Aufbruch zu neuen Kräften

Amorbach - Foto von Georg MagiriusWie findet man neue Kräfte? Darum geht es bei der Spirituellen Tageswanderung der Reihe GangART am Samstag, 8. September 2018 von Miltenberg nach Amorbach im Odenwald. Die Leitung hat der Theologe und Schriftsteller Georg Magirius. Die Pilgertour führt aus jenen Regionen heraus, wo man höchst aktiv, hektisch und oft auch angestrengt zeigen will oder muss, wie kraftvoll man doch ist. Die Piltertour dagegen vermutet erfrischende Kräfte in einer ruhigen, nahezu abgeschiedenen Gegend.

Durchs Schnatterloch in den Wald

Fränkischer Marienweg bei Miltenberg - Foto von Georg MagiriusEs geht auf dem Fränkischen Marienweg durch die pittoreske Altstadt Miltenbergs. In der Jakobuskirche findet sich die Staffelmadonna. Außerdem ist da der Hinweis: noch 2577 Kilometer bis nach Santiago des Compestela! Der Weg folgt allerdings nicht dem Jakobsweg, sondern schlüpft durchs Schnatterloch in den Wald und führt hinauf nach Monbrunn. Dort gibt es Hühner und Apfelbäume, sonst aber nicht viel, sofern man die Ereignislosigkeit des Ortes nicht rühmen will. Ein längerer Abschnitt der Tour wird bewusst schweigend gegangen.

Die Fakten

Schnatterloch in Miltenberg - Foto von Georg MagiriusDie Länge der Wanderung beträgt 15 Kilometer, die reine Gehzeit etwa 4,5 Stunden. Das Gehtempo ist ruhig, es werden Pausen eingelegt. Der Ausgangspunkt Miltenberg und der Zielort Amorbach sind mit dem Zug erreichbar. Gemeinsame Anreise ist nach Absprache möglich u.a. von Frankfurt, Offenbach, Hanau, Dettingen, Aschaffenburg. Der Platz gebucht ist nach Überweisung der Teilnahmergebühr von zehn Euro (Teilnehmerzahl begrenzt). Für Fahrtkosten und eine eventuelle Einkehr kommen die Teilnehmer selber auf. Anmeldung bzw. Informationen direkt bei Georg Magirius: 0176-29402322 – mail@georgmagirius.de

Die Reihe GangART

Die Tour ist angeregt von Magirius’ Buch “Schritt für Schritt zum Horizont“, das unter dem Lektorat von Dr. Esther Schulz im Herder Verlag erschienen ist. Und von dem Buch “Frankenglück”, das unter dem Lektorat von Thomas Häußner im Echter Verlag veröffentlicht ist. In der Reihe GangART leitet Magirius regelmäßig Spirituelle Tagestouren. Bei bislang 39 Wanderungen nahmen insgesamt etwa 900 Pilgerinnen und Wanderer teil.

Grenzenlose Erfrischung

Tretstein - Foto von Georg MagiriusEine neue Spirituelle Wanderung der Reihe GangART hat eine grenzenlose Erfrischung zum Ziel – und das mitten im Sommer. Die Pilgertour am 18. August 2018 geht der Frage nach, was ermutigen kann, wenn man an Grenzen stößt. Geleitet wird sie vom Theologen und Schriftsteller Georg Magirius. Unter dem Motto „Sprühende Unendlichkeit“ führt der Weg zu einem mystischen Ort in der Rhön, der seine Kraft aus der Abgeschiedenheit erhält. Der Tretsteinwasserfall befindet in einem Taleinschnitt in der Nähe der Fränkischen Saale.

