Mut zur Hilflosigkeit

Viele wollen das Abschiednehmen in den Griff bekommen, aber schmerzliche Gefühle lassen sich nicht mal so eben beseitigen. Das hat der Theologe, Schriftsteller und Journalist Georg Magirius am 18. Dezember 2017 auf Trauernetz.de gesagt. Bei Abschieden helfe es, so widersprüchlich das auch klinge, “die Hilflosigkeit zuzugeben.” Diesen Mut könne man bei Erzählerinnen und Poeten finden, die den Schmerz nicht krampfhaft übergingen: “So tritt eine außergewöhnliche, lustvolle und oft auch lustige Lebendigkeit zu Tage.”

Provozierend klar

Dabei handle es sich um kein “munteres Schulterklopfen, sich nun bitteschön wieder dem Leben zuzuwenden”. Die Sprache der Poesie gebe nämlich keine Tipps, wie im Stil eines Abschied - edition chrismonReparaturunternehmens wieder alles in Ordnung zu bringen sei. Es gehe stattdessen, auf befreiende Weise von der Vergänglichkeit zu erzählen: mal laut, mal leise, mal wütend, mal komisch und immer wieder in einer provozierenden Klarheit.

Von Georg Magirius zum Thema erschienen: Abschied. Geschichten von Loslassen und Neuanfangen. Die Anthologie vereint 15 Erzählungen von Autorinnen und Autoren wie Siegfried Lenz, Elke Heidenreich, Robert Gernhardt, Ulla Hahn und Bertolt Brecht, edition chrismon, Leipzig 2017. ISBN: 978-3-96038-083-2, 15 Euro, Lektorat: Annegret Grimm.

About Buero Magirius

Über spirituelle Spaziergänge und andere Tritte des Schriftstellers Georg Magirius.
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