Das kurze Testament

Es ist die Bibel der Juden und der erste Teil der Bibel der Christen, ein Buch mit großem Umfang. Lässt sich das Alte Testament auf den Punkt bringen? Georg Magirius hat es getan – mit einer knapp halbstündigen Sendung für den Bayerischen Rundfunk, die im August 2018 auch im Hessischen Rundfunk und im Norddeutschen Rundfunk ausgestrahlt wird. Die Sendung ist bis Mai 2019 kostenfrei hörbar >> hier. Das Manuskript lesen lässt sich >> hier. Die Texte der hebräischen Bibel werden seit Anfang an niemals allein stumm gelesen, sondern immer auch gesprochen, gerufen und musiziert. Sie ist eine Schrift, die klingt. Die Harfenistin Bettina Linck hat die Sendung musikalisch interpretiert.

Reformation – und keiner geht hin?

Was ist los? Es ist Reformationsjubiläum und kaum einer geht hin, stellt der Kulturredakteur Reiner Henn in der Rheinpfalz vom 13. Februar 2017 fest. Und er fragt: Ist das ein regionales Phänomen? Zum Auftakt des Reformationsjahrs in Kaiserslautern sei die Konzertlesung „Gerechtigkeit im Liegestuhl“ in der Stiftskirche schwach besucht gewesen. Theologen aus dem Dekanat, das Gros der Gemeindemitglieder, Choristen und Gläubige der Region hätten die Veranstaltung ignoriert. Dabei fänden Angebote mit der Harfenistin Bettina Linck und dem Theologen und Publizisten Georg Magirius an anderen Orten bis zu 600 Besucher, so sei gerade erst die Konzertlesung in der Kulturkirche St. Egidien in Nürnberg ausverkauft gewesen.

Reformationsauftakt in Kaiserslautern 2017

Der Duft der Gegenwart

Der Rheinpfalz zufolge hat sich der Abend zum Reformationsauftakt in Kaiserslautern Luther nicht brav, sondern mit provokativen Fragen angenähert: „Findet sich die Gerechtigkeit aus Glauben heraus im Liegestuhl? Zeigt sich die gewonnene Freiheit des Christen nur im Sägen an Autoritäten? Und: Zeigt sich die Erfüllung etwa im Duft eines teuren Parfüms?“ Magirius gehe es also „nicht um eine historisch-authentische Retrospektive von biblischen Inhalten. Er aktualisiert biblische Themen, setzt sie in Bezug zur realen Wirklichkeit“. Das zeige sich an seinen bislang mehr als 20 veröffentlichten Büchern. So widme er sich im ‚Schmetterlingstango‘ dem Problem von Totgeburten oder gehe mit seiner ‚Fußball-Apotheke‘ mitten hinein ins turbulente Geschehen in Bundesliga Stadion.

Stadionjubel und französische Romantik

Valentinstag in Nürnberg Magirius‘ Interesse am Stadionjubel schließe indessen nicht die Neugier auf Komponisten wie Felix Godefroid, Gabriel Pernié und Alphonse Hasselmans aus, deren Stücke den Reformationsabend in der Citykirche auf ungewöhnliche Weise intensiviert hätten. „Die Harfenistin machte mit ihren ausgefeilten Interpretationen bewusst, dass die hoch entwickelte französische Harfenschule ihre eigenen Meisterwerke hervorbrachte, die sie passend zu den Lesungen in vollendeter Spielkultur einbrachte.“ Außergewöhnlich an dem Abend außerdem: Der Mut, auf Widersprüche im Werk Luthers hinzuweisen und „den Reformator einer kritischen Analyse seiner so zerrrissen wirkenden Persönlichkeit zu unterziehen.“

Rhythmen des Glücks

Auch zum Auftakt ins Reformationsjahr in der Evangelischen Stadtkirche in Groß-Gerau sei die menschliche Seite Luther „jenseits seiner bekannten Arbeit am Glauben“ deutlich geworden, schreibt Boris Halva von der Frankfurter Rundschau vom 4. Februar 2017. Von entscheidender Bedeutung sei der biblische Glücksrhythmus, also Textstellen, „die dem Reformator ganz persönlich Trost und Zufriedenheit spendeten.“ Das haben vor 100 Besuchern Magirius und Linck hörbar gemacht, die seit vielen Jahren zusammenarbeiten.