Die Fakten

Die Gruppe für die Pilgertour bildet sich neu. Die Wanderung ist 8 Kilometer lang, die reine Gehzeit beträgt etwa 2,5 Stunden. Es wird auch bei Regen gewandert. Ein Abschnitt wird schweigend zurückgelegt. Gräfendorf, Anfangs- und Endpunkt der Wanderung ist mit dem Zug erreichbar. Gemeinsame Anreise nach Absprache von Frankfurt, Hanau, Dettingen, Aschaffenburg aus möglich. Gebucht ist der Platz nach Überweisung der Teilnahmegebühr von 10 Euro (Teilnehmerzahl begrenzt). Informationen und Anmeldung direkt bei Georg Magirius, 0176-29402322, mail@georgmagirius.de

Die Tour ist angeregt von dem Buch “Frankenglück – 33 Orte zum Staunen und Verweilen” von Georg Magirius, das im Würzburger Echter Verlag erschienen ist. In der Reihe GangART bietet Magirius regelmäßig Spirituelle Wanderungen an. Bei bislang 39 Touren nahmen etwa 900 Pilgerinnen und Wanderer teil. Eine weitere Tour unter dem Motto “Die Kraft der Erneuerung” gibt es am 8. September 2018 im Odenwald – Informationen dazu >> hier.

Beschwippst vom Klang des Wassers

Buchenbach bei Mariabuchen - Foto von Georg MagiriusKann etwas banal wirkendes wie Wasser einen Rausch hervorrufen? Die spirituelle Tageswanderung unter Leitung des Theologen und Schriftstellers Georg Magirius macht am 15. Mai 2018 im Spessart den Test. Die Tour der Reihe GangART führt von Lohr am Buchenbach entlang zur Wallfahrtskirche Mariabuchen und steht unter dem Motto “Erfrischung an der Quelle”. Die Länge beträgt 11 Kilometer, die reine Gehzeit etwa 3,5 Stunden.

Frankens Wassermusik

Von Lohr aus geht es auf in den Brunnenrainpfad, durch die Bäume ist immer wieder das Glitzern des Main zu sehen, ehe man in ein traumhaftes Wiesental wandert . Der Weg am dahinspringenden Buchenbach wird bewusst schweigend gelaufen. Denn so lässt Klosterkirchen Mariabuchen - Foto von Georg Magiriussich das Wasser in allen möglichen erfrischenden,  ermutigenden und womöglich eben auch berauschenden Klangspielen hören. Schließlich sieht man den Höhepunkt der Wanderung aufragen: die Wallfahrtskirche Mariabuchen, ein spürbar lebendiger Wallfahrtsort. Doch nicht nur die Kirche lädt zur Einkehr ein. Direkt neben dem Gotteshaus befinden sich mehrere Gasthäuser, die den Pilgerinnen und Wanderern die Möglichkeit geben, den Ort nicht streng asketisch wahrzunehmen. Durch den Spessartwald führt die Wanderung zurück nach Lohr.

Wasser und Wein

Die Tour “Erfrischung an der Quelle” ist Teil der Pilgerreise “Spirituell Wandern in der Genusslandschaft Mainfranken”, die GangART in Zusammenarbeit mit Herder Reisen vom 15. – 18. Mai 2018 veranstaltet, Organisation: Caroline Huber, Reiseleitung: Meike Röder. Festes Quartier ist Lohr, ein Ort mit charmanter Altstadt und Fachwerkhäusern. Er ist umgeben von märchenhaft wirkenden Spessartwaldhügeln, die sofort glauben lassen, was die Lohrer behaupten: Schneewittchen stammt aus Lohr! Der dem Wasser gewidmeten Etappe folgt einen Tag später die Wanderung “In vino veritas”. So schreitet die Pilgerreise in Sachen spiritueller Erkenntnis vom Wasser zum Wein fort. Weitere Informationen und Anmeldung >>> hier. –

Von Georg Magirius zuletzt zum Thema erschienen: Frankenglück. 33 Orte zum Staunen und Verweilen.

