Termine

Konzertlesung: “Gerechtigkeit im Liegestuhl – Luthers Bibelglück

24. Juni 2017: Dachau, 20 Uhr, Ev.-luth. Gnadenkirche Dachau, Anton-Günther-Straße 1, 85221 Dachau, Ltg.: Pfarrerin Christiane Döring > Mehr Informationen <

06. Mai 2017: Frankfurt am Main, Nacht der Museen, 22 und 23 Uhr, Bibelhaus – Erlebnismuseum – Leitung: Silvia Meier M.A.

10. Februar 2017: Kaiserslautern, 20 Uhr, Citykirche, Leitung: Pfarrer Stefan Bergmann

“Die Harfenistin machte mit ihren ausgefeilten Interpretationen bewusst, dass die hoch entwickelte französische Harfenschule ihre eigenen Meisterwerke hervorbrachte, die sie passend zu den Lesungen in vollendeter Spielkultur einbrachte. Reiner Henn, Die Rheinpfalz

05. Februar 2017: Groß-Gerau, 17 Uhr, Ev. Stadtkirche, Leitung: Pfarrer Helmut Bernhard

“Im Mittelpunkt steht der Mensch Luther.” Frankfurter Rundschau

Entführung ins visionäre Traumland

Mit ideenreichen Gedankenspielen und fein gesponnenen melodischen Fäden in bestechender Präzision haben die Harfenistin Bettina Linck und der Schriftsteller Georg Magirius in der Stiftskirche in Kaiserslautern das Grenzland zwischen Tod ausgeleuchtet. Das schreibt Reiner Henn in deAkkorde im Traumland - Bettina Linck und Georg Magirius in der Stiftskirche Kaiserslautern 2015r Rheinpfalz vom 9. November 2015 über den literarisch-musikalischen Abend unter dem Motto “Sein wie die Träumenden“. “Dabei versteht sich der Theologe nicht als ein Prediger, der mit erhobenen Zeigefinger rhetorisch eindringlich von der Kanzel deklamiert”, schreibt Henn. “Vielmehr räsonierte, philosophierte und spekulierte er im gemütlichen Plauderton in ideenreichen Gedankenspielen und entführte ins visionäre Traumland.” Den Weg dorthin habe sich auch gehen lassen, weil die Erzählungen von der Harfenistin Bettina Linck atmosphärisch spürbar ausgedeutet worden seien. Ihr Spiel habe dem nicht Fassbaren einen bezaubernden Ausdruck verliehen – dank arpeggierender Akkordkaskaden, glitzernder Figurationen und einer gleichsam perlenden Geläufigkeit. “Kristallene Klarheit bei organisch fließenden Tepi bestätigten die hohe Meisterschaft ihres bis ins kleinste motivische Detail überzeugenden Vortrags.” – Initiiert wurde der Abend von Stefan Bergmann, dem Pfarrer für Stadtkirchenarbeit in Kaiserslautern.

Traumhafter November

Stefan Bergmann Stiftskirche KaiserslauternGegen Trübheit, Missmut und die moderne Tugend der Abgeklärtheit wirbt Stefan Bergmann in Kaiserslautern seit 2006 für die frohe Botschaft. Als Pfarrer für Citykirchenarbeit erreicht er mit Witz, Leidenschaft, Fantasie und vielen Ehrenamtlichen in der gotischen Stiftskirche aus dem 13. Jahrhundert Menschen, die sich sonst vielleicht nie in die Kirche wagen würden. Täglich ist das Gotteshaus für die Passantinnen und Passanten in der Fußgängerzone geöffnet und bietet einen Ort der Ruhe und Besinnung. Bei Konzerten, Lesungen, besonderen Gottesdiensten und Führungen begegnen sich Kirche und Kultur. Lichtergottesdienste und Feste mit Zweiflern werden gefeiert. Zu erleben sind Musicals, Kabarett, Theater, lange Tafeln, klassische Konzerte, Winter-Jazz oder biblische Weinproben.

