Der tröstliche Funke Spiritualität

Überraschende Sichtweisen aufs Sterben bietet das von Georg Magirius herausgegebene Buch “Abschied”, urteilt der Autor und Redakteur Stefan Seidel in “Der  Sonntag”, der Wochenzeitung für Sachsen, vom 21.10. 2018. Das Buch ermutige mit Geschichten aus der Gegenwartsliteratur das Abschiednehmen zu üben. Das Loslassen indes sei oftmals nicht einfach. Abschied - edition chrismonSo fühlte sich die 2008 gestorbene, oft als letzte deutschsprachige Autorin Prags bezeichnete Lenka Reinerová völlig ungeübt im Warten auf Bahnhöfen. Denn eine Abreise von ihrer Schwester und Mutter im Prager Bahnhof 1939 wurde unerwarteter Weise ein Abschied für immer. “Und so wird der abfahrende Zug zum Bild für das schmerzhafte Loslassen im Angesicht des Todes”, schreibt Seidel. “Diese Tragik ohne einen Funken Spiritualität ertragen zu müssen, erscheint geradezu unmenschlich.” Im Buch finde sich vielleicht deshalb noch ein zweiter Text Reinerovás. “Darin behält der Tod nicht das letzte Wort. Reinerová ertappt sich bei dem Gedanken, sich zu fragen: ‘Und was werde ich tun, wenn ich gestorben bin?’ Das erlebte sie als tröstlich und ermutigend. ‘Denn auf diese Weise wartet man nicht auf ein endgültiges Ende, sondern auf die erträumte Möglichkeit eines unbekannten, zweifellos völlig andersartigen Anfangs.’” – Die Besprechung des Buches lesen > hier.

Georg Magirius (Hrsg.): Abschied. Geschichten vom Loslassen und Neuanfangen. Lektorat: Annegret Grimm, Edition Chrismon 2017, 160 S., 15 €.

About Buero Magirius

Über spirituelle Spaziergänge und andere Tritte des Schriftstellers Georg Magirius.
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