Nachhaltiger Advent

Nachhaltiger Advent – ist das ein Slogan, der den Advent besser konsumieren lässt? Weil die Weihnachtsbeleuchtung teilweise aus Solarstrom stammt, man den Weihnachtsmarkt mit dem Hybridauto erreicht und statt der Installation von Wärmestrahlern hochprozentiger Glühwein ausgeschenkt wird? Nein, der nachhaltige Advent ist der Hinweis auf den religiösen Grund der Wochen vor Weihnachten. Dieser stammt aus einer Welt, in der es das Wort Nachhaltigkeit noch nicht gebräuchlich war. Freilich war sie von einer Weisheit gesegnet, die heutige Bemühungen um Nachhaltigkeit alt aussehen lässt, behauptet der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius.

Das Sitzen als Urform des Advents

Der Urgrund des Advents ist zukunftsweisend, hoffnungsvoll und erschütternd klimaneutral. Denn er ist einfach, schreibt Magirius in seinem Adventsbegleiter “Einfach freuen”. Die Urform des Advents nämlich ist das Sitzen: “Der Advent erlaubt mir, mich nicht bewegen zu müssen.” Aber warum? Es habe damit zu tun, dass Gott, wie die alten Quellen überliefern, aufgebrochen sei, um den Menschen zu suchen, zu besuchen und bei ihm zu wohnen. “Wieso es ihm schwermachen, indem ich meinen Aufenthaltsort unablässig veschiebe?”, fragt Magirius. Und folgert: “Also steuere ich den nächsten Sessel an.”

Georg Magirius, Einfach freuen. 24 Momente gegen die Rastlosigkeit, mit zahlreichen Abbildungen, Lektorat: Thomas Häußner, Echter Verlag Würzburg, ISBN 978-3-429043889, 12,90 Euro. Den Begleiter beim Echter Verlag > bestellen.

Hund von Pilgern entführt

Wer der Erneuerung nachgeht, hat eine über menschliche Grenzen hinausreichende Anziehungskraft. Das erleben im Oktober 2019 die Pilgerinnen und Wanderer der spirituellen Tagestour „Der Weg der Veränderung“ im Fränkischen Odenwald. Die Tour der Reihe GangART leitet der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius zusammen mit Dr. Kilian Distler von der Pfarreiengemeinschaft Würzburg Ost. Der Weg führt von Miltenberg nach Amorbach durch Reuenthal, wo ein Hund die Heimat verlässt. Er schließt sich den Pilgern an. Offenbar strahlt die Gruppe eine attraktive Frische aus, die sie sich im Laufe des Wegs erwandert hat.

In die Ruhe geschlüpft

Idyllisch, eben und belebt zeigt sich der Weg durch die Fachwerkgassen Miltenbergs. Augenblicklich wechselt die Stimmung, als es durchs Schnatterloch geht. In tiefe Ruhe ist man hineingeschlüpft, befindet sich in kühlem, feuchtem Wald. Eine Stunde steigt der Waldweg an, steigert sich dann ins Steile. Kaum mehr erkennbar schlängelt sich der Pfad durch uriges Felsgestein. Kann bei so viel Hindernissen überhaupt noch Neues kommen?

Charakterwechsel

Wie durch ein Tor geht es ins Helle, hinaus auf die himmelweite Ebene von Monbrunn. Blumen wachsen auf einer Bank vor dem Gasthaus Jägerruh.  Auf einer Bank im Gasthaus wachsen Zuversicht und Gelassenheit, indem die von Anneliese Sieg komponierten Zuwendungen schrumpfen: Kürbiscremsuppe, Rührei, Rotweinkuchen und Apfelstreuselkuchen.

Frisch wie Seppl

Und wieder wandelt sich der Weg. An einem konzertierenden Bach entlang geht es durch Reuenthal. Und genau da gesellt sich der Hund zur Pilgergruppe. „Das hat er noch nie gemacht“, staunt sein Frauchen, nachdem sie ihn mit Rufen und Pfeifen mehrere Minuten lang zur Rückkehr bewegen wollte. Doch Seppl, der ganz alt sei, strebt noch immer in junger Neugier mit den Pilgern talaufwärts. Erst auf dem Arm von Frauchen lässt er die Gruppe weiterziehen. Wohin? Dorthin, wo noch etwas wartet: das Gute, das sich nicht zu schade ist, sich schon auf dem Weg immer wieder einmal mitzuteilen.