Die nächste Konzertlesung von Bettina Linck und Georg Magirius ist am 2. April 2017 in dem zwischen Bamberg und Würzburg gelegenen Kirchschönbach. >> Informationen <<

Das Ende des Unabänderlichen

Wer sich in der Welt behaupten will, geht zum Kampfsport oder in den Selbstverteidigungskurs. Noch wirkungsvoller können Träume, gute Wünsche und Märchen sein. Das hat der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius in seinem Essay „Die Kraft der guten Wünsche“ im Deutschlandfunk am 8. Mai 2016 gesagtBettina Linck Foto von Ernst Huber (Sendung lesen oder jetzt kostenfrei >> hören), Redaktion: Frank-Michael Theuer. Dem Traumhaften werde vielfach unterstellt, in der Welt der Kämpfe und Debatten nichts auszurichten.

Nachweisbare Wirkung

Dabei können gute Wünsche die Welt verändern, zumindest einen Menschen, heißt es in der Sendung, die von der Frankfurter Harfenistin Bettina Linck musikalisch gestaltet wird. „Denn wer einem anderen Gutes sagt, malt damit ein Bild, in das dieser hineinspazieren kann, in dem er Atem findet, sich erproben und ausstrecken kann.“ Die Macht des Wünschens und Fabulierens habe nachweisbare Wirkungen in der oft so genannten harten Realität. „Wenn dir jemand Gutes will, wächst du in das Gute hinein. Das vermeintlich Unabänderliche wird aufgebrochen.“

Das Dunkle wird nicht ausgesperrt

Sich an der Kraft guter Wünsche zu orientieren, bedeute nicht, alles nett zu finden: „Wer Wünsche hat, verschließt die Augen nicht vor Kurven, Brüchen und Schieflagen. Sie sind gerade der Grund dafür, dass man auf Gutes hofft. In der Bibel jedenfalls wird das Dunkle nicht ausgesperrt.“ Deswegen sei die Bibel ein realitätsnahes Buch und eine bemerkenswerte Quelle des Wünschens. Um sie frei fließen zu lassen, komme es darauf an, „sie nicht allein mit Vernunft und distanziert zu betrachten.“ So gebe es unter Theologen „einen akademischen Übereifer, der alles Zauberhafte, Märchenhafte und erschütternd Schöne der Bibel erstickt.“

Friede für die Unzufriedenen

Biblische Worte entfalteten ihre Potenzialität jedoch, wenn man sie eher als Poesie denn als Diskussionsgegenstand verstehe. „Sie stimmen friedlich, gerade wenn man mit der Welt nicht immer zufrieden ist.“ – Bettina Linck spielt aus Première Arabesque von ClaudeGeorg Magirius Gute Wünsche aus der Bibel - Das biblische Land bei Tübingen Debussy, der Pssacaglia g-moll von Georg Friedrich Händel, der Etude de concert von Felix Godefroid, Feuilles d’attemps von Alphonse Hasselmans. Im Zentrum steht die Air aus der Orchestersuite No.3 von Johann Sebastian Bach.

„Die Kraft der guten Wünsche“, Deutschlandfunk, 8. Mai 2016, Sendung >> lesenjetzt >> hören, Ton: Natalie Truchseß, Musikaufnahme: Tonmeister Robert Foede. Die Sendung ist inspiriert vom Buch: Gute Wünsche aus der Bibel, Herder Verlag 2016, mit zahlreichen Fotos, Lektorat: Dr. Dietrich Voorgang.

