Die Spiritualität freilaufender Schweine

Die Spiritualität freilaufender Schweine - Foto von Georg Magirius“Tasse auf der Terrasse” – der Bericht über eine Spirituelle Wanderung der Reihe GangART im Odenwald gehört zu den meistbesuchten Beiträgen der Internetplattform von Georg Magirius im Jahr 2018. Darin geht es um die Begegnung meditativ gestimmter Wanderer mit freilaufenden Schweinen, außerdem um die schleichende Abdankung eines urdeutschen Charakteristikums. Insgesamt besuchten die Internetplattform des freiberuflich tätigen Erzählers und Theologen Georg Magirius im Jahr 2018 mehr als 183.000 Menschen, die 690.000 Seiten anklickten.

Fast eine Million Besucher

Damit tummelten sich auf Blog und Website von Magirius täglich mehr als 500 Neugierige. Nach 55.000 Besuchern (2011), 83.000 (2012), 105.00 (2013), 108.000 (2014), 129.000 (2015) und 143.000 (2016), 168.000 (2017) wuchs die Zahl der Besucher damit abermals – und zwar um 15.000. Seit Beginn der Statistik 2011 befanden sich mehr als 970.000 Besucher auf der Website GeorgMagirius.de und dem Blog Magirius-aktuell.de.

Philosophieren mit Gummibärchen

Spitzenreiter unter den pdf-Dateien war die Reportage “Bereschit bara Elohim” über das Erlernen des biblischen Hebräisch mit Pfarrer Dr. Achim Müller in Worms und des modernen Hebräisch mit Ricky Zaltzmann in Frankfurt, außerdem der Beitrag “Die Musikalität des Glaubens” über den Pfarrer und Poeten Friedrich Karl Barth. Unter den Blogbeiträgen wurden neben “Tasse auf der Terrasse” und dem Dauerbrenner “Absturz bei Vertrauenstour” am häufigsten aufgerufen: “Philosophieren mit Gummibärchen” über Marissa Conrady, “Querdenker willkommen” über Manuela Fuelle und das “WWWW“, die unter dem Stichwort “Wohmanns Werk wirkt weiter” gesammelten aktuellen Termine über die Meisterin der Kurzgeschichte. Die beliebteste Hördatei war die offenbar fast unvergänglich wirkende Buchbesprechung “Den Tod von seiner Schwere befreit” von Eva Maria Schleiffenbaum.

Das Schwere begreifbar machen

Das Schwere kann durch Leichtigkeit begreifbar werden. Das hat die Germanistin und mit dem Web Walpurga ausgezeichnete Schriftstellerin Marissa Conrady in ihrem Blogbeitrag vom 3. Dezember 2017 geschrieben. Beispielhaft zeige sich dieser Zusammenhang an dem schweren Wort Abschied, das in leichte, schöne, melancholische und berührende Geschichten gepackt Abschied - edition chrismonwerden könne. Wie denen, die Georg Magirius in seinem Buch “Abschied” herausgegeben habe. Besonders spürbar sei diese von Gewicht befreite Schwere bei “Wurst und Liebe” von Elke Heidenreich: “Seltsamerweise war ich bei ihrer so leichten Erzählung am meisten berührt”, schreibt Conrady. Und: “Das Buch ist ein Juwel, keine Anleitung zum Abschiednehmen, aber es hilft, Abschiede begreifen zu lernen.” Die vollständige Rezension lesen >>> hier.

Georg Magirius, Abschied. Geschichten von Loslassen und Neuanfangen, edition chrismon, Leipzig 2017. Lektorat: Annegret Grimm.

Philosophieren mit Gummibärchen

Marissa Conrady (c) Marissa ConradyPhilosophisches Denken und Gummibärchen ergänzen sich perfekt. Das hat die Germanistin, Lektorin und preisgekrönte Autorin Marissy Conrady (“Adam kam nie mehr mit dem Abend”) in ihrer Rezension des Adventskalenders “Einfach freuen” von Georg Magirius geschrieben, in ihrem Blog am 2. Dezember 2017. Das Buch mit 24 literarischen Gedanken sei kein Adventskalender im herkömmlichen Sinn – also mit aufschließbaren Türchen. Ein vorschnelles Blättern in den Advent hinein wäre also kein Problem, weil es sich um einen frei einsehbaren Adventskalender handle – ohne Schnüre, Schlösser, Perforationen oder sonstige Hindernisse.  “Aber ich werde geduldig Adventskalender Einfach freuensein, wie bei meinem echten Adventskalender ja auch. Und Tag für Tag einen der kurzen, mitunter alltäglichen, aber immer philosophischen Texte lesen. Ich werde jeden Tag einen dieser Momente annehmen, und ihn anwenden (während ich die Gummibärchen aus dem anderen Adventskalender esse).” Die Rezension auf dem Blog von Marissa Conrady >> lesen <<. Marissa Conrady auf >> Facebook. Foto: (c) Marissa Conrady.

Einfach freuen. 24 Momente gegen die Rastlosigkeit, 103 Seiten, Lektorat: Thomas Häußner, Gestaltung: Christine Eisner (Würzburg), Echter Verlag, Würzburg 2017, EUR 12.90.

Küsst Jesus Frösche?

Lothar Simmank (c) www.blick-in-die-kirche.deWer Gutes wünscht, muss kein Anhänger der Einfalt sein, schreibt der Theologe, Autor und Redakteur Lothar Simmank im blick Magazin vom 26. März 2016 über das Buch „Gute Wünsche aus der Bibel” von Georg Magirius. „Der Autor erschließt anhand ausgewählter Bibelstellen die Vielfalt der biblischen guten Wünsche.” Das sei kein allein kognitives Geschehen, das die Emotionalität diskreditiere, stellt der Religionspädagoge, Theologe und Autor Dr. Reiner Andreas Neuschäfer heraus: „Georg Magirius genießt es förmlich, seinen Leserinnen und Lesern seine Liebe zum Buch der Bücher nahe zu bringen.” (Besprechung >> lesen.) Diese Liebe sei keine Säuselei, es handle sich um Aufrichtigkeit, bemerkt Mercedes Rehm, Lektorin und Leiterin der Wortschmiede: „’Gute Wünsche aus der Bibel’ ist kein Nullachtfünfzehnbuch, das man eh nicht lesen will vor lauter banalen Kirchensprüchen, sondern es lohnt sich wirklich, einzutauchen, reinzulesen, sichMercedes Rehm (c) www.mercedesrehm-lektorat.org überraschen zu lassen von den erfrischenden Blickwinkeln des unangepassten Theologen.” (Besprechung >> lesen.)

