Liebesgeschichten

Gestatten: Mein Name ist Sommer, Philosoph

Was vielen unmöglich erscheint, bewirkt der Sommer voller Leichtigkeit. Die nie ganz zu ergründende Spezies Mensch tritt dann nicht mehr als Konkurrent oder mit Missmut auf. Stattdessen scheint sie zum Vergnügen geboren. Von dieser Verwandlung erzählen die Konzertharfenistin Bettina Linck und der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius in “Sommerklang und Wellengang”. Und zwar am 23. August 2013 in der Citykirche in Kaiserslautern in der Reihe WortSPIEL. Die Reiseleitung der “musikalisch-poetischen Reise durch Lust und Tücke des Sommers” übernimmt übrigens Pfarrer Stefan Bergmann, Leiter der Stadtkirchenarbeit. Die Leichtigkeit der hellen Jahreszeit bringt übrigens lauter Gedankenspiele hervor, sodass die Jahreszeit sich selbst vermutlich so vorstellen würde: Gestatten – mein Name ist Sommer, Philosoph.

Georg Magirius - Gestatten - mein Name ist Sommer, Philosoph

Die Weisheit der Strände, Bäder, Weinlokale und Caféterrassen

Verlockend quirlig und gelassen elegant klingen die Musik-Wort-Duette. Sie entführen die Besucher – aber wohin? An Strände, Brunnen, auf Caféterrassen, außerdem in Freibäder, Weinlokale und Bier­­gärten. Und somit an Orte, an denen man hei­ter und zu­wei­len angeheitert ins Philosophieren und Sich-Verlieben kommt. Doch Vorsicht! Denn die helle Jahreszeit ist auch eine Bühne für fulminante Wellengänge, Schiffbrüche und Sommer­stürme. Als Folge stellen sich hochphilosophische Erkenntnisse ein, die irgendwo zwi­schen Ferienclubanlage, dem Auf­ga­­ben­­profil eines Bademeisters und Gott höchstpersönlich ange­siedelt sind. Wenn die Besucher am Ende dann aus den Fluten der Sommerabenteuer wieder auftauchen, dürfen sie sicher sein: Die Kraft, die für Früchte und Farbe sorgt, reicht noch weiter als das, was meteorologisch als Sommer bezeichnet wird.

Bettina Linck Sommer Kaiserslautern - Gestatten - mein Name ist Sommer, Philosoph

Traumhaft, arabesque, erleuchtet

Bettina Linck spielt unter anderen das  Allegro der Sonate in D-Dur von John Parry, die Première Arabeque von Claude Debussy, Fantasie von Camille Saint-Sains und die Etude de concert opus 199 von Felix Godefroid. Das Stück ist zu hören hier. Georg Magirius liest aus seinen Büchern „Erleuchtung in der Kaffeetasse“ und „Traumhaft schlägt das Herz der Liebe“. Eine Liebesgeschichte, die von einem Sommer-Open-Air, bei der sich der freie Erzähler Jesus und die Kinoliebhaberin Maria begegnen, hat der Deutschlandfunk gesendet. Sie ist zu hören hier. Ein Rückblick der Rheinpfalz auf die Lesung ist hier.