Franken

Der Ursprung der Wicklein-Lebkuchen

Der Ursprung der Wicklein-Lebkuchen liegt in Unfinden, einem Dorf in den Haßbergen.

Wo liegt der Ursprung der Wicklein-Lebkuchen? In Nürnberg natürlich. Richtig, aber nicht nur. Denn seine ersten Lebkuchen verkaufte Gottfried Wicklein, der der Firma seinen Namen gab, Anfang des 20. Jahrhunderts im Dorf Unfinden in den Haßbergen. So erfährt man es in Georg Magirius‘ Buch „Frankenliebe – 33 Orte zum Staunen und Verweilen“. Seine Bäckerei war dort, wo heute das Gasthaus Schwarzer Adler Wein aus eigenem Anbau ausschenkt. Nur wenige Schritte entfernt haben Unfindener vor wenigen Jahren das alte Brauhaus reanimiert. Und zwar zur Pflege von Vielfalt und Geschmack. Auf solche Tugenden kam es auch Bäcker Wicklein an. Er hatte das Handwerk des Lebküchners in Mainbernheim bei Kitzingen gelernt. Als er seine Frau Gunda Jäger kennenlernte, die aus einer kleinen, traditionsreichen Nürnberger Lebküchnerei stammte, zog er nach Nürnberg.

Der Ursprung der Wicklein-Lebkuchen liegt in Unfinden

“Da ist der Teig so richtig aufgerissen”

Die Lebküchnerei erweiterte er dort zur Fabrik, die zeitweise 700 Mitarbeiter beschäftigte. Hervorragende Qualität sei ihm wichtig gewesen, erinnert sich seine Großnichte Christa Fritsch aus Unfinden im Gespräch mit der Main Post. Sie selbst habe zeitweise in der Fabrik in Nürnberg gearbeitet. Alles sei noch ohne Maschinen hergestellt worden. Ihr Großonkel habe nur ausgezeichneten Honig und beste Mandeln verwendet, den Teig selbst kontrolliert. Und er habe mitgebacken, beispielsweise Haselnusslebkucken: „Da ist der Teig so richtig aufgerissen, so wie es sein muss bei guten Lebkuchen.“ Heute ist Wicklein eine eigenständige Marke der Lebkuchen Schmidt Gruppe.

Das Buch Frankenliebe

Buchcover Frankenliebe - 33 Abenteuerreisen vor der Haustür

Unfinden ist einer von 33 Orten zum Staunen und Verweilen, die Georg Magirius im Buch “Frankenliebe” porträtiert. Er hat es im Würzburger Echter Verlag veröffentlicht. Es hat 156 Seiten, außerdem viele farbige Abbildungen und kostet 12 Euro. Thomas Häußner hat es übrigens lektoriert. Die ISBN-Nummer lautet 978-3-429-05437-3. Weitere Informationen zum Buch, Pressestimmen und Bestellmöglichkeiten sind hier.