Ein märchenhafter Glaube

Der Blick reiche über die Bibel hinaus, indem Märchenhaftes nicht als Gegensatz zum Glauben verstanden werde, urteilt die Germanistin und Autorin Marissa Conrady (Gewinnerin des Web Walpurga): „Bei den Grimms im Märchen ‚Der Froschkönig‘ hilft das Wünschen noch. Es dauert ein wenig, aber der Glaube hilft. Scheinbar haben wir das Glauben und Wünschen für unsere heutige Zeit verlernt. Mit Marissa Conrady (c) Marissa Conradydiesem Buch aber können wir es wieder lernen, denn es lehrt, warum Wünschen und Glaube heute noch helfen.” (Besprechung >> lesen) Magirius’ Lehren sei nicht Sphärisch-ungefähres, sondern konkret und wirkungsvoll, schreibt Dr. Otto Ziegelmeier, Theologe und Webmaster des mehr sieben Millionen Besucher zählenden Webportals Theology.de: „Nicht gut gemeint, Küsst Jesus dieses Tier?sondern wirklich gut begleitend. Wünsche für den Tag, Wünsche für andere Menschen, Wünsche für sich. Viele Wünsche, die einen weiterbringen, einen nicht wunschlos zurücklassen. Ein Buch, das keine Wünsche offen lässt.” (Besprechung >> lesen).

Georg Magirius, Gute Wünsche aus der Bibel, 64 Seiten, Hardcover, Herder Verlag 2016, mit zahlreichen Fotos, Lektorat: Dr. Dietrich Voorgang, ISBN 978-3-445132-871-8, 10.00 Euro. > ZUM > Buch.

Die Aktualität der alten Weihnachtsworte

Die alten Weihnachtsworte heute: Konzertlesung mit Bettina Linck und Georg Magirius in der Evangelischen Kirche in Reinheim-Ueberau  - Fotos © www.timbesserer.com

Advent und Weihnacht gelten als Zeit für Geschichten. Aber wie kann man heute erzählen, dass es zum Staunen bringt? Die treffendste Orientierungshilfe bietet gewiss eine der berühmtesten Erzählungen der Weltgeschichte, die mit dem Worten beginnt: „Es begab sich aber zu der Zeit …“ Die Weihnachtserzählung nach Lukas könne verzaubern, wenn kein Wort verändert werde, sagt die Theologin und Schriftstellerin Amet Bick in der Evangelische Wochenzeitung für Berlin und Brandenburg vom 3. Dezember 2014.

Berechtigte Kinderfragen

Bleibe man der biblischen Weinachtsgeschichte allerdings aus reiner Gewohnheit treu, erlahme das Erzählen, weil der Sprung ins heutige Leben fehle. Da rege es an, sich mit Georg Magirius den alten Worten anzunähern. Seine Fragen, „die manchmal an berechtigte Kinderfragen erinnern, lassen einen wieder staunen, über das, was Lukas erzählt.“ Sein Buch „Dies soll euch ein Zeichen“ weise in ein großes Träumen und öffne die ursprünglichen Weihnachtsworte für heutige Geschichten und Erfahrungen. „Die muss man nicht immer mitdenken, aber Die Harfenistin Bettina Linck in der Ev. Kirche in Ueberau Foto von Die Harfenistin Bettina Linck in der Ev. Kirche in Ueberau Foto: © Tim BessererTim Besserermanchmal werden dadurch die alten Worte wieder frisch.“

Nicht saisongebunden

Weihnachtlich erzählen: Dazu braucht es „nicht Kerzenschein und Behaglichkeit“ als Zutaten, sagt die Redakteurein Ramona Eibach. Idyllische Zustände könne man ohnehin nicht herstellen, wenn vor Weihnachten alles drunter und drüber gehe. Da entlaste es, wenn man sich klar mache: „Die Weihnachtsgeschichte ist nicht saisongebunden. Denn das Leben erzählt Weihnachten immer wieder neu.“ Eibachs einstündiges Gespräch mit Magirius, ERF-Plus vom 3. Dezember 2014, stellt den Weihnachtsengel als vorbildlichen Erzähler vor. Ihm gelinge es, mit großen Worten zu erschüttern, ohne dabei die Welt der Angesprochenen aus dem Blick zu verlieren.

Die Überforderung ist der Gewinn

Georg Magirius Evangelische Kirche Ueberau Foto von Tim BessererDie Erzählästhetik des Engels auf ein Wort gebracht? Die Windel. Sie sei, ruft der Engel, das Zeichen, mit denen die Hirten die zur Welt gekommene Freude erkennen könnten: „Gemeint ist damit nicht allein der Hinweis auf ein süßes Baby”, sagt Magirius. “In dem Zeichen steckt stattdessen auch die Überforderung, diese niemals endende Hausarbeit, all das anstrengend Alltägliche: Das ist der Gewinn! Das rührt die Hirten, weil es auf ihrer Ebene liegt. Sie spüren: Das ist ja unser Kind!“ Ein wahrhaft weihnachtliches Erzählen fokusiert sich laut Magirius nicht auf die Kleinfamilie.

Eine neue Tradition

Vielmehr könne es gerade jene trösten und begeistern, die kein Kind haben, sich ein Kind vergeblich wünschen oder ihr Kind lange nicht gesehen haben. Packend erzählen: Das gelinge, indem man sich dem Star unter den Weihnachtserzählungen sorgfältig, detailliert und liebevoll annähere, meint Marissa Conrady, preisgekrönte Autorin, Literaturwissenschaftlerin und Bloggerin („Reading is sexy“). Magirius‘ Annäherung an Weihnachten sei ein „herzerwärmender, kleiner literarischer Schatz“, weil er das Alte mit dem Gegenwärtigen ineinanderspreche: „Und das macht die Weihnachtsgeschichte noch schöner, noch verständlicher und greifbar – und es macht sie auf eine ganz ungewohnte Art modern. Gerade in unserer Zeit ist das für die Weihnachtsgeschichte ein großes Glück. Immer mehr nämlich droht sie in Vergessenheit zu geraten, immer weniger wird sie an Weihnachten noch (vor-)gelesen. Mit Magirius’ Buch aber könnte eine neue Tradition eingeläutet werden: Lesen und Fragen – was hat das mit uns heute zu tun? Denn nur wer fragt und redet, der gerät nicht in Vergessenheit.“

Himmelsspiel und Hirtensprint - Konzertlesung in Ueberau Foto von Tim BessererGeorg Magirius, Dies soll euch ein Zeichen. Einstimmung auf Weihnachten, mit zahlreichen Abbildungen von Ulrike Vetter, 144 Seiten, Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2014. Lektorat: Dr. Esther Schulz.  Die Fotos zeigen Eindrücke der Konzertlesung mit der Harfenistin Bettina Linck vom 5.  Dezember 2014 in der Evanglischen Kirche Ueberau. Fotos: © Tim Besserer, Zentrum für Yoga und Therapie.  Weitere Konzertlesungen: 12.12.: Darmstadt, 19.12.: Frankfurt, 25.12.: Bayerischer Rundfunk. Weitere Informationen zu Buch und Konzertlesungen > HIER