Die erotische, fast exotische Urkraft des Lebens

Bischof Valentin soll der Legende nach im 3. Jahrhundert Liebende getraut haben, darunter Soldaten, denen das HBettina Linck und Georg Magirius in Graubünden - Foto von (c) Rüdiger Dölseiraten verboten war. Das Liebesleben der Paare, denen er Blumen aus seinem Garten schenkte, soll unter einem guten Stern gestanden haben. Grund genug, am Valentinstag jene religiöse Urkraft zu feiern, deren expressive Farben freilich ausgerechnet in den Kirchen oft abhanden gekommen sind. Auf ein theologisches Abstraktum wurde die Liebe zurechtgestutzt. Ordentlich, überschaubar, steuerbar, vergeistigt, mit Zielführung in Richtung Nachkommenschaft oder als sanfte Form der Nächstenliebe war sie genehm. In der Heiligen Schrift allerdings ist sie nicht schamhaft versteckt, sondern blüht voller Leidenschaft auf.

Die erste Liebesgeschichte der Welt

So interpretieren am 14. Februar 2016 in der Groß-Gerauer Stadtkirche um 17 Uhr die Frankfurter Konzertharfenistin Bettina Linck und der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius mit Wortwitz musikalischer Furiosität biblische Liebesgeschichten für heute, die dem Buch „Traumhaft schlägt das Herz der Liebe“ entnommen sind. Adam und Eva, die sich hinlänglich zu kennen glaubten, entdecken sich neu, seit sie ihre Körper bedecken. Geheimnisvoll, fantastisch ungewohnt und fremd klingt “Aquatintes Trois” von Bernard Andrès an der Harfe: Indem Eva und Adam sich kleiden, ist die Zeit geboren, dass sie sich auch entkleiden können. Sara und Tobias wiederum werden in ihrer Hochzeitnacht von einer ungeheuerlichen, fast exotisch wirkenden erotischen Lust befallen, schildert “Tema con variazioni” von Georg Friedrich Händel.

Das Ende der Lähmung

Das Brautpaar legt sich nicht nieder, sondern stürzt sich – ausgerechnet in der Hochzeitsnacht! – mit Inbrunst ins Gebet, das – so wenigstens der fromme Plan – mehrere Tage und Nächte währen soll. Maria von Magdala Bettina Linck in Malans Graubünden 2015 - Foto (c) Rüdiger Dölshingegen befindet sich in einer kaum fassbaren Gemengelage von Bewegungsunfähigkeit und einer Kraft, die sich den vernünftelnden Beziehungslogikern widersetzt. So beginnt sie, mit ihrer unerreichbar fernen und doch wieder nah wirkenden Liebe zu tanzen – ohne Berührung. Ihre Lähmung aber wird mit Zartheit abgestreift. So erzählt die Harfenballade von Alphonse Hasselmans. Und Thomas? Das Fragegenie, dieser Künstler des Zweifelns, gibt keine Ruhe, bis er die Einladung zu einer Berührung erhält, die göttliche Leidenschaft und menschliches Sehnen auf beruhigende Weise zusammenfallen lässt, weiß die “Etude de concert” von Felix Godefroid.

Valentinstag, 14. Februar 2016: Harfe, Hochzeitsnacht und 7 tote Ehemänner, Lesung aus “Traumhaft schlägt das Herz der Liebe”, Konzertharfe. Bettina Linck, 17 Uhr, Evangelische Stadtkirche Groß-Gerau, Kirchstraße 11, 64521 Groß-Gerau, Leitung: Pfarrer Helmut Bernhard, Eintritt frei – Spenden am Ausgang. Foto Stadtkirche: (c) Armin Kübelbeck CC-By-SA, Wikmedia Commons, Fotos Linck und Magirius: (c) Rüdiger Döls

Kühle Kicks für heiße Zeiten

Bettina Linck - Foto von Petra WinkelhardtWie kühles Seewasser, heftiger Wellengang und ein philosophisch gestimmter Bademeister in Kombination mit heißem Kaffee in Euphorie versetzt, beantwortet die Reihe Lesezeichen vom 17. bis 19. August 2015 im ERF-Radio, jeweils 15.00-15.30 Uhr (Wdh. 19.30 / 22.30 // 1.30 / 3.30). Georg Magirius liest aus “Erleuchtung in der Kaffeetasse”, die Harfenistin Bettina Linck (Foto: Petra Winkelhardt) spielt Première Arabesque von Claude Debussy, Passacaglia in g-moll von Georg Friedrich Händel, Chansons de mai von Alphonse Haselmans, Piece Symphonique von Henriette Renié und “Pack die Badehose ein”. Außerdem zu hören sein wird eine Etude de concert von Felix Godefroid, in der sich Linck laut Stefanie Steinert vom Darmstädter Echo vom 15. Juni 2015 “mit brillantem, feinfühligem Spiel als Meisterin ihres Faches” erweist. – Ton: Robert Foede, Redaktion und Moderation: Angelika Fries. Den Ausschnitt “Flirten in der Bibel” kostenfrei vorab hören >>> hier.