Lichtergottesdienst in der Citykiche Kaiserslautern - Foto von Julia Heinrich (c) City-Kirchen-Arbeit

Heller Widerstand

Am Freitag, 6. November 2015 um 20 Uhr, im wohl trübsten Monat des Jahres, widmen sich die Frankfurter Konzertharfenistin Bettina Linck und der Schriftsteller Georg Magirius einem traumhaften Widerstandskraft. Unter dem Titel “Sein wie die Träumenden” erkunden siMusik bei Nacht in der Citykirche Kaiserslautern e das Grenzland von Tod und Leben. Indem sie Bilder aus dem Weisheitsschatz der Bibel in die Gegenwart verlegen, kommt eine Hoffnung zur Sprache, die sich womöglich am ehesten umspielen lässt. Zwei Freunde gehen über den Jordan und geraten in ein Himmelsgewitter. Einer kehrt zurück – allein. Sind sie jetzt für immer getrennt? Eine trauerstarre Frau gerät in Bewegung: Direkt am Grab tanzt sie für Augenblicke die Lähmung weg. Magirius’ Geschichten vom Aufstehen, Auferstehen und neuen Leben stammen aus „Sein wie die Träumenden“. Gabriele Wohmann, die als Königin der Kurzgeschichte gilt, urteilt: „Diese Erzählungen sind Himmelsspiele, eine wunderbare Traumeinladung und -erlaubnis mit vielen Glücksmomenten.“

Sein wie Träumenden, Konzertlesung in der Citykirche Kaiserslautern, 20.00 Uhr, Tickets an der Abendkasse (ab 19.00 Uhr) zu 12,- € | ermäßigt 8,-  € Empfohlen wird Kartenreservierung unter city-kirche@web.de Tel.: 0631-3625060 – Einlass ab 19.00 Uhr bei freier Platzwahl. Fotos: (c) Citykirchenarbeit Kaierslautern.

Die Jubiläumtour “10 Jahre 7 tote Ehemänner”

“Angeregt von Musikalität, Witz und Poesie der Bibel verstören, trösten und beleben die Harfenistin Bettina Linck und der Schriftsteller Georg Magirius seit 2005 ihr Publikum.” Offenbach Post “Traditionell und überraschend modern, musikalisch furios und anrührend komisch.” Frankfurter Allgemeine Zeitung

2016

Aktuelle Termine der Formation >> hier.

02. September, Wiesbaden, Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Ringkirche, Nacht der Kirche, Leitung: Dr. Sunny Panitz – Rückblick

19. Mai, Ludwigshafen-Friesenheim, DBZ-Keller, Die biblische Weinprobe im ausverkauftem Keller, Leitung: Olaf Peters – Rückblick

08. Mai, Deutschlandfunk, Die Kraft der guten Wünsche – Redaktion: Pfarrer Frank-Michael Theuer – Sendung hören und lesen

14. Februar (Valentinstag), Groß-Gerau, Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Lesung aus “Traumhaft schlägt das Herz der Liebe”, Ev. Stadtkirche, Leitung: Pfarrer Helmut Bernhard – Rückblick auf die Konzertlesung vor knapp 200 Besuchern >>> HIER <<<

Aktuelle Termine der Formation >>>> hier.

2015

o8. November, Ober-Ramstadt: Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Lesung aus “Traumhaft schläg das Herz der Liebe”, Leitung: Claudia Schlaak, Pfarrerin Nicola Bültermann-Bieber > MEHR <

06. November, Kaiserslautern: Sein wie die Träumenden, Lesung “Sein wie die Träumenden“, Citykirche Kaiserslautern, Leitung: Pfarrer Stefan Bergmann > Rückblick mit Pressestimmen > HIER <

27. September, Malans / Graubünden: Festgottesdienst zum Weinfest, Leitung: Pfarrerin Dr. Helke Döls >> Rückblick mit Fotos auf die Weinprobe vor 400 Besuchern <<

26. September, Malans / Graubünden: Die biblische Weinprobe, Lesung u.a. aus “Traumhaft schläg das Herz der Liebe”, Leitung. Pfarrerin Dr. Helke Döls > Rückblick mit Fotos auf die Weinprobe vor 400 Besuchern <<

25. September, Bad Bellingen (Markgräfler Land): Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Ev Kirche, Leitung: Pfarrerin Gabriele Seibert-Graf