Mit Wein zur spirituellen Erkenntnis

Mainwanderweg bei Retzbach - Foto (c) Frankenglück von Georg MagiriusKann rauschafter Genuss zur religiösen Erkenntnis führen? Darum geht es bei der spirituellen Wanderung der Reihe GangART unter Leitung des Theologen und Schriftstellers Georg Magirius am 16. Mai 2018. Die Tour unter dem Motto “In vino veritas” führt im Fränkischen Weinland von Retzbach nach Karlstadt. bietet fantastisch schöne Wege oberhalb der Weinberge und durch sie hindurch. Sie ist 11 Kilometer lang, die reine Gehzeit beträgt 3,5 Stunden.

Frankens fromme Weinbauern

Steil abwährts auf den Main und in die besänftigend schöne Wellenlandschaft Frankens lässt sich blicken. Ein Abschnitt wird bewusst schweigend gegangen. Zu sehen ist die Frömmigkeit fränkischer Weinbauern: Skulpturen, Kruzifixe, Kreuzwege, Marienfiguren – mitten in der Natur gelegene spirituelle Stätten. Gerastet wird in der Steinweinhütte. Die Pilger bedienen sich dank ihres Rucksackinhalts selbst – und das mit Blick in eine große Weite. Ziel ist Karlstadt, das über einen nahezu vollständig erhaltenen Altstadtkern verfügt. Die Figur eines Jakobuspilgers im Kirchenportal zeigt: Seit Das wird mal einer - ein guter Frankenwein - Foto von Georg MagiriusJahrhunderten finden Pilger in Karlstadt Einkehr. Immerhin schon mehrere Jahrzehnte ist das Café Schrödl für seine Schrödlhörnchen und deren Geschmack von luxuriöser Einfachheit bekannt.

Trink mit gutem Mut!

Das Gebäck allerdings ist noch nicht das Ende des Genusses. Denn die Tour mündet in eine Biblische Weinprobe in St. Michael in Lohr. Trunkene Geschichten von Georg Magirius und Harfenmusik von Bettina Linck regen an, den Wein mit Mut zu trinken, wie die Bibel empfiehlt, denn er erfreue das Herz. Das Weingut Willibald Klüpfel aus Thüngersheim schenkt die zu Erzählung und Musik passenden Bibelweine aus: Noahs Traumwein, Jesu Wunderwein, einen feurigen Pfingstwein und Solomos edlen Weisheitswein.

Auch Wasser kann beglücken

Die Tour “In vino veritas” ist eine Etappe der Pilgerreise “Spirituell Wandern in der Genusslandschaft Mainfranken” vom 14.-17. Mai 2018, veranstaltet von GangART in Zusammenarbeit mit Herder Reisen, Organisation: Caroline Huber, Reiseleitung: Meike Röder. Die dem Wein gewidmete Tour geht am Tag zuvor die Wanderung “Beschwippst vom Klang des Wassers” voraus.

Von Georg Magirius zuletzt zum Thema erschienen: Frankenglück. 33 Orte zum Staunen und Verweilen.

Die Früchte meines Lebens

Sommerhausen - Foto von Georg MagiriusEine Spirituelle Wanderung unter dem Motto „Die Früchte meines Lebens“ führt am 9. September 2017 im Fränkischen Weinland von Winterhausen über Sommerhausen nach Ochsenfurt. (Rückblick auf die Tour mit Fotos >> hier). Die Gruppe unter Leitung des Theologen und Schriftstellers Georg Magirius bildet sich für die Pilger-Tagestour der Reihe GangART neu. Die Wanderung ist ideal für all jene, die Lust am Aufbruch haben und den vollen Saft des Lebens spüren wollen. Damit wird einer der womöglich umkämpftesten Fragen der Gegenwart nachgegangen, nämlich was im Leben denn nun genau als fruchtbar, reich und kostbar gelten kann.