Militärmusik zu Weihnachten

Katharinenkirche bei Nacht an der Hauptwache in Frankfurt am Main In einer – so verspricht es zumindest der Veranstalter – gewaltfreien Konzertlesung stellen die Harfenistin Bettina Linck und der Schriftsteller Georg Magirius die Soldaten des Himmels vor, Freitag, 19.12. 2014, in der St. Katharinen-Kirche in Frankfurt am Main (Fassung im Bayerischen Rundfunk >> lesen).

Marschmusik in Kirche, in die Goethes gingen?

In der Weihnachtserzählung nach Lukas haben Engel nicht viel mit den leicht pummeligen, Flöte spielenden Figuren aus dem Erzgebirge gemein. Eher erinnern sie an Weltraumkämpfer mit Laserschwertern. Sie sind Soldaten und jagen den Hirten einen großen Schrecken ein. Dann aber rufen sie den Frieden aus. Wie passt das zusammen? Ist ein Friede gemeint, wie ihn Militärminister verkünden, wenn sie den Einsatz von Waffen damit begründen, dass er helfe, den Einsatz von Waffen zu mindern? Nein, die Weihnachtsgeschichte erzählt von einem Heer, dessen Umgangsform das Musische ist. Beim Gesang, den die Hirten auf den Feldern nahe Bethlehem hören, wird der Evangelist noch nicht einmal an Marschmusik gedacht haben, die den Gleichschritt fördert, an einen ewig-gleichen Rhythmus, den das Metronom befiehlt.

Komik in der Weihnachtsgeschichte

Stattdessen habe der Gesang der himmlischen Soldaten keinen Zweck außer zu klingen, behauptet Magirius, der mit “Dies soll euch ein Zeichen sein” gerade eine militärhistorische Untersuchung zur Kampffähigkeit von Engeln vorgelegt hat. Der Auftritt der himmlischen Heerscharen lasse sich gar als Persiflage auf irdische Heere deuten, so Magirius weiter, der seine Forschungsergebnisse im Dialog mit Bettina Linck am klassischen Engelinstrument vorstellt. Naivität sollte man der musikalischen Friedenssehnsucht des Evangelisten jedoch nicht unterstellen. Denn die Schilderung des weihnachtlichen Heeres dürfte nicht zuletzt in der Erfahrung von militärischer Gewalt und Unterdrückung gründen. – Bettina Linck und Georg Magirius gestalten seit 2005 Konzertlesungen u.a. im Deutschlandfunk, Hessischen Rundfunk, im ERF-Radio und im Bayerischen Rundfunk.  Die Frankfurter Soloharfenistin spielt Chanson de mai und Feuilles d’automne von Alphons Hasselmans (1845-1912), Passacaglia g-moll von Georg Friedrich Händel (1685-1759), dazu Ausschnitte aus Pièce Symphonique von Henriette Renie (1875-1956) und aus Etude de concert von Félix Godefroid (1818-1876).

Das Himmelheer – nicht nur in Frankfurt

Buchcover "Dies soll euch ein Zeichen sein" von Georg MagiriusEin großes Heer, das Frieden singt, 19. 12. 2014, Konzertlesung, St. Katharinen – An der Hauptwache 1 – 60313 Frankfurt am Main. Inspiriert ist die Lesung von Magirius’ aktuellem Buch “Dies soll euch ein Zeichen sein. Einstimmung auf Weihnachten”, Veranstalter: Pfarrer Werner Schneider-Quindeau, Evangelische Stadtkirchenarbeit.

