Biblisches, Neues Leben
Lass dein Licht leuchten!

Mut, Licht und wunderbare Möglichkeiten – all das ist im Menschen angelegt. Nur wie gewinnt es Raum und kommt frei? Darum geht es in der musikalisch von der Konzertharfenistin Bettina Linck gestalteten Sendung „Lass dein Licht leuchten!“ des Theologen und Schriftstellers Georg Magirius im Deutschlandfunk am 1. Februar 2026 von 8.35-8.50 Uhr. Nach Ausstrahlung ist die Sendung als Podcast hörbar und das Manuskript lesbar hier. Für den Ton verantwortlich ist Björn Petri vom Funkhaus am Dornbusch. Die Musikaufnahmen sind unter Leitung von Tonmeister Robert Foede entstanden. Die Redaktion hat Pfarrer Martin Vorländer.

Wie die innere Stärke Raum gewinnt
Magirius behauptet nicht, dass der Mensch ständig als Superstar glänzen müsse. Aber nur aus Schwäche besteht er eben genauso wenig. Manchmal fühlt er sich vielleicht schwach – oder auch schwach gemacht, wenn er sich aufmacht, die in ihm liegende Stärke freizulassen. Dann könne Gegenwind aufkommen, indem andere die Kraft in einem klein reden. Stattdessen gibt es Empfehlungen, wie man sich ein angeblich viel besseres oder nützlicheres Können dank eines oft auch kostenintensiven Coachings draufsatteln könne. Nur ist dieses Können eben nicht das, was längst schon da ist, oft aber übersehen wird, nur weil es nicht wie ein Laserstrahl wirkt, sondern ein warmes Leuchten ist: freundlich, vielleicht auch leise, aber ohne Ende kraftvoll.

Das Leuchten ist nicht regelbar
Ist es überhaupt sinnvoll, möglichst viel Stoff, Können oder auch noch so kunstfertig Anerkanntes einem Menschen einzuflößen oder es ihm notfalls einzutrichtern? „Ihr seid das Licht der Welt!“ Jesu Satz aus der berühmten Bergpredigt signalisiert Anderes, sagt Magirius: Das Entscheidende ist da. Die Kunst allerdings besteht darin, der Kraft in sich oder anderen auf die Spur zu kommen, sich mit ihr anzufreunden, sie manchmal auszuhalten, vor allem aber ihr zu trauen. Tatsächlich helfen bei der kunstvollen Aufgabe, sein Licht leuchten zu lassen, die Künste. Gemeint ist nichts Artifizielles, nichts hochtrabend Ästhetisches. Hilfreich sind spielerische Wege: Tanzen, Singen, Lachen, Pfeifen. Oder das Erzählen, das mit dem Leuchten verwandet sei. Denn:
Wer erzählt, kann nicht anweisen, anordnen, belehren, von oben herab. Das Erzählen ist frei, nicht regelbar. Ansonsten verliert es seinen Zauber.
Georg Magirius, Lass dein Licht leuchten!, Deutschlandfunk hier hören

Die Sendung hören

Die Sendung “Lass dein Licht leuchten!” im Deutschlandfunk vom 1. Februar 2026 lässt sich hier hören und lesen. Bettina Linck spielt aus Etude de concert von Felix Godefroid, aus dem Moderato c-moll von Giovanni Battista Pescetti, Animato aus “Légende pour harpe” von Henriette Renié, aus Passacaglia g-moll von Georg Friedrich Händel und Variation 4 aus The Ministrel’s Adieu to his Native Land von John Thomas. Die Musikaufnahmen stammen von 2012 und 2014. Tonmeister ist Robert Foede. “Lass dein Licht leuchten!” ist inspiriert vom Buch „Wachse. Leuchte. Gehe deinen Weg“. Georg Magirius hat das von Marie zu Dohna und Helene Hillebrand gestaltete Buch im Coppenrath Verlag veröffentlicht. Lektoriert hat es Ursula Heeke. Die Fotos der Harfenistin stammen von Bernd Hentschel.