Reich an Früchten

Gewandert wird in einem Abschnitt des Maintals, der aufgrund seines Kalksandsteins Wein und Obst üppig gedeihen lässt. Der Weg führt durch Gärten von Flurturm in SommerhausenSommerhausen, auf verwunschenem Pfad an der Stadtmauer entlang, hinauf in Steillagen, die die Trauben prächtig reifen lassen. Der Panoramaweg, ein sich windender Trampelpfad, lässt königlich zum Main hinunter und sogar bis Würzburg schauen, während im Tal Züge und Autos gedämpft und dennoch rege rumoren.

Arm an Reizen

Dann allerdings ändert sich das Bild: Mit einem Mal verliert der Weg jegliche Markierung. Da sind Felder, Wiesenpfade und immer wieder finden Bäume sich zusammen, aber niemals so, dass man ihnen die Absicht unterstellen könnte, als Massenerscheinung erschlagen zu wollen. Zu erleben ist der fast sprichwörtlich gewordene sanfte Wellengang der fränkischen Landschaft. Er ist so arm an Reizen, dass man es fast schon wieder ekstatisch nennen könnte. Ehe der Zielort Ochsenfurt erreicht wird, geht es schlicht durch den Wald. Dieser Teil des Weges wird schweigend gegangen.

Auf dem Mainweg bei Ochsenfurt

Länge der Tour und weitere Fakten

Rathaus in OchsenfurtDie Früchte meines Lebens: Spirituelle Wanderung der Reihe GangART, Samstag, 9. September 2017. Länge: ca. 8 Kilometer, reine Gehzeit: knapp 3 Stunden. Das Gehtempo ist ruhig, die Strecke hat einen kurzen steilen und einen längeren, gemächlichen Anstieg. Es wird auch bei Regen gegangen. Anfangspunkt Winterhausen und Endpunkt Ochsenfurt liegen direkt an der Bahnstrecke Würzburg-Ansbach-Treuchlingen. (Rückblick auf die Tour mit Fotos >> hier).

Die Reihe GangART

Georg Magirius hat 2009 GangART gegründet, eine fortlaufende Reihe Spiritueller Tagestouren durch Rhön, Steigerwald, Schwarzwald, Spessart, Odenwald, Taunus, Fränkisches Weinland und Haßberge. Bei 36 Touren nahmen mehr als 800 Wanderer teil. Angeregt ist die Tour von Magirius’ Buch “Frankenglück”, das im Echter Verlag erschienen ist.

Abseits ausgetretener Touristenpfade

Manche Orte können ausgerechnet dank ihres abseitigen Charakters eine besondere Anziehungskraft entwickeln. Das schreibt der Frankenkenner Thomas Hübner in seiner Rezension des 2016 veröffentlichten Buches “Frankenglück” auf den Internetseiten des Sankt Michaelsbund und des Borromäusvereins. “Der Urlauber ist süchtig nach Plätzen, die sich mit Prädikaten schmücken wie das größte, längste, schnellste, älteste oder das meistbesuchte Objekt”, hat Hübner beobachtet. Das Buch Frankenglück wende sich allerdings “an einen grundlegend anderen Interessentenkreis – an Leser, die nicht den Trubel, sondern die Ruhe und Abgeschiedenheit suchen.”

Franken weckt spirituelles Interesse und Appetit

Das Buch stelle 33 Orte abseits der großen Straßen vor, wozu Täler, Wanderwege, Wälder, Wiesen, Parks, Grotten, Ruinen, aber auch Kapellen, Klöster und Burgen zählten. “Für jede Location sind vier Seiten reserviert, die ersten beiden davon stimmen mit einem doppelseitigen Farbfoto auf das Ausflugsziel ein. Dank der kenntnisreichen Schilderungen fühlt man sich beim Lesen wie vor Ort.” Die anderen beiden Seiten geben praktische Hinweise, Wander- und Ausflugstipps. Geographisch betrachtet konzentriere sich das Buch auf die Region vom Spessart bis zu den Hassbergen und von der Rhön bis zum Odenwald. “Da dem Verfasser bewusst ist, dass die idyllische Landschaft nicht nur spirituelles Interesse, sondern auch den Appetit wecken kann, schließt jede Beschreibung mit einem Einkehrtipp.” Das Buch kann laut Rezensent “sehr empfohlen” werden.