Vom Glück ohne Ende

„Käferjahr“, das neue Buch von Marissa Conrady, erzählt vom großen Glück. Die Gechichte klingt eigenwillig wundervoll, weil Wunden nicht verschwiegen werden. Mit Heiterkeit allein lässt sich das Glück jedenfalls nicht verwechseln, mag es auch heitere Passagen in der zwischen Mannheim, Heilbronn, Odenwald und Köln spielenden Geschichte geben. Und auch mit der Liebe lässt sich das Glück nicht verwechseln, weil sich beides selbst theoretisch betrachtet gar nicht auseinanderhalten ließe. Es fällt in eins. Malina, die Protagonistin, gibt von Anfang an in ihrem Leben dem großen Wünschen einen Platz, verteidigt es auch gegen Widerstand, wie etwa den der Mutter: „Immer wieder hatte sie mir den Gebrauch des Wortes Glück vorgeworfen.“ Und dann? Es ist ganz einfach. Ein Mann, eine Frau. Es wird noch einfacher – und ungeheuer kompliziert, ohne dass das Komplizierte wiederum das Glück schmälern könnte. Das ist es ja gerade! Malina hat eine so unvorstellbar große Begabung fürs Schöne, dass sie es nicht relativieren kann. So fallen nicht nur Glück und ihre Liebe zu Mann Renja zusammen, sondern beides wiederum auch noch mit dem Schmerz. Er ist schneidend, weil diese Glückserfahrung frei von jeder Trübung ist, viel zu intensiv, vollendet, frei und leicht und tief, als dass sie an ein Ende kommen könnte, nachdem die sogenannte Realität dieses kribbelnde Käferjahr für beendet erklärt hat.  „Wir wollen keine Wundmale, die uns erinnern an Demütigungen und Verfehlungen, nicht einmal an das schönste Gefühl unseres Lebens, die Liebe.“ Malina schon: „Ich wollte mir wehtun.“

Glücksgefahr

„Käferjahr“ ist ein schwebend leicht erzählter Aufstand gegen das Diktum des Endes. Er tut weh, indem er beglückt. Wenigstens jener Leser wird davon etwas spüren, der nicht frei von Sehnsucht, Liebe und Risiko durchs Leben gehen will. Marissa Conrady, die Germanistin  ist, hat überdies eine Sprache für etwas gefunden, das auf keinen Begriff zu bringen ist, auch nicht auf den der Mediziner oder Psychologen: Selbstverletzung. Wie aber gelingt es, Worte zu finden für diese im Umgangsgespräch kaum zu benennende Glücksgefahr, dieses Ineinander von Erleichterung und Schmerz, von Vergeblichkeit und Erfüllung? Es geschieht, indem die Autorin Gefühle, Sätze, Bedeutungen, das Zeitmaß aus dem Griff des zu Erwartetenden entwindet, erst gar nicht mit Definitionen kommt. Das lässt sich auch poetisch nennen.

Es bleibt dabei

So schützt die Geschichte das Große, streckt sich aus nach ihm, das nicht kommt, sondern längst schon war und noch immer ist, bewahrt und erneut geboren im erinnernden Erzählen, das viel mehr als nur ein Erinnern, sondern gegenwärtig ist. Es bleibt dabei, ob am Anfang oder am Ende, wobei man gar nicht immer weiß, wo genau nun das Ende und der Anfang ist: Die Protagonistin will nicht weniger als alles. Es ist die Kunst der Autorin, dass sie, indem sie mit diesem Maßstab den Leser fasziniert, ihn auch zum Weiterwollen bringen kann. Von der Sehnsucht nach dem Allumfassenden angesteckt, lässt sich etwa fragen: Könnte die Frau ihren Schmerz – zumindest in der Phantasie – nicht nur an sich selbst, sondern auch an den Geliebten adressieren? Diesem würde sonst womöglich etwas fehlen.

Marissa Conrady, Käferjahr, Epubli 2013 >>> Mehr

Zur Website von Marissa Conrady >>> http://marissaconrady.blogspot.de/

Verlockend mehrdeutig

Das Mehrdeutige hat einen eher schlechten Ruf, gilt bestenfalls als verspielt. Gemeinhin hält man es für eine Schwäche: Man sei wohl noch ein wenig unentschieden, heißt es. Die bewusst gewählte Mehrdeutigkeit allerdings ist eine Kraft, die mehr als das Gegebene erhofft. Diesen Eindruck kann man bekommen, wenn man das Aufeinandertreffen der vielfach ausgezeichneten Schriftstellerin Gabriele Wohmann mit Marissa Conrady beobachtet, die gerade Wohmanns aktuelles Buch Eine souveräne Frau besprochen hat.

Amerikanisch

Die 27-jährige Conrady ist Germanistin und ebenfalls eine ausgezeichnete Autorin. Sie erhielt den 1. Preis beim „Web Walpurga“, der 2010 auf der Frankfurter Buchmesse verliehen wurde. Der Vorgängerpreis des inzwischen unter anderem vom Tagesspiegel und Zeit Online ausgelobten „Neuen Buchpreises“ wurde ihr für Der letzte Amerikaner zugesprochen, einer Erzählung über den 11. September, den auch Gabriele Wohmann literarisch verarbeitet hat, nämlich in ihrem jüngsten Roman Hol mich einfach ab.

Zu weit gegangen

Was Conrady schreibt, ist Belletristik – im wahren Sinn des Worts: belle und triste, also jenes entschieden Unentschiedene, ohne dass das jeweils andere nicht möglich wäre, ein Doppelsinn, den Wohmann als aufputschend empfindet – etwa in der belletristischen Musik Franz Schuberts. „In dieser Gegend waren alle Straßen nach Bäumen, Blumen oder Botanischem benannt“, heißt es in Conradys 2012 veröffentlichten Roman Mannheim, jenen Abend. „Ich fand das romantisch und kleinbürgerlich, auch heute noch. Wieso ich verloren gegangen bin, kann ich nicht erklären. Ich habe den gleichen Weg genommen, den ich jeden Tag nehme. Es ist der einzige Weg, den ich kenne.“ Dieser aber ist dann aber eben doch nicht auf oberflächliche Weise bekannt, eher unbegrenzt. „Ich war zu weit gegangen und fand mich plötzlich in irgendeiner Seitenstraße wieder, ohne Straßennamen, ohne U-Bahnstation. (…) Also bin ich noch weiter gegangen, was hätte ich auch tun sollen.“

Eigentümlich leicht

Solche vieldeutig schillernden Sätze verleihen Conradys Schreiben eine eigentümlich leichte Kraft. Mit ihnen kommt sie weit: Gerade ist Käferjahr erschienen, ihre vierte Veröffentlichung. „Ich habe mich bei einigen Verlagen beworben, da gab es Absagen“, hat sie einmal im Deutschlandradio über den Anfang ihres Schreibens gesagt: Warum sich also diese Mühe machen und sich ins Vorgegebene fügen? „Da kannst du die Energie auch in die Selbstvermarktung stecken.“