Radiofassung im Bayerischen Rundfunk vom 25.12. als >>> Manuskript, Ton: Reiner Heils, Regie: Birgitta Assheuer (Funkhaus am Dornbusch) Redaktion: Wolfgang Küpper, Foto oben: (c) Thomas Wolf.

Gestatten: Mein Name ist Sommer, Philosoph

Was vielen unmöglich erscheint, kann der Sommer mit Leichtigkeit bewirken. Die nie ganz zu ergründende Spezies Mensch tritt dann nicht mehr als Konkurrent oder mit Missmut auf, sondern scheint zum Vergnügen geboren. Von dieser Verwandlung erzählen die Frankfurter Konzertharfenistin Bettina Linck und der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius in “Sommerklang und Wellengang” am Freitag, 23. August 2013, 20.00 Uhr in der Citykirche in Kaiserslautern in der Reihe WortSPIEL. Die Reiseleitung der – wie es im Untertitel heißt – “musikalisch-poetischen Reise durch Lust und Tücke des Sommers” übernimmt Pfarrer Stefan Bergmann, Leiter der Stadtkirchenarbeit.

Die Weisheit der Strände, Bäder, Weinlokale und Caféterrassen

Verlockend quirlig und gelassen elegant klingen die Musik-Wort-Duette, die die Besucher entführen – aber wohin? An Strände, Brunnen, auf Caféterrassen, in Freibäder, Weinlokale und Bier­­gärten – und damit an Orte, an denen man hei­ter und zu­wei­len angeheitert ins Philosophieren und Sich-Verlieben kommen kann: Doch Vorsicht! Die helle Jahreszeit ist auch eine Bühne für fulminante Wellengänge, Schiffbrüche und Sommer­stürme. Als Folge stellen sich hochphilosophische Erkenntnisse ein, die irgendwo zwi­schen Ferienclubanlage, dem Auf­ga­­ben­­profil eines Bademeisters und Gott höchstpersönlich ange­siedelt sind. Wenn die Besucher am Ende aus den Fluten der Sommerabenteuer wieder auftauchen, dürfen sie sicher sein: Die Kraft, die für Früchte und Farbe sorgt, reicht noch weiter als das, was meteorologisch als Sommer bezeichnet wird.

Traumhaft, arabesque, erleuchtet

Bettina Linck spielt u.a.  das  Allegro der Sonate in D-Dur von John Parry, die Première Arabeque von Claude Debussy, Fantasie von Camille Saint-Sains und die Etude de concert opus 199 von Felix Godefroid (>>> Probehören). Georg Magirius liest aus seinen aktuellen Büchern „Erleuchtung in der Kaffeetasse“ und „Traumhaft schlägt das Herz der Liebe“.

“Sommerklang und Wellengang. Eine musikalisch-poetische Reise durch Lust und Tücke des Sommers”, Citykirche Kaiserslautern, Freitag, 23. August 2013, 20.00, Reihe WortSPIEL, Gastgeber: Pfarrer Stefan Bergmann:

Ein Mann blieb treu, ein einziger

Zu einem Vorfrühlingsabend voller Liebe, Leidenschaft, Geheimnissen und Spannung lädt die Evangelische Christus-Gemeinde Dietzenbach ein. Am Montag, 11. März, um 19.30 Uhr gehen im Gemeindesaal an der Pfarrgasse Georg Magirius und die Harfenistin Linda Daniela Sieber unter dem Titel „Harfe, Hochzeitsnacht & 7 tote Ehemänner“ dem nach, was Menschen im Innersten zusammenhält. Der von der Erzähllust der Bibel inspirierte Abend habe laut Veranstalter allerdings “nichts mit Entrückung” zu tun. Denn die überlieferten Geschichten würden mit aktuellen Alltagssituationen konfrontiert, kündigen Kirchenvorstandsvorsitzender Norman Körtge, Pfarrerin Andrea Schwarz und Pfarrer Manfred Senft an. Jakob und Rahel, die als Kind manches „Badewannenabenteuer“ bestanden, erleben ein stürmisches Rendezvous am Brunnen.

