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Sommerliche Spiritualität

Sommerliche Spiritualität - Georg Magirius über eine Theologie des Gleichmuts

Inspirationen für eine sommerliche Theologie des Gleichmuts gebe es in der Bibel auf den ersten Blick nicht. Zu dramatisch gehe es in ihr zu, schreibt Georg Magirius in seinem Beitrag “Sommerliche Spiritualität” in “Die Kirche” vom 3. Juli 2021, der Evangelischen Wochenzeitung für Berlin, Brandenburg und die schlesische Oberlausitz. Doch dann entdeckt er doch noch erfrischende spirituelle Spritzer. Wie da etwa wäre das Gebot, auf keinen Fall zu viel zu arbeiten. Außerdem sei da die von den hohen Theologie oft mit müdem Lächeln betrachtete Religiosität der Weisheitsschriften aus dem Alten Testament. Ihnen komme es auf eine praktische Lebensweisheit an. Das sei die Kunst, mit dem Alltag zurechtzukommen. Dieser Weisheit zufolge soll man sich nicht zu sehr mit Büchern beschäftigen. Sondern das Leben genießen, den Wein, das Brot. Und was rät dies Weisheit noch ? Einander beizustehen.

Sommerliche Spiritualität: Sich treiben lassen

Der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius bei seinen Recherchen für eine Spiriaitualität des Sommers.

Die biblische Weisheitstradition tauge vielleicht nicht für emotionale Vulkanausbrüche wie Weihnachten und Ostern, überlegt Magirius. Aber dafür sie sie ideal für die oft endlos wirkende Sommerzeit. In ihr könne man sich bestens treiben lassen. Für dieses Sich-Treibenlassen sei Jesus ein Vorbild . Klar, er habe nun gleich wieder auf sehr dramatische Weise Pause gemacht, 40 Tage in der Wüste, ohne einen Bissen zu essen und auch nur irgendetwas zu trinken. So werde es in den Evangelien erzählt. Dafür aber sei Jesu Art der Fortbewegung auf beispielgebende Weise sommerlich. Statt schnurstracks sein Ziel anzupeilen, sei er zu Fuß gegangen, in Schleifen. Er steuerte viele seiner Ziele mehrfach an. Grund genug für Magirius, sich in ein abgelegenes Tal zu einer Wassertretstelle treiben zu lassen. Das Wasser, das zum ewigen Leben quillt, gebe es übrigens laut Übereinstimmung mehrerer Autoren der Bibel umsonst. Den Beitrag lesen hier. Die Redaktion hat Sibylle Sterzik. Foto: Gabriele Butzlaff.