Was ist spirituelles Wandern?

Kai Fuchs ist in der Offenbach Post vom 20. August 2010 dem spirituellen Wandern auf den Grund gegangen. Was das von Pfarrerin Regina Westphal und Georg Magirius initiierte Wandern auszeichnet, sei u. a. das: “Den Samstag einmal anders verbringen – nämlich ohne Rasenmähen.” Den Beitrag nachlesen.

Sprachliche Brillanz

“Hebt man den Blick zum Himmel, sieht man keine Grenzen” – im Kreuz Verlag ist ein Band mit Geschichte und Gschichten zur Ökumene erschienen, herausgegeben von Wolfgang Küpper und Tilmann Kleinjung, lektoriert von Rolf Hartmann. Nun hat ihn der Pfarrer, Religionspädagoge und Autor Reiner Andreas Neuschäfer auf Amazon.de besprochen. Über die Suche des Theologen und Schriftstellers Georg Magirius nach einer ökumenischen Vision für das 21. Jahrhundert schreibt der Rezensent: “Die absolute Krönung des Bandes stellt der Beitrag von Georg Magirius dar, der an sprachlicher Brillanz und inhaltlichem Tiefgang kaum zu übertreffen ist. Unter dem Titel ‘Ökumenische Verzauberung’ zaubert er eine Fülle an Annäherungen und Anregungen rund um Ökumene hervor, die einen scharfen Blick für die Realität aufzeigen und zeigen, wie vielschichtig die Ökumenischen Fragen sich gestalten können. Schön sind seine Beispiele wie die des Fußball-Bundesliga-Rekordspielers Karl-Heinz Körbel. Gerade dieser an Sprachspielen reiche Beitrag macht dieses Buch mit dem Sprichwort als Titel so lesenswert.” Das Buch ist auch als CD eschienen, Hörbeispiele aus Magirius “Ökumenischer Verzauberung” sind hier hörbar.

Alte Festlichkeit und neue Kargheit

Der Poet und Pfarrer Friedrich Karl Barth hatte großen Einfluss auf den Deutschen Evangelischen Kirchentag, er war daran beteiligt, den heiter-festlichen Charakter zu prägen, der das christliche Laientreffen noch heute bestimmt. Vor dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010 sagt Barth: “Inzwischen würde ich dazu raten, eine große Strenge in allem, was geschieht, walten zu lassen. Und auch eine Kargheit.” Das Porträt von Georg Magirius für Deutschlandradio Kultur vom 3. April 2010 nachlesen. Redaktion: Herbert Gornik. Das Porträt in einer langen Fassung für den Hessischen Rundfunk, Redaktion: Lothar Bauerochse.

Weherufe eines Zweiflers

Er hat Theologie studiert, diese aber verlassen. Und nun? Arnold Stadler lebt vom Zweifeln, Träumen, Schreiben. Er ist ein Schriftsteller, der nicht plötzlich fromm geworden ist, sondern es vielleicht immer war und sein und bleiben wollte. In “Salvatore” rechnet er mit heutigen Theologen ab, diesen Quasi-Politikern und Immer-Engagierten, die wie Automechaniker am Evangelium herumschrauben. Georg Magirius hat mit dem Büchnerpreisträger gesprochen und ist dabei vom Weg abgekommen und abgetaucht. Und dann in Gefilden wiederaufgetraucht, die jenseits des allgemein anerkannten journalistischen Distanziergunsfetischismus beginnen. Das Hörstück “Glaubenswut. Arnold Stadlers Weherufe wider die heutigen Theologen” ist am 17. Januar 2010 auf Bayern2Radio gesendet worden. Es spricht u.a. Moritz Stoepel. Redaktion: Wolfgang Küpper, Ton: Simon Kremer. Manuskript lesen.

Ehebruch? Und Jesus macht nichts

Für viele war Jesus wohl fast so etwas wie ein Manager, schließlich war er unterwegs und tätig, half Kranken, hielt Reden, weckte Tote auf, arbeitete unentwegt für das Reich Gottes. Für den Schriftsteller und Büchnerpreisträger Arnold Stadler (“Ein hinreissender Schrotthändler”) hat Jesus etwas Befreiendes, weil er in einer ganz bestimmten Situation überhaupt nichts tat. Für den Autor ist die Geschichte von Jesus und der Ehebrecherin “die Perle der Perlen der Heiligen Schrift. Wenn ich die Worte nicht gehört hätte, wäre mein Leben anders verlaufen”, sagt Stadler – gesendet im Hessischen Rundfunk, aufgezeichnet von Georg Magirius. Beitrag hören (mp3 – ca. 3 min, 3,5 MB).

Lautloses Musical

„Es ist ein wenig schizophren, man fühlt sich wie zwei in eins. Man kann nicht mal so eben improvisieren“, sagt Schauspielerin Claudia Viehmann. Und auch Sabine Voss, die die Gebärdendolmetischerin, muss präzise sein: „Das Dolmetschen geschieht gleichzeitig, also nicht wie sonst üblich leicht zeitversetzt.“ Dieses doppelte Spiel sei mehr als nur eine Kopie: „Gerade in Szenen, wo man emotional giftig wird, lädt man sich gegenseitig auf, treibt sich an, das Spiel wird intensiver.“ Die Gebärden sind also mehr als ein Übersetzen von hörbarer Sprache in Gebärde. „Es ist Gebärdenpoesie, wirkt wie Malerei“, sagt Burkhard Jungcurt, der die Aufführung des Musicals mit Uwe Hausy aus Frankfurt leitet. (Foto: Jule Kühn)

“Simon” ist ein Musical für Gehörlose und Hörende – und wird von Gehörlosen und Hörenden auf die Bühne gebracht. Die Reportage über das still ekstatische Musical für den Jahresbericht der EKHN hat  Georg Magirius verfasst. Der vollständige Beitrag mit Fotos von Jule Kühn findet sich hier.

Wie man das Studium überlebt

Nicht nur bei Partys und Filmabenden, auch im normalen Unibetrieb sind Getränke wichtig. „Der Koffeinkonsum steigt rapide“, sagt an der Cafétheke des ökumenischen Wohnheims Frankfurt Max Daege, der vor seinen juristischen Examensprüfungen steht. Sein mittäglicher Cappuccino kommt, in dessen cremigen Schaum mit Latteart ein feingliedriges Blatt gezeichnet ist. Ein Cafébesuch öffne wie nebenbei die Augen für kirchliche Angebote, erzählt Daege. Diese seien nicht alle “speziell gläubig”, es habe auch schon einen Abend über “Simpsons und die Philosophie” gegeben. „Oder etwas über gesundes Schlafen – ein in der Examensvorbereitung nicht ganz unwichtiges Thema“, sagt Daege.

Vom Leben und Überleben auf dem Campus der Uni Frankfurt berichtet für den Jahresbericht der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau Georg Magirius.

Die Fotos für die Reportage stammen von der Fotografin und Designerin Jule Kühn aus Wiesbaden. Redaktion: Matthias Pape.