Die Reihe GangART

Bei GangART handelt es sich um eine von Georg Magirius begründete fortlaufende Reihe Spiritueller Tagestouren durch Spessart, Odenwald, Rhön, Haßberge, Steigerwald, Fränkisches Weinland, Taunus und Schwarzwald. Bei bislang 45 Touren nahmen knapp 1000 Wanderer teil. Resonanz erfährt die Reihe in der FAZ, in Publik-Forum-Extra, Ev. Sonntags-Zeitung, BR, dem Genussmagazin Tiepolo und im Würzburger Sonntagsblatt. Zusammenarbeit u.a. mit Herder Reisen, Ev. Propstei Rhein-Main (Pröpstin Gabriele Scherle),  Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck (Dr. Jochen Gerlach), Goethe-Universität Frankfurt, Christen in der Wirtschaft, Erwachsenenbildung in Stadt Offenbach, Verein Andere Zeiten Hamburg. Die nächsten Touren: 25. April 2020: Die Feier der Gemächlichkeit. Und am 09. Mai 2020: “Das Geheimnis des Hexenbaums”. Angeregt sind die Touren von Georg Magirius’ Buch “Frankenliebe”, das im Frühjahr 2020 unter dem Lektorat von Thomas Häußner im Würzburger Echter Verlag erscheint.

Die Feier der Gemächlichkeit

Das ideale Lebenstempo zum Ziel hat die Spirituelle Tageswanderung der Reihe GangART am 25. April 2020 im Spessart. Der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius leitet die Tour, die von Lohr zum Kloster Neustadt am Main führt. Die Gruppe bildet sich für die Wanderung neu. Die Tour widmet sich einem der wohl bewegendsten gesellschaftlichen Fragen.

Eine neue Kostbarkeit

Aktuell herrscht der Drang zu immer neuen Spitzengeschwindigkeiten und Erfolgen. Anderen jedoch erscheint der Wettbewerb ums Maximale zweifelhaft, sie stellen seinen beglückenden Charakter in Frage. Sie wollen oderkönnen ihm nicht mehr folgen. Die meditative Wanderung im Spessart geht einer alten, wieder zu entdeckenden Kostbarkeit nach: der Gemächlichkeit. Sie gibt Raum, das richtige Lebenstempo für sich zu finden: das eigene.

Witzige Wendungen

Der Start in Lohr mit seiner Altstadt ist attraktiv, genauso das eindrucksvolle Kloster in Neustadt. Doch auf dem Weg erlebt man über mehrere Kilometer kaum etwas, was als Nachricht taugt. Doch gerade ist es, das ermuntern kann: Es macht aufmerksam für die vom Frühjahr erwachten Bäume, für die von Vögeln kommentierte Stille. Außerdem sind da Waldpfade, deren Windungen das Ideal des linientreuen Vorwärtsschnellens verlachen.

Länge der Tour und Anmeldung

Die Tour ist 10 km lang, die reine Gehzeit 3,5 Stunden. Start: Bahnhof Lohr, Haltestelle der RE-Strecke Frankfurt- Würzburg. Nach Absprache ist eine gemeinsame Anreise möglich z.B. von Frankfurt Hbf, Hanau, Dettingen, Aschaffenburg, Würzburg. Es wird bei Sonne gegangen, es wird bei Regen gegangen, ein längerer Abschnitt wird schweigend zurückgelegt. Anmeldung oder Informationen direkt bei Georg Magirius 0176-29402322 bzw. mail@georgmagirius.de Anmeldung erfolgt durch Überweisung der Teilnahmegebühr von 10 Euro, Teilnehmerzahl ist begrenzt. Bankverbindung und genaue Startzeit werden bei Anmeldung mitgeteilt. Am Ende der Wanderung besteht die Möglichkeit zur Einkehr. Rückreise zum Ausgangspunkt Lohr erfolgt mit dem Bus.

Die Reihe GangART

Die Tour ist inspiriert von Georg Magirius‘ Buch „Frankenliebe. 33 Orte zum Staunen und Verweilen“, das im Frühjahr 2020 unter dem Lektorat von Thomas Häußner im Echter Verlag erscheint. Am 9. Mai 2020 gibt es eine weitere Wanderung der Reihe GangART: “Das Geheimnis des Hexenbaums” – Informationen dazu > hier <.

Das Geheimnis des Hexenbaums

Eine große Erfrischung zum Ziel hat die Spirituelle Wanderung im Hochspessart am Samstag, 9. Mai 2020. Sie führt von Heigenbrücken zum Hexenbaum, einer uralten Buche. Die Wanderung ist für Erwachsene geeignet und auch für Kinder. Geleitet wird die Tour von Pfarrerin Regina Westphal und dem Schriftsteller Georg Magirius. Sie haben mehrere Spirituelle Wanderbücher veröffentlicht. Die Gruppe bildet sich für die Tour neu.

Gefährliche Nase

Der Hexenbaum sorgt mit seiner weithin sichtbaren Nase für gefährliche Trockenheiten. So sind die Fässer im örtlichen Gasthaus immer dann leer, wenn es gerade fröhlich wird. Wir folgen den Spuren von Heigi. Das Mädchen macht sich mit ihrem Raben Rücki auf, um den Zauber zu bannen. Mit ihr gehen wir der Sehnsucht nach Erfrischung im Leben nach.

Länge der Tour und Anmeldung

Die Wanderung mündet im Gasthaus zur Frischen Quelle in Heigenbrücken. Die Wanderung ist 7 Kilometer lang, die Gehzeit beträgt inklusive Pausen 3,5 Stunden. Es wird bei Sonne gegangen, es wird bei Regen gegangen. Die Tour startet am Bahnhof in Heigenbrücken, Station der Regionalexpresstrecke Würzburg-Frankfurt Nach Absprache ist eine gemeinsame Anreise möglich u.a. von Frankfurt-Höchst, Frankfurt Hbf, Hanau, Dettingen, Aschaffenburg, Würzburg. Es wird bei Sonne gegangen, es wird bei Regen gegangen. Anmeldung erfolgt durch Überweisung einer Teilnahmegebühr von 10 Euro, Teilnehmerzahl ist begrenzt. Kinder zahlen nichts. Informationen und Anmeldung direkt bei Georg Magirius 0176-29402322 bzw. mail@georgmagirius.de

Die Reihe GangART

Die spirituelle Spessart-Wanderung ist inspiriert von Georg Magirius‘ Buch „Frankenliebe. 33 Orte zum Staunen und Verweilen“, das im Frühjahr 2020 unter dem Lektorat von Thomas Häußner im Echter Verlag erscheint. Eine weitere Wanderung im Frühjahr 2020 gibt es am 25. April: “Die Feier der Gemächlichkeit.” Informationen dazu > hier <.

14 Orte mit unvergänglichen Kräften

Die Schilderungen des reich bebilderten Bandes “Mystische Orte” von Regina Westphal und Georg Mgirius Schilderungen laden ein, sich auf den Weg zu machen an Orte abseits von Lärm und heftigen Treiben der Städte. So urteilt die Beuroner Forum Edition 2016 / 17 über die Beschreibungen zu Plätzen, wo Kräfte spürbar würden, die die Autoren deshalb mystisch nennen würden, weil dort eine Kraft spürbar sei, die sich als “unvergänglich und unendlich” bezeichnen ließen und “die Mystische Orte in Frankenhinter das Offensichtliche schaut”. Hilfreich für die praktische Umsetzung seien die Angaben zu Beginn jedes Kapitels: Route – Länge in km – Gehdauer – Ausgangspunkt – Anreise – Einkehrmöglichkeiten.

Georg Magirius / Regina Westphal, Mystische Orte. Wanderungen durch Unterfranken, 128 Seiten, Echter Verlag Würzburg, Lektorat: Thomas Häußner, ISBN 978-3429034658, EUR 12.00.

Geborgenheit im Hochspessart

Mariengrotte Heigenbrücken - Foto von Georg MagiriusKann man Geborgenheit nur in festen Häusern finden? Eine Spirituelle Wanderung am Sonntag, 6. Mai 2018 spürt einer Sicherheit nach, die unter freiem Himmel zu finden ist. Die Tour führt von Wiesthal nach Heigenbrücken im Hochspessart und verläuft zu einem großen Teil auf dem Sieben-Grottenweg. Pfarrerin Regina Westphal leitet die Wanderung der Reihe GangART in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde Frankfurt-Unterliederbach. Westphal hat mehrere Bücher zum Thema Pilgern geschrieben. 9 Kilometer ist die Tour lang und führt großteils über den Sieben-Grottenweg. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr am Bahnhof in Wiesthal. Eine gemeinsame Anreise per Zug ist möglich Buchcover Mystische Orteab Dettingen (Treffpunkt 9.50 Uhr), Frankfurt Hauptbahnhof (Treffpunkt 9.20 Uhr), (Frankfurt-Höchst Bahnhof 8.45 Uhr). Ein Teilnahmebeitrag wird nicht erhoben, Fahrtkosten und die Kosten für eine eventuelle Einkehr trägt jeder selbst. Informationen direkt bei Regina Westphal 069/302973, Email: Regina.Westphal.kgm.ffm-unterliederbach@ekhn-net.de. Inspiriert ist die Tour vom Buch “Mystische Orte”, das Westphal mit Georg Magirius unter dem Lektorat von Thomas Häußner im Echter Verlag veröffentlicht hat.

Philosophieren mit Gummibärchen

Marissa Conrady (c) Marissa ConradyPhilosophisches Denken und Gummibärchen ergänzen sich perfekt. Das hat die Germanistin, Lektorin und preisgekrönte Autorin Marissy Conrady (“Adam kam nie mehr mit dem Abend”) in ihrer Rezension des Adventskalenders “Einfach freuen” von Georg Magirius geschrieben, in ihrem Blog am 2. Dezember 2017. Das Buch mit 24 literarischen Gedanken sei kein Adventskalender im herkömmlichen Sinn – also mit aufschließbaren Türchen. Ein vorschnelles Blättern in den Advent hinein wäre also kein Problem, weil es sich um einen frei einsehbaren Adventskalender handle – ohne Schnüre, Schlösser, Perforationen oder sonstige Hindernisse.  “Aber ich werde geduldig Adventskalender Einfach freuensein, wie bei meinem echten Adventskalender ja auch. Und Tag für Tag einen der kurzen, mitunter alltäglichen, aber immer philosophischen Texte lesen. Ich werde jeden Tag einen dieser Momente annehmen, und ihn anwenden (während ich die Gummibärchen aus dem anderen Adventskalender esse).” Die Rezension auf dem Blog von Marissa Conrady >> lesen <<. Marissa Conrady auf >> Facebook. Foto: (c) Marissa Conrady.

Einfach freuen. 24 Momente gegen die Rastlosigkeit, 103 Seiten, Lektorat: Thomas Häußner, Gestaltung: Christine Eisner (Würzburg), Echter Verlag, Würzburg 2017, EUR 12.90.

Vom Schuheputzen und anderen spirituellen Übungen

“Kein Yoga- oder Meditationskurs soll die alljährlich schwer gebeutelten Weihnachtsopfer zur Besinnung bringen. Nein. Der schlichte Alltag birgt das Geheimnis.” Das schreibt die Soziologin, Politologin und freie Autorin Angela Wolf am 29. November 2017 im Evangelischen Frankfurt über den Adventskalender “Einfach freuen“. Der Autor Georg Magirius übe sich dabei etwa in so spirituell ungewöhnlichen Disziplinen wie Einkaufzettel schreiben, Schuhe putzen oder auch dem Müllausleeren:

Hierbei lässt sich durchaus entdecken, dass der Mensch nicht nur Bleibendes hervorbringt. Aha. Und da die haushaltliche Müllentsorgung nicht zu den beliebtesten Aufgaben zählt, man sich dann aber doch dazu durchringt – ja dann, dann überfällt einen schon mal eine tiefe Ruhe. Magirius beschreibt beim Gang zur Mülltonne eine Erwartung, die in ihm keimt, die ihn sogar adventlich stimmt. Der Schwere Beutel schwingt in seiner Hand und er freut sich auf das Ende dieser Beschwernis. Und sein Müllentsorgungs-Fazit: Alles ist leer, und das ist ein Anfang. Er fühlt sich aufgeräumt, weil in Ahnung eines adventlichen Versprechens. Das Versprechens nämlich, dass Gott in unsere Welt kommt, die gewiss nicht immer sauber ist. Und der ganze Müll nun nicht mehr zählt.

Den vollständigen Artikel von Angela Wolf lesen >> hier <<. Redaktion: Dr. Antje Schrupp. – Einfach freuen. 24 Momente gegen die Rastlosigkeit, 103 Seiten, Lektorat: Thomas Häußner, Gestaltung: Christine Eisner (Würzburg), Echter Verlag, Würzburg 2017, EUR 12.90.

Die Macht der lieben kleinen Dingeleins

Buchprofile Borromedien und Sankt MichaelsbundDer Sinn des oft pompös gefeierten Weihnachtsfests lässt sich ausgerechnet im Unscheinbaren finden. Das hat der katholische Theologe und Buchautor Fabian Brand in seiner Buchprofile-Rezension des Sankt Michaelsbunds vom November 2017 über den Adventsbegleiter “Einfach freuen” von Georg Magirius geschrieben. Magirius folge darin der Bewegungsrichtung von Weihnachten, die das unvorstellbare Große im oftmals vernachlässigten Alltag auftauchen lasse: Gott wird geboren im Hinterland, ein Winzling.

Maximale Freude

Magirius’ Hinwendung zum in der Regel Geringgeachteten könne darauf vorbereiten, dem Alltergrößten zu begegnen. Deshalb charakterisiert Rezensent Brand “Einfach freuen” auch nicht vage als Buch, sondern präziser als Büchlein – noch mehr! Zu Pointierung der weihnachtlichen Provokation gesellt er dem Diminutiv von Buch noch das Adjektiv “klein” hinzu. Damit wird signalisiert: Allein schon die Form – eben dieses “kleine Büchlein” – hat zum Thema das Maximum an Freude: Dass der Mensch Frieden machen könne mit sich und der Welt, weil Gott im Abgelegenen zu finden sei.

Ein Kaff schreibt Weltgeschichte

Freilich nähere sich “Einfach freuen” Weihnachten nicht mit komplexen Klugheitskonstruktionen, sondern erdnah, pointiert und klar. Gott sei schließlich nicht als ein wie auch immer geartetes Gedankenkonvolut, sondern im schlichten Ambiente zur Welt gekommen. Er liegt im Futtertrog, in einem Kaff mit Namen Bethlehem. Warum also mit den Worten krampfhaft auftrumpfen? Das ginge am Sinn des Advents vorbei. Magirius rehabilitiere stattdessen mithilfe seines sogenannten kleinen Büchleins den oft abgewerteten und verniedlichten Alltag, all die nur vordergründig netten, kleinen Dingeleins, die womöglich wie kaum etwas sonst transparent werden könnten für die ungeheuerliche Schönheit und Gewalt der näher kommenden Freude. Denn Gott habe, so werde es an WAdventskalender Einfach freueneihnachten erzählt, den Mikrokosmos erwählt, der sich mit einem Mal als wahrhaftiger Makrokosmos entpuppe. Deshalb würden in “Einfach freuen” oft Kleinigkeiten zu Aufhängern für die adventlichen Impulse, schreibt Brand: “Das Abschalten des Computers beispielsweise oder das Tisch decken. Aber gerade darin liegt der Mehrwert dieses kleinen Begleiters durch die Adventszeit. Er schärft den Blick für das Unscheinbare und regt an, sich neu über die Selbstverständlichkeiten des Lebens zu freuen.”

Weitere Rezensionen zum Buch >>> hier

Einfach freuen. 24 Momente gegen die Rastlosigkeit, 103 Seiten, Lektorat: Thomas Häußner, Gestaltung: Christine Eisner (Würzburg), Echter Verlag, Würzburg 2017, EUR 12.90.

Abseits ausgetretener Touristenpfade

Manche Orte können ausgerechnet dank ihres abseitigen Charakters eine besondere Anziehungskraft entwickeln. Das schreibt der Frankenkenner Thomas Hübner in seiner Rezension des 2016 veröffentlichten Buches “Frankenglück” auf den Internetseiten des Sankt Michaelsbund und des Borromäusvereins. “Der Urlauber ist süchtig nach Plätzen, die sich mit Prädikaten schmücken wie das größte, längste, schnellste, älteste oder das meistbesuchte Objekt”, hat Hübner beobachtet. Das Buch Frankenglück wende sich allerdings “an einen grundlegend anderen Interessentenkreis – an Leser, die nicht den Trubel, sondern die Ruhe und Abgeschiedenheit suchen.”

Franken weckt spirituelles Interesse und Appetit

Das Buch stelle 33 Orte abseits der großen Straßen vor, wozu Täler, Wanderwege, Wälder, Wiesen, Parks, Grotten, Ruinen, aber auch Kapellen, Klöster und Burgen zählten. “Für jede Location sind vier Seiten reserviert, die ersten beiden davon stimmen mit einem doppelseitigen Farbfoto auf das Ausflugsziel ein. Dank der kenntnisreichen Schilderungen fühlt man sich beim Lesen wie vor Ort.” Die anderen beiden Seiten geben praktische Hinweise, Wander- und Ausflugstipps. Geographisch betrachtet konzentriere sich das Buch auf die Region vom Spessart bis zu den Hassbergen und von der Rhön bis zum Odenwald. “Da dem Verfasser bewusst ist, dass die idyllische Landschaft nicht nur spirituelles Interesse, sondern auch den Appetit wecken kann, schließt jede Beschreibung mit einem Einkehrtipp.” Das Buch kann laut Rezensent “sehr empfohlen” werden.

Georg Magirius, Frankenglück, 33 Orte zum Staunen und Verweilen, 144 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen, Lektorat: Thomas Häußner, Gestaltung: Peter Hellmund, ISBN: 978-3-429-03912-7 – 12 Euro. >>> Weitere Informationen <<<