Außer Haus

Sie veröffentlicht bei Epubli, einem Verlag, der Pfade in geheimnisvolle Regionen eröffnet, die die großen Verlagselefanten allein schon aufgrund ihrer Körperfülle kaum beschreiten können. Immer wieder verlässt sie das Haus, in dem man sich einzurichten habe, wie es die Verteidiger des Eindeutigen sagen, womit sie meinen: Nicht erzählen, nicht schreiben, nicht losgehen. Damit kann sich Conrady nicht begnügen, auch als Rezensentin nicht, wie die Besprechung von „Eine souveräne Frau“ zeigt, einer Auswahl von Erzählungen Gabriele Wohmanns aus fast sechs Jahrzehnten. Die 27-Jährige hebt dabei eine kürzlich entstandene und bislang unveröffentlichte Erzählung der 80-Jährigen hervor: „Ich habe doch ganz andere Sorgen – eine Geschichte, bei der wir beliebig die Namen der Menschen einsetzen könnten, die um uns herum sind – plus unseren eigenen für den des Protagonisten.“

Verlockungen

Wohmanns Erzählen sei kein Generationendialekt oder ein soziologisches Instrument zur besseren Verständigung der Generationen untereinander. Sondern? Die oft als Königin der Kurzgeschichte Bezeichnete beobachte ihre Umgebung genau, treffe die Welt, das Leben schlechthin. Diese Autorin könne wie nur wenige andere Verlockungen schaffen, ihr Erzählen sei idyllisch, nur eben nicht eindeutig, sondern trügerisch idyllisch, fast ein bisschen wie in Twin Peaks. Wohmanns Figuren könnten eine kleine Stadt bevölkern. Was dort vor sich gehe, löse einen oft unmittelbaren Schauder aus. „Nein, ich möchte nicht dort sein, aber ich bin es“, urteilt Conrady schließlich – in jenem schillernden Ton, der von den Fesselungen des Lebens weiß und sich ihnen dank des Erzählens immer neu entwinden wird: „Wer weiß, was hinter den Fenstern vor sich geht, in denen ich mich spiegele, wenn ich durch meine Nachbarschaft gehe.“

Marissa Conrady, Käferjahr, Epubli 2013 – Gabriele Wohmann , Eine souveräne Frau, Die schönsten Erzählungen, herausgegeben und mit einem Nachwort von Georg Magirius, Aufbau 2012.

Gabriele Wohmanns Geburtstagsrallye

Wegen der großen Resonanz der zu Gabriele Wohmanns 80. Geburtstag gestarteten Rallye wurden die Termine fortgeführt bis zum Tod der “unangefochtenen Königin der Kurzgeschichte”. – Aktuelle Termine finden sich seitdem in der Übersicht “Wohmanns Werk wirkt weiter”.

2015

Porträt von Gabriele Wohmann - Fotografin: Annika Schulz - Rechte: Büro Magirius— 22. 06. Unfassbar >>> lebendig: Gabriele Wohmann in Darmstadt gestorben —

09. 06. Frankfurt, 16-17 Uhr, “Du warst ganz prima”, Geschichten von Dorothy Parker, Ingrid Noll und G.W.

21. 05. Hessischer Rundfunk, G.W. hat Geburtstag, “Liebe Mutter”, Gedicht des Tages, hr-Kulturfrühstück . Volker Weidermann, Gastgeber der ZDF-Sendung “Literarisches Quartett”, stellt beim Thementag auf hr2 fest: Darmstadt wird “beherrscht von ihrer Literaturkönigin Gabriele Wohmann, deren Bücher ich unglaublich schätze und mit denen allen und mit der allein Darmstadt natürlich in der 1. Liga spielt.” Mehr dazu >> HIER <<

19. 04. Berlin, Heiratskandidaten, Film nach einem Drehbuch von Gabriele Wohmann, Regie: Klaus Emmerich, Darsteller: Kyra Mladeck, Klaus Herm, Marianne Hoppe, Wilhelm Borchert, Mathias Müller, Maria Körber – Zeughauskino im Deutschen Historischen Museum

19. 04. Südwestrundfunk, G. W. in der TV-Dokumentation “Vom Glanz und Vergehen der Gruppe 47” von Andreas Ammer, Mitwirkende neben G.W. u.a. Hildegard Hamm-Brücher, Dieter Wellershof, Günter Grass

16. 04. Baden-Württemberg, Die Kurzgeschichte “Karrière” aus “Kassensturz” neben Martin Suters “Die dunkle Seite des Mondes” und E.T.A. Hoffmanns “Der Sandmann”Abiturthema der Beruflichen Schulen

19. 02. Göttingen, Ina Schulz-Fleißner liest “Ländliches Fest” im Lesesalon, Stadtbibliothek Göttingen

02. 02. Karlsruhe, Beziehungsgeschichten: Beziehungs(kurz)geschichten im Gespräch: Der Mann hinter der Hecke, Die Feindin, Moderation: Dr. Elisabeth Gurock, Bildungszentrum Karlsruhe

2014

30.12.: Westdeutscher Rundfunk, Ich bin ja schon zu Hause, Hörspiel von Gabriele Wohmann, WDR5, mit Marianne Rogée, Christoph Bantzer, Antje Lewald, Claudia Ludwig, Mandana Mansouri, Regie: Angeli Backhausen

16.12. Darmstadt, Gabriele Wohmann liest aus “Bleibt doch über Weihnachten” und “Eine souveräne  Frau”, Offenes Haus, Forum Ev. Kirche, Moderation: Dr. Wolfgang Lück

08.12.: 3sat, 20.15-21.00Bewegte Republik Deutschland, Ein Film von Thomas von Steinaecker mit Gabriele Wohmann, Volker Schlöndorff, Günter Grass, Eva Menasse, Herbert Grönemeyer, Wolfgang Rihm, Daniel Kehlmann (Wdhlg. 8.12., ZDFkultur, 23.45; 15.12. ZDFinfo 12.45)  MEHR

23.11.: Deutschlandfunk, Unvergänglicher Apfelkuchen, Ewigkeitsonntag, Georg Magirius besucht Gabriele Wohmann und fragt: Wie kann man sich den Himmel vorstellen? Redaktion: Pfarrer Frank-Michael Theuer Beitrag hören oder lesen

13.09.: Deutschlandradio Kultur, Gabriele Wohmann in: Requiem für eine Geliebte. Der lange Abschied von der Zigarette. Ein Feature von Beate Zigs

10.09.: Leipzig, Veröffentlichung in: “Als stände Christus neben mir”, Gottesdienste in der Literatur. Eine Anthologie mit Texten von Annette von Droste-Hülshoff, George Eliot, Ricarda Huch, Theodor Fontane, Gebrüder Grimm, Leo Tolstoij, Sören Kierkegaard und Gabriele Wohmann (hg. von Axel Dornemann)

26.07.: Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode / Thüringen: Stephanie Schick und Mathias Schick stellen Werk, Person und Musikvorlieben der “grande dame der deutschen Literatur” (Heidelore Keffel) vor: Gabriele Wohmann

12.07.: Frankfurter Allgemeine Zeitung: In der Frankfurter Anthologie stellt Gabriele Wohmann ihr Gedicht “Armer Beethoven” aus “Im Kurpark von Aachen” vor, Redaktion: Rachel Salamander

06. 06.: Carus-Verlag, Gedicht “Mondfahrt” von Gabriele Wohmann in der CD “Nachtgedanken” von Elke Heidenreich und dem Calmus Ensemble, außerdem Texte von Proust, Kästner, Baudelaire, Morgenstern, Tieck. Rezension im NDR hier

