Allgemein
Mit wenig Geld zum großen Ziel
Wenn alles weniger wird, wird dann alles besser? Das ist gewiss ein wenig übertrieben. Aber es muss keineswegs alles zwangsläufig schlechter werden. Denn es ist möglich, mit wenig Geld zum großen Ziel zu kommen. Diese Erkenntnis bestimmt den Dankabend für die Kirchenältesten der Gemeinden des Evangelischen Kirchenkreises Eisenberg 2019. Sie feiern ihn im Kaisersaal von Schloss Eisenberg in Thüringen. Der Kirche gehören weniger Menschen an. Das zur Verfügung stehende Geld für die Arbeit schwindet. Deshalb hat sich der Kirchenkreis seit Beginn des Jahres eine neue Struktur gegeben.
Mit wenig Geld zum großen Ziel: Ein Gewinn der anderen Art
Einsparungen waren nötig, Stellen sind weggefallen. „Danke, danke. danke!”, sagt Superintendent Arnd Kuschmierz. Schließlich ist es den Gemeinden in den zurückliegenden Monaten nicht darum gegangen, für sich das Meiste herauszuholen. Das Viele muss ohnehin nicht immer das Beste sein. Zumal bislang noch niemand nachweisen konnte, dass die Lebendigkeit des Glaubens in einem direkten Zusammenhang mit der Höhe der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel steht. Worauf kommt es dann an? Auf Zusammenhalt. Und außerdem?
Sinn fürs Untergründige
Wichtig ist, das Hoffen und Wünschen zu pflegen, sagt Pfarrerin Ulrike Magirius-Kuchenbuch. Dabei helfen Märchen. In ihnen sucht die Fee jene auf, die nicht zu den Reichsten, Schönsten und Schnellsten zählen. Sie haben mit einem Mal Wünsche frei! Das Erstbeste und Offensichtliche bringt dann allerdings selten die Erfüllung. In die richtige Richtung weisen die Wünsche, die erst noch oder wieder zu entdecken sind, weil sie sich untergründig regen.
Schön sind seine Namen
Solche Wünsche entstammen einem starken Sehnsuchtsstrom, der zu einem großen Ziel weise. “Wir strecken uns nach dir, in dir wohnt die Lebendigkeit”, singen die Kirchenältesten im Kaisersaal: Worte von Friedrich Karl Barth, begleitet von Kantor Philipp Popp und Gemeindepädagogin Gabi Träger. „Wir trauen uns zu dir. In dir wohnt die Barmherzigkeit. Du bist, was du bist. Schön sind deine Namen, Halleluja. Amen.“

Saatgut
Auch Niederlagen versperren nicht den Weg zum großen Sehnsuchtsziel, sagt Georg Magirius. Er entwirft, angeregt von “Gute Wünsche aus der Bibel”, Hoffnungsperspektiven, die die Harfenistin Miroslava Stareychinska musikalisch interpretiert. Für Enttäuschungen und Verluste müsse sich niemand schämen. „Sie sind oft sogar der Grund, dass die Sehnsucht stark wird.” Niemandem wünscht die Bibel Tränen. Doch seien diese keine Nichtsnutze, sondern taugten manchmal als Saatgut, das eine Verwandlung in Aussicht stellt: “Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten.” – Fotos: Pfarrer Rainer Hoffmann.
Das Buch “Gute Wünsche aus der Bibel
Georg Magirius hat das Buch “Gute Wünsche aus der Bibel” im Herder Verlag veröffentlicht. Dr. Dietrich Voorgang hat es lektoriert. Weitere Informationen und Pressestimmen sind hier.




