Religion und Poesie

Geheimnisvoll verwinkelt

Die Evangelische Kirche in Alsfeld-Elbenrod im Vogelberg: geheimnisvoll verwinkelt. Foto von F. Baumgarten.
Evangelische Kirche Alsfeld-Elbenrod. Foto (c): F. Baumgarten

Der weihnachtlichen Vorfreude ist vielleicht nirgendwo besser als in einer charakteristischen Dorfkirche zu erleben. Zum Beispiel in Alsfeld-Elbenrod. Die Vogelsberger Kirche ist geheimnisvoll verwinkelt. In ihr haben die Konzertharfenistin Bettina Linck und und der Schriftsteller Georg Magirius die uralte Weihnachtsgeschichte nach Lukas zum Leben erweckt.

Geheimnisvoll verwinkelt: Dorfkirche Elbenrod

Mit Sinn fürs Verwinkelte begaben sie sich kurz vor Weihnachten 2010 auf eine Forschungsreise zum Frieden der Heiligen Nacht. Die biblisch angeregte Lesung stand unter dem Titel “Hirten im Himmelslicht”. Sie war Teil des Adventskonzertes mit Doro­thea Mauß an der Orgel. Außerdem sang der Frauensingkreis Elbenrod unter Leitung von Anke Leiser. Überdies musizierte der Männergesangverein Elbenrod, geleitet von Karl Merle.

Bettina Linck und Georg Magirius sind zu hören in der Elbenröder Kirche, die geheimnisvoll verwinkelt ist. Die Moderation des Weihnchtskonzertes hat Pfarrer Horst Nold

Konzert mit Vereinen und Pfarrer Horst Nold

Schließlich spielte der von Helmut Wahl dirigierte Elbenröder Posaunenchor. Den Abend moderierte Pfarrer Horst Nold.  Veranstalter waren die Evangelische Kirchengemeinde Elbenrod, aber auch die Vereine aus Elbenrod und die Evangelische Erwachse­nen­bildung des Dekanates Alsfeld.

Die Konzertlesung im Bayerischen Rundfunk

Ein zweiminütiger Ausschnitt der Konzertlesung “Hirten im Himmelslicht” mit Georg Magirius und Bettina Linck ist in einer Aufnahme für den Bayerischen Rundfunk übrigens hier. Das Manuskript der Sendung ist hier herunterzuladen. Außerdem schrieb Traudi Schlitt über die musikalisch-poetische Lesung in der Oberhessischen Zeitung.

Die Oberhessische Zeitung über “Hirten im Himmelslicht”

Eine Forschungsreise zum Weihnachtsfrieden, in deren Mittelpunkt die Hirten stehen, stellvertretend für ‚Nachtarbeiter‘, Krankenpfleger, Taxifahrer, Menschen, die eigentlich im Hintergrund bleiben. Georg Magirius macht die Hirten zu Hauptpersonen, erzählt die bekannte Geschichte vom Weihnachtsabend durch ihren Blick, einen ungewohnten Blick, der neue Eindrücke bei den Zuhörern hinterlassen konnte. 

Erleuchtetes Haus im Schnee - Cover des Buches "Der freie Blick zum Himmel" von Georg Magirius

Wunderbare Wortschöpfungen”

Es waren Eindrücke, die durch das intensive, wunderbare Spiel der Konzertharfenistin Bettina Linck noch vertieft wurden. Ihre Melodien interpretierten die Angst und die Aufregung der Hirten, ihren Aufbruch und ihre Ankunft auf intensive, außergewöhnliche Weise. (…) Die Lichtekstase schockiert, wie ein unangemeldeter Besuch seien die Engel den Hirten erschienen, fand Magirius, der wunderbare Wortschöpfungen und Vergleiche mit seiner Fantasie grandios vermischt und seinen ‚freien Blick zum Himmel‘ mit klaren Worten voller Freude umsetzt.“  Traudi Schlitt, Oberhessische Zeitung

Informationen zum Buch

Die Konzertlesung in Elbenrod und im Bayerischen Rundfunk ist inspiriert vom Buch “Der freie Blick zum Himmel”. Heribert Handwerk hat das Buch übrigens lektoriert. Georg Magirius hat es im Echter Verlag veröffentlicht hat. Es kostet 9 Euro 90 Euro. Die ISBN-Nummer lautet 978-3-429-02934-0. Weitere Informationen, Pressestimmen und eine Leseprobe sind hier. Das Foto der Kirche stammt von F. Baumgarten, das der Künstler von Friederike Schaab.