29. 5.: Westdeutscher Rundfunk, Doris Plenert liest aus “Schön und gut” von G.W. in der Sendung Spielart zum Thema Ausflüge von Maria Schüller und Ulrich Biermann, Redaktion: Hartmut Krause, Moderator: Fritz Eckenga Mehr

09.05.: Seligenstadt am Main / Hessen, Gabriele Wohmann liest vor weit über 100 Besuchern aus “Eine souveräne Frau” (herausgegeben von Georg Magirius), Veranstalter: Volkshochschule Seligenstadt (Kulturring) & Ev. Kirchengemeinde Seligenstadt und Mainhausen, Ltg. Franz Preuschoff, Elisabeth Emadi M.A. und Pfarrer Martin Franke >>> Rückblick mit Fotos

06.5.: SRF 2 Kultur, “Manchmal glaube ich” von Gabriele Wohmann, Lyrik am Mittag, 11.30, Redaktion: Bernard Senn MEHR

05.5.: Groß-Gerau, Abitur in Derstellendem Spiel an der Prälat-Diehl-Schule, getanzt wird neben Goethes “Prometheus” und Gottfried Benns “Nur zwei Dinge” “Die Klavierstunde” von Gabriele Wohmann, Ltg. Anna Ederer

02.5.: Baden-Württemberg, “Ein netter Kerl” von Gabriele Wohmann neben Max Frisch und Erich Fried Thema bei Abschlussprüfungen der Realschulen zur Mittleren Reife. Beteiligt sind 429 öffentliche und 74 private Realschulen sowie 39 Abendrealschulen mit rund 43 000 Mädchen und Jungen

19.3.: Würzburg, Meisterhafte Kurzgeschichten, Start der Reihe: 7 Abende zu Kurzgeschichten nach 1945 u.a. von Autoren der Gegenwart wie Gabriele Wohmann und Günter Kunert, vhs, Leitung: Dr. Arthur Bartle

08.3.: NDR, Corinna Kirchhoff liest: “Manchmal glaub ich nicht an den Fortschritt” von Gabriele Wohmann

13./14. 02.: Nagold, Theaterszenen der Abschluss-Klassen der Berufsfachschule Metalltechnik an der Rolf-Benz-Schule nach der Kurzgeschichte “Sie verlangen zu viel” von Gabriele Wohmann, Ltg. Helga Philipp, Theaterpädagogin

6.2.: Lübeck: Heinrich Böll, Ingeborg Bachmann, Erich Fried, Günter Grass, Peter Handke, Peter Rühmkorf und Gabriele Wohmann  – Autorenportraits aus fünf Jahrzehnten, fotografiert von Renate von Mangoldt, Fotoausstellung im Günter-Grass-Haus – zu sehen bis 13. April 2014

17. 01.: : Ab heute auf youtube: Gabriele Wohmann in der TV-Dokumentation “Vom Glanz und Vergehen der Gruppe 47” von Andreas Ammer, Mitwirkende u.a. Hildegard Hamm-Brücher, Dieter Wellershof, Günter Grass, Redaktion: Gábor Toldy,

01.01.: Münster / Westf., Start von: Fliegende Wörter, 53 Qualitätsgedichte zum Verschreiben und Verbleiben. Postkartenkalender im 20. Jahrgang, mit Gedichten von u.a. Gabriele Wohmann , Charles Baudelaire, Wilhelm Busch, Catull, J.W. Goethe, Franz Kafka, Christian Morgenstern, Rilke, Shakespeare – herausgegeben v. Andrea Grewe, Hiltrud  Herbst und Doris Mendlewitsch

2013

24.12. 2013 Darmstädter Echo, in der Beilage Weihnachtsecho erscheint die Kurzgeschichte “Alle Jahre wieder”, am 11. Januar 2014 im Evangelischen Frankfurt aufgegriffen von Georg Magirius

12. 2013 Hessischer Rundfunk, Corinna Kirchhoff liest von G.W.: “Manchmal glaube ich nicht an den Fortschritt”, hr2 Mikado (aus: Grund zur Aufregung)

18.11. 2013 Bad Kissingen, Sigismud von Dobschütz liest “Ein unwiderstehlicher Mann” aus “Eine souveräne Frau” und “Wiedersehen in Venedig”, Burkardus Haus

04.04. 2014, Augsburg, “Erzähl mir was vom Tod. Tod und Sterben in der Literatur”, u.a. mit Texten aus Gabriele Wohmanns Buch “Sterben ist Mist, der Tod aber schön”, Haus Tobias, Ltg. Dipl. Theologin Gudrun Fackler

30.08. 2013, edition chrismon, Gabriele Wohmann erzählt von “Weihnachten bei uns zuhaus”, aufgezeichnet von Amet Bick, herausgegeben von Arnd Brummer

06.08. 2013, Buchtipp “Eine souveräne Frau”- besprochen bei den jährlich 5 Millionen Besucher zählenden “Buch- und Filmtipps” von Dieter Wunderlich

29.06. 2013 TV, Georg Magirius stellt G.W., Eine souveräne Frau in der ERF LesBAR vor, Gastgeberin: Ute Heuser-Ludwig, Beitrag anschauen

26.06. 2013 Bad Kissingen, Sigismud von Dobschütz liest unter dem Titel “Partner-Paare-Paarungen” “Eine großartige Eroberung” von G.W. Hotel Bristol

14.05. 2013 Berlin, Der literarische Gesprächskreis liest “Eine gewisse Zuversicht” von G.W., Leitung: Helga Krüger und Gabriele Lischke-Naumann, Ev. Dorfkirche Kladow

13. 05. 2013 Darmstadt, Peter Benz, Oberbürgermeister a. D.,Kenner und Förderer der Darmstädter Literatur, über Gabriele Wohmann, Literaturhaus

29. 04. 2013, Marburg: Die Literaturwissenschaftlerin und Museumskuratorin Nadine Ihle bespricht “Eine souveräne Frau” auf Literaturkritik.de: “In dem Moment, in dem man erkennt, dass hier jemand bewusst nicht dem Zeitgeist hinterherschreibt, sondern ihn rücksichtslos aufspießt – in eben diesem Moment entfaltet sich die Wohmann‘sche Stimme mit voller Kraft und Wucht.” >>> Rezension lesen

23. April, NDR Info und NDR Kultur, Prälat Prof. Dr. Felix Bernard aus Osnabrück in über Gabriele Wohmann

20. April. München, die Gedichte “Ältere Freundin” und “Die Hausfrau” von Gabriele Wohmann erscheinen im dtv-Band “Gedichte für Frauen”, herausgegeben von Michael Frey und Andreas Wirthensohn

13.04. Waldmichelbach: Marissa Conrady rezensiert “Eine souveräne Frau” >>> lesen

31. 03. Münster in Westfalen, Bischof Felix Genn predigt nicht ohne Worte Gabriele Wohmanns über Auferstehung

