Die Freiheit der Unfertigen

Ruine Collenburg - Foto von Georg Magirius

Da sind Lücken, Risse, vieles ist nicht abgerundet, etwas fehlt. So lässt sich sich das manchmal kurz vor Weihnachten erleben, an den Feiertagen, am Ende eines Jahres.

Vielleicht weil diese Tage als erfüllte Zeit bezeichnet werden? Weil man sich wünscht, das Leben als voll und festlich zu erleben?

Dabei gleicht es oftmals eher einem Puzzle, dem einige Teile abhanden gekommen zu sein scheinen. Es ist so ähnlich, wie wenn man durch eine Ruine geht. Sie ist unvollständig.

Andererseits kann eine Ruine das Gefühl der Weite geben. Und sie lässt Großes ahnen.
Was aber ist das Große? Es ist die herrliche Freiheit, unfertig sein zu dürfen.

About Buero Magirius

Über spirituelle Spaziergänge und andere Tritte des Schriftstellers Georg Magirius.
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One Response to Die Freiheit der Unfertigen

  1. Johanna Helen Schier says:

    Dieser Beitrag kam im richtigen Moment. In meinem
    “Stoßgebet” zum Himmel hatte ich mir dringend einen
    Impuls, eine Anregung gewünscht im Sinne von
    “Fertig werden” am besten noch vor Weihnachten.
    Nach dem Lesen des Beitrags konnte ich den heiligen
    24.12.18/Heiligen Tag und Abend
    in Freiheit ganz und gar genießen: Ich bin unfertig!
    Das ist doch wesentlich besser als rufen zu müssen:
    “Ich habe fertig und fühle mich wie Flasche leer.”

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