Georg Magirius, Frankenglück, 33 Orte zum Staunen und Verweilen, 144 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen, Lektorat: Thomas Häußner, Gestaltung: Peter Hellmund, ISBN: 978-3-429-03912-7 – 12 Euro. >>> Weitere Informationen <<<

Ein anderer Blick ins Glück

Mainweg bei Retzbach (c) FrankenglückFranken kann dank Georg Magirius aus einem anderen Blickwinkel entdeckt werden.  Das schreibt die Tageszeitung “Fränkische Nachrichten” in der Rubrik “Neue Reisebücher” vom 19. Juli 2016 über Magirius’ neues Buch “Frankenglück”. Die sanften Hügel mit den Weinbergen, die Burgen und Schlösser und die vielen Fachwerkstädte seien ein beredtes Zeichen dafür, dass Franken als beglückende Landschaft wahrgenommen werden könne. Im “Frankenglück” freilich würden Orte vorgestellt, “die abseits der großen Routen liegen – wie die Schwedenschanze bei Hofheim oder die Heunesäulen bei Kleinheubach.” Gleichwohl Frankenglück Buchcoverseien sie es wert, “dass man nicht nur einen kleinen Abstecher dorthin macht.” Dafür bietet sich laut Rezension des zur Main Post gehörigen Volksblatts vom 9. Mai 2016 etwa der Mainweg bei Retzbach an, “der weite Blicke durch die wellenartige Landschaft bietet.”

Georg Magirius, Frankenglück, 33 Orte zum Staunen und Verweilen, 144 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen, Lektorat: Thomas Häußner, Gestaltung: Peter Hellmund, ISBN: 978-3-429-03912-7 – 12 Euro. >>> Weitere Informationen <<<

Die Gabe des Weglassens

Reuenthal im Odenwald

Nichts für funktionsbeschichtete Kampfwanderer oder die allradfahrende Landlustschickeria: Das Buch „Frankenglück“ von Georg Magirius lebt nach Urteil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 18. August 2016 stattdessen von der Freude am bedächtigen Herumstromern und von eher zufälligen Streifzügen zu verborgenen Orten zwischen Rhön und Steigerwald, Aschaffenburg und den Haßbergen. Das Taschenbuch sei allerdings kein Führer zu Kraftorten, Hexentanzplätzen und keltischen Fruchtbarkeitsquellen. “Mit esoterischem Mumpitz hat der Autor nichts am Hut.“ Auch effektiv oder exzessiv agierende Landschaftserkunder würden enttäuscht sein, weil es ausschließlich um genussvolle Spaziergänge abseits des touristischen Mainstreams gehe, um „Orte, an denen das Wesentliche möglicherweise im Verborgenen blüht.“

Der stille Luxus der Abwesenheit von Spektakulärem

So könne das Odenwälder Reuenthal das wiederkehrende Maiengrün in unendlichen Schattierungen genießen lassen. Im Hochspessart lade eine Blumenwiese vielleicht zum Schmökern ein, in Arnstein wiederum ein lauschiger See zum Baden. „Jedenfalls sind derart entspannte Exkursionen ein Garant dafür, dass es keiner Lektüre von Bestsellern über Entschleunigung oder Darmsanierung bedarf.“ Alle vorgestellten Täler, Schlösser, Ruinen, Moore, Höhlen, Klöster, Kapellen, Alleen, Skigebiete, Weinberge hätten eines gemeinsam: „Sie umweht der stille Luxus einer Abwesenheit von Spektakulärem.“