31.03. Würzburg, Die Augustiner predigen nicht ohne Worte Gabriele Wohmanns über Auferstehung

25.03. Heppenheim, “Der Vater meines Vaters” von G.W. über Johannes Guyot, gesendet im HR 2010, veröffentlicht in: “125 Jahre Heilig-Geist-Kirche – Ganz persönlich”, herausgegeben von Christel Fuchs, Marie-Elisabeth Schupp, Pfarrerin Karin Weißer und Pfarrer Frank Sticksel Mehr

24.03. BR-Alpha, Gabriele Wohmann in der TV-Dokumentation “Vom Glanz und Vergehen der Gruppe 47” von Andreas Ammer, Mitwirkende u.a. Hildegard Hamm-Brücher, Dieter Wellershof, Günter Grass, Redaktion: Gábor Toldy Mehr

21.03. Lich, Ökumenischer Literaturkreis zu “Eine gewisse Zuversicht” von G.W.,  Kath. Gemeindezentrum St. Paulus in der Ringstraße

05.03. Hattingen, Stadtbibliothek, “Lesecafé am Vormittag”: Liesel Schleimer liest Kurzgeschichten von Gabriele Wohmann

03.03. Syke, Abschluss der Syker Literaturwoche – Lesung mit Schmalzbrot und Bier: Harald Behrens, Dieter Becker, Doris Fröleke, Rudolf Legenhausen und Ingeborg Petersilge lesen Kurzgeschichten u.a. von Wolfgang Borchert, Wolfang Hildesheimer und Gabriele Wohmann, Stadtbibliothek

14.02. Göttingen, im Steidl-Verlag erscheint “Von Achternbuch bis Zanzotto: Autorenfotografien aus fünf Jahrzehnten” von Renate von Mangoldt; mit einem Porträt von G.W., das auch zu sehen ist im Beitrag von Yvonne von Kalinowsky (Kamera: Thomas Walther, Schnitt: Angelika Harrer-Vukorep) fürs rbb-Fernsehen

06.02. Wiesbaden, Viola Bolduan rezensiert im Wiesbadener Kurier den Band “Wo ich wohne” (hg. von Ruth Fühner) mit einem – so Bolduan – “reizenden Dialog” von G.W.

03.02. Mainz, G.W. in der Rubrik “Was glauben Sie denn?”, Zeitung “Glauben und Leben” mit dem Buchtipp:  “Sterben ist Mist, der Tod aber schön”

03.02. Frankfurt, Literaturgottesdienst zu G.W., St. Nicolai-Gemeinde, Mit Pfarrer Wolfgang Löbermann, Gemeindepädagogin Monika Geselle und Team

25.01. Frankfurt, Georg Magirius bespricht “Im Kurpark von Aachen”, die neuen Gedichte von Gabriele Wohmann, erschienen in der Edition Toni Pongratz – lesen

05.01. Wien, Michaela Moser rezensiert G.W.’s neuen Erzählungsband Eine souveräne Frau im Weiberdiwan und findet darin “lauter Königinnen”

01.01. Berlin, G.W. gehört laut dem politischen Magazin Cicero zu den 500 einflussreichsten Intellektuellen in Deutschland

2012

22. Dezember: Hauzenberg, “Im Kurpark von Aachen”, Gabriele Wohmanns neue Gedichte erscheinen in der Edition Toni Pongratz – numeriert und von G.W. signiert – Bestellung direkt beim Verlag – Besprechung des Bandes >>>>>>>>> hier

Dezember: Stuttgart-Wangen, Matthias Pape liest eine Erzählung von G.W. aus “24 Adventsgeschichten für die Frau”, Lesung mit Ursula Ott

28. November: Frankfurt, Monika Geselle liest aus “Eine gewisse Zuversicht”, Sankt Nicolai – Ostend, 19 Uhr

25. November: Korbach, Thomas Schwill liest Wahnsinns-Geschichten u. a. von Edgar Allan Poe und G.W.’s Kurzegeschichten “Habgier” und “Kompakt”, Alte Schule in Lelbach

13. November: Madhdia/Tunesien: Makram Lahmar: Der erzählte Tod. Variationen des Todes im Werk Gabriele Wohmanns, Vortrag während des Internationalen Doktorandenkolloquiums und der Dozentenfortbildung als Auftakt des DAAD Kooperationsprojekts “Germanistik in Tunesien”

09. November: Münster in Westfalen, Hildegard Mengelberg interpretiert und liest aus “Bitte nicht sterben”, Altes Backhaus

25. Oktober: Frankfurter Allgemeine Zeitung, G.W.s Gedicht “Das Baby”

24. Oktober: Frankfurt, Monika Geselle liest aus “Eine gewisse Zuversicht”, Sankt Nicolai – Ostend, 19 Uhr

16. Oktober: Berlin, Die Schauspielerin Svea Timander liest G.W., Rotes Zimmer, Torhaus Havelgarten

01. Oktober: Darmstadt, Akdademie 55plus. Start der Kursreihe “G.W.”, Ltg. Heidrun Bleek

16. September: Marburg, G.W. liest aus “Bitte nicht sterben”, Jahresempfang der Diakonie der EKHN und der EKKW, mit Lars Ruppel und Annette Bassler

12. September: Grit Dommes: “Prosa von Gabriele Wohmann”(Historisch-kritische Arbeiten zur deutschen Literatur, Bd. 46) erscheint, Peter Lang, Internationaler Verlag der Wissenschaften

10. September: Höchst/Odenwald, G.W. liest auf Einladung von Annamarie Michel aus “Eine souveräne Frau”, Einführung: Ilka Scheidgen, Bürgersaal, Gabriele Lermann blickt im Darmstädter Echo zurück

28. August: Frankfurt, Monika Geselle liest aus “Eine gewisse Zuversicht”, Sankt Nicolai – Ostend, 19 Uhr

23. August: Kreischa, Literaturkreis zum 59. Mal, Thema: “Kurzgeschichten von G.W.”, 19 Uhr Gemeindesaal

25. Juli: Österreichischer Rundfunk, Ö1, Lesezeit – Michou Friesz liest “Mit einem Messer” von G.W. Gestaltung: Bernhard Herrman

22. Juli: Radio Darmstadt, Autoren im Fokus: G.W.’s Werk und Leben. G.W. liest aus “Eine souveräne Frau”, Sendung von Margret Modrow-Weimann und Klaus Weimann

19. Juli: F.A.Z., “Das aktuelle Elend”, Gedicht von G.W.

18. Juli: Die Kirche, Berlin: “Ich will kein Zitronenfalter werden!”, G.W. im Gespräch mit Georg Magirius über Tod, Auferstehung und Vanilleeis als eschatlogische Kategorie

15. Juli: hr2-kultur, G.W. spricht “Wo ich wohne”, veröffentlicht auch in: “Wo ich wohne: Schriftstellerische Annäherungen an das Literaturland Hessen”, Ruth Fühner (Hrsg.)