19. September, Mühlheim-Dietesheim: Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Ev. Friedensgemeinde (Kultur-Eventkirche), Lesung aus “Traumhaft schläg das Herz der Liebe”, Gustav-Adolf-Kirche Dietesheim, Leitung: Pfarrer Ralf Grombacher > Informationen <

06. September, Hessischer Rundfunk: Der lange Weg zur Freude. Warum die Psalmen Wut und Klage nicht übergehen, inspiriert von “Gesänge der Leidenschaft“, hr2-kultur, Camino, Redaktion: Dr. Lothar Bauerochse > Informationen <

17./18./19. August 2015, ERF-Radio, Lesung aus “Erleuchtung in der Kaffeetasse” Lesezeichen, Ton: Robert Foede, Redaktion: Angelika Fries > MEHR <

10. August 2015, Offenbach-Post, “Tödliche Hochzeitsnacht mit Sara” – Porträt zu 10 Jahre “Harfe trifft auf Literatur” von Michael Hofmann >> lesen

19. Juni, Hasselroth-Niedermittlau, Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Lesung aus “Traumhaft schläg das Herz der Liebe”, Ev. Laurentiuskirche, Leitung: Pfarrerin Anne Rudolph, Sascha Gourdet >>> Informationen > >> “Die traumwandlerische Sicherheit der Harfenistin, die ruhige und fast weiche Stimme des Erzählers ergänzen sich so kongeniao, dass es sich für die Besucher schon nach wenigen Passagen fast so darstellt, als gebe es keine andere und schon immer gehörte Verrbindung zwischen Harfe und Lesung.” Herbert Huth, Gelnhäuser Neue Zeitung

10. Mai, Bayerischer Rundfunk: Der lange Weg zur Freude. Warum die Psalmen Wut und Klage nicht übergehen, inspiriert von “Gesänge der Leidenschaft“, Redaktion: Wolfgang Küpper > Informationen <

29. April, Bielefeld: Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Ev.-ref. Süsterkirche, “Traumhaft schläg das Herz der Liebe”, Veranstalter. Ev. Stadtkantorat, Leitung: Kirchenmusikdirektorin Ruth M. Seiler >> Informationen >>“Inspiriert von der orientalischen Erzähllust der Bibel, die auf erstaunliche Art und Weise mit heutigen Alltagssituationen verknüpft wird.” Neue Westfälische Nachrichten

19. März, Nürnberg: Sein wie die Träumenden, Ev-luth. Kirche St. Jobst, Lesung aus “Traumhaft schläg das Herz der Liebe” und “Sein wie die Träumenden“, Leitung: Studienleiterin Susanne-Katrin Heyer und Pfarrerin Silvia Jühne – Rückblick

13. März, Egelsbach: Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Ev. Kirche, Lesung aus “Traumhaft schläg das Herz der Liebe”, Leitung: Frank Hoffmann (1. Vorsitzender des Freundeskreises der Ev. Kirche) >> “Kulturgenuss vom Feinsten geboten.” Nicole Jost, Frankfurter Neue Presse

08. Februar, Deutschlandfunk: Lieder voller Leidenschaft. Die Poesie der Psalmen, inspiriert von “Gesänge der Leidenschaft“, Redaktion: Frank-Micheal Theuer – Sendung jetzt direkt  >>> HÖREN – Manuskript >> LESEN

01. Februar, Loßburg-Schömberg: Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Lesung aus “Traumhaft schläg das Herz der Liebe”, Hofbauernhof, Leitung: Roland Lübbertsmeier, Initiatorin: Linde Sewig >> „Angeregt von der Bibel und der Liebe, die befreienend lachen lassen.“ Schwarzwälder Bote Rückblick

04. Januar, Hessischer Rundfunk: Mitten ins Herz, Sendung mit Harfenmusik von Bettina Linck, Redaktion: Dr. Lothar Bauerochse

Aktuelle Termine der Formation >> >> hier.