Kein pastoral aufgeschäumtes Slowfood-Getue

Statt ausführlicher Beschreibungen würde der Autor es bei knappen Anregungen belassen – ganz im Geist Wilhelm von Humboldts: „Man genießt die Natur auf keine andere Weise so schön, als beim langsamen Frankenglück Buchcoverzwecklosen Gehen.“ Solche Mußestunden könnten sich freilich auch in einem der angeführten Cafés oder Gasthäuser einstellen:  „Da auch zum Gehen und Einkehren die Gabe des Weglassens gehört, sind es durchweg grundsolide Oasen ohne Sterne und Hauben, wo weder Teller-Ikebana zelebriert wird noch pastoral aufgeschäumtes Slowfood-Getue.“

Georg Magirius, Frankenglück, 33 Orte zum Staunen und Verweilen, 144 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen, Lektorat: Thomas Häußner, Gestaltung: Peter Hellmund, ISBN: 978-3-429-03912-7 – 12 Euro. >>> Weitere Informationen <<<

Die vollständige Rezension von Rudolf Maria Bergmann in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nachlesen bei >>> Buecher.de.

Ankommen und Zuflucht finden

Es ist eine Wanderung, bei der es zwischendurch nicht eine Möglichkeit zur Einkehr gibt. Das lässt den Wunsch auf Ankunft wachsen. Genau das ist auch das Thema der Spirituellen Tageswanderung der Reihe GangART am Samstag, 15. Oktober 2016: “Ankommen und Zuflucht finden”. (Rückblick auf die Tour mit Fotos >>>> hier.) Die 13 Kilometer lange Tour unter Leitung des Theologen und Schriftstellers Georg Magirius verläuft von dem bei Würzburg gelegenen Retzbach nach Karlstadt am Main. Gesucht wird eine Geborgenheit, die nicht zu Lasten von Freiheit und Weite geht. Die Gruppe bildet sich für die Tour neu, geht zum ersten Mal.

Ohne jedes Pressen

Weite Ebene bei RetzbachUm anzukommen, muss man losgehen. Was banal klingt, fühlt sich überhaupt nicht trivial an. Kurz nach Verlassen Retzbachs nämlich spüren die Füße den Aufbruch genau. Mit Eindringen in den Weinberg geht es bergauf, bis man oben ein Sandstein-Kreuz erreicht. Durchatmen erlaubt! Nur angekommen ist man noch nicht, kann freilich Geborgenheit schon ahnen. Die weite Ebene wirkt nicht endlos. Denn der Weg führt an einem Wald entlang, der einen schützt, als ob Arme einen umfingen, ganz leicht – ohne jedes Pressen.

Geborgenheit mit Tücke

Am Ende des feinen Wechselspiels von Feld und Wald lotst der Pfad durch eine Tür in den Weinberg. Der Blick geht tief hinunter zum Main und weit über ihn hinaus auf die andere Seite des Flusses. An steinernen Hütten vorbei wandert es sich nicht starr geradeaGekeltertus, sondern in Kurven und Schleifen, bis man die Stein-Weinhütte erreicht. An der Wand der Rasthütte sind Rebsorten erklärt, was den Durst fördert. Wer hier die Flasche öffnet, trinkt sich garantiert in die Geborgenheit hinein. Dazu die wunderbare Aussicht. Doch Vorsicht! Die beim Weintrinken aufkommende Geborgenheit hat bekanntlich Tücken. Die Tritt­sicherheit kann sich mindern.

Gekeltert und ausgepresst

Erneut folgt eine Waldpassage, dann wieder Weinberg, die Reben von Müller-Thurgau und Silvaner sind angezeigt. An einer Weggabelung ein Steinrelief, das Christus in der Weinkelter zeigt. Es stellt den Schmerz Jesu in den Mittelpunkt. Der Gekelterte, Gebeugte und Ausgepresste stellt das Gegenteil von Geborgenheit dar, kann aber vielleicht gerade dadurch Zuflucht für jene sein, die vor lauter Schmerzen überhaupt kein Zuhause finden können.