11. Juli: Hameln, Jürgen C. Kruse stellt Kurzgeschichten von G.W. vor, Literarische Stunde, Bibliotheksgesellschaft Hameln

20. 6. Dreieich, G.W. liest aus “Sterben ist Mist, der Tod aber schön. Träume vom Himmel”, Garten der Begegnung, Leitung: Angela Ruland

27.5. Oppenheim, G.W. liest aus „Eine souveräne Frau“, Martin-Luther-Haus – Rückblick (Beate Nietzel – Mainzer Allgemeine)

25. 5. MDR Figaro, G.W. liest „Infektionskrankheiten und andere Prosa“ (5/5) >>>> hr2 Kultur, Birgitta Assheuer liest „Habgier“, Erzählung von G.W., Redaktion: Ruthard Stäblein >>>> “Eine souveräne Frau” im Kulturcheck bei hr1Info >>>> Badenweiler, Nicht nur Deutschland im Herbst, Lesung zum 80. Geburtstag mit Sieglinde Eberhart und Franziska Trischler, Einführung: Heinz Setzer (Tschechow-Museum) Kurhaus Rückblick

24.5. MDR Figaro, G.W. liest „Infektionskrankheiten und andere Prosa“ (4/5)  >>>> hr2 Kultur, Ursula Werner liest „Alles für die Galerie“, Erzählungen von G. W., Redaktion: Ruthard Stäblein >>>> Frankfurt, Werk-Tag – Ein Opus in 90 Minuten, Gespräch und Lesung mit G. W. insbesondere aus “Eine souveräne Frau”,  Moderation: Georg Magirius, Ltg. Hauke Hückstädt, Literaturhaus Rückblick (Florian Balke, F.A.Z.)

23.5. MDR Figaro, G.W. liest „Infektionskrankheiten und andere Prosa“ (3/5) >>>>> hr2 Kultur, Cornelia Menzel liest „Der Report“, Erzählungen von G.W.  (3/5)

22.5. MDR Figaro kürt “Eine souveräne Frau. Gabriele Wohmanns schönste Erzählungen” zum Buch der Woche Mehr >>> MDR Figaro, G.W. liest „Infektionskrankheiten und andere Prosa“ >>>> hr2 Kultur, Carmen Renate Köper liest „Nur keine Aufregung“ (Teil 2), Erzählung von G.W., Redaktion: Ruthard Stäblein >>>> ERF Radio, Lesezeichen, Lesung aus “Eine gewisse Zuversicht”  >>>> Darmstadt: Literaturhaus, Aufbau Verlag und die Stadt Darmstadt feiern mit der großen Darmstädter Autorin ihren 80. Geburtstag, Moderation: Johannes Breckner, Ltg. Adrienne Schneider –  Rückblick (Bettina Bergstedt, Darmstädter Echo)

21.5. Gabriele Wohmann wird 80 >>>> Aufbau Verlag, Erscheinungstermin von G.W.’s schönsten Erzählungen „Eine souveräne Frau“ (hg. und Nachwort von Georg Magirius. Lektorat: Dr. Angela Drescher) >>>> hr2 Kultur, Mikado, Porträt über G.W. >>>> hr2-Buchkritik „Eine souveräne Frau“  >>>> MDR Figaro /Tagestipp in der Hörzu: G.W. liest „Infektionskrankheiten und andere Prosa“ (1/5) >>>> hr2 Kultur, Carmen Renate Köper liest “Eine souveräne Frau” und „Nur keine Aufregung“ (Teil 1), Erzählung von G. W. >>>> WDR3, Auslese, Tanja Haller liest “Ein netter Kerl”, Erzählung von G.W. >>>> Ö1 (ORF), Christiane von Poelnitz liest die Erzählungen “Die Schwestern” und “Heimlich”, Gestaltung: Bernhard Herrman >>>> hr2 Kultur, Doppelkopf, Dr. Sylvia Schwab im Gespräch mit G.W. (Wh. von 2009)>>>> WDR3, Lauter Lyrik, Ursula Illert liest “Manchmal glaube ich an den Fortschritt” >>> NDR Kultur, Joachim Dicks bespricht “Eine souveräne Frau” Mehr >>> WDR5, Ein Gedicht, Ursula Illert liest “Manchmal glaube ich an den Fortschritt” >>>> ERF Radio, Lesezeichen, Lesung aus “Eine gewisse Zuversicht Mehr >>>> Köln, Domforum, Dr. Ilka Scheidgen liest aus „Gabriele Wohmann. Ich muss neugierig bleiben“

20. 5. Schweizer Radio DRS1, „Himmel, Erde, Sofalehnen“, Georg Magirius im Gespräch mit G.W., Blickpunkt Religion Mehr >>>> Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Die Jury der F.A.S. hat unter dem Vorsitz von Volker Weidermann “die phänomenale Gabriele Wohmann” zur “Büchner-Preisträgerin der Herzen” gekürt

19.5. NDR Kultur, Sonnabend-Story, G.W. liest die noch unveröffentlichte Erzählung „Ehe ist so“ >>> Die Welt, Besprechung G.W.’s schönste Erzählungen “Eine souveräne Frau” in der Literarischen Welt Mehr

17.5. WDR3, Sittenbildnerin und Schreibwütige, Michael Kothes im Gespräch mit G.W. (Wh. WDR5) 

13.5. hr 1 Talk, Zu Gast: G.W., Moderation: Dagmar Fulle, Redaktion: Andrea Seeger  >>>> ndr kultur, G.W. liest das Gedicht “Liebe Mutter” >>> kulturradio rbb, G.W. im Gespräch mit Margarethe Steinhausen

12.5. Deutschlandradio Kultur, Bibiana Beglau liest aus dem Roman „Frühherbst in Badenweiler“, 17.30-18.00 Mehr

6.5. Lippstadt, Alfred Kornemanns liest „Wiedersehen in Venedig“, Erzählung von G.W., Wort am Sonntag im Stadtmuseum

5.5. Radio Berlin 88,8 – Wolfgang Fietkau bespricht, Barbara Zillmann liest aus G.W.’s Gedichten “Passau. Gleis 3” (Teil 6)

4.5. Radio Berlin 88,8 – Wolfgang Fietkau bespricht, Barbara Zillmann liest aus G.W.’s Gedichten “Passau. Gleis 3” (Teil 5)

3.5. Dresden, Literatur in der Frauenkirche, Ilka Scheidgen liest aus „Gabriele Wohmann. Ich muss neugierig bleiben“, Klavier: Irena Budryte-Kummer >>> Radio Berlin 88,8 – Wolfgang Fietkau bespricht, Barbara Zillmann liest aus G.W.’s Gedichten “Passau. Gleis 3” (Teil 4)

2.5. Radio Berlin 88,8 – Wolfgang Fietkau bespricht, Barbara Zillmann liest aus G.W.’s Gedichten “Passau. Gleis 3” (Teil 3)

1.5. Radio Berlin 88,8 – Wolfgang Fietkau bespricht, Barbara Zillmann liest aus G.W.’s Gedichten “Passau. Gleis 3” (Teil 2)

30.4. Fulda, Eröffnung der G.-W.-Bücherpräsentation “Chronistin der Normalität”, Hochschul-, Landes- und Stadtbibliothek Fulda (bis 1.6.)  >>> Radio Berlin 88,8 – Wolfgang Fietkau bespricht, Barbara Zillmann liest aus G.W.’s Gedichten “Passau. Gleis 3” (Teil 1)

