Weltsprache Gebrabbel

“Reformation und Musik” ist 2012 das Themenjahr der Evangelischen Kirche in Deutschland. Der Ursprung von Musik sei aber doch antikonfessionell, wundert sich Georg Magirius. Er liege nämlich irgendwo dort, wo Menschen nicht mehr kognitiv gesteuerte Sätze bilden, sondern brabbeln, singen, seufzen, schreien. Den Beitrag für die Evangelische Zeitung Hamburg & Schleswig-Holstein vom 2. Februar 2012 hier lesen. Redaktion: Sven Kriszio.

Kann Musik denn evangelisch sein?

Im Vorfeld des 500. Reformationsjubiläums 2017 hat die Evangelische Kirche in Deutschland für dieses Jahr den Schwerpunkt “Reformation und Musik” ausgerufen. Georg Magirius macht sich aus diesem Anlass am 8. Januar 2012 im Bayerischen Rundfunk auf die Suche danach, was an Musik wohl typisch evangelisch sein könnte. Für viele ist es Orgelmusik wie die von Johann Sebastian Bach, für andere ist es die Posaunenbewegung, die auf Evangelischen Kirchentagen hörbar ist und in ihrer massenhaften Form erstmals vom sogenannten Posaunengeneral Johannes Kuhlo vor dem deutschen Kaiser dirigiert wurde. Auch geistliche Chormusik lockt in die Kirche, für viele der einzige Grund, sagen sie. Das hören Theologen natürlich nicht gern, sodass es gewiss auch in Zukunft nicht an den oft legendären Zerwürfnissen zwischen Pfarrern und Kantoren fehlen wird. Die Sendung macht über typisch evangelische Klangfarben hinaus am Beispiel herausragender evangelischer Komponisten und Dichter wie Martin Luther, Heinrich Schütz, Paul Gerhardt oder Friedrich Karl Barth (Foto: Inge Werth) hörbar, was ein reformatorisch inspirierter Glaube und Musik verbinden kann.

“Kann Musik evangelisch sein? Reformation und Musik”, Evangelische Perspektiven, Bayern2Radio, Sonntag 8. Januar 2012, 8.30-9.00 Uhr, Regie: Axel Wostry, Redaktion: Dr. Matthias Morgenroth, Mehr Informationen zur Sendung: Hier.