Gestatten: Mein Name ist Sommer, Philosoph

Was vielen unmöglich erscheint, kann der Sommer mit Leichtigkeit bewirken. Die nie ganz zu ergründende Spezies Mensch tritt dann nicht mehr als Konkurrent oder mit Missmut auf, sondern scheint zum Vergnügen geboren. Von dieser Verwandlung erzählen die Frankfurter Konzertharfenistin Bettina Linck und der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius in “Sommerklang und Wellengang” am Freitag, 23. August 2013, 20.00 Uhr in der Citykirche in Kaiserslautern in der Reihe WortSPIEL. Die Reiseleitung der – wie es im Untertitel heißt – “musikalisch-poetischen Reise durch Lust und Tücke des Sommers” übernimmt Pfarrer Stefan Bergmann, Leiter der Stadtkirchenarbeit.

Die Weisheit der Strände, Bäder, Weinlokale und Caféterrassen

Verlockend quirlig und gelassen elegant klingen die Musik-Wort-Duette, die die Besucher entführen – aber wohin? An Strände, Brunnen, auf Caféterrassen, in Freibäder, Weinlokale und Bier­­gärten – und damit an Orte, an denen man hei­ter und zu­wei­len angeheitert ins Philosophieren und Sich-Verlieben kommen kann: Doch Vorsicht! Die helle Jahreszeit ist auch eine Bühne für fulminante Wellengänge, Schiffbrüche und Sommer­stürme. Als Folge stellen sich hochphilosophische Erkenntnisse ein, die irgendwo zwi­schen Ferienclubanlage, dem Auf­ga­­ben­­profil eines Bademeisters und Gott höchstpersönlich ange­siedelt sind. Wenn die Besucher am Ende aus den Fluten der Sommerabenteuer wieder auftauchen, dürfen sie sicher sein: Die Kraft, die für Früchte und Farbe sorgt, reicht noch weiter als das, was meteorologisch als Sommer bezeichnet wird.

Traumhaft, arabesque, erleuchtet

Bettina Linck spielt u.a.  das  Allegro der Sonate in D-Dur von John Parry, die Première Arabeque von Claude Debussy, Fantasie von Camille Saint-Sains und die Etude de concert opus 199 von Felix Godefroid (>>> Probehören). Georg Magirius liest aus seinen aktuellen Büchern „Erleuchtung in der Kaffeetasse“ und „Traumhaft schlägt das Herz der Liebe“.

“Sommerklang und Wellengang. Eine musikalisch-poetische Reise durch Lust und Tücke des Sommers”, Citykirche Kaiserslautern, Freitag, 23. August 2013, 20.00, Reihe WortSPIEL, Gastgeber: Pfarrer Stefan Bergmann:

Den Wahrheitskern geknackt

Zur Eröffnung der Konzertreihe “Wortspiel” in Kaiserslautern sei die Kunst berauschenden Umspielens auf eine Aktualisierung biblischer Themen getroffen, urteilt Reiner Henn in der Rheinpfalz vom 27. August 2012. Die von Pfarrer Stefan Bergmann initiierte Reihe lotet in der Citykirche Synthesen von Musik und Text aus. Den Auftakt machten die Harfenistin Bettina Linck und der Schriftsteller Georg Magirius aus Frankfurt. Bettina Linck sei eine “begnadete Interpretin” ihres vielseitigen Repertoires, die „meisterhaft die Kunst des berauschenden Arpeggierens, des virtuosen Umspielens von melodischer Substanz“ beherrsche. Georg Magirius lote das „Spannungsverhältnis zwischen grotesker Komik und Ernsthaftigkeit“ aus. Hinter seinem  „nur scheinbar gemütlich plaudernden Erzählton“ trete der eigentliche Kern des Religiösen hervor. Hervorzuheben für den Gesamteindruck des Abends seien Analogien und Antinomien zwischen Wort und Spiel – wie das Aufgreifen und Fortführen textlicher Simmungsbilder, die “zur Steigerung von Emphase und Pathos“ geführt hätten. Den Bericht der Rheinpfalz lesen.

Komplexe, Liebe und Intrigen

Klanggebilde voller Komik präsentieren Bettina Linck und Georg Magirius zur Eröffnung der Veranstaltungs-Reihe „Wortspiel“ in der City-Kirche Kaiserslautern: 24. 8. 2012, 20.00. Liebesgeschichten der Bibel werden aktualisiert, angeregt vom Buch „… denn die Liebe ist von Gott“.