29.4. Reutlingen, Eröffnung der G.-W.-Medienausstellung  (bis 21.5.), Stadtbücherei

22.4. Schweizer Radio DRS1, Text zum Sonntag aus “Eine gewisse Zuversicht”

17.4. Recklinghausen, Buchhandlung Musial, Ilka Scheidgen liest aus ihrer Biographie „Gabriele Wohmann. Ich muss neugierig bleiben“

15.4. Liste mit sämtlichen 636 bislang veröffentlichten Erzählungen von G.W. wird der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hier >>> WDR 5, Caroline Schreiber liest die Erzählung “Schwestern” von G.W., SpielArt

6.4. Radio Bremen, Eva Maria Schleiffenbaum empfiehlt G.W.’s Träume vom Himmel “Sterben ist Mist, der Tod aber schön”, Radio Bremen, Beitrag hören

30.3. Claudius Verlag München, Erscheinungstermin von  “Erleuchtung in der Kaffeetasse. Große Fragen und das tägliche Allerlei” von Georg Magirius, Nachwort von G.W., Claudius Verlag

19.3. G.W.’s Erzählung “Countdown” aus “Scherben hätten Glück gebracht” Grundlage des Deutschabiturs Mehr

16.2. Mühlacker, St. Andreas-Gemeindehaus, Ilka Scheidgen liest aus ihrer Biographie „Gabriele Wohmann. Ich muss neugierig bleiben“

31.1. Kaufmann Verlag, Erscheinungstermin von Ilka Scheidgens Biographie “Gabriele Wohmann. Ich muss neugierig bleiben” Mehr

15.1. Heppenheim, Gabriele Wohmann liest aus “Eine gewisse Zuversicht”, Haus der Kirche, Rückblick von Berndt Biewendt

12.1. Kreuz Verlag Freiburg i. Br., Erscheinungstermin “Eine gewisse Zuversicht. Gedanken zum Diesseits, Jenseits und dem lieben Gott”, Lektorat: Rolf Hartmann

Porträts, Meinungen, Interviews:

Abiturthema 2012Allgemeine Zeitung (Beate Nietzel) …  Amazon.de (H. Hoevermann / Veronika Sobczac) … B5 Themen & Termine (Andrea Mühlberger) …  Aviva-Berlin (Nina Breher) … (dpa) … Badische Zeitung Blog.buecher.de (Martin Depta) … Büchertreff.deChrismon (Dirk von Nayhauß) … Darmstädter Echo (Gratulation: Hans Altenhein) – Darmstädter Echo (Neue Bücher: Johannes Breckner) … Darmstädter Echo (G.W. im Literaturhaus Darmstadt: Bettina Bergstedt) …Darmstädter Echo (G.W. in Höchst: Gabriele Lermann) … Die Kirche (Georg Magirius) …  Die Politische Meinung (Ilka Scheidgen) … Die Tagespost (Ilka Scheidgen) … Die Welt (Tilman Krause) … Deutsche Bücher. Forum für Literatur (Benoît Pivert) … Deutschlandradio Kultur (Carola Wiemers) … Domradio Köln (Ilka Scheidgen) … Dresdner Neue Nachrichten/Leipziger Volkszeitung (Janina Fleischer) … EMMA (Luise F. Pusch) … epd (Jule Kühn / Andrea Seeger)  … Fembio (Luise F. Pusch) … Focus (dpa) … Frankfurter Allgemeine Zeitung (Sabine Doering) … Frankfurter Allgemeine Zeitung (Rose-Maria Gropp) … F.A.Z. Rhein-Main / Kulturportal Hessen (Poträt von Florian Balke) … F.A.Z. Rhein-Main (G.W. im Literaturhaus Frankfurt – Florian Balke) … Focus (dpa) … Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (Volker Weidermann) … Frankfurter Neue Presse (dpa) … Frankfurter Rundschau/Berliner Zeitung (Sabine Rohlf) … Frankfurter Rundschau (Ausgehtipp) … Germanica 50/2012 (Benoît Pivert)…  hr1 Der Talk (Dagmar Fulle) … hr1info: Buch der Woche (Sylvia Schwab) … hr1 Zuspruch (Michael Becker) …  hr2-Buchkritik (Sylvia Schwab) … hr2-Doppelkopf (Sylvia Schwab) … hr2-Porträt (Sylvia Schwab) … Journal Frankfurt (Christoph Schröder) …  Lausitzer Rundschau (dpa) … Lehrkräfte- Portal (Adelheid Seim) … Literaturkritik.de (Nadine Ihle) … Lyrikzeitung & Poetry-News (Michael Gratz) … Main-Echo (dpa) …… Mathilde (Jutta Schütz) … Marissa ConradyMDR-Figaro: Buch der Woche (Alexander Mayer/Tilman Krause) … MeinPortal.ch (Beatrice Eichmann-Leutenegger) … Mannheimer Morgen (Peter Mohr) … Mittelere Reife 2014 … ndr kultur (Joachim Dicks) … Nordwestzeitung (dpa) … Publik Forum (Ilka Scheidgen) …. radaR Radio Darmstadt (Margret Modrow-Weimann und Klaus Weimann) … rbbinforadio-Quergelesen (Margarethe Steinhausen) … rbb-kulturradio (Margarethe Steinhausen) … Rheinische Post (Lothar Schröder) … Ruhrnachrichten (dpa) … Saarbrücker ZeitungSüdwestpresse (Burkhard Meier-Grolmann) … Stern (dpa) … Stimmen der Zeit (Beatrice Eichmann-Leutenegger) … Schweizer Radio DRS (Georg Magirius) … Theologie und Literatur (Georg Langenhorst) … Theologie und Literatur (Ilka Scheidgen) … Volksfreund (dpa) … WDR3/WDR5 (Michael Kothes) … Zeitzeichen (Rezension: “Sterben ist Mist” von Stephan Kosch) … Zeitzeichen (Buchtipp: Eine souveräne Frau)

Kostbares Erbe

“Wunderbar leicht kann man Gabriele Wohmanns Visionen und Worten folgen, aber wenn sich die Worte gesetzt haben, dann wirken sie lange nach und nehmen mit.” So urteilt Marissa Conrady über “Sterben ist Mist, der Tod aber schön” (Gabriele Wohmann/Georg Magirius). Ungewöhnlich und eindrücklich an der Rezension der Germanistin, Autorin und Journalistin: Nicht nur das Buch selbst wird vorgestellt, sondern auch präzise dem nachgespürt, was dem Leser bei der Lektüre widerfahren kann. Fazit der bei Bibliophilin veröffentlichten Rezension: “Die mittlerweile 78-jährige Autorin hat ihren Gedanken freien Lauf gelassen und dabei ist etwas wirklich Kostbares entstanden, eine Art gedankliches Erbe für alle Leser und auch für sie selbst, da sie bekennt: Alles umsonst? Kein schöner Gedanke.”