Das Salz in der Suppe

Bettina Linck & Georg Magirius in Gnadenkirche Dachau - Foto (c) Thomas MarkertDamals, als das Wünschen noch geholfen hat, heißt es im Märchen. Die Harfenistin Bettina Linck und der Schriftsteller Georg Magirius zeigen am 25. Februar 2018 in der Stadtkirche Groß-Gerau und am 23. März 2018 in der Kirche Reinheim-Ueberau: Die Nacht der Kirchen Reinheim Ueberau 2018Kraft des Wünschens wirkt heute noch. Inspirieren lassen sie sich von guten Wünschen aus dem orientalischen Weisheitsschatz der Bibel, die sie mit Wortwitz und musikalischer Raffinesse in der Gegenwart aussäen: Der Mensch ist nicht fad, sondern voll Würze, das Salz in der Suppe. Schatten soll er werfen, nicht in Schatten Plakat Heute, da das Wünschen wieder hilft Konzertlesung Stadtkirche Groß-Gerauflüchten müssen. Aufrecht darf er durchs Leben gehen und sich ruhig auch mal auf Händen oder Engelsflügeln tragen lassen. – Bettina Linck und Georg Magirius gestalten seit 2005 Konzertlesungen in Kirchen, Wirtshäusern, auf Weingütern, in HR, BR und Deutschlandfunk. „Musikalisch furios und anrührend komisch“, urteilt die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Heute, da das Wünschen wieder hilft: Konzert und Lesung aus “Gute Wünsche aus der Bibel, 25. Februar 2018, 17.00, Evangelische Stadtkirche Groß-Gerau, Leitung: Pfarrer Helmut Bernhard – 23. März 2018, 21.30, Nacht der offenen Kirche in der Evangelischen Kirche in Reinheim-Ueberau, Leitung: Pfarrerin Meike Obermann. In die Konzertlesung (Deutschlandfunk) hineinhören >>> hier. Fotos (c): Thomas Markert und Rüdiger Döls.

Gerechtigkeit im Liegestuhl

Luthers Glücksrhythmus - Foto von Rüdiger Döls 2005 gründete sich das Duo “Sieben tote Ehemänner, das – ohne Ironie – auf konstruktive Weise den großen Fragen des Lebens nachgeht. Am 5. Februar feiert um 17 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche in Groß-Gerau ihr achtes Programm Premiere. Es ist einer historischen Person gewidmet. Freilich wird Martin Luther so zur Sprache gebracht, dass es rasch überhaupt nicht mehr um eine historische Person geht. Sondern zum Beispiel darum, wie heute ein Mensch, der nicht zufrieden ist, aber Mut zur Sehnsucht hat, eine große Erleichterung finden kann.

Saft, Kraft, Brunst, Feuer

Luther selbst sah sich schlicht als Mensch, der „mit glühendem Durst“ nach innerem Frieden suchte, den ihm kein spiritueller Meister geben konnte. Er fand ihn schließlich in einer tiefen Ruhe, die ihm ausgerechnet der hemmungslos wirkende Austausch mit der Bibel bescherte. Sie besteht für ihn nicht aus stummen Worten, sondern aus einem Klang, der voller „Saft, Kraft, Brunst und Feuer“ steckt: Rhythmus, Leidenschaft, Musik.

Luthers Glücksrhythmus

Die Konzertharfenistin Bettina Linck und der Schriftsteller Georg Magirius erwecken Luthers Glücksrhythmus der Bibel auf ganz neue Weise zum Leben. Und sie fragen, was die reformatorische Entdeckung heute bedeuten kann: Findet sich die Gerechtigkeit aus Glauben im Liegestuhl? Zeigt die Freiheit eines Christenmenschen sich beim Sägen an Autoritäten? Und erfüllt sich die Liebe am Nächsten im Duft eines ungeheuerlich teuren Parfüms? Bettina Linck und Georg Magirius gestalten Konzertlesungen in Kirchen, Wirtshäusern, auf Weingütern und in BR, HR und Deutschlandfunk. „Harfe trifft auf Literatur. Sie ergänzen sich perfekt“, urteilt die Mainer Allgemeine Zeitung. Foto (c): Rüdiger Döls.

Termine

Konzertlesung: “Gerechtigkeit im Liegestuhl – Luthers Bibelglück

24. Juni 2017: Dachau, 20 Uhr, Ev.-luth. Gnadenkirche Dachau, Anton-Günther-Straße 1, 85221 Dachau, Ltg.: Pfarrerin Christiane Döring > Mehr Informationen <

06. Mai 2017: Frankfurt am Main, Nacht der Museen, 22 und 23 Uhr, Bibelhaus – Erlebnismuseum – Leitung: Silvia Meier M.A.