Eigensinn

Jakob und Rahel sind sich noch nie begegnet, haben aber eins gemeinsam: Als Kinder haben sie viele Badewannenabenteuer bestanden. Auch der Umgang mit Gartenschlauch und Spritzpistole war ihnen nicht unbekannt. Aber jetzt? Jakob, längst kein Kind mehr, sondern Intrigant, ist auf der Flucht. An einem Brunnen holt er Atem. In diesem Augenblick geht zum Brunnen die schönste Frau, von der die Bibel weiß. Von einer großen Freundschaft wiederum erzählt die Geschichte von Thomas und Jesus. Der eine ist Erzähler, der andere einer, der den Erzähler ständig unterbricht, weil ihm fortlaufend Fragen kommen. Das sorgt für Ärger, der beide aber zu verbinden scheint.

Komplexe Wesen

Außerdem wird in “Wortspiel” auch noch von Tobias erzählt. Finanziell angeschlagen, hat er andere Sorgen als an so etwas wie Liebe zu denken. Er trifft eine Frau, die sieben Ehen absolviert hat, denen keine lange Dauer beschieden war: Jeder Ehemann starb in der Hochzeitsnacht. Stammt daher Saras Ruf, eine – nun, wie soll man das ausdrücken? – nicht ganz einfache Frau zu sein? Tobias traut dem Anschein nicht, sondern dem Rat eines Engels, der Lust am Abenteuer und diesem geheimnisvoll-komplexen Wesen mit Namen Sara. So wagt sich Tobias in Saras achte Hochzeitsnacht  …  Karten >>> hier, Gastgeber: Pfarrer Stefan Bergmann.

Vollendete Lebensart

Vier edle Weine, französische Lebensart, lebendige Sozial- und Kulturgeschichte, enormes Hintergrundwissen, Arpeggien in schönster Vollendung – und das alles ausgerechnet in einer Kirche, nämlich der Citykirche in Kaiserslautern, die Pfarrer Stefan Bergmann “zu einer geistigen, geistlichen und kulturellen Stätte der Begegung” macht. Reiner Henn zeigt sich in der Rheinpfalz vom 15. August 2011 angetan von der Biblischen Weinprobe mit der Harfenistin Bettina Linck und dem Schriftsteller Georg Magirius aus Frankfurt: “So flossen Informationen, Anekdoten und bacchantische wie musika­lische Genüsse auf eine wunderbare Weise zusammen.” Die Besprechung von Reiner Henn > hier.

Pfälzisch-biblische Weinprobe

Pfälzer Wein – das ist mehr als die Herkunftsbezeichnung eines Getränks, sondern fast so etwas wie ein Eigenname. Schließlich handelt es sich nach Meinung vieler um einen unverwechslbar guten Trunk. Die Besucher dürfen sich somit freuen – auf eine perlend-musizierende und biblisch abgesegnete Sommer-Weinprobe in Kaiserslautern , am Freitag, 12. August 2011, 20.30 Uhr, in der Citykirche. Bettina Linck und Georg Magirius aus Frankfurt erzählen beschwingende Geschichten vom Wein, die auf seinem Buch “Mit 100 Fragen durch die Bibel” basieren. Die Weinhandlung HAUCK reicht pfälzisch-biblische und französische Wein-Spezialitäten wie etwa Noahs Traumwein, Jesu edlen Wunderwein, einen feurigen Pfingstwein und Solomos Weisheitswein.

Zeitgleiche Aromaentfaltung von Poesie, Musik & Wein

Während der Rebensaft im Gaumen sein Armoa entfaltet, werden dies zeitgleich auch die Musik und Poesie im Raum der Kirche tun. Hörerlebnis und Geschmacksaufregung verbinden sich zu einer biblischen Weisheits- und Sinnenfreude. Zu hören sind “Premiere Arabesque” von Claude Debussy, “Variationen über ein Thema von Mozart” von Michael Glinka, Tango von Carlos Salzedo, “La source” von Alphonse Hasselmans und “A time for us” von Nino Rota. “Bei so viel Genussaussicht darf natürlich auch die eine oder andere biblische Liebesgeschichte nicht fehlen”, verspricht Pfarrer Stefan Bergmann, der Leiter der Citykirchenarbeit.