Der lange Weg zur Freude

Wie wird aus Verzweiflung Freude? Darum geht es in der Sendung von Georg Magirius über die Psalmen im Bayerischen Rundfunk, BR2, 10. Mai 2015, (Manuskript >> lesen). Die Psalmen gehören zu den großen spirituellen Schätzen der Menschheit. Obwohl mehr als 2000 Jahre alt, faszinierten die biblischen Lieder noch immer. “Allein schon das Finale! Von einem Happy End zu sprechen, wäre untertrieben. Denn das Psalmenbuch mündet in einen rauschhaften Jubel”, heißt es in der Ankündigung des Bayerischen Rundfunks. Überraschend sei das, weil der überwiegende Teil des Buches aus Enttäuschung, Schmerz und Klage bestehe. Dass dieser Umschwung möglich werde, habe damit zu tun,  dass diese GesängFunkhaus am Dornbusch: Moritz Stoepel und Birgitta Assheuer in der BR-Produktion "Die Stimme des Weinens wird man nicht mehr hören" - Foto (c) Büro Magiriuse nicht dem Anspruch folgen, möglichst ausgeglichen, souverän und sachlich sein zu müssen.

Wut und Glück

“Sie suchen nicht das kleine, sondern das große Glück. Es handelt sich um einen Sturmwind der Gefühle, um Lieder der Straße, womöglich gar das radikalste, rebellischste und menschlichste Buch der Bibel”, heißt es in der Sendung. “Es weist den Weg zur Freude, indem es die Wut auf Gegner, Ungerechtigkeit und Gott nicht übergeht.” Gesprochen wird das Essay von Birgitta Assheuer und Moritz Stoepel, mehrere Produktionen mit ihnen wurden mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet. Die Musik stammt aus “Alleluja! Lobet den Herren” von Heinrich Schütz, (SWV 38, Psalm 150, gesungen von The Choir of Trinity College Cambridge unter Leitung von Richard Marlow. Dazu ist Harfenmusik von Gabriel FauréGesänge der Leidenschaft - Cover des Buches von Georg Magirius über die Psalmen, Henriette Renié und Giovanni Battista Pescetti zu hören, interpretiert von der Konzertharfenistin Bettina Linck.

Der lange Weg zur Freude. Warum die Psalmen Wut und Klage nicht übergehen, Katholische Welt, BR2, 10. Mai 2015 >>> jetzt HÖREN, Manuskript >>> lesen. Ton: Stefan Tasler, Regie: Georg Magirius, Aufnahme Konzertharfe: Dipl.-Tonmeister Robert Foede, Redaktion: Wolfgang Küpper. Zum Thema der Sendung ist von Georg Magirius das Buch erschienen: Gesänge der Leidenschaft. Die befreiende Kraft der Psalmen, Claudius Verlag 2015.

Auf dem Gebirge hat man ein Geschrei gehöret

Ihr Vater sei vor sechs Jahren gestorben, sagt sie, direkt an den Weihnachtsfeiertagen. Da war sie Anfang zwanzig. Weih­nachten fällt bei ihnen also aus. Beim letzten Mal hätten sie es einmal mit Geschen­ken probiert: „Ein Versuch!“ Sich unter Kontrolle halten könne man so­wie­so nicht. Die Feiertage jedenfalls seien frei von jedem Gemütlichkeits-Ehrgeiz,. Aha, denke ich: Da sind es schon mal zwei, die das heilige Weihnachtsfest nicht idyllisch begehen, also nicht in eine mystische Mischung aus Kerzenlicht, Bratenduft und Engelsliedern eintauchen.

Den Beitrag “Auf dem Gebirge hat man ein Geschrei gehöret” von Georg Magirius über die andere Seite von Weihnachten >>> lesen. Veröffentlicht in: Die Kirche. Evangelische Wochenzeitung für Berlin, Brandenburg und die schlesische Oberlausitz vom 19. Dezember 2012, Redaktion: Amet Bick.

Zarte Rebellen

Es gibt Komponisten und Dichter, die den Mut haben, der Mutlosigkeit Stimme zu geben. Über die Kraft der zarten Rebellen schreibt Georg Magirius zum Reformationstag in “Die Kirche”, der Evangelischen Wochenzeitung für Berlin, Brandenburg und die schlesische Oberlausitz in der Ausgabe vom 24.10.2012, Redaktion: Amet Bick, Beitrag lesen.

Kapitulation der Technik

Heinrich Schütz (1585–1672) lie.ß mit seine Musik für die Hörer zu einm Ereignis werden Keine Surround-Technik kann das heute auch nur annähernd wiedergeben. – Ein Porträt von Georg Magirius über den bedeutendsten deutschen Komponisten seiner Zeit hier lesen, veröffentlicht in den Mitteldeutschen Kirchenzeitungen, Weimar, 17. Juni 2012, Redaktion: Sabine Kuschel.

Kann Musik denn evangelisch sein?

Im Vorfeld des 500. Reformationsjubiläums 2017 hat die Evangelische Kirche in Deutschland für dieses Jahr den Schwerpunkt “Reformation und Musik” ausgerufen. Georg Magirius macht sich aus diesem Anlass am 8. Januar 2012 im Bayerischen Rundfunk auf die Suche danach, was an Musik wohl typisch evangelisch sein könnte. Für viele ist es Orgelmusik wie die von Johann Sebastian Bach, für andere ist es die Posaunenbewegung, die auf Evangelischen Kirchentagen hörbar ist und in ihrer massenhaften Form erstmals vom sogenannten Posaunengeneral Johannes Kuhlo vor dem deutschen Kaiser dirigiert wurde. Auch geistliche Chormusik lockt in die Kirche, für viele der einzige Grund, sagen sie. Das hören Theologen natürlich nicht gern, sodass es gewiss auch in Zukunft nicht an den oft legendären Zerwürfnissen zwischen Pfarrern und Kantoren fehlen wird. Die Sendung macht über typisch evangelische Klangfarben hinaus am Beispiel herausragender evangelischer Komponisten und Dichter wie Martin Luther, Heinrich Schütz, Paul Gerhardt oder Friedrich Karl Barth (Foto: Inge Werth) hörbar, was ein reformatorisch inspirierter Glaube und Musik verbinden kann.

“Kann Musik evangelisch sein? Reformation und Musik”, Evangelische Perspektiven, Bayern2Radio, Sonntag 8. Januar 2012, 8.30-9.00 Uhr, Regie: Axel Wostry, Redaktion: Dr. Matthias Morgenroth, Mehr Informationen zur Sendung: Hier.