Ankunft in der alten Stadt

Dann ist das Ziel nahe. Karlstadt empfängt die Tagespilgerinnen und spirituellen Wanderer mit offenen Armen. Die elegante, leicht wirkende Eisenskulptur am oberen Torturm heißt tatsächlich so: Mit offenen Armen. Karlstadt wurde um 1200 als Mit offenen Armen Karlstadt am MainBollwerk gebaut. Die Anordnung der Gassen und Straßen ist noch heute in allen Details erhalten. Man legte sie so großzügig an, dass sie erst Ende des 19. Jahrhunderts den Ring ihrer Befestigung überschreiten musste. Die Sicherheit der fest gebauten Stadt sollte den Bewohnern also nicht die Luft abschnüren, was man auch heute noch genießen kann – nicht zuletzt im Café Schrödl, das bekannt ist für seinen Baumkuchen und ein Gelee aus Karlstädter Quitten, das ohne Gelierzucker auskommt. Zuflucht findet man spätestens beim Genuss der Schrödlhörnchen, einem Gebäck aus Mandelplunderteig, das auf ekstatische Weise klassisch schmeckt.

Die Daten

Karlstadt am MainAnkommen und Zuflucht finden, Spirituelle Wanderung der Reihe GangART, Samstag, 15. Oktober 2016, Länge: 13 km, reine Gehzeit: 3,5 Stunden. (Rückblick auf die Tour mit Fotos >>>> hier.) Eine Passage wird still gelaufen. Georg Magirius bietet in der Reihe GangART seit 2009 spirituelle Wanderungen an. Bei 35 Touren nahmen mehr als 750 Wanderer teil.  Weitere Informationen dazu >>> hier.Von ihm erschienen ist bei Echter gerade “Frankenglück. 33 Orte zum Staunen und Verweilen” (Lektorat: Thomas Häußner) und im Herder-Verlag “Schritt für Schritt zum Horizont. Pilger-Werkbuch” (Lektorat: Dr. Esther Schulz).

Ausflugsziele abseits der Touristenscharen

Aufgang zum Käppele aus dem Buch Frankenglück (c) Georg MagiriusAußergewöhnlich schöne Ausflugsziele lassen sich auf abgelegenen Wegen finden. Das schreibt die Redakteurin Stefanie Bock in der Evangelischen Sonntagszeitung vom 17. Juli 2016. Mit Hinweis auf das Buch „Frankenglück“ von Georg Magirius stellt sie Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten vor, „die abseits der ausgetretenen Pfade liegen, aber dennoch nicht weniger Reize als die Magnete des Tourismus besitzen.“  So führe etwa der Weg zur Wallfahrskirche Mariabuchen im Spessart entlang des Buchenbachs, „dessen Wasser dem aufmerksamen Wanderer ein unterhaltsames Konzert bietet und den Alltag vergessen lässt.“  Anziehend auch die Kastanie auf dem Kapellenberg bei Heimbuchenthal, „dessen Größe in ihrem Angesicht kleinen Passanten Mut und Kraft verlieht.“

Informativ und detailverliebt

Selbst ein nicht ganz unbekannter Ort wie das Käppele auf dem Nikolausberg in Würzburg kann Seiten zeigen, die sich vermutlich in keinem Touristenführer finden. Zu der Kapelle könne man nämlich „durch ein wundersam anmutendes Tor Frankenglück Buchcoverzweier Linden“ gelangen, „das dem Durchschreitenden zeigt, dass nicht immer nur das akkurat Geplante zum Ziel führen muss“. Die 33 Orte von Alzenau und Amorbach bis Volkach und Zabelstein seien in dem Buch detailverliebt und informativ vorgestellt und machten Lust, die Wanderschuhe zu schnüren.

Georg Magirius, Frankenglück, 33 Orte zum Staunen und Verweilen, 144 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen, Lektorat: Thomas Häußner, Gestaltung: Peter Hellmund, ISBN: 978-3-429-03912-7 – 12 Euro. >>> Weitere Informationen <<<