Ein einziger Mann bleibt treu

Ein Mann und eine Frau, beide vom Leben erschöpft und dennoch über alle Maßen hoffend, genesen an einer einzigen Berührung. Und Jesus? Auch er darf nicht fehlen, schließlich setzen ihn nicht wenige mit der Macht der Liebe gleich. Womöglich aber spricht der Propeht einer weltumspannenden Liebe deshalb so oft von ihr, weil sie viel zu selten ist? Am Ende seines Lebens lassen ihn so gut wie alle im Stich. Nur wenige Frauen und ein einziger Mann fliehen nicht. Und das ist ausgerechnet jener, der weder Poster noch Autogramm von dem eben noch Gefeierten besitzt. Schließlich wird es auch eine Antwort auf die Frage gegeben, ob Saras achter Ehemann die Hochzeitsnacht überlebt – anders als seine sieben Vorgänger.

Erzählerin auf eigene Art: Linda Daniela Sieber

Die Geschichten stammen aus Magirius’ neuem Buch “Traumhaft schlägt das Herz der Liebe”. Die Harfenistin Linda Daniela Sieber wird sie musikalisch begleiten. Mehr noch, laut Veranstalter “erzählt sie mit ihrem traumhaften Spiel auf eigene Art und versteht dabei geschickt Sehnsucht, Verlangen und Leidenschaft auszudrücken und so die Zuhörer zu begeistern.” Sie spielt Stücke u.a. von Claude Debussy, Felix Godefroid und Michail Glinka. – Harfe, Hochzeitsnacht & 7 tote Ehemänner, Gemeindesaal der Christus-Gemeinde, Pfarrgasse, Dietzenbach, 19.30 Uhr, Der Eintritt ist frei.

Auferstehungs-Picknick in Mainz

Am 3.11.2012, 20 Uhr, wird in Mainz jene Realität gefeiert, die die evangelische Auferstehungsgemeinde im Namen trägt. Die Gemeinde wird 50 Jahre alt. Eingeladen wird zu einem musikalisch-poetischen Fest, an dem die Harfenistin Bettina Linck und der Schriftsteller Georg Magirius von der Überwindung der Lähmung erzählen. Zauberhaft und zart, gewitterlaut und wolkenleicht präsentieren sie biblisch inspirierte Geschichten vom Aufstehen und Auferstehen. Ausgerechnet in Trauer, Trott und Vergeblichkeit kann neues Leben wachsen. Da können zart gebaute Männer schon mal riesenhafte Steine stemmen. Und Frauen tanzen die Todesstarre hinweg. Zwei Freunde gehen über den Jordan. Nur einer kehrt zurück, nichts bleibt dem Zurückgelassenen von seinem Freund – außer einem Mantel, der später allerdings auf wundersame Weise dafür sorgt, dass der erkaltete Körper eines Kindes Wärme findet. Ein Grund zum Feiern! Nur was ist mit denen, die nicht jubeln können, die zweifeln und manchmal zu verzweifeln drohen? Gerade für sie ist laut biblischem Zeugnis ein Platz bei jenem himmlischen Picknick reserviert, bei dem der Auferstandene gegrillten Fisch serviert.

Bettina Linck spielt unter anderem Stücke von Michail Glinka, André Caplet, Felix Godefroid und Alphonse Hasselmans. Georg Magirius liest aus “Sein wie die Träumenden” und “…. denn die Liebe ist von Gott”.

Von Flirtkursen und Kugelrubinien

Was Kugelrubinien, Teekannen, Bademeister, biblisch inspirierte Flirtkurse, Liegestühle und Verkehrskreisel mit den großen Fragen der Menschheit zu tun haben, ist vom 10. bis 12. September in der Reihe Leser im ERF zu hören. Georg Magirius liest aus seinem aktuellen Buch “Erleuchtung in der Kaffeetasse”, die Harfenistin Bettina Linck spielt u. a. Première Arabesque von Claude Debussy, Passacaglia in G-Moll von Georg Friedrich Händel, Chansons de mai von Alphonse Haselmans, Etude de concert von Felix Godefroid und “Pack die Badehose ein”. Redaktion und Moderation: Angelika Fries. Einen Ausschnitt aus der Lesung hören >>> hier. (1.30 min)