10. Februar 2017: Kaiserslautern, 20 Uhr, Citykirche, Leitung: Pfarrer Stefan Bergmann

“Die Harfenistin machte mit ihren ausgefeilten Interpretationen bewusst, dass die hoch entwickelte französische Harfenschule ihre eigenen Meisterwerke hervorbrachte, die sie passend zu den Lesungen in vollendeter Spielkultur einbrachte. Reiner Henn, Die Rheinpfalz

05. Februar 2017: Groß-Gerau, 17 Uhr, Ev. Stadtkirche, Leitung: Pfarrer Helmut Bernhard

“Im Mittelpunkt steht der Mensch Luther.” Frankfurter Rundschau

Die Hohe und Niedere Liebe der Bibel

Liebe braucht nicht allein äußere, sondern auch innere Berührung. Das schreibt Charlotte Martin im Rüsselsheimer Echo vom 16.  Februar 2016 über die Konzertlesung am Valentinstag in der Groß-Gerauer Stadtkirche. Zu Gast vor 165 Besuchern waren die Harfenistin Bettina Linck (Foto: Rüdiger Döls) und Autor Georg Magirius, die seit 2005 in Deutschland und der Schweiz unterwegs sind, „um hörbar zu machen, wie viel Liebe sich in der Bibel verbirgt. Nicht nur die allumfassende Liebe Jesu. Sondern auch Liebesgeschichten des Alten Testaments um Rahel und Jakob, Geschichten um das unterschiedliche Liebesverständnis von Martha und Maria oder auch um die Liebe des ungläubigen Thomas.“ Dass das Thema aller Themen in allen möglichen Schattierungen poetisch und musikalisch entfaltet wurde, gefiel den Besuchern „offensichtlich, sie applaudierten angeregt“, beobachtete Berichterstatterin Martin.

Feinfühlig und kraftvoll

Freilich gaben die Erzählungen aus Magirius’ Buch “Traumhaft schlägt das Herz der Liebe” die biblische Tradition nicht bloß wieder, sondern umkreisten sie “achtbar sinnsuchend” und sprachen sie übergangslos mit Gegenwärtigem zusammen. Außerdem: „Beflügelnd umrahmte das feinfühlige Harfenspiel der Musikerin Linck die Geschichten, horchte die Atmosphäre des Gelesenen aus und setzte mit Kompositionen alter Meister sowie selbst Komponiertem schöne Klangakzente zwischen den Worten”, urteilt das Rüsselsheimer Echo. Und das Groß-Gerauer Echo berichtet in seiner Ausgabe vom 17. Februar 2016 über “tiefsinnige Anregungen” zum Thema – etwa zum Hohenlied der Liebe, die “Zugabe nach kräftigem Beifall des Publikums. Stadtkirchenpfarrer Helmut Bernhard dankte dem Künstlerpaar für den ‘beeindruckenden Auftritt’, der ihm sehr gefallen und ihn inspiriert habe.”

Traumhaft schlägt das Herz der Liebe – ein göttliches Geschenk, mit Farbbildern von Marc Chagall, Grafische Gestaltung: Stafan Weigand, Lektorat: Heribert Handwerk, 160 Seiten, Echter Verlag Würzburg, 14,90 Euro.

Die erotische, fast exotische Urkraft des Lebens

Bischof Valentin soll der Legende nach im 3. Jahrhundert Liebende getraut haben, darunter Soldaten, denen das HBettina Linck und Georg Magirius in Graubünden - Foto von (c) Rüdiger Dölseiraten verboten war. Das Liebesleben der Paare, denen er Blumen aus seinem Garten schenkte, soll unter einem guten Stern gestanden haben. Grund genug, am Valentinstag jene religiöse Urkraft zu feiern, deren expressive Farben freilich ausgerechnet in den Kirchen oft abhanden gekommen sind. Auf ein theologisches Abstraktum wurde die Liebe zurechtgestutzt. Ordentlich, überschaubar, steuerbar, vergeistigt, mit Zielführung in Richtung Nachkommenschaft oder als sanfte Form der Nächstenliebe war sie genehm. In der Heiligen Schrift allerdings ist sie nicht schamhaft versteckt, sondern blüht voller Leidenschaft auf.

Die erste Liebesgeschichte der Welt

So interpretieren am 14. Februar 2016 in der Groß-Gerauer Stadtkirche um 17 Uhr die Frankfurter Konzertharfenistin Bettina Linck und der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius mit Wortwitz musikalischer Furiosität biblische Liebesgeschichten für heute, die dem Buch „Traumhaft schlägt das Herz der Liebe“ entnommen sind. Adam und Eva, die sich hinlänglich zu kennen glaubten, entdecken sich neu, seit sie ihre Körper bedecken. Geheimnisvoll, fantastisch ungewohnt und fremd klingt “Aquatintes Trois” von Bernard Andrès an der Harfe: Indem Eva und Adam sich kleiden, ist die Zeit geboren, dass sie sich auch entkleiden können. Sara und Tobias wiederum werden in ihrer Hochzeitnacht von einer ungeheuerlichen, fast exotisch wirkenden erotischen Lust befallen, schildert “Tema con variazioni” von Georg Friedrich Händel.

Das Ende der Lähmung

Das Brautpaar legt sich nicht nieder, sondern stürzt sich – ausgerechnet in der Hochzeitsnacht! – mit Inbrunst ins Gebet, das – so wenigstens der fromme Plan – mehrere Tage und Nächte währen soll. Maria von Magdala Bettina Linck in Malans Graubünden 2015 - Foto (c) Rüdiger Dölshingegen befindet sich in einer kaum fassbaren Gemengelage von Bewegungsunfähigkeit und einer Kraft, die sich den vernünftelnden Beziehungslogikern widersetzt. So beginnt sie, mit ihrer unerreichbar fernen und doch wieder nah wirkenden Liebe zu tanzen – ohne Berührung. Ihre Lähmung aber wird mit Zartheit abgestreift. So erzählt die Harfenballade von Alphonse Hasselmans. Und Thomas? Das Fragegenie, dieser Künstler des Zweifelns, gibt keine Ruhe, bis er die Einladung zu einer Berührung erhält, die göttliche Leidenschaft und menschliches Sehnen auf beruhigende Weise zusammenfallen lässt, weiß die “Etude de concert” von Felix Godefroid.

Valentinstag, 14. Februar 2016: Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Lesung aus “Traumhaft schlägt das Herz der Liebe”, Konzertharfe. Bettina Linck, 17 Uhr, Evangelische Stadtkirche Groß-Gerau, Kirchstraße 11, 64521 Groß-Gerau, Leitung: Pfarrer Helmut Bernhard, Eintritt frei – Spenden am Ausgang. Foto Stadtkirche: (c) Armin Kübelbeck CC-By-SA, Wikmedia Commons, Fotos Linck und Magirius: (c) Rüdiger Döls

Die Jubiläumtour “10 Jahre 7 tote Ehemänner”

“Angeregt von Musikalität, Witz und Poesie der Bibel verstören, trösten und beleben die Harfenistin Bettina Linck und der Schriftsteller Georg Magirius seit 2005 ihr Publikum.” Offenbach Post “Traditionell und überraschend modern, musikalisch furios und anrührend komisch.” Frankfurter Allgemeine Zeitung

2016

Aktuelle Termine der Formation >> hier.

02. September, Wiesbaden, Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Ringkirche, Nacht der Kirche, Leitung: Dr. Sunny Panitz – Rückblick

19. Mai, Ludwigshafen-Friesenheim, DBZ-Keller, Die biblische Weinprobe im ausverkauftem Keller, Leitung: Olaf Peters – Rückblick

08. Mai, Deutschlandfunk, Die Kraft der guten Wünsche – Redaktion: Pfarrer Frank-Michael Theuer – Sendung hören und lesen

14. Februar (Valentinstag), Groß-Gerau, Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Lesung aus “Traumhaft schlägt das Herz der Liebe”, Ev. Stadtkirche, Leitung: Pfarrer Helmut Bernhard – Rückblick auf die Konzertlesung vor knapp 200 Besuchern >>> HIER <<<

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2015

o8. November, Ober-Ramstadt: Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Lesung aus “Traumhaft schläg das Herz der Liebe”, Leitung: Claudia Schlaak, Pfarrerin Nicola Bültermann-Bieber > MEHR <

06. November, Kaiserslautern: Sein wie die Träumenden, Lesung “Sein wie die Träumenden“, Citykirche Kaiserslautern, Leitung: Pfarrer Stefan Bergmann > Rückblick mit Pressestimmen > HIER <

27. September, Malans / Graubünden: Festgottesdienst zum Weinfest, Leitung: Pfarrerin Dr. Helke Döls >> Rückblick mit Fotos auf die Weinprobe vor 400 Besuchern <<

26. September, Malans / Graubünden: Die biblische Weinprobe, Lesung u.a. aus “Traumhaft schläg das Herz der Liebe”, Leitung. Pfarrerin Dr. Helke Döls > Rückblick mit Fotos auf die Weinprobe vor 400 Besuchern <<

25. September, Bad Bellingen (Markgräfler Land): Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Ev Kirche, Leitung: Pfarrerin Gabriele Seibert-Graf

19. September, Mühlheim-Dietesheim: Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Ev. Friedensgemeinde (Kultur-Eventkirche), Lesung aus “Traumhaft schläg das Herz der Liebe”, Gustav-Adolf-Kirche Dietesheim, Leitung: Pfarrer Ralf Grombacher > Informationen <

06. September, Hessischer Rundfunk: Der lange Weg zur Freude. Warum die Psalmen Wut und Klage nicht übergehen, inspiriert von “Gesänge der Leidenschaft“, hr2-kultur, Camino, Redaktion: Dr. Lothar Bauerochse > Informationen <

17./18./19. August 2015, ERF-Radio, Lesung aus “Erleuchtung in der Kaffeetasse” Lesezeichen, Ton: Robert Foede, Redaktion: Angelika Fries > MEHR <

10. August 2015, Offenbach-Post, “Tödliche Hochzeitsnacht mit Sara” – Porträt zu 10 Jahre “Harfe trifft auf Literatur” von Michael Hofmann >> lesen

19. Juni, Hasselroth-Niedermittlau, Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Lesung aus “Traumhaft schläg das Herz der Liebe”, Ev. Laurentiuskirche, Leitung: Pfarrerin Anne Rudolph, Sascha Gourdet >>> Informationen > >> “Die traumwandlerische Sicherheit der Harfenistin, die ruhige und fast weiche Stimme des Erzählers ergänzen sich so kongeniao, dass es sich für die Besucher schon nach wenigen Passagen fast so darstellt, als gebe es keine andere und schon immer gehörte Verrbindung zwischen Harfe und Lesung.” Herbert Huth, Gelnhäuser Neue Zeitung

10. Mai, Bayerischer Rundfunk: Der lange Weg zur Freude. Warum die Psalmen Wut und Klage nicht übergehen, inspiriert von “Gesänge der Leidenschaft“, Redaktion: Wolfgang Küpper > Informationen <

29. April, Bielefeld: Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Ev.-ref. Süsterkirche, “Traumhaft schläg das Herz der Liebe”, Veranstalter. Ev. Stadtkantorat, Leitung: Kirchenmusikdirektorin Ruth M. Seiler >> Informationen >>“Inspiriert von der orientalischen Erzähllust der Bibel, die auf erstaunliche Art und Weise mit heutigen Alltagssituationen verknüpft wird.” Neue Westfälische Nachrichten

19. März, Nürnberg: Sein wie die Träumenden, Ev-luth. Kirche St. Jobst, Lesung aus “Traumhaft schläg das Herz der Liebe” und “Sein wie die Träumenden“, Leitung: Studienleiterin Susanne-Katrin Heyer und Pfarrerin Silvia Jühne – Rückblick

13. März, Egelsbach: Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Ev. Kirche, Lesung aus “Traumhaft schläg das Herz der Liebe”, Leitung: Frank Hoffmann (1. Vorsitzender des Freundeskreises der Ev. Kirche) >> “Kulturgenuss vom Feinsten geboten.” Nicole Jost, Frankfurter Neue Presse

08. Februar, Deutschlandfunk: Lieder voller Leidenschaft. Die Poesie der Psalmen, inspiriert von “Gesänge der Leidenschaft“, Redaktion: Frank-Micheal Theuer – Sendung jetzt direkt  >>> HÖREN – Manuskript >> LESEN

01. Februar, Loßburg-Schömberg: Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Lesung aus “Traumhaft schläg das Herz der Liebe”, Hofbauernhof, Leitung: Roland Lübbertsmeier, Initiatorin: Linde Sewig >> „Angeregt von der Bibel und der Liebe, die befreienend lachen lassen.“ Schwarzwälder Bote Rückblick

04. Januar, Hessischer Rundfunk: Mitten ins Herz, Sendung mit Harfenmusik von Bettina Linck, Redaktion: Dr. Lothar Bauerochse

Aktuelle Termine der